Dienstag, 15. April 2014

Circolo Golf Venecia (Eine Runde in Venedig)

Ich kann nicht anders. Ich muss immer wieder ungewöhnliche Plätze spielen. Sei es ein Karglandplatz in Nordwales, der Londoner Platz auf dem man nur mit rotem Oberteil spielen darf oder den einzigen Golfplatz im Großraum Athen. Als ich irgendwann mal entdeckte, dass auch Vendig einen Golfplatz hatte, war dieser Kurs immer in meinem Hinterkopf. Als ich etwas für einen runden Geburtstag der Reisegolferin suchte, hatte ich mich schnell für einen Kurztrip nach Venedig entschieden. So etwas kann man immer sehr gut mit einer Runde Golf kombinieren.

Blick vom über das Übungsgrün auf die 18

Wir hatten uns für einen Termin in der Nebensaison entschieden und dachten uns, dass Anfang April eine gute Wahl ist. Leider hat uns ein Streik von unterbezahlten Lufthansa Piloten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit viel Glück und einer netten, hilfsbereiten Dame bei Expedia konnten wir das Ganze trotz nicht stornierbaren Hotel um eine Woche verschieben.

Grün Loch 3
An einem Freitagmorgen ging unsere Reise mit dem sehr frühen Flug ab Hamburg los. Das interessante am Flughafen in Venedig sind die Optionen für einen Transfer in den Ort. Wir entschieden uns für die spannende Variante und gingen 5 Minuten zu Fuss zum Wassertaxi. Nach 10 Minuten Wartezeit kam das Boot und brachte uns in knapp 50 Minuten zum Lido. Dort fragten wir uns durch zum Bus in den Süden der Insel und konnten mit etwas Verzögerung fast direkt umsteigen. Vom Hafen dauerte es noch knapp 20 Minuten und der nette Busfahrer liess uns direkt vor dem Golfclub raus. Der Transfer vom Hamburg zum Platz war also perfekt.

Blick vom Abschlag der 9 (blindes Par 3)
Der Club ist für mich ein typischer, klassischer italienischer Golfclub. Nett gelegen, Club und Proshop strikt getrennt und alles in hübscher Umgebung. Es gibt eine schöne Legende zur Gründung des Clubs. Henry Ford kam damals mit seinen Schlägern im Exelsior auf dem Lido an und war enttäuscht, dass es in Vendig keinen Golfplatz gab. Als guter Gastgeber beginnt man natürlich bei so einem Wunsch mit dem Bau eines Golfplatzes. Gesagt, getan! Der Bau begann 1928 und von einem Schotten namens Cruikshank (Vornamen habe ich leider nicht hrausbekommen) wurden 9 Loch designed. Damals war das heute bewaldete Gelände ein offener Platz mit Sandboden. 1951 erweiterte CK Cotton den Platz auf 18 Loch.

Blick vom Abschlag der 18. Etwas eng...
Ob der gute Henry jemals den Platz spielte, kann ich nicht sagen. Ist aber eine schöne Geschichte. Der Kurs am Südende der Insel war früher strategisch wichtig für Venedig. Das kann man an einigen Löchern um das Clubhaus herum gut sehen. Erhöhte Abschläge sind auf eine alte Festung mit Schießscharten gebaut. Hatte ich so auch noch nicht... Der Platz ist heutzutage ein netter Parklandplatz, der einiges an Abwechslung bietet. Gut gefielen mir die Grünkomplexe. Nicht zu groß und oft gut von Bunkern geschützt. Die schönsten Löcher waren für mich die 9 (blindes Par 3 über eine alte Festung) und die 18 (nettes, kurzes Dogleg Par 4 in Richtung des Clubhauses).

Fazit: Netter Platz, den man ruhig bei einem Ausflug nach Venedig spielen kann. Ist mal was anderes. Zudem war die Pasta im Club das beste Essen, welches wir auf unserem Tripp hatten...

Reisegolfer Rating: 5

Tipps zur Anreise: Flug nach Venedig. Dort zu Fuss zu den Watertaxis. Linea blu der Alilaguna nehmen bis Lido. Rückfahrticket kostete 27€ (April 2014). Angekommen in Lido ein Busticket für die Line A kaufen. Kostete 1,30€. Am besten bei der Ticketbude nach einem Rückfahrticket fragen. Im Bus ist es teurer. Dauert knapp 20 Minuten. Dann ist man bei der Station Strada Zaffi di Barca (in Alberoni). Am besten den Fahrer fragen. Unser hat uns Bescheid gesagt, als wir am Golfclub waren. Hotels in Venedig selber gibt es für fast jeden Geldbeutel. Zimmer bekommt man von € 80 bis € 600 pro Nacht.

Ach ja. Da wir mit Handgepäck reisten, hatten wir uns für € 20 pro Person Schläger geliehen.

Sonntag, 16. März 2014

Golf im Ruhrgebiet

Seit 2008 arbeite ich nun während der Woche in Bochum. Wenn es die Zeit zulässt, spiele ich zwischen April und Oktober alle Plätze in der größeren Umgebung. Also grob gesagt im Ruhrgebiet. Aber auch weit darüber hinaus.

Wer im Internet nach Golf im Ruhrgebiet schaut, findet dort nicht allzu viele vollständige Informationen. Die Kollegen von der Golf Post haben eine Auflistung im Netz, die aber leider etwas unvollständig ist. Kollege Carsten vom Golfblock hat sich auch Mühe gegeben, die Plätze im Pott aufzulisten. Aber auch hier fehlen leider einige Plätze. Das kann sicher auch daran liegen, dass es wenige eindeutige Definitionen gibt, welche Orte überhaupt zum Ruhrgebiet gehören.

Ich habe mich nach Wikipedia gerichtet. Danach gehören zum Ruhrgebiet die Kreise (und Städte) Wesel, Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne, Essen, Bochum, Ennepetal-Ruhr, Hagen, Unna, Dortmund, Hamm. In diesem Bereich gibt es insgesamt 36 Golfplätze. 33 davon habe ich nun in meiner Zeit dort gespielt und die jeweiligen Erfahrungen in meinem Blog wiedergegeben.

3 Plätze fehlen mir nun noch. Das sind.
  • Niederrheinischer GC in Duisburg
  • Golf & More in Huckingen
  • Golfanlage Jammertal
In den nächsten Wochen möchte ich auch diese Plätze "abhaken", bevor ich eine Gesamtübersicht mit Infos und allen gesammelten Berichten über das Golf im Ruhrgebiet veröffentliche. Falls mich also jemand bei einer dieser "Finalrunden" begleiten möchte, meldet euch bitte. Ich freue mich immer sehr über Begleitung. Sei es, um mir seinen Heimatplatz vorzustellen oder um sich während der Runde einfach nur so auszutauschen.

Freue mich über Meldungen, wer Lust hat auf eine Runde Golf mit dem Reisegolfer im Ruhrgebiet. Einfach eine Mail an reisegolfer@gmx.de.


Mittwoch, 5. März 2014

Saadiyat Beach Golf Club - Grüns und Fairways in einem Riesenbunker

Irgendwann im Spätsommer dachten wir uns, dass es doch mal was anderes wäre, wenn wir Heiligabend mal nicht im Kreise der Lieben um den Tannenbaum sitzen, sondern mal was ganz anderes machen. Überraschenderweise kamen wir da auf die Idee Golf zu spielen... Als Ziel entschieden wir uns für Abu Dhabi. Und für die Heiligabendrunde hatte der Touroperator für uns Saadiyat Beach ausgesucht.

Falscher Spieler auf dem Abschlag
Saadiyat Island befindet sich etwas nordwestlich des Hauptortes und ist grossteils aus dem Nichts auf Sand gebaut. Der Plan des Scheichs ist es, aus der Insel ein Kultur und Touristenzentrum zu erstellen. Unter anderem entsteht dort ein Guggenheim Museum und ein Louvre Abu Dhabi. Geld spielt dort seit den Öl Milliarden keine Rolle.

Loch 16
Der Golfclub entspricht dem, was man hier für einen Golfclub erwartet. Prunk, große Flächen und viel Marmor. Aber sehr beeindruckend. Und an den Umkleidebereichen sollten sich die meisten europäischen Golfclubs ein Beispiel nehmen. Alles tadellos sauber und es wurde alles, was man benötigt, bereitgestellt. Ach ja. Golf gespielt haben wir natürlich auch. Unsere Partner waren eine Japanerin und ein Engländer, die sich in Hongkong kennengelernt haben, nun in Wiltshire wohnen und so wie wir ein paar Tage Winterurlaub auf der arabischen Halbinsel machten. Echte Weltenbummler, die wir mit unserer Kenntnis des Magic Roundabout in Swindon mega beeindruckt haben...

Golf am Meer
Der Platz ist, wie fast alles hier, in perfekt gepflegtem Zustand und ist eine interessante Erfahrung. Mal denkt man, man ist aufgrund der vielen Dünen und der Gazellen in der Wüste, dann gibt es Löcher am Strand und zum Ende wird es fast wie beim GC UmDieEcke, wenn man beim Anspielen des 18. Grüns einen See überspielen muss. Mir hat der Kurs Spass gemacht. Auch wenn man mit den Bunkern etwas übertrieben hat... War irgendwie schon so genug Sand da... Die "nur" 67 Bunker des Platzes kommen einem mehr vor, da einige sich über mehr als 200 Meter neben den Fairways hinziehen.

Reisegolfer-Rating: 6

Fazit: Hat Spass gemacht. Wenn man in Abu Dhabi ist, muss man den Kurs gespielt haben. Und der Betreiber, Troon Golf, hat seinen Laden im Griff.
Saadiyat Beach

Sonntag, 16. Februar 2014

Golfurlaub in England - Tipps für nicht so regelmässige Besucher

Wer als Deutscher golft und dies mit Leidenschaft tut, sollte auf jeden Fall einmal im Leben auf den britischen Inseln Golf spielen. Hier kommt man den Ursprüngen des Sports etwas näher und man kann auch mal eine etwas andere Golfkultur kennenlernen. Anders als bei den Hauptreisezielen deutscher Golfer rund um das Mittelmeer, gibt es für UK vergleichsweise wenig Pauschalangebote. Wer auch ohne Pauschalengebot einen Golfurlaub im Vereinigten Königreich machen möchte, kann diesen sehr einfach selber organisieren. Eigentlich braucht man nur das Internet, eine Kreditkarte und ein grobes Verständnis, wohin man möchte. Was sollte man also bei der Organisation einer solchen Golfreise beim ersten Mal beachten?

Unterkunft: Wenn man ein paar Tage mehr an einem festen Standort ist, kann ich die Miete eines Hauses nur empfehlen. Hier gibt es eine Riesenauswahl von teils großartigen Häusern. Ich schaue meist bei holidaylettings.co.uk. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ansonsten einfach "self catering" und den Namen der der gewünschten Region in der Suchmaschine eingeben und dann einfach auswählen. Ansonsten ziehe ich ein B&B immer einem Hotel in UK vor. Ein B&B ist uriger und man hat auch mehr Kontakt zu Briten als in einem Hotel. Auch hier hilft das Internet bei der Suche.
Bei diesem Club kommt man nicht mal aufs Gelände ohne Pincode... Sonst aber kein Problem in UK
Auto: Ich fliege meist auf die Insel und miete mir dann ein Auto. Da hat dann schon den Lenker rechts. Das macht das fahren auf der linken Seite leichter. Dazu die ersten Male Automatik buchen und der Linksverkehr ist halb so schwer... Aufpassen sollte man etwas auf dem Lande. Dort gibt es oft enge Strassen, die im Gegensatz zu Deutschland oft mit einer Steinmauer oder eine Hecke eingegrenzt sind. Hier also lieber etwas vorsichter...

Greenfee: Hier gibt es alles. Von ganz günstig bis sehr hochpreisig. Hier sollte man immer wissen, was man möchte. Für bekannte/berühmte Plätze zahlt man oft weit über 100 Pfund pro Runde. Dagegen kommt man auf öffentliche Plätze teils schon für 15 Pfund für eine 18 Loch Runde. Google Maps hilft hier bei der Planung. Und in UK hat wirklich fast jeder Club eine Website. Wenn man etwas länger unterwegs ist, kann man auch über Greenfeegutscheine (2 for 1) nachdenken. Größte Anbieter hier sind Greenfree und 2fore1.

Royal Worlington & Newmarket
Reservierung Startzeiten: Ich bin bisher immer sehr gut damit gefahren, die mir wichtigsten Plätze einer Tour vorab zu buchen. Das klappte bisher problemlos per e-mail. Gelegentlich habe ich auch mal angerufen. Bei den anderen Plätzen konnten wir zumeist sofort spielen, wenn wir aufgetaucht sind und nach einer Spielmöglichkeit fragten. Man sollte nur vorher im Internet schauen, ob an dem Tag beispielsweise Mens Days oder ein Turnier stattfindet. Dann sollte man lieber gar nicht erst hinfahren.

Handicap: Die meisten Clubs verlangen auf ihrer Website ein Handicapcertificate. Meistens ohne HC Begrenzung. Dabei bitte im Kopf behalten, dass es auf der Insel kein Handicap 54 gibt. Handicaps für Herren beginnen bei 28, für Damen bei 36. Alles darüber gibt es nicht! Die Mitnahme der DGV Karte reicht eigentlich. Ich muss aber erwähnen, dass ich bei den knapp über 100 Clubs, bei denen ich bisher in UK gespielt habe, erst einmal nach einem Handicapzertifikat gefragt wurde. Das war 2007 in Royal Dornoch. Denen haben wir unsere DGV Karte gezeigt. Wobei ich nicht weiß, ob der Assistant Pro wußte, was auf der Karte steht. Sah wohl typisch deutsch und korrekt aus. Er war auf jeden Fall zufrieden.

Erziehungsversuch...

Umkleiden: In UK wird es meist nicht gerne gesehen, wenn man sich auf dem Parkplatz die Schuhe wechselt. Das gehört sich nicht. Zum wechseln der Schuhe geht man in die Umkleidekabine. Den Code dazu (alles schön verschlossen) bekommt man beim zahlen des Greenfees im Proshop. Achtet mal drauf. Meist ist dies das Gründungsjahr des Clubs... :-)

Getränk nach der Runde: Wie überall, nimmt man auch in Großbritannien nach der Runde gerne ein Getränk zu sich. Dabei sollte man beachten, dass man nicht immer einfach mit seinen Golfschuhen zur Theke rennt und sich dort ein Getränk bestellt (und natürlich sofort zahlt). Das Clubhaus ist meist immer eine Golfschuh-freie Zone. Also bitte erst Strassenschuhe an und dann bestellen (Bedienung kommt fast nie auf einen zu. Bestllungen wie im Pub immer an der Theke). Ausnahme sind sogenannte Spikebars. Dort kann man auch mit Golfschuhen hinein. Ob es sowas gibt, sollte man erfragen.Ach ja, auch Golfcaps oder Mützen sollte man in Clubhäusern abnehmen...

So, das ist es, was mir als Hilfe für den ersten Golfurlaub auf der Insel einfällt. Ich helfe natürlich auch sonst gerne mit Tipps für spezielle Ziele oder anderen Fragen zu Golfreisen nach UK. Einfach e-mail an den Reisegolfer und ich antworte recht zügig.

Montag, 10. Februar 2014

Yas Links - Golf neben der Rennstrecke

Wie spricht man Leute an, die man auf einem Golfplatz trifft und nicht weiß, wo sie herkommen? Wenn man sich auf der arabischen Halbinsel befindet, natürlich auf englisch. Das tat Nicole natürlich auch, als wir beim Einspielen auf der Range auf ein anderes Paar trafen. Es war übrigens das erste Mal, dass ich eine eigene Range für Gäste erlebt habe. Die Mitglieder hatten eine eigene Range. Sachen gibt es...

Fast wie ein Linkskurs...
Yas Links liegt in Abu Dhabi auf Yas Island. Die Insel entwickelt sich zu einer Art Entertainment Zentrum von Abu Dhabi. Eine Reihe von Hotels, die Formel 1 Rennstrecke, Yas Waterworld und Ferrari World sollen dafür sorgen, dass immer mehr Touristen den Weg nach Abu Dhabi finden. Der Yas Links Golf Club liegt übrigens zwischen einem See und der Formel 1 Strecke. Manchmal kann man das auch hören, wenn sich die Söhne des Landes den Kurs mieten, um ihre Lamborghinis, Maseratis und Ferraris auszufahren. Die Stunde kostet übrigens 1000 $...

Loch 13, Par 3. Der Wind kam von vorne links...
Wenn man auf das Gelände des Clubs fährt, wird man auf der Zufahrt von einer Statue von Old Tom Morris begrüßt. Bisschen unpassend, aber ok. Wer es mag... Das Clubhaus ist sehr beeindruckend und man muss sich erstmal zurechtfinden, wo man überhaupt hin muss. Das Personal war freundlich, aber wirkte etwas unmotiviert.  Nun denn. Ich war dort, um den Platz kennenzulernen... Die Range war gut gepflegt und die in Abu Dhabi üblichen Ballpyramiden waren vorhanden. Blick auf eine Art Dünen und Yas Waterworld im Hintergrund machten den Übungsbereich zu einer angenehmen Erfahrung.

Loch 18 mit Clubhaus
Ich bin ehrlich. Ich war vorher etwas skeptisch. Wenn ein Platz den Namen "Links" nutzt und auf der arabischen Halbinsel gelegen ist, musste ich vorher einfach nur skeptisch sein. Ich wurde während der Runde aber eines Besseren belehrt. Auch wenn es natürlich kein echter Linkskurs ist, hatte ich viel Spass. Und manchmal hatte man sogar das Gefühl, auf einem Linkskurs zu sein. Das Design war richtig gut. Kyle Phillips und sein Team hatten ganze Arbeit geleistet. Am besten gefielen mir die Par 3 Löcher. Die waren alle gut. Und das ist für mich auf jedem Kurs wichtig. Dazu gefielen mir dann noch die Löcher 9, 10 und die letzten 3 Löcher.

Ach ja. Unsere Runde spielten wir mit dem Pärchen von der Range. Am Abschlag fanden wir dann doch heraus, dass wir dieselbe Sprache sprechen. Götz und Ina kamen aus Franken und waren eine nette Begleitung auf der Runde und auf der sehr schönen Clubhausterrasse.

Fazit: Muss in jeder Golfreise nach Abu Dhabi enthalten sein.

Reisegolfer-Rating: 6
Yas Links

Dienstag, 28. Januar 2014

Golfurlaub auf Cape Breton

Am Vortag wurde uns noch von der Dame im Fremdenverkehrsbüro fast garantiert, dass man auf dem Skyline Trail auf jeden Fall Elche antreffen würde. Grade gestern wäre eine Familie da gewesen, die eine ganze Herde getroffen hatte... Aber irgendwie breitet sich so etwas wie eine leichte Enttäuschung aus, wenn man dann zwar 3 Stunden gewandert ist, großartige Ausblicke auf den Sankt Lorenz Golf und den Cabot Trail geniessen durfte und ein leckeres Picknick zu sich nehmen konnte, aber die Tierchen liessen sich einfach nicht blicken...

Aussichtspunkt am Skyline Trail
Wie kommt man auf die Idee, in diese Gegend der Welt zu fahren, um Urlaub zu machen? Eigentlich ganz einfach. Man schaut in Listen der besten Golfplätze der Welt, entdeckt dort mehrfach "Highland Links" und in 2012 wurden auch noch die 18 Loch von Cabot Links mit großer Marketingunterstützung eröffnet. Wenn man sich dann etwas erkundigt, erfährt man, dass diese Insel im Norden der Provinz Nova Scotia viel mehr als "nur" Golf zu bieten hat:
  • Den Cabot Trail (eine der landschaftlich schönsten Strassen der Welt)
  • Walbeobachtung an verschiedenen Küstenorten
  • Glenora Distillery (die älteste Single Malt Destillerie in Nordamerika)
  • Den sehr schönen Cape Breton Highlands National Park (wo ca. 500 Elche beheimatet sind)
  • Meeresfrüchte für relativ wenig Geld
  • Weißkopfadler und Bären zum beobachten (wir bekamen nur die Adler zu Gesicht)
  • Das Museum des Erfinders des Telefons Alexander Graham Bell (der auch viele andere Dinge erfand...)
  • Und natürlich die beiden Weltklassegolfplätze Cabot Links und Highland Links
Man kann also einen tollen Urlaub mit einer Mischung aus Golf und anderen Aktivitäten erleben. Anbei noch ein paar Tipps für einen Trip dort hin:

Der Tag beginnt... (Am Bras d'or Lake)
Unterkunft: Die Auswahl ist groß. Vom einfachen B&B bis zum luxuriösen Hotel ist alles zu haben. Viele Hotel bieten Pakete zusammen mit Greenfee an (Beispiel). Da muss man einfach mal surfen und schauen. Uns hat Google Maps geholfen... Und immer Tage ohne Vorausbuchung übrig lassen, falls es mal irgendwo besonders schön ist. Hatten wir zweimal.

Golf: Die Insel hat eine große Auswahl an Plätzen, die man ausser der beiden Top-Kurse spielen kann:
Hier ruhig nach Paketen surfen. Da kann man sicher auch einen Euro sparen...

Anreise: Wir sind mit Condor nach Halifax geflogen. Das war direkt ab Frankfurt und bezahlbar. Ansonsten kann man auch Icelandair über Reykjavik oder Canada Air (oder LH) über Toronto nehmen.

Ach ja. Kurz bevor wir wieder an unserem Auto ankamen, entdeckten wir dann doch den Elch im Gebüsch. Weit weg und scheu. Aber ein Elch. Richtig viele Elche bekamen wir übrigens auf dem Golfplatz zu Gesicht... Highland Links liegt im Naturschutzgebiet und dort sind auch viele von den doch recht grossen Tierchen vertreten...

Da isser! Im Vorgarten zwischen Loch 15 und 16 in Highland Links
Für Golfer ist übrigens auch Prince Edward Island ein Paradies. Dort gibt es in netter Umgebung sehr viele schöne Plätze. Aber davon später mehr.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Abu Dhabi Golfclub - Als Hacker auf den Spuren der Profis

Der Abu Dhabi Golfclub wurde in Europa durch die dort seit 2006 stattfindenden HSBC Golf Championships bekannt. Und in Deutschland speziell durch den Sieg von Martin Kaymer in 2008. Ende des Jahres hatten wir noch ein paar Tage Urlaub übrig und dachten uns, diesmal kann man auch mal in die Sonne fahren. Gesagt getan und irgendwann standen wir einen Sonntag im Dezember mit unseren Bags vor dem Clubhaus des Abu Dhabi GC.

Die Umkleidekabine
Alles hier war gut organisiert. Wir bekamen ein Ticket im Proshop und mit dem ging es dann erstmal in den Umkleidebereich. Der war schon klasse. Ich habe mich für den Schrank von Herrn Kaymer entschieden. Dachte mir, das sei passend... :-) Danach ging es dann mit unseren Tickets zum Caddymaster. Dort wartete die nächste Überraschung. Jeder bekam ein Abu Dhabi GC-Bagtag mit seinem Namen. Das Teil ist nun eine schöne Erinnerung an meinem Bag. Nach kurzem Einschlagen (natürlich mit Ballpyramide für jeden) ging es dann auf die Runde. Der Kurs war relativ leer und vor uns war alles frei. Glücklicherweise gelangen die Abschläge vor dem Augen des Starters...

Die 18. Wo jeder (ausser ich) eine Eaglechance hat...
Der Platz war richtig gut. Mit 6800 yard von Grün nicht zu lang und auch vom Design her gut gelungen. Meist waren die Landezonen durch Bunker verengt. Das passte auch von den kürzeren Abschlägen. Im Gegensatz zu den anderen beiden bekannten Plätzen in Abu Dhabi ist das Wasser hier nur in Form von Teichen vorhanden. Ich bevorzuge zwar den Meerblick, aber das hier war auch schön anzusehen. Ein wenig Probleme hatte ich mit den Grüns. Die waren mir manchmal zu groß. Dazu kam auch, dass diese anscheinende noch nicht ganz für das große Turnier (3 Wochen nach uns) hergerichtet waren. Wir hatten beide das Gefühl, das die Grüns manchmal zu unstet waren... Ist zum European Tour Event aber sicher anders. Meine Favoriten waren die 9 (Par 4 in Richtung des Falken-Clubhauses) und die 12 (nettes Par 3. Vorne geschützt durch einen Teich und hinten durch eine Felsmauer, von der die Bälle sonst wohin springen). Selbstverständlich war der Platz optimal gepflegt.


Nach der Runde habe ich dann in aller Ruhe den tollen Nassbereich genutzt. Als ich mit dem duschen fertig war, hatte ein freundlicher Mitarbeiter meine Schuhe geputzt. Diese sahen nachher fast aus wie neu... Der gute Mann hat sein Trinkgeld verdient. Natürlich sollte ich auch erwähnen, dass der Snack im Clubhaus ganz vorzüglich war.

Fazit: Wer hier ist, muss unbedingt diesen Platz spielen.

Reisegolfer-Rating: 6

Abu Dhabi Golf Club

Montag, 13. Januar 2014

White Nugget - Der Balltest

Wer längere Zeit einen Blog betreibt, bekommt irgendwann zwangsläufig Angebote, auf dieses oder jenes hinzuweisen, einen Link zu veröffentlichen oder für etwas bestimmtes Promotion zu machen. Meistens sende ich ein freundliches Mail, in dem ich antworte, kein Interesse zu haben. Ganz selten mache ich mal eine Ausnahme. Eine solche war die Anfrage des noch recht neuen Golfballvertriebs "White Nugget".

Während des Balltests
White Nugget ist ein Direkvertrieb, deren Produkte man derzeit nur beim Hersteller beziehen kann. Das spart einen Großteil der Vertriebskosten. Die gesparten Kosten (hergestellt wird wohl in Asien, wie es alle machen) kann man dann in das Marketing stecken. Z.B. Balltests mit dem Reisegolfer. Also lagen vor ein paar Wochen 2 Karton mit 24 Golfbällen bei uns auf dem Tisch. Gute Gelegenheit, mal die Bälle zu spielen, war einer meiner seltenen Golfurlaube. Das Produktportfolio besteht aus 4 verschiedenen Bällen. Getestet haben wir die günstigsten (18 Karat) und die teuersten (Buffalo Bill).

Der Test bestand aus 3 Runden á 18 Loch. Meine Frau spielte den Buffalo Bill (wegen des Schnäuzers) und ich den 18 Karat. Da ich nur ein Durchschnittshacker mit einem niedrigeren zweistelligen Handicap bin, bin ich möglicherweise nicht der Richtige für einen ausführlichen Golfballtest. Vielleicht hätte man dafür lieber einen konstant schlagenden Roboter nehmen sollen... Ich kann für mich nur sagen, dass die 18 Karat Bälle ganz in Ordnung waren. Mir fiel nichts negatives auf. Und wenn ich einen verschlagen hatte, fand man ihn auch nicht besser im Rough wieder, als andere günstige Bälle.

Im Vergleich zu mir war Nicole richtig begeistert. Sie hat die guten Runden (mit einigen Birdies) immer in Verbindung mit den neuen Bällen gebracht. Und natürlich hatte es ihr der Schnäuzer auf dem Ball angetan. Nun denn. Hier haben die Bälle jemanden glücklich gemacht...

Fazit: Golfbälle halt. Ich habe den Unterschied zu anderen nicht erkennen können... Aber der Preis ist ok.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Royal Golf Club des Fagnes - Spa

Das Entdecken von neuen Golfplätzen kann manchmal richtig Freude machen. Am 03.10. war wieder mal so ein Tag. Ich war im Bochum, musste am darauffolgenden Freitag im Büro anwesend sein und konnte deshalb nicht zurück nach Hamburg. Also schaute ich 2 Tage vorher, wer mich haben wollte. Ich wollte einen klassischen Heidelandplatz spielen, der in Rankings von Holland oder Belgien recht hoch stand und der von Bochum in knapp 2 Stunden zu erreichen war. Eindhovensche hatte ein Turnier, Limburg auch. In Spa hatte ich dann Glück. Frederic im Sekretariat sprach englisch und hatte auch Startzeiten frei. In Belgien war ja auch kein Feiertag. Ich dann also am Tag der Deutschen Einheit los nach Belgien.


Da die Strassen morgens fast leer waren, war ich trotz Umleitung kurz hinter Lüttich pünktlich. Ich muss wohl auf dem Parkplatz etwas verloren ausgesehen haben. Auf jeden Fall wurde ich freundlich auf deutsch angesprochen. Der nette Mann zeigte mir, wo ich hin musste, um mein Greenfee zu zahlen und fragte dann am Ende, ob ich nicht vielleicht bei seiner Gruppe mitspielen möchte. Kleines Privatturnier. Man startet nur eine Stunde später als ich es für mich geplant hatte. So kam ich an Hermann. Hermann wohnte schon einige Jahre in Spa und war Clubmitglied und erzählte mir einiges über den Club.


Der Club wurde 1930 gegründet und der Platz wurde von Tom Simpson designed. Er galt schnell als einer der schönsten in Kontinentaleuropa. Dazu war kein grosses Marketingbudget nötig. Aber zur Steigerung der Bekanntheit half es sicher, dass der belgische König dort gerne spielte. Nahe Spa mitten im Wald gelegen, spielt man dort in absoluter Ruhe. Der Platz ist mit 5600 Metern von Gelb für heutige Verhältnisse nicht sehr lang. Die fehlende Länge wird aber durch die Notwendigkeit von strategischen Spiel ausgeglichen, die das Design verlangt. Jedes Loch ist anders, und die Wege vom Grün zum nächsten Loch sind immer recht kurz. Der Platz bietet sehr viel Abwechslung und man hat viel Spaß. Auch wenn man etwas schlechter spielt, kann man den Platz sehr geniessen. Zudem ist das Greenfee während der Woche mit 60 Euro sehr fair für so einen Platz. Besonders angetan hat es mir die Gestaltung der Bunker und die Grüns. Ein besonderes Loch zu erwähnen fällt mir auch schwer, da man beim ersten Mal bei jedem neuen Loch etwas neues schönes entdeckt.


Nach der Runde gab es dann für die Teilnehmer des kleinen Privatturniers klassisch belgisch Steak Frites mit verschiedenen Beilagen. Sehr lecker. Dazu wurde ich in dieser Gruppe von für mich Fremden aufgenommen, als wäre ich schon lange dabei. Es war also ein perfekter Tag, der mich wieder in meiner Meinung bestärkte, dass Golf zumeist ein sehr sozialer Sport mit vielen netten Menschen ist, die man immer wieder kennenlernen kann. Mit Hermann bin ich übrigens immer noch in Kontakt...

Fazit: Unbedingt spielen!

Reisegolfer-Rating: 7

Donnerstag, 2. Januar 2014

Highland Links - Cape Breton

Cape Breton ist nicht unbedingt das Top-Ziel für Golfer aus Mitteleuropa. Ich denke mal, dass die meisten deutschen Golfer gar nicht wissen, wo dieser Ort liegt. Das macht aber nichts, weil diese Region auch so nicht zu den bevorzugten Reisezielen eines Mitteleuropäers gehören. Was schade ist. Denn auch ohne Golf bietet diese Region vieles, was wir "zu Hause" nicht zu sehen bekommen. Man kann toll wandern, man kann Wale beobachten, man kann den Cabot Trail erkunden, man kann segeln, man kann Weißkopfseeadler treffen und man kann toll Golf spielen.

Am Cabot Trail
Nun denn. Wie kommt man auf die Idee, hier Urlaub zu machen? Zum einen durch die Eröffnung von Cabot Links in 2012. Zum anderen durch Top 100 Listen der besten Golfplätze der Welt, bei denen Highland Links regelmässig genannt wird. Und wenn es irgendwie geht, das Greenfee bezahlbar ist und in der Umgebung noch andere schöne Ziele sind, dann versuche ich alles was geht in der Welt, auf diesen tollen Plätzen zu spielen.

Der Reisegolfer am Abschlag Loch 3
Highland Links ist ein öffentlicher Golfplatz der von Parks Canada, der kanadischen Nationalparkverwaltung, betrieben wird. 1941 eröffnet wurde er von einem der großen Golfarchitekten der Geschichte, Stanley Thompson, erbaut. Der Beiname für den Kurs ist der "Mountain & Ocean Course". Ist ganz passend, finde ich. Man beginnte mehr oder weniger am Atlantik, arbeitet sich dann in die Berge und kommt anschliessend wieder zurück zum Meer. Dazwischen liegen fantastische Bahnen, bei denen das spielen viel Spass macht. Vorher hatte man uns angekündigt, dass wir wohl auch Elche zu sehen bekommen. Leider war davon die ersten 15 Loch nichts zu sehen. Erst als wir eigentlich schon aufgegeben hatten, liefen uns sogar 3 über den Weg. Einer in einem Vorgarten am Weg zwischen Loch 15 und 16. Und dann noch Mutter mit Kalb am Abschlag der 17. War schon ein besonderes Erlebnis, die Tiere mal so nahe zu sehen. Und dann noch auf einem Golfplatz.... Nett ist auch die Halfway-Hütte an der 10. Dort gibt es am höchsten Punkt des Kurses leckerere Grillwürste, bevor es an den Abschlag der 10 geht (tolles Par 3).

Loch 12. 240yard Par 3
Auch erwähnenswert ist der lange Weg zwischen Loch 12 und Loch 13. Das sind knapp 1000 Meter. Ganz schön lang. Selbst mit einem Cart kommt einem dieser Weg ewig lang vor. Nun denn. Ich kann den Platz nur empfehlen. Tolles Design, klasse Umgebung und gut gepflegt. Macht euch einfach selber ein Bild.

Fazit: So stelle ich mir einen tollen Golfplatz vor

Reisegolfer-Rating: 9
Highland Links


Sonntag, 29. Dezember 2013

Die Top 10 Golfplätze vom Reisegolfer

2013 war ein Jahr, in dem ich in der Summe nicht sooo viel gespielt habe. Nur 61 mal. Davon immerhin 39 Plätze zum ersten Mal. 6 vorgabewirksame Turniere gab es auch. Dass ich mich jedes mal verschlechtert habe, darüber muss ich mich hier nicht auslassen. 2012 war halt zu gut...

Ich bin viel unterwegs gewesen und habe viel Neues entdeckt. Höhepunkte waren:

- 10 Tage Nord-Wales und England
- 4 Tage Ayeshire
- 3 Wochen Kanada
- 1 Woche Abu Dhabi

Die Reisen haben auch dazu geführt, dass sich meine Top 10 so stark geändert haben, wie noch in keinem Jahr bisher zuvor.  4 Plätze sind dazugekommen und leider mussten daher auch vier heraus. Raus aus meinen Top 10 (aber immer noch ganz oben) sind:

- Black Diamond, Quarry
- Pinnacle Point
- St. George's Hill
- Royal Porthcawl

Neu dazu gekommen sind:

- Turnberry Ailsa
- Prestwick, Old Course
- Cabot Links
- Highland Links

Diese 4 Plätze kann ich ohne Ausnahme auch für einen größeren Umweg und mit einen höheren Greenfee empfehlen. Um einen kleinen Eindruck über die 4 Plätze zu vermitteln, sind unten ein paar Fotos der Kurse.

Allen Lesern also einen guten Rutsch und ein tolles und erlebnisreiches Jahr 2014 mit schönen Golfreisen und schönen Golferlebnissen.

Euer Reisegolfer

Turnberry Ailsa, Loch 16, Wee Burn
Prestwick, Loch 3, Cardinal
Cabot Links, Loch 16
Highland Links, Loch 4, Heich O´Fash

Montag, 9. Dezember 2013

Cabot Links

Im Herbst 2010 bekam ich "True Links" von George Peper und Malcolm Campbell in die Finger. Klasse Buch, welches damals auch schon in der Fachpresse rezensiert wurde. Gerade für mich als Linkskursliebhaber. Eines erregte aber meine Aufmerksamkeit. Dort war ein Kurs aufgeführt, der noch nicht geöffnet hatte. Cabot Links. 2011 konnten 10 Loch bespielt werden und im Sommer 2012 wurde dann der 18 Loch seinem Zweck übergeben. Das war der Zeitpunkt, zu dem meine Planungen begannen. Ich wollte nach Nova Scotia und diesen Platz spielen...

Im Februar diesen Jahres wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht und ein Condor-Flug nach Halifax gebucht. Zusammen mit Cabot Links waren auch noch einige andere Aktivitäten über einen Zeitraum von 3 Wochen geplant. Unter anderem das andere Golf-Highlight. Highland Links auf der anderen Küstenseite von Cape Breton. Aber davon später mehr. Jetzt erstmal Cabot Links.

Der Platz befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Kohlenmine zwischen dem Ort Inverness und dem wunderschönen Strand dort. Das Gelände eignet sich großartig für einen Golfplatz. Sandboden und nahe am Strand.  Dadurch ist der Platz dem Wind auf allen Löchern stark ausgesetzt. Selbst an einem für die Gegend recht ruhigen Tag war es aus unserer Sicht sehr windig. Ich könnte mich hier jetzt über die einzelnen Löcher mit den teils extrem großen Grüns auslassen, bei denen man immer die richtige Ecke anspielen muss, um nicht zu viele Extraputts zu kassieren. Ich könnte viel erzählen über die schönen Ausblicke, die man oft hat. Über die großartigen, teils riesigen Bunker. Aber ich lasse einfach mal ein paar Bilder für sich sprechen:





Fazit: Einer der Höhepunkte in diesem Jahr. Ich komme wieder, wenn Cabot Cliffs fertig ist!

Reisegolfer-Rating: 9

Link zur Website
Cabot Links

Sonntag, 1. Dezember 2013

Golfurlaub auf Gran Canaria - der Kälte entfliehen

Fast jeder Golfer hat zum Ende der Saison hier in Deutschland schon mal das Gefühl gehabt, dem stürmischen und nassen Wetter hier entfliehen zu wollen. Gerade jetzt im November/Dezember ist die Sehnsucht recht groß. Vor allem, wenn man dann noch sonnige Bilder von Golfturnieren in wärmeren Regionen sieht. Ich habe mich jetzt aufgemacht und ein Sonnenziel für Golf im Winter getestet. Mit Unterstützung von Gran Canaria Golf war ich 5 Tage auf der Insel. Hier meine Zusammenfassung:

Der Grund, warum mehr als 3 Millionen Besucher pro Jahr auf die Insel kommen, ist natürlich das Wetter. Selbst in den Herbst und Wintermonaten ist die Temparatur meist beständig zwischen 20° und 25°. Regen kann es geben. Das ist aber sehr selten. Das gute Wetter ist dann auch der Grund, warum es immer mehr Golfer auf die Insel zieht. Derzeit gibt es auf Gran Canaria 8 Golfplätze. 2 im Norden nahe dem Hauptort Las Palmas und 6 im Süden (einer davon 9 Loch Pitch and Putt), wo sich das touristische Zentrum der Insel befindet. Im folgenden gibt es eine Kurzbeschreibung der Plätze mit Link zum Bericht und zum Reisegolfer Rating für die Plätze, die ich gespielt habe.

Die Plätze von Norden nach Süden sortiert:

Real Club de Golf de Las Palmas

Fazit: Ältester Golfclub Spaniens. Klassischer Platz hübsch in den Bergen gelegen, den man aber unbedingt in seinem Urlaub spielen sollte.  
Greenfee: Je nach Saison zwischen € 55 und € 95

El Cortijo

Fazit: Kann man spielen. Muss man aber nicht. Der Pflegezustand war bei unserem Besuch eher mässig.  
Greenfee: € 55 bis €110 (am Wochenende nur Mitglieder)

Maspalomas

Fazit: Der Jedermann-Platz auf Gran Canaria. Auch der „schwächere“ Spieler kann viel Freude haben. Kann aber in der Hochsaison etwas voller sein. Cart braucht man hier nicht unbedingt.
Reisegolfer-Bericht
Greenfee: € 86 - € 118 (während der Saison Okt – Apr). Im Sommer wesentlich günstger.

Meloneras

Fazit: Der typische Urlaubsplatz. Sehr gut gepflegt und gut zu spielen. Die Löcher 12 – 16 sind direkt am Meer gelegen. Unbedingt in die Liste der zu spielenden Plätze aufnehmen.
Reisegolfer-Bericht
Greenfee: € 87 - € 124

Salobre Süd


Fazit: Interessant gestalteteter Platz, der gut in die karge Berglandschaft integriert wurde. Viele erhöhte Abschläge, von denen man schöne Ausblicke hat.
Reisegolfer-Bericht
Greenfee: € 60 - € 116

Salobre Nord


Fazit: Beim Nordkurs scheiden sich die Geister. Ihn als schwer zu bezeichnen, halte ich für etwas untertrieben. Wer die Herausforderung mag, sollte ihn spielen. Achtung: Genug Bälle mitbringen!
Greenfee: € 54 - € 96

Anfi Tauro

Fazit: Anfi Tauro ist für mich der Platz, den man unbedingt spielen muss, wenn man auf Gran Canaria Golf spielt. Abwechslungsreicher Platz in den Felsen im Arizona Stil.
Reisegolfer-Bericht
Greenfee: € 107  - € 117 (im Sommer einiges günstiger)


Unterkunft:

In Bezug auf die Golfplätze halte ich Maspalomas als Standort für eine gute Wahl. Von dort sind alle Plätze gut zu erreichen und hier ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.

  • Wer es etwas günstiger haben möchte, bucht sich ein Appartment mit Selbstverpflegung. 
  • Wer Wert legt auf etwas Luxus, schönes Design und ein tolles Frühstücksbuffet, der bucht das Seaside Palm Beach
  • Wer sich mal richtig was gönnen möchte, bucht das Grand Hotel Residencia. Das lässt keine Wünsche offen!
Sonstiges:

Für die Anreise gibt es Massen von Fluglinien, die die Insel anfliegen. Einfach eine der Suchmaschinen nutzen oder sich im Reisebüro seines Vertrauens beraten lassen.Wer dort ist, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, einmal in die Altstadt von Las Palmas zu fahren. Sehr schön. Da kann man ohne weiteres einen Nachmittag und einen Abend verbringen. Dort gibt es auch eine sehr große Auswahl von netten Restaurants. Eine besondere Erfahrung ist die Tapasnacht, die jeden Donnerstag in der Altstadt stattfindet. Da die Insel sehr vielfältige Möglichkeiten an verschiedenen Restaurants bietet, ist meine persönliche Empfehlung, nur Unterkunft mit Frühstück zu buchen. Da ist man flexibel und kann auch mal Schätzchen finden, wie das Bohemia 360°. Dachrestaurant mit Rundblick und sehr gutem Essen.
Golfplätze Gran Canaria

Dienstag, 26. November 2013

Anfi Tauro - für mich der beste Golflatz auf Gran Canaria

Auf dem ersten Platz des Trips nach Gran Canaria, Anfi Tauro, durfte ich die Runde mit den Pros der Anlage spielen. Die ersten 9 mit Patrick, einem lustigen Franzosen und die zweiten 9 mit Ian, einem relaxten Engländer. Irgendwie ungewohnt für mich. Für die beiden war es natürlich Alltag, mit einem Hacker unterwegs zu sein. Ich war durch die Situation doch etwas angespannt. Ich kann nämlich auch richtig schlimm spielen... Und das wollte ich möglichst nicht vor den Augen dieser Könner. Ich hatte also richtig gut zu tun. Volle Konzentration, um einigermassen gut zu spielen, nebenbei Fotos und Notizen machen und dann noch small talk auf englisch. War eine interessante Runde...

Loch 6

Wenn man auf die Anlage fährt, ist man mit Sicherheit erstmal beeindruckt. Grüne Fairways, die in eine Felsenlandschaft eingepasst sind und zudem manchmal noch ein Blick auf den Atlantik von ein paar Stellen. Das ist richtig schön, wenn man es zuerst sieht. Leider muss ich die Leser mit Vorfreude enttäuschen. Bei der Zufahrt sieht man nur den 9 Loch Pitch und Putt Platz... Die richtig tolle Erfahrung beginnt auf dem "richtigen" Platz. Loch 1 bis 3 sind zwar nur ganz "nett", aber danach geht es richtig los. Tolle Löcher durch die Felsenlandschaften und regelmässige Blicke auf den Atlantik. Wer schon mal dort war, weiß was ich meine, wenn ich es mit den Plätzen in Arizona vergleiche. Es fehlten nur die Kakteen.

Highlights gibt es genug. Mir gefielen am besten:

  • die 6 (Par 3 Richtung Atlantik und einem markanten Felsen), 
  • die 8 (kuzes Par, bei dem ich nicht wissen möchte, wieviel Sprengstoff verbraucht wurde, um das Grün zu bauen), 
  • die 13 (ein unglaubliches Par 3, bei dem es rechts keinen Raum für Fehler gibt) und 
  • die 17 (wieder kurzes Par, welches in Richtung Atlantik und einem beeindruckenden Felsen gespielt wird)
Ach ja. Interessant war auch, wie ich mit wem gespielt habe. Bei Patrick war alles gut. Ich habe ihm sogar 2 Löcher abgenommen. Und Ian musste immer gedacht haben: "was hat man mir hier einen Hacker auf den Hals." So ist das Leben... Aber ich hatte viel Freude! Und darum geht es beim Golf. Oder?

Loch 17
Fazit: Allein wegen Anfi Tauro lohnt sich der Golfurlaub auf Gran Canaria... Nicht lange zögern. Hinfahren!

Reisegolfer-Rating: 6


Diese Reise wurde übrigens unterstützt von Gran Canaria Golf.

Sonntag, 24. November 2013

Die Entdeckung der Langsamkeit...

Wenn man alleine auf der Golfrunde unterwegs ist, kommt man ja normalerweise gut voran. Das ist auch meine Erfahrung. Im allgemeinen habe ich auch keine Probleme, durchgelassen zu werden, wenn ich allein auf Runde bin (und ich bin oft alleine unterwegs). Das war auch meine Erwartung, als ich nach schnellen ersten 9 Loch an der Eins (bin auf der 10 gestartet) des Südkurs des Salobre Golfresorts auf eine Gruppe von 4 älteren Herren stieß.

Diese waren wie ich im Urlaub und hatten sicher auch viel Zeit. Was ja auch ok ist. Ich hatte damit gerechnet, an einem der nächsten 2 Löcher durchgewunken zu werden. Man hatte mich ja gesehen. Aber irgendwie benahm sich die Gruppe, als wäre ich unsichtbar... Selbst wenn ich meinen Ball direkt aufs Grün gesetzt hatte, nachdem die Gruppe auf dem Weg zum nächsten Abschlag war, wurde ich ignoriert. Das müssen die doch gesehen haben. Auch wenn ich mich provokativ 10 Meter von den Herren an einem Abschlag für ein Par 3 gut sichtbar plaziert hatte, beachtete man mich nicht. Ich war einfach Luft... An einem Loch wartete ich ca. 15 Minuten, bis ich abschlagen durfte. 3 der 4 Herren suchten ihren Ball weit ausserhalb des Fairways. Und keiner kam auch die Idee mich abschlagen zu lassen... Ich würde wirklich gerne wissen, was bei denen in den Köpfen vorging. Habe mal versucht, mir mögliche Kommentare in der Gruppe vorzustellen:
  • Wir sind hier im Urlaub! Warum soll man da duchspielen lassen?
  • Heute ist Samstag. Bei uns im Club haben Einzelspieler auch keine Rechte am Wochenende...
  • Ich darf doch 5 Minuten nach meinem Ball suchen. Oder? (aber doch nicht pro Spieler 2mal an einem Loch...)
  • Es geht nicht schneller. Ich brauche nun mal meine Probeschwünge! (Aber 3 pro Schlag? Und dann jeden zweiten Ball wieder ins Rough "socketieren")
Zudem hatten die Herren auch Carts. Was ja an sich ok ist. Aber muss man zu jedem Ball (auch im Rough) mit dem Cart fahren? Habe mich gewundert, dass die nicht sogar noch in die Bunker fuhren mit ihren Wagen...
Momentaufnahme. Einer auf der Droppingzone, drei suchen im Berg...
Nun denn. Für mich waren es die längsten 9 Loch, die ich bisher ausserhalb eines Turnieres gespielt habe. 2.45 Stunden ist schon heftig, wenn man alleine unterwegs ist. Vor allem, da ich für die ersten 9 nur 70 Minuten gebraucht hatte. Gut dass ich so ein geduldiger Mensch bin... Immerhin war die Runde auf einem netten Platz. Da kann man dann beim warten auch mal den Blick in die Ferne schweifen lassen und über das Leben an sich nachdenken. Zeit hatte ich ja...

Donnerstag, 21. November 2013

Golf und Wellness - Gran Canaria

Auf Gran Canaria habe ich mir das erste Mal etwas gegönnt, was ich vorher nicht in Zusammenhang mit einer Golfrunde genossen habe. Ich habe mir nach 2 gespielten Plätzen an einem Tag eine Wellnessbehandlung erlaubt.

Es begann mit der für mich neuen Erfahrung des Ganzkörperpeelings (dieses Mal habe ich leider keine Bilder... was auch vielleicht besser ist) und anschliessend genoss ich eine Massage. Was soll ich sagen? Es war eine Wohltat. Nachher fühlte ich mich pudelwohl und komplett erneuert. Selbst meine Problemzone, der Rücken, war schmerzfrei. Die gute Natalie hatte ganze Arbeit geleistet. Zum Abschluss ging es noch etwas schwimmen und der Tag war komplett. Abgerundet wurde das ganze dann von einem schönen Abendessen auf dem Dach des Gloria Palace, in dem auch die Behandlung stattfand.

Zwei Golfplätze gespielt, eine tolle Wellnessbehandlung und anschliessend ein nettes Abendessen mit großartiger Aussicht. Das ist Urlaub, wie ich ihn mir vorstelle!

Reisegolfer-Rating: Klasse!

Montag, 18. November 2013

Salobre Golfresort Süd - Gran Canaria

Salobre ist die Anlage im Süden von Gran Canaria, die am weitesten vom Meer entfernt ist. Irgendwann dachte man, dass es wohl auch eine gute Idee sein könnte, mal eine Ferienanlage in den Bergen zu erstellen und nicht immer nur am Strand. Und da der Sport immer populärer wurde, gab es das Ganze ab 2000 auch mit einem Golfkurs, dem Südplatz.

Blick vom Tee der 11 auf das Grün
Der Südplatz war der erste auf meiner Reise, den ich alleine gespielt habe. Das ging die ersten 9 auch ganz gut. 1 Stunde und 20 Minuten. Dann sorgte aber ein deutscher Viererflight mit entspannten Urlaubern auf den zweiten 9 dafür, dass ich für diese 2 Stunden und 20 Minuten unterwegs war. Aber davon später in einem separaten Bericht mehr...

Grüns der 9 und der 18
Der Platz ist, wie schon beschrieben, in den Bergen nördlich von Meloneras gelegen. Landschaftlich erinnert er etwas an Kurse in Arizona. Nur das es hier nicht so viele Kakteen gibt. Charakteristisch sind für mich die immer wieder kommenden erhöhten Abschläge auf dem Platz. Gefühlt schlägt man grob die Hälfte der Tees von oben herab. Man hat also sehr oft eine schöne Aussicht. So was gefällt mir... Da ich auf den zweiten 9 ja oft warten musste, konnte ich die Ausblicke zu Genüge geniessen. Der Platz im ganzen war abwechslungsreich und in gutem Zustand. Meine Favoriten waren die 8 und die 11. Beide Par 3, bei denen man richtig schön bergab das Grün anspielen konnte.

Fazit: Leichtes Arizona Feeling.

Reisegolfer-Rating: 5
Salobre Süd

Freitag, 15. November 2013

Lopesan Meloneras Golf - Gran Canaria

Wenn man auf den Parkplatz des Meloneras Golplatz fährt, fühlt man sich etwas an einen Platz in Florida erinnert. Überall Carts und das Besteck wird einem abgenommen, bevor man überhaupt seinen Wagen verlassen hat. Guter Service halt. Vom Wetter hat es ja auch Ähnlichkeit mit November in Florida. Nur dass man dort von den meisten Golfplätzen das Meer nicht sehen kann. Und das ist das große Plus des Platzes hier im Süden der Insel.

Blick zurück von der 14
Eröffnet 2006, wurde der Platz natürlich für die mehr werdenden Golftouristen gebaut. Er ist ja auch ein idealer Platz für den Urlaub. Meerblick und fast immer tolles Wetter. Den Platz selber kann man ohne weiteres in 2 Hälften teilen. Die ersten 9 nördlich der Strasse sind für mich eher zum warm werden. Relativ eng beieinander spielt man 9 Loch durch vor einigen Jahren für den Platz gepflanzte Palmen. Richtig aufregend ist das nicht. Die Löcher bieten zwar oft einen netten Blick auf die Berge, aber das Meer sieht man eigentlich nicht. Dafür spielt man dann die zweiten 9. Und hier beginne ich mit meiner Beschreibung.

Grün der 18
Die 10 und die 11 sind nett, aber man spielt den Platz eigentlich wegen der Löcher 12-16. Diese ziehen sich am Meer entlang und sind auch die einzigen auf Gran Canaria, bei denen man direkt am Atlantik entlang spielt. Bei der 12 hat man den ersten Höhepunkt. Ein mittellanges Par 3 (150m), bei dem man ein durch einen breiten Bunker geschütztes Grün anspielen muss. Und linker Hand immer das Meer.  Das ist hübsch und macht Spass. Danach geht es dann abwechslungsreich 4 Loch weiter, bis man wieder durch einen Tunnel muss, um die letzten beiden Löcher zu spielen. Und links immer das Meer im Blick. Da ich anscheinend zu viele Bilder gemacht hatte, war ich wohl langsam. Auf jeden Fall holte mich an der 13 Julie aus St. Albans ein. Ab da war ich dann nicht mehr alleine. Zusammen macht Golf sowieso immer mehr Spass. Julie hatte heute mal "frei bekommen" von ihrem Mann, der während ihrer Runde auf die Kinder aufpasste. Schnelle 9 Loch zwischendurch. Das ist doch ein toller Familienurlaub. Ihr Mann hat dafür am Tag zuvor 9 Loch in Maspalomas gespielt... Nun denn. Runde war schön und ich hatte meinen Spass.

Fazit: Toller Urlaubsplatz, der sich allein wegen der zweiten 9 lohnt. Und wegen der netten Julie. Wenn man sie denn trifft... :-)

Reisegolfer-Rating: 4

Übrigens bietet das Palm Beach, in dem ich während meines Aufenthaltes nächtigte, interessante Golfpakte, die vor allem im Sommer auch preislich attraktiv sind.
Lopesan Meloneras

Sonntag, 10. November 2013

Maspalomas GC - Gran Canaria

Irgendwann musste ich auch mal wieder auf die Kanaren zum golfen. 2003 hatte ich dort bei einem beruflichen Aufenthalt schnelle 18 Loch gespielt. Nun ergab sich wieder die Gelegenheit, dem trüben und nassen Herbst in Deutschland zu entfliehen und ein paar Tage Golf zu spielen auf dieser klimatisch angenehmen Sonneninsel. Ich werde hier in einigen Folgen über meine Erlebnisse dort und die gespielten Plätze berichten.

Blick zurück vom Grün der 15
Der Platz in Maspalomas ist der Ursprung des Golftourismus auf Gran Canaria. 1968 von Phillip MacKenzie Ross erstellt, ist er abgesehen von dem Platz in Bandama der älteste Platz der Insel. Auf jeden Fall im Süden, wo sich das touristische Zentrum der Insel befindet. Zudem fand ich es auch interessant zu erfahren, das Maspalomas vor knapp 45 Jahren der erste öffentliche Golfplatz in Spanien war, den jeder spielen konnte ohne Mitglied zu sein.

Loch 18 und Clubhaus
Der erste Eindruck, wenn man den Club betritt ist: "ganz schön viel los hier...". Viele fröhliche Menschen. Die beiden an der Rezeption im Proshop sehr gut beschäftigt und draussen bei den Abschlägen mehrere Flights, die warten. Dazwischen Gewusel von Mitarbeitern, die Gästen Carts bringen, Gäste die sich orientieren und Spieler, die schon von der Runde kommen. Meine Runde spielte ich mit Anibal, der beim Club beschäftigt war und zwei älteren Herren aus Deutschland. Anibal ist sonst hier auch als Starter tätig und war der perfekte Entertainer. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen ist er sehr beliebt bei den Gästen.

Loch 13
Der Platz selber ist der perfekte Urlaubsplatz. Breite Fairways, kaum Rough, wenige Bunker und meist von Palmen umsäumt. Wasser gibt es auch erst seit 2003. Seitdem kommt an den Löchern 15 und 16 Wasser ins Spiel. Die Mehrzahl der ersten neun Loch zieht sich mehrheitlich entlang der Dünen von Maspalomas. Die zweiten bewegen sich dann um eine Appartmentanlage, die sich auf dem Gelände des Kurses befindet. Dort gibt es also Ähnlichkeiten zu Plätzen in den USA, die dort gebaut wurden, um Häuser zu bauen. Der Platz ist so gepflegt, daß man meist nicht viel suchen muss, wenn der Ball mal verzogen wurde. Das hilft der Spielgeschwindigkeit, wenn es in der Hauptsaison (im Herbst/Winter) mal wieder etwas voller ist.

Fazit: Ein perfekter Urlaubsplatz

Reisegolfer-Rating: 3

Empfohlene Unterkunft in der Nähe: Gewohnt habe ich während meines Aufenthaltes im Seaside Palm Beach. Vor einiger Zeit vollständig renoviertes 5-Sterne Designhotel nahe den Dünen von Maspalomas. Sehr schöne, geräumige Zimmer und ein sehr gutes Frühstücksbuffet, das kaum Wünsche übrig ließ. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und werde sicher mal wiederkommen.

Die Reise wurde übrigens unterstützt von Gran Canaria Golf.