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Montag, 30. September 2013

GK Braunschweig

Allein schon, dass sich hier der Klub mit K schreibt, zeugt schon von Tradition. Meines Wissens ist es ausser Lübeck-Travemünde der einzige Golfklub in Deutschland, der sich nicht mit C schreibt. 1926 gegründet hat man schon eine interessante Geschichte hinter sich.
Die Reisegolferin an der 4
Wir kamen an einem Sonntag ohne Anmeldung. Laut Website gab es kein Turnier. Aber auch sonst war nicht viel los. Wir brauchten erst einige Zeit, um jemanden zu finden, der uns Trolleys aushändigen konnte. Greenfee kam in die Honesty Box und los ging es. Was uns schon bei der Anfahrt auffiel, war dass man hier anscheinend mit Trockenheit zu kämpfen hatte (wir waren Mitte Juli da). Fast alle Fairways waren braun und sahen sehr ausgetrocknet aus. Einige in unsere Gruppe fanden das Greenfee (50€) dafür etwas zu hoch. Wenn man dann auf dem Platz war, war es für mich als alten Linkskurs-Liebhaber aber halb so wild. Die Fairways waren trotzdem gut zu spielen. Und die Grüns waren meist in gutem Zustand. Was will man mehr. Nach der Runde erzählte man uns dann, dass alle Wasserpumpen ausgefallen waren und es durch das Elbehochwasser keine Ersatzteile gab. Nun denn. Wird dann ja wohl so gewesen sein. Ich gehe davon aus, dass beim nächsten Besuch alles wieder normal ist.

Grün Loch 8
Blick vom Herrenabschlag der 17
Der Platz und die Löcher haben mir sehr gut gefallen. Gute Mischung aus kurzen und langen Löchern. Erhöhte Abschläge und nicht immer einzusehende stufige Grüns. Am besten gefielen mir die 4, die 8 und die 17. Bei der 17 war vor allem der herrenabschlag klasse. Wenn man dort das erste Mal steht, fagt man sich schon, wohin man nun spielen soll.

Ich war zufrieden und komme gerne nochmal wieder, wenn es sich ergibt.

Fazit: Netter, abwechslungsreicher Platz

Reisegolfer-Rating: 6
GK Braunschweig

Mittwoch, 5. September 2012

GC Wümme

Im Juli war es wieder mal soweit. Wir waren wieder mal in Sachen Betriebssport unterwegs. Das ist übrigens keine schlechte Sache. Man spielt dauernd auf verschiedenen Plätzen und man lernt viele Menschen kennen. Manchmal sogar Kollegen, die man vorher noch nie gesehen hat... (geht natürlich eher bei Betrieben mit mehr als 5 Mitarbeitern). Wir finden meist nur Zeit, um ein oder zweimal im Jahr an einem Turnier für unseren Arbeitgeber teilzunehmen. Dieses Mal war es dann eben Wümme. Nach langer Anfahrt von Hamburg kamen wir dann irgendwann "in the middle of nowhere" nahe Rothenburg/Wümme an. Der Platz ist wirklich (aus meiner Sicht) mitten im Nichts.


Wir würden freundlich im Büro empfangen und nach einem kurzen einspielen ging es auch schon los. Der Platz beginnt mit einem normallangen (was ist normal?) Par 5 mit einem leichten Dogleg nach rechts. Loch 2 ist dann wieder ganz nach meinem Geschmack. Recht kurz (320m), in der Mitte einen Teich und das Grün rechts auch von Wasser geschützt. Ein Klassiker! Die nächsten Löcher sind dann nicht ganz so aufregend. Flach und hin und her (parallel). Schön fand ich dann wieder die 8. Auch kurz, aber herausfordernd. Das nächste erwähneswerte Loch war dann die 12. Man ist mit einem Teich konfrontiert (nicht wirklich groß), der Spieler ohne entsprechende Länge vor Probleme stellen könnte. Aber hier gibt es rechts vom Wasser eine Ausweichmöglichkeit, die man zur Not nutzen kann. Der zweite Schlag geht dann (bei normalem Verlauf) bergauf in ein erhöhtes Grün. Erwähnenswert ist auch noch das Abschlußloch. Lang genug (knapp 380m) und beim zweiten Schlag rechts von Wasser gut geschützt. Zudem ist der Bunker rechts vom Grün klug plaziert.


Das Essen auf der Terrasse nach der Runde war auch gut. Damit war es ein gelungener Golftag. Kritikpunkt waren die Grüns. Meine Mitspieler bezeichneten sie als unputtbar. Ich fand sie ok, aber schwer zu lesen.

Fazit: Vollkommen in Ordnung. Muss aber wohl nicht nochmal aus Hamburg anreisen.

Reisegolfer-Rating: 4

Wümme

Sonntag, 10. Juni 2012

GC Soltau Hof Loh

Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben schon an dem Platz auf der A7 grob vorbeigefahren bin. Wer oft von Hamburg nach Hannover fährt, kommt hier zwangsläufig vorbei. Aber zum spielen kam ich erst jetzt bei einem Matchplay des Spicygolfforums. Im Vorhinein hörte ich nichts negatives, aber auch nichts positives. Also wieder selber spielen und ein Bild machen.


Mein Spielpartner kannte den Platz schon. Aber das war auch schon etwas länger her. Für ihn überraschend hatte sich seit seinem letzten Besuch vieles geändert. Einige Bahnen hatten sich verlängert und es waren auch einige Wasserhindernisse dazugekommen. Es hatte sich für seinen Eindruck zum positiven geändert. Das Gelände ist mehrheitlich flach. Nur auf wenigen Bahnen geht es etwas hoch und runter. Es ging meistens durch bewaldetes Gelände, wobei die Spielbahnen nur selten wirklich eng angelegt waren. Überwiegend waren die Fairways breit genug. Die schönsten (und besten) Löcher waren für mich die 5, die 9 und die 16. Lustig war auch das Abschlußloch. Die 18 war ein kurzes (und dieses Mal enges) Par 4, bei dem das Grün mit dem zweiten Schlag über einen kleinen Teich angespielt werden musste. Eigentlich ein Pflicht-Par. Aber ich als "Slicehooker" musste erst drei Bälle mit meinem Abschlag ins Aus verlieren, bevor ich mit dem vierten dann Birdie spielte... :-(

Loch 18

Fazit: Eigentlich gar nicht so schlecht. Man darf ruhig eine Pause auf dem Weg nach Norden einplanen

Reisegolfer-Rating: 4

Soltau

Dienstag, 15. November 2011

Hardenberg - Niedersachsen Kurs

So. Nun zum anderen Platz in Hardenberg. Der Niedersachsenkurs. Sehr nett und abwechslungsreich. Auch wenn einige manche Features zu übertrieben finden (z.B. die Felsen). Ich mag den Platz. Eine ausführliche Beschreibung ist in meinem Top 50 Blog.

Fazit: Interessant und abwechslungsreich

Reisegolfer-Rating: 7

Mittwoch, 9. November 2011

Hardenberg - Göttingen Kurs

Das Hardenberg Resort ist ja bundesweit bekannt. Nur ich war noch nie dort. Das Spicygolfforum gab mir aber die Chance, auch diese Plätze zu spielen. Ich musste nur 5mal nacheinander ein Lochwettspiel gewinnen. Als das dann unerwarteterweise geschafft war, konnte ich die Reise planen. Wie das Matchplayfinale ausging, hatte ich ja schon geschrieben. Nun lasse ich mich aber über die Plätze aus. In diesem Fall über den Göttingen-Kurs.


Ich glaube, es ist sehr stark typbedingt, ob man Parklandkurse mit vielen Bäumen oder eher offenen Kurse bevorzugt. Bei Gesprächen über die Plätze von Hardenberg bekam ich im Nachhinein viele unterschiedliche Meinungen. Eine Hälfte bevorzugte den bewaldeten und hügeligen Göttingen-Kurs und die andere den offeneren Niedersachsen-Kurs. Ich mochte beide mit kleinen Vorteilen beim Niedersachsen-Kurs.

Der Göttingen-Kurs bietet viel Abwechslung. Es geht auf und ab. Viele Schräglagen, interessante Bergablöcher und meist alles von Wald umsäumt. Schön waren auch die Löcher 9 und 18. Beide bergauf in Richtung des Clubhauses. Man kann das Grün beim anspielen dort nicht einsehen. Nicht so aufregend fand ich die Par 3 Löcher. Die waren ok. Mehr aber auch nicht. Das soll aber nicht falsch aufgefasst werden. Ich fand den Platz klasse. Keine Frage. Aber persönlich bevorzugte ich den Nachbarn. Dazu aber mehr demnächst...


Fazit: Unbedingt ein Wochenende dort organisieren. 2 Klasse Plätze, die man gespielt haben sollte.

Reisegolfer-Rating: 5

Hardenberg, Göttingen Kurs

Sonntag, 23. Oktober 2011

Worpswede

Worpswede ist ja eigentlich mehr als Künstlerdorf bekannt. Das dort auch ein Golfplatz ist, wurde mir erst richtig bewusst, als ich im Internet nach einem Charity Turnier des LIONS Club suchte. Und dabei kam mir dann Worpswede unter die Augen. Nach den tollen Erfahrungen in Celle, meldete ich uns sofort an. Die Anmeldung erfolgte viele Wochen vor dem Turnier. Und wie es in diesem Sommer halt öfter vorkam, war in der Woche vor dem Turnier viel Regen. An dem Samstag, an dem das Turnier stattfand, hatten wir Glück. Es blieb trocken und später kam sogar manchmal die Sonne raus.


Der Club begann 1974 mit 9 Loch und wurde 10 Jahre später auf 18 Loch erweitert. Der Platz befindet sich ca. 15 Kilometer von Worpswede in fast absoluter Ruhe in einem Wald. Sowas findet man ehrlichgesagt immer selten. Sonst gibt es heutzutage entweder Strommasten, Windräder oder eine viel befahrene Strasse. Fast alle Löcher sind von Wald umsäumt und recht abwechslungsreich gestaltet. Mein persönlicher Favorit war ein kurzes Par 4 (Loch 5), bei dem Longhitter sogar das Grün driven können (ich nicht). Erhöhter Abschlag und rechts gut von einem Bunker geschützt. Loch 18 fand ich als Abschluss auch sehr nett. Mittellanges Par 5 mit leichtem Dogleg in der Mitte. Schön.

Das Clubhaus war gut ausgestattet und hatte eine großzügige Terrasse. Dazu alles sehr nette Menschen. Da wir auch noch Preise abräumten, war es also ein perfekter Tag.


Fazit: Netter Parklandplatz in absoluter Ruhe (da hört man sogar die Flüche, die den Spielern 5 Loch entfernt entfahren).

Ach ja. Nachher waren wir noch im Ort Worpswede. Hätten wir uns auch sparen können. War nicht der Hit. Oder wir haben die falschen Ecken besucht.

Reisegolfer-Rating: 5

Worpswede

Dienstag, 27. September 2011

Tietlingen

Jetzt sitze ich hier mit meinem Rücken (Hexenschuss beim putzen letzte Woche) und muss mir die Schwärmereien anhören von denen, die am Wochenende spielen durften. Schrecklich! Zudem haben sich am letzten Wochenende auch noch ein Teil "Leadinggolfblogger" in Hamburg getroffen und ich war ausser Gefecht... :-((. Und das, wo ich Kaden noch nie gespielt habe...

Aber ich bin auf dem Wege der Besserung und hoffe, am kommenden Freitag wieder mal 9 Loch gehen zu können.


Tietlingen. Nun ja. Auch hier war ich wieder aufgrund eines Matches auf dem Wege nach Hardenberg. Tietlingen lag grob auf der Hälfte für beide Kontrahenten und wir hatten sogar noch einen Gutschein für eine Ermässigung. Also Tietlingen. Der Platz befindet sich in der Nähe von Fallingbostel (welches es heutzutage sogar zu Bad Fallingbostel gebracht hat). Ausser dem Golfplatz gibt es noch in der Nähe das Grab von Hermann Löns, dem "Heidedichter". Ob es mit dem Grab zusammenhing, kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall war es auf dem Platz unheimlich ruhig. Weitab vom Schuss hatte ich oft sogar ein schlechtes Gewissen, jemanden zu stören, wenn ich meine Spielpartner etwas fragte.

Der Platz ist recht nett angelegt. Die meisten Löcher haben von Wald gesäumte Fairways. Also echter Parkland. Ein paar Löcher waren zwar im Wald, aber trotzdem offener angelegt als der Rest. Mein Spielpartner erzählte mir, dass der Club die ersten 13 Jahre seines Bestehens noch auf 9 Loch gespielt hat. Die Erweiterung auf 18 Loch erfolgte 1993. Wenn man die Runde gegangen hat, weiß man, welches die alten und welches die neuen 9 sind. Das kann man recht gut an dem Layout erkennen.


Fazit: Netter Parklandplatz mit Ruhe pur.

Reisegolfer-Rating: 4

Tietlingen

Donnerstag, 18. August 2011

GC Salzgitter / Liebenburg

Auf dem Rückweg aus dem Harz ging es auch dieses Jahr wieder auf einen Platz auf dem Wege nach Hamburg. Die Wahl fiel auf Salzgitter. Der Platz war preislich ok und der Kurs sah auf den Fotos der Website anständig aus. Also hin. Auch mit Navi war der Platz nicht einfach zu finden. Man fuhr einige Zeit durch ein Wohngebiet. Dann kam ein Feldweg. Und als wir dachten, es kommt nichts mehr, waren wir schon dort. Ich weiss nicht, ob ich den Kurs ohne Navi vor ein paar Jahren gefunden hätte... Vielleicht aber schon. Ich hätte mich nur entsprechend vorbereitet.


Der Platz fängt unspektakulär an. Par 4 geradeaus. Linker Hand sieht man in der Ebene das Stahlwerk gleichen Namens wie der Club. Dann kommt ein Par 3 bergauf, bei dem wir nicht genau sehen konnten, wo wir hinspielen sollten. Nach einem langen Fußweg kam man dann zum (aus meiner Sicht) eigentlichen Platz. Von oben herab sahen wir eine von Wald umrandete Talebene, die den Platz beherbergte. Sehr hübsch anzusehen. Bei gutem Wetter kann man von dort den Brocken sehen. Am Platz verteilt waren Skulpturen aus Stahl (siehe oben). Mal was anderes.

Da der Platz ja im Tal lag, musste man erstmal bergab spielen. Als wir dann am Grün der Bahn 4 angelangt waren, wurde es kompliziert. Wohin nun? Links? Oder rechts. Irgendwann hatten wir es herausgefunden und mussten erstmal warten. Die Landezone (und damit andere Mitspieler) war nicht zu sehen. Eine Glocke sollte kommen. Wir konnten aber nichts hören. Nach einer längeren Wartezeit spielten wir dann doch weiter. Zum Glück lag keiner auf dem Fairway, als wir dort ankamen. Der Platz war im ganzen in Ordnung. Einige langweilige Löcher (z.B. 1, 6 und 7) und einige tolle Löcher (z.B. 9, 13 und 16). Die Runde war ganz spassig.


Wer im Harz Urlaub macht, sollte schauen, ob seine Unterkunft bei den Partnerbetrieben der Website "Golf im Harz" dabei ist. Dann gibt es 20% Ermässigung auf das Greenfee in Salzgitter...

Fazit: Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Reisegolfer-Rating: 4

Salzgitter-Liebenburg


Montag, 4. Juli 2011

Lüdersburg - Old Course

Normal sind wir am ersten Sonntag im Juli immer beim Galoppderby in Hamburg-Horn. Picknick neben der Rennbahn, Pferde gucken und Haus und Hof verwetten. Diesmal aber hatten wir uns für Golf entschieden. Als wir daheim losfuhren, war ich ein wenig traurig wegen des Dauerregens, der die ganze Nacht vorher runterkam. Für meinen 250. gespielten Golfplatz hätte ich mir schon etwas besseren Wetter gewünscht. Naja. Wetter kann man leider nicht planen.


Als wir in Lüdersburg ankamen, hofften wir noch kurz, dass das Turnier vielleicht noch abgesagt wurde. War aber leider nicht der Fall. Wir mussten also raus in den Nieselregen. Da wir sehr früh waren, gingen wir erst noch etwas ins schöne Clubhaus. Dort standen wir dann etwas und schauten uns um. Mit einem Male hörten wir unseren Namen (oder was sich so anhörte). Eine ältere Dame sagte zu einem Pärchen neben ihr: "Ich hätte ja so gerne mit Euch gespielt. Leider wurde ich in einen anderen Flight versetzt. Ich muss jetzt mit Leuten aus Moorfleet spielen. Schlammhausen, wie ich es auch nenne. Das kann ja lustig werden." Vielleicht war dies ja lustig gemeint. Ich war aber trotzdem etwas perplex. Was denkt man als Gast, wenn so "begrüsst" wird? War vielleicht nicht so gemeint. Aber das weiss man ja nicht.

Wir also dann zum ersten Abschlag. Dort wurden wir dann von unseren Flightpartnern für den Vierer begrüßt. Die ersten Loch hatte man das übliche Beschnuppern, was sicher jeder aus persönlichen Erfahrungen kennt. Man versucht herauszufinden, ob man mit netten oder nicht so netten Menschen spielt. Aber auch dort war die Dame recht vorlaut und benahm sich einige Male daneben. Es gibt ja Menschen, die bekommen es nicht mit, wenn ihre Art nicht ankommt. Diese Dame gehörte sicher zu dieser Sorte Mensch. Höhepunkt der Ignoranz war für uns aber eine Frage kurz vor Ende der Runde. "Sie kommen also aus Moorfleet. Und wo spielen Sie?"
Öh. Ich war etwas perplex. Ausser beim VCG hat man doch meist immer eine Ahnung, wo das Mitglied eines Clubs spielt. Also antworten wir wahrheitsgemäß: "Moorfleet!"
Dies schien aber nicht zufriedenzustellen. "Aber das ist doch nur Industriegebiet. Da ist doch kein Golfplatz."
Ich war drauf und dran, zu erzählen, dass wir auf dem Parkdeck von IKEA spielen, versuchte es aber dann doch mit höflichem Pragmatismus.
"Das Industriegebiet ist in Billbrook. Der Golfplatz ist in Moorfleet. Nicht weit von der Norderelbe." Das musste sie dann erstmal verarbeiten. Für mich war dies dann aber der Auslöser, die Frau nicht mehr ernst zu nehmen. Denn so etwas ist einfach nur lächerlich.

Im Clubhaus setzten wir uns als wohlerzogene Gäste zu unseren Spielpartnern und betrieben Konversation. Die andere Dame aus dem Flight war nämlich sehr nett, daher wollten wir nicht einfach verschwinden. Das war schon eine grenzwertige Erfahrung. Hatte ich so noch nicht. Wenn man als Gast irgendwo hinkommt, erwarte ich nicht nur vom Personal höfliches Entgegenkommen. Auch von Mitgliedern erwarte ich mindestens Respekt gegenüber einem Gast. Aber der war bei unserer Spielpartnerin nach meinem Gefühl nicht vorhanden.


"Mein" erstes Segway live auf einem Golfplatz in Deutschland

Ach ja. Der Platz. Lüdersburg ist ein gut geführter Club mit tollem Clubhaus und guter Gastronomie. Angenehmer Umkleidebereich mit guter Ausstattung. Der Oldcourse ist für meinen Geschmack in Ordnung. Vernünftiges Design, aber nichts besonderes. Etwas zu viel Wasser und mit den Bunkern hat man sich nicht allzu viel Mühe gegeben. Den Lakes Course finde ich besser.

Reisegolfer-Rating: 4

P.S.: Die andere Spielpartnerin aus Lüdersburg war sehr nett und hat ihren Club würdig vertreten.

Lüdersburg Old Course

Montag, 30. Mai 2011

GC Herzogstadt Celle

Der Turniertourismus geht weiter. Irgendwie muss man ja auf die ganzen gespielten Plätze kommen... Diesmal suchten wir uns bei Golf.de einen Charity-Vierer mit Auswahldrive im GC Herzogstadt Celle raus. War zwar etwas zu fahren, aber im Vergleich zu der Tour nach Cuxhaven war es harmlos. Zudem gab es noch eine angenehme Startzeit. 13.00 Uhr war perfekt für uns. Wir waren auch früh genug da und hatten keine Hektik (Irgendwie bin ich bei Turnieren in meinem Heimatclub meist immer später da). Der Kurs machte auf den ersten Blick einen angenehmen Eindruck, der sich später auch bestätigen sollte. Zudem hatten wir sehr nette Flightpartner erwischt.


Der Club befindet sich etwas nordöstlich von Celle in einem Waldstück (erste 9) und einem mit Büschen und jungen Bäumen bewachsenen mehr offenen Teil (zweite 9). Die ersten 9 sind nicht allzu lang. 2700 Meter für Herren. Ungewöhnlich war auch, dass es ausser einem Par 3 nur Par 4 auf den ersten 9 gab. Fiel mir aber irgendwie gar nicht auf während der Runde. War alles schön abwechslungsreich. Und auch immer schön durch den Wald. Dann gab es auch einen grossen Höhenunterschied, den man erst bemerkte, wenn man mit einem Male auf dem Weg von der 8 zur 9 nach unten schaute und 20 Meter unter sich Loch 3 zu sehen bekam... Das ganze erinnerte mich stark an die Heidelandplätze westlich und südlich von London.

Die zweiten 9 waren etwas länger (3000 Meter) und hatten einen ganz anderen Charakter. Längere Bahnen und es kamen nun auch Par 5 dazu. Und das ganze war etwas freier als vorher. Präzises Spiel war aber weiterhin erforderlich. Das Rough war teils tödlich (hunderte Lupinen) und die Fairways waren etwas enger als vorher. Die Grüns waren ok. Spurtreu, aber für meinen Geschmack etwas zu langsam.


Alles in allem also ein toller Platz. Hat uns Spaß gemacht. Zudem haben wir seit langer Zeit auch wieder mal eine anständige Platzierung bei einem Vierer erzielt. Nicht immer nur Vierter! Bei den guten Erfahrungen kann ich a) den Platz ans Herz legen und b) werden wir unseren Turniertourismus fortführen.

Reisegolfer-Rating: 6

GC Herzogstadt Celle

Dienstag, 10. Mai 2011

Küsten Golfclub Hohe Klint Cuxhaven

Ursprünglich hatten wir geplant an einem Betriebssportturnier in der Nähe von Timmendorf teilzunehmen. Das hatte sich aber leider zerschlagen. Da musste also eine Alternative her. Wir also geschaut, welche offenen Turniere es im Umkreis von 100km von Hamburg so alles gibt. War nicht so viel. Irgendwann kamen wir auf Cuxhaven. Wir meldeten uns also ganz spontan an und am Samstagmorgen waren wir dann auf dem Weg nach Cuxhaven.


Der Club wurde Ende der 70er Jahre gegründet und liegt etwas südwestlich von Cuxhaven. Der Platz hat eine Länge von ca. 6000 Metern für Herren und 5300 Meter für Damen. Der Kurs ist ganz in Ordnung, aber nicht unbedingt allzu kreativ desinged. Oft geht es einige Loch immer nur hin und zurück. Die Fairways waren für mein Empfinden grosszügig. Man hatte viel Platz. Zwischen den Fairways waren dann noch oft ein paar Bäume zur Abgrenzung. Im Kopf geblieben sind mir auch die zwei 90° Doglegs (9 und 13). Schönstes Loch war die 16. Hier hat man zuerst einen Drive eng zwischen Bäumen durch und dann den Schlag ins Grün über einen Teich. Sieht gut aus und ist auch das schwierigste Loch auf dem Kurs. Fazit: Guter Urlaubsplatz.


Danach sind wir dann noch nach Duhnen, um einen Happen zu essen und den Sonnenuntergang über Neuwerk zu geniessen. Kurz vor Mitternacht waren wir dann daheim. Ein schöner Ausflug war beendet.

Reisegolfer-Rating: 4

Hohe Klint Cuxhaven

Mittwoch, 8. September 2010

GC Gut Brettberg Lohne

Wie kommt man nach Lohne werden sich einige zu Recht fragen. Eigentlich ganz einfach. Ich war im nördlichen Ostwestfalen und suchte einen Platz auf dem man am Sonntag, d. 05.09. spielen konnte. Da überall Clubmeisterschaften waren, fiel die Wahl auf Lohne. Gut. Nachteil war, dass wir ca. 100 Kilometer fahren mussten. Aber was tut man nicht alles für eine nette Runde bei schönem Wetter...


Nachdem wir den Club gefunden hatten (mit dem ungewöhnlichen Kreisverkehr kurz davor) und wir unser Greenfee (€ 50 am Sonntag) gezahlt hatten, ging es los.

Der Platz wurde von Christoph Städler designed. Über diesen wird ja oft recht kontrovers diskutiert. Hier hat er aber aus den gegebenen Möglichkeiten viel gemacht. Das Gelände befindet sich teils im Wald und teils in offenem Terrain. Laut Clubwebsite auf Sandboden. Dieser Boden ist ja eigentlich recht aufnahmefähig. Für den starken Regen der letzten Tage dort war es aber doch etwas viel. Auf den Fairways rollten die Bälle so gut wie gar nicht. Dafür waren die Grüns in recht gutem Zustand.


Der Platz ist auf den ersten und zweiten 9 recht unterschiedlich. Auf den ersten 9 verlaufen die Bahnen oft recht grade durch den Wald hin und wieder zurück. Augenfällig war das auf den Löchern 2 und 3 und 4 bis 6. Der Architekt hat dies durch Büsche, Wasser und Bunker etwas interessanter gemacht, aber die zweiten 9 waren dann klar besser. Dort kam oft Wasser ins Spiel (schönes Inselgrün an der 13) und das Design im ganzen war abwechslungsreicher. Highlights waren für mich die 12, die 15 und die 18. Ach ja. Niedlich waren die Wegweiser zum nächsten Tee. Dort hatte man nummerierte Enten (siehe Foto unten im Album). Der Wegweiser zur Toilette war dann wohl die WC-Ente...



Wer also mal in der Gegend ist, oder auf dem Weg aus NRW Richtung Bremen/Nordsee ist, sollte an der A1 in Lohne ruhig abfahren und hier eine Runde spielen.

Reisegolfer-Rating: 5

Lohne-Gut Brettberg

Montag, 6. September 2010

Gleidingen

Wieder mal ein Blinddate. Matchplay Achtelfinale vom Spicy Golfforum war angesagt. Ort des Geschehens war der Golfclub Gleidingen. In verschiedenen Publikationen wird mit dem Begriff "Linkskurs" geworben. Das war für mich als Linkskurs Connaisseur natürlich ein Grund, diesen Platz mal zu testen.


Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein in Hamburg los. Nichts ließ darauf schliessen, dass das Wetter schlechter werden könnte. Aber man kann sich ja mal täuschen. Die ganze Zeit hatten wir während der Anfahrt Sonnenschein. Erst kurz hinter dem Autobahnkreuz mit der A2 wurde es etwas dunkler. Und als wir uns Laatzen (Messe Hannover) näherten, begann der Regen. Immerhin waren wir früh genug. Also etwas warten, Regenklamotten an und los ging es. Als wir dann beim Abschlag der (für uns) 1 ankamen, kam die Sonne wieder raus. Regenkleidung also wieder aus und los ging es bei nun bleibenden gutem Wetter.


Der Kurs ist relativ offen und vernünftig angelegt. Die Fairways waren (für meinen Geschmack) breit genug. Abwechslung war gegeben durch gut platzierte Bunker und Wasser bei fast allen Löchern. Auf den ersten 9 (Eagle) war es ab Loch 3 sehr wasserlastig. Vor allem für rechtshändische Slicer. Die zweiten 9 (Albatros) fand ich persönlich etwas besser. Hier war mehr Abwechslung geboten. Das Wasser rechts hörte (meist) auf. Dafür waren die Löcher an sich etwas schöner. Das Schlussloch war auch sehr schön. Ein Doppelgrün, welches links gut von einem See geschützt war. Ein würdiger Abschluss.



Das Signature Loch war für mich die 17. Ein kurzes Par 3 mit einem Inselgrün. Sah einfach aus, hatte aber seine Tücken. Der Platz ist im Gesamteindruck gut und kann empfohlen werden. Die Grüns waren in einwandfreien Zustand. Schnell und treu (wenn man putten kann). Aber es ist auf keinen Fall ein Linkskurs. In der Nachbarschaft bezeichnet sich ein Club (Rethmar) auch als Linkskurs. Beide sind natürlich keine Linkskurse. Aber Rethmar ist für mich eher linksartig als Gleidingen. Der Platz in Gleidingen ist gut. Keine Frage. Aber es ist kein Linkskurs.

Reisegolfer-Rating: 5


P.S.: Das Match habe ich 2 auf 1 verloren... ;-( . Aber der Spielpartner war a) nett und b) zum Ende auch besser. Daher war die Niederlage nicht so schlimm.
Gleidingen

Sonntag, 18. Juli 2010

Green Eagle Nordkurs

Es war nun meine zweite Turnierrunde auf dem Nordkurs und ich muss bei meiner Meinung bleiben, das der Platz ein anständiger Golfplatz mit vielen Herausforderungen ist, aber ausser seiner enormen Länge nichts aussergewöhnliches zu bieten hat. Ich hatte vor einem Jahr schon einen Bericht in meinem Top 50 Blog über den Platz erstellt. Dem habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen. Habe nur ein paar neue Bilder gemacht. Das Reisegolfer-Rating bleibt auch bei 6.
Green Eagle Nordkurs

Ach ja. Nicht dass jemand denkt, ich mag den Platz nicht, weil ich schlecht gespielt habe. 36 Stablefordpunkte mit 3 Strichen ist für mein Empfinden nicht so schlecht. Und Nicole hat sogar 39 Punkte erreicht.

Montag, 14. Juni 2010

Rethmar Golf Links

Das zweite Hundert ist vollbracht! Und Rethmar Golf Links war eine sehr gute Wahl für diesen Tag. Gesucht wurde etwas auf dem Rückweg vom Harz (wir waren wieder mit vielen Leuten in Meisdorf im Harz) Richtung Hamburg. Da fiel meine Wahl auf Rethmar. Ich bin zwar aufgrund meiner Linkskurs-Affinität etwas skeptisch gegenüber allem, was sich im Inland Links nennt, aber Rethmar war völlig in Ordnung. Dazu reizte mich auch der Architekt. Arnold Palmer. Meines Wissens hat er in Deutschland sonst nur noch einen der Plätze in Bad Saarow designed.


Der Platz wirkte auf den ersten Blick wirklich wie ein Linkskurs. Man hat mit einfachen Mitteln das Beste herausgeholt. Das Gras (keine Ahnung, was für eine Sorte) wurde an bestimmten Stellen (siehe Foto oben) einfach wachsen gelassen und es wurde rundherum gemäht. Dadurch entstand der Eindruck von Dünengrasinseln. Sah nett aus. Und der Ball musste dort auch nicht unbedingt liegen bleiben. Den Platz empfand ich trotzdem als sehr fair. Es gab dort zwar sehr viele Bunker, aber die waren nicht wie auf einem normalen Linkskurs. Eher wie auf einem sonstigen Arnold Palmer Kurs im Inland. Also keine Topfbunker. Und der Sand war leider auch nicht perfekt. War etwas härter. Dafür waren die Grüns klasse. Ähnlich wie auf der Insel. Schnell und treu. So mag ich es. Und die 3-Putts vom Tage zuvor waren auch fast verschwunden...


Es gibt mit Sicherheit Plätze, die optisch ansprechender sind, wenn man auf Parkland fokussiert ist. Der Platz wirkt schon recht rau (Foto oben). Aber der Gesamteindruck ist stimmig. Und das hat man sonst nicht immer. Die Länge ist ausgewogen (Herren 5864m, Damen 5163) und wer einigermassen spielt, spielt auch sein Handicap. Unser Flight hatte auf jeden Fall (meist) viel Freude. Wer also die Chance hat, sollte den Platz unbedingt spielen. Es lohnt sich.

Reisegolfer-Rating: 6 (weil die Landschaft rundherum nicht so toll ist)

Rethmar Golf Links

P.S.: Falls jemand weiß, wer die Orangerie gebaut hat (heute das Clubhaus), dann hätte ich gerne eine kurze Info. Konnte ich so schnell und mit meinen Mitteln nicht herausfinden.

Montag, 26. April 2010

Sittensen

Am Samstag gab es wieder mal ein Betriebssportturnier. Diesmal im GC Königshof Sittensen. Gelegen nicht weit von der A1 zwischen Bremen und Hamburg. Vor knapp 4 Jahren war ich schon mal hier. Die damalige Turnierrunde war ein Alptraum für mich. Seitdem nie wieder erreichte 15 Nettopunkte (auf 18, nicht auf 9 Loch!!) waren der seitdem nie wieder erreichte negative Höhepunkte meiner Turnierkarriere. Dieses Desaster musste ich nun aus meinem Gedanken bekommen. Wie der Golfer halt so ist, war natürlich der Platz schuld :-) . Und je länger das ganze her war, umso schlimmer wurde der Platz in meiner Erinnerung. Aber man soll jedem eine zweite Chance geben...

Grün Loch 12

Wetter am Wochenende war ja perfekt und der Platz zeigte sich bei diesen Bedingungen auch in besserem Licht. Ich gebe zu, der Platz ist nicht so schlecht. War ok. Ich fand ihn im ganzen etwas flach, aber in Ordnung. Man hatte genug Abwechslung. Die Grüns waren wie fast alle Grüns in deutschen Clubs zur Zeit, also etwas holprig. Turnier war dann auch ok und mein Score von damals konnte mehr als verdoppelt werden. Da das Mannschaftsergebnis auch nicht schlecht war, ging es zufrieden nach Hause. Wer also mal die A1 entlang kommt und seine Schläger dabei hat, sollte ruhig runter von der A1 und hier eine entspannte Runde spielen.

Reisegolfer-Rating: 3

Loch 4

Loch 6

Dienstag, 16. Juni 2009

British Army Golfclub, Hohne

Das war doch mal was wirklich anderes. Nachdem man den Club (unser Navi kannte ihn nicht) mit viel Mühe innerhalb eines riesigen Militärgebiets nahe Bergen gefunden hatte, fühlte man sich recht schnell als wäre man auf der Insel. Für mich war es ja auch eine Art "coming home" nach meinen 4 Jahren in UK. Proshop hatte zu und das Greenfee wurde an der Bar bei dem sehr netten Steward gezahlt (nennt man den hier auch so?). Kurz danach ging es auch schon auf die ersten 9. Der Platz wurde 1962 entworfen und hat 9 Löcher mit 18 verschiedenen Abschlägen. Das kenne ich schon aus UK. Dort ist das Alltag. In Deutschland ist dies für mich der erste Kurs, der so gebaut ist.


Der Platz beginnt mit einem kurzen Par 4, welches nicht lang ist und nur gradeaus zu spielen ist. Dann folgt ein kurzes Par 3, bei dem man auf die Bäume rechts aufpassen muss. Bei Loch 3 zeigt sich die Vielfältigkeit von 2 verschiedenen Abschläge je Bahn am besten. Es sind vollkommen unterschiedlich zu spielende Löcher. Wobei die Bahn von der 12 gespielt für mich das Highlight war. Abschlag durch einen engen Wald, über einen Teich (besser Schlammloch) und abschliessend über einen Bach. Das hatte was. Loch 4 und 5 waren Par 5 für die Herren, die mit leichten Doglegs versehen waren (ach ja. Loch 4 war auf der zweiten Runde für Herren ein Par 4 und Loch... das würde jetzt aber zu weit ausholen). Loch 5 war ein toller Abschlag über viel Erika mit einem Dogleg nach links. Um zu Loch 6 und 7 zu kommen, musste man eine (Panzer?) Strasse überqueren. Loch 7 war nett und schwer vom Abschlag 16. Loch 8 war ein machbares Par 4 und Loch 9 war zum Abschluss ein längeres Par 3 durch den engen Wald. Man musste hier sehr grade spielen. Einen guten Eindruck, wie eng die Bahnen teils waren, gibt die Bildergalerie auf der Homepage des Clubs.


Der Platz war nicht "manikürt" wie einige teure Plätze. Er war aber gut gepflegt und die Grüns waren schnell und anspruchsvoll. Hohes anspielen war dort nicht die beste Variante. Bump and run war meist angesagt. Und man konnte schon mal aus 20 Meter vor dem Grün den Putter nehmen. Brachte meist gute Ergebnisse. Wir hatten viel Freude. Und Karin war richtig begeistert über den Platz. Wenn man also auf der A7 Höhe Soltau unterwegs ist und Schläger und Zeit dabei hat, unbedingt spielen den Platz. Die Küche müssen wir das nächste Mal testen. Die war schon kalt nach unserer Runde. Ob die auch Fish & Chips haben...? Manchmal war es übrigens auch sehr laut. Man war halt auf einem Truppenübungsplatz. Und da fahren schon mal einige Fahrzeuge entlang, die sich etwas oberhalb der Grenzwerte für Lärmemission befinden. Aber die Panzer machen das Ganze auch zu etwas besonderem.

P.S.: Die Damen in unserem Flight haben fast immer gradeaus gespielt. Sie waren auch kaum im Wald. Auf besonderen Wunsch habe ich darauf hingewiesen.

Reisegolfer-Rating: 3

Dienstag, 28. April 2009

Green Eagle Nord-Course

Am Wochenende habe ich mit Nicole und einigen guten Freunden aus unserem Club die Green Eagle Masters gespielt. Ein Viererturnier über 2 Tage. War anstrengend, aber gut. Unsere Leistung war nicht erwähnenswert, aber das Wetter war wieder mal toll. Der detaillierte Bericht zum Platz ist in meinem anderen Blog. Hier muss ich nun aber noch mein Reisegolfer-Rating abgeben. 

Reisegolfer-Rating: 6

Möglicherweise gibt es hier andere Meinungen und einige würden den Platz sicher höher bewertet sehen. Aber Länge, tolle Pflege, ein anständiges Design und eine Rydercup Bewerbung sind allein noch kein Grund, einen Platz ganz nach oben zu heben. Vielleicht braucht der Platz noch ein paar Jahre. Warten wir es mal ab. Wenn man im Raum Hamburg wohnt, sollte man den Platz aber auf jeden Fall mal gespielt haben. Und Handicap 28 für Männer und etwas Länge vom Tee können hier auch nicht schaden.

Sonntag, 5. April 2009

Bad Bevensen

An diesem Wochenende gab es wieder den fast schon traditionellen Saisoneröffnungsausflug der Senioren- u. Damenmannschaften meines Heimatclubs. Bin zwar weder Senior noch Dame, durfte aber als Gatte eines Mitglieds der Damenmannschaft wieder mal mit. Ziel war dieses Jahr Bad Bevensen.

Kleiner Teich vor dem Grün Loch 6

Bad Bevensen wäre wohl ohne das Golfarrangement in der Amtsheide weniger mein Ziel. Bei einem Spaziergang am Samstagmorgen hatte ich das Gefühl, den Altersschnitt im Ort extrem nach unten gebracht zu haben. Naja. Vielleicht mach ich hier später ja auch mal Kur... Nun aber zum Platz an sich. Der Club wurde 1991 gegründet und man kann eigentlich sagen, der Club gehört dem Investor. Er spricht ja auch von "mein Golfplatz". Es ist also kein klassischer Club, der irgendwann von Mitgliedern gegründet wurde. Das Clubhaus befindet sich auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebes und "nebenan" befindet sich u.a. auch eine Reithalle. Ich weiss es zwar nicht, aber ich vermute, auf dem Hof liegt der Ursprung des Ganzen.

Grün Loch 7

Um es vorwegzunehmen, der Platz ist gut, abwechslungsreich, fordernd und er hat oft etwas für's Auge. Ich fand ihn sehr gut. Wenn man konstant spielte, war es gut möglich, sein Handicap zu spielen. Die Grüns waren noch nicht sooo toll. Um ehrlich zu sein, waren sie schrecklich. Ich gehe aber davon aus, dass sich das in den nächsten Wochen geben wird. Im Mai, Juni, wenn der Platz richtig im Saft steht, sind die Grüns sicher toll in Schuss. Und die Natur ist sicher noch etwas schöner, als sie so dort schon ist.

Fairway Loch 14 (kurz, aber stark bergauf)

Beim Platzdesign war ich mir Anfangs nicht so sicher, ob sich hier ein Design-Beginner versucht hat und möglichst viele Hindernisse auf möglichst kleinem Terrain einzubauen. Oder ob jemand mit Bedacht heranging. Je mehr Löcher ich aber spielte, umso mehr wusste ich die Architektur des Platzes zu schätzen. Die Löcher wurden meist den natürlichen Gegebenheiten angepasst. Am besten gefielen mir die Löcher 5-7 (durch den Wald) und die Löcher 11-14 (ebenfalls im Wald). Die Löcher im "freien" Gelände waren ok, aber für meinen Geschmack nicht "besonders" genug. Mein persönlicher Favorit ist das Loch 5. Schönes Dogleg, bei dem das Fairway durch eine Waldschneise anzuspielen ist. Wenn man sauber geschlagen hat, hat man bei einem weiteren guten Schlag, das Grün getroffen und kann sich dann an seinen Putts erfreuen (oder auch nicht). Das Grün ist etwas erhöht und wenn man es sauber in der Mitte anpielt, kann nichts passieren. Guter Score ist bei gutem Spiel sicher. Aber auch andere Löcher hatten natürlich ihren Reiz. Und da denkt ja jeder anders. Also gibt es nur eins, für alle, die noch nicht dort waren. Hinfahren und ausprobieren. Es lohnt sich!

Blick zurück über das Grün der 18

Grün Loch 18 mit Clubhaus im Hintergrund