In den USA, vor allem in Urlaubsgebieten, kann man Golfplätze oft nicht bespielen, ohne ein Cart zu nehmen. Als normaler deutscher Golfer, der noch nie dort war, versteht man das vielleicht nicht sofort. Ich bin eigentlich auch eher der Träger. Dort gibt es aber einige Plätze, bei denen ich wahrscheinlich schon nach 9 Loch kaputt wäre, wenn ich bei den Temperaturen und Entfernungen dort tragen müsste. Als Beispiel hier ein kleines Video über die Fahrt von einem Loch zum anderen. Aufgenommen in "The Legacy". Einem Club bei Sarasota in Westflorida.
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Samstag, 20. November 2010
Montag, 8. November 2010
Florida - was es ausser Golf gab
Dienstag, 2. November 2010
World Woods, Pine Barrens Course
Nachdem wir am Vortag den aussergewöhnlichen Quarry Kurs gespielt hatten, ging es am nächsten Morgen zum World Woods GC. Der Club hat zwei 18-Loch Plätze und einen 9-Loch Platz. Die beiden Championshipkurse wurde von Tom Fazio designed. Da der Rolling Oaks Kurs wegen Renovierung gesperrt war und der Pine Barrens Platz in den Top 100 Plätzen der USA gerated war, hatte ich Wochen vorher die Startzeit auf dem Pine Barrens gebucht. Wir wurden nicht enttäuscht.
Nachdem unser Navi den Club erst nicht fand, waren wir etwas knapp mit der Zeit. Letztendlich waren wir dann aber doch pünktlich am ersten Abschlag. Dort bekamen wir vom Starter die längste Einführung, die ich bisher irgendwo gehört hatte. Fast 5 Minuten erzählte uns der gute Mann die Geschichte des Platzes, wie er strukturiert ist, was wir zu beachten hatten und dass alle "Bunker" als Wast Area zu betrachten waren. Und Sand hatte der Platz ohne Ende. Irgendjemand schrieb mal, der Platz wäre das "Pine Valley des armen Mannes" (wir zahlten in der Vorsaison 40$ Greenfee). Kann ich zwar nur aufgrund von Bildern beurteilen, da ich Pine Valley wohl nie spielen werde, aber den Platz konnte man auch als grossen, Kiefer gesäumten Bunker mit einigen Fairways und Grüns bezeichnen. Die Bodenverhältnisse waren ideal für einen Golfplatz. Zudem ging es wieder, wie am Vortag, auf und ab. Der Platz war alles andere als flach.
Die Runde begann sehr schön mit einem relativ leichten Par 4, bei dem ich mich an einige Plätze im Sandgürtel westlich von London erinnert fühlte. Ich war zwar nicht überall, aber dies war auf keinen Fall Florida, wie ich es bisher kannte. Der Abschlag ging durch eine Schneise von Kiefern auf ein breites Fairway. Von dort hatte man es nicht allzu weit bis zum Grün. Ein sehr entspannter Anfang. Beim nächsten Loch waren wir alle auch wieder vom Anblick vom Tee begeistert. Sehr hübsch und nicht zu leicht zu spielen. Und so ging es die ersten 9 weiter. Par 3 mit Halbinselgrün, ein für Longhitter in zwei Schlägen erreichbares Par 5 und abwechslungsreiche Par 4 Löcher mit meistens erhöhten Grüns. Das konnte eigentlich nicht mehr getoppt werden. Aber es ging trotzdem.
Blick vom Abschlag der 15
Nach vier sehr guten Löchern zum Anfang der zweiten 9 (unter anderen ein Par 4 mit alternativen Grüns) kamen wir zum (nach meiner Ansicht) Höhepunkt des Platzes. Loch 14 und 15. Das Grün von Loch 14 (Par 5) kann der Longhitter wieder mit zwei Schlägen erreichen. Diese müssen aber beide äusserst präzise sein. Das Loch ist rechts und links mit Kiefern gesichert und hat an strategischen Stellen riesige Bunker. Für den Schlag ins Grün haben dann die meisten Spieler eine riesige Eiche vor sich, die einem das Leben auch nicht leichter macht. Das erhöhte Grün ist dann zum Abschluss von drei Seiten von tiefen Bunkern geschützt (machte mit einem Bekanntschaft). Hier war der Architekt richtig kreativ. Loch 15 würde ich dann als "Männerloch" bezeichnen. Das Par 4 ist recht kurz (313 Yards). Man kann entweder mit zwei Schlägen über das breite Fairway zur Linken spielen. Dies haben unsere Damen gemacht. Beide spielten Par. Oder man kann das Grün (oder das kleine Fairway davor) direkt angreifen. 208 Yard bis zum Fairway und 260 Yard bis zum Grün sehen machbar aus. Man muss aber sehr genau spielen. Und das waren wir beiden Männer in dem Moment nicht. Die Länge war zwar da, aber beide verzogen nach rechts... Na ja. Klappt halt nicht immer... Danach gab es noch drei wunderschöne Löcher zum Abschluss und wir waren nach der Runde rundum glücklich. Wer also nach Florida kommt, sollte nicht nur an Sawgrass und das Blue Monster denken. Macht Euch auf Richtung Brooksville. Es wird keiner enttäuscht werden.
Reisegolfer-Rating: 8
Sonntag, 31. Oktober 2010
Black Diamond, The Quarry. Nachtrag
Etwas möchte ich doch zu dem Platz schreiben. Er ist auf den Löcher 1-12 ein grossartiger Golfplatz. Gehört sicher zu den besten 25, die ich bisher gespielt habe. Grossartiges Design und super gepflegt. Was ich aber nie vergessen werde und was ein Teil der für mich sehr hohen Bewertung ist, ist der Anblick, nachdem man auf dem Weg vom Grün der 12 zum Abschlag der 13 bei diesem angekommen ist. Einfach unbeschreiblich (erstes Foto im Bericht vorher). Man schaut auf einen begrünten Steinbruch mit einem Grün auf ungefähr selber Höhe in ca. 130 Metern Entfernung. Und rechter Hand, im Steinbruch unten, sieht man das Grün der 17. In wildem Gelände gelegen.
Die Löcher 14-16 schlängeln sich dann im zweiten Teil des Steinbruchs um einen See. 2 Löcher oben und ein Loch unten. Allein der Anblick stockt einem dauernd den Atem. Kleiner Nachteil ist, dass die 5 Löcher "Cartpath-only" sind. Das hält etwas auf. Aber das machte bei uns sowieso nichts mehr aus. Hinter uns war keiner mehr und wir verbrauchten sowieso sehr viel Zeit mit fotografieren. Das Ergebnis ist wieder in meinem Picasaalbum. Hier ist der ganze Platz dokumentiert.
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| Black Diamond, The Quarry |
Samstag, 30. Oktober 2010
Freitag, 29. Oktober 2010
University Park
Das viele Golfen macht anscheinend müde. Von den 9 Golfern, die mit sind, wollten nur 4 spielen am Dienstag. Der Rest wollte mal relaxen und shoppen. Also ging es mit 4 Männern (die erste Herrentour im Urlaub) los Richtung Norden. University Park ist eine sehr exklusive Wohnanlage im Norden von Sarasota. Der Club ist im Zentrum der Anlage und hat einen 27 Loch-Platz. Designer ist Ron Garl.
Uns wurden für unsere Runde die Löcher 1-18 zugeteilt. Der Starter und der Caddymaster schienen ehemalige Drillsergeants der Army gewesen zu sein. Es wurden keine Hinweise gegeben, es wurden Befehle erteilt. Ich war drauf und dran "Yes Sir, yes!" zu antworten... Der Platz war sehr gut designed. Die Fairways waren breit genug, man musste aber trotzdem genau spielen. Die Grüns waren wieder mal riesig. Das ist ja nicht ganz so mein Fall. Aber kein Grund zur Kritik. Klasse Platz, super angelegt und viel Abwechslung. The Legacy, der fast nebenan liegt, fand ich noch etwas besser. Daher:
Reisegolfer-Rating: 6
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| University Park |
Beachview
Sanibel Island ist eine Ft. Myers vorgelagerte Insel. Auf die Insel kommt man nur über eine mautpflichtige Brücke. Kostet 6$. Mit dem "Eintrittspreis" möchte man die Massen etwas zurückhalten. Die Insel ist sehr schön und hat einen traumhaften, sehr langen Sandstrand, auf dem man wunderbar Muscheln sammeln kann. Wer in der Region ist, sollte auf jeden Fall einen Ausflug hierhin machen.
Vor 2 Jahren waren wir schon einmal dort und spielten "The Dunes". Ein Platz mit unheimlich viel Wasser und vielen Alligatoren. Beachview ist der zweite Platz auf der Insel. Hat zwar auch viel Wasser, aber nicht so übertrieben viel. Der Platz ist sehr schön an die Umgebung angepasst. Die Häuser, die es natürlich auch hier am Platz gibt, kommen nicht so extrem ins Spiel und ins Auge. Der Kurs ist oft recht eng, aber ich würde ihn nicht als unfair bezeichnen. Ich fand ihn als Golfplatz besser als The Dunes, weil die Grünkomplexe besser gestaltet waren und er sehr abwechslungsreich angelegt war. Dazu war er optisch schön und es gab eine interessante Tierwelt auf dem Platz zu beobachten.
Reisegolfer-Rating: 6
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| Beachview |
Dienstag, 26. Oktober 2010
Coral Oaks
An Wochenende wollten wir das Oktoberfest in Cape Coral besuchen, um uns einen Eindruck von dem Verständnis von deutscher Kultur hier in Florida zu verschaffen. Für die Runde Golf vorher viel unsere Wahl auf Coral Oaks. Ein Arthur Hills Design aus 1988. Der Platz hat mir gut gefallen. Nichts überragendes. Aber einige sehr schöne Löcher. Die Anlage befindet sich zwar in einem Wohngebiet, aber an einigen Löchern hat man nicht den Eindruck, sich in einem solchen zu befinden.
Ein paar Löcher befinden sich in einem alten Eichenwald. Das gibt dem Platz eine Menge Abwechslung. Klasse fand ich auch die Grüns. Es waren die bisher besten in diesem Urlaub. Schnell und treu. Hat Freude gemacht, diese zu spielen. Zusätzlich war der Platz oft auch recht fehlerverzeihend. Kam mir öfter mal zugute. Meine Abschläge waren nicht allzu zielgenau. Fazit für den Kurs: nichts überragendes, aber zu empfehlen, wenn man in der Region ist.
Reisegolfer-Rating: 4
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| Coral Oaks |
Sonntag, 24. Oktober 2010
Sabal Trace
Heute war der Rest der Truppe unterwegs mit anderen Aktivitäten. Da wir schon einen Tag Pause hatten, suchte ich für Nicole und mich einen Kurs raus, der nicht so weit weg ist. Die Wahl fiel auf Sabal Trace. An dem Platz sind wir vorher schon einige Male vorbei gefahren. Meinungen darüber hatte ich noch nicht gehört. War mit 21$ auf jeden Fall günstig.
Nachdem wir bezahlt hatten, ging es sofort zum ersten Tee. Vor uns einer Viererflight mit 4 älteren Herren, die nicht grade den Eindruck machten, einen neuen Rekord für die schnellste Runde zu erzielen. Wir haben uns am ersten Loch dann so beeilt, dass wir mit dem putten fertig waren, als die Herren ihre Abschläge an Loch 2 noch nicht beendet hatten. Und unser Versuch wurde mit Erfolg belohnt. Wir durften durch spielen. Danach ging es recht schnell. Nach 3 Stunden war die Runde für uns beendet.
Der Platz ist nichts besonderes. Landschaftlich teils sehr nett angelegt und einige Löcher waren auch hübsch anzusehen. Die meisten Löcher waren auch recht fehlerverzeihend durch fehlenden Wald. Der Pflegezustand liess aber etwas zu wünschen übrig. Da kann man noch nachbessern. Fazit:
Reisegolfer-Rating: 3
Samstag, 23. Oktober 2010
Port Charlotte
Wir sind nun schon das dritte Mal in diesem Ort und nun haben wir es zum ersten Mal geschafft, den örtlichen Golfplatz zu spielen. Der Golfclub in Port Charlotte wurde Anfang der 60er Jahre als einer der ersten Plätze in der Region gebaut. Dadurch war er bis 2004 schon recht gut eingewachsen. Dann kam Hurricane Charley und hat den Platz mehr oder weniger "platt gemacht". Das Ergebnis sieht man heute noch. Es gibt relativ wenig alten Baumbestand und eine Menge Neuanpflanzungen. Der Kurs ist, wie alle Plätze hier, sehr flach. Da Bäume fehlen, ist der Kurs auch recht fehlerverzeihend. Der Platz hier wurde vor dem Golfboom in Florida designed, daher sind die Abschläge sehr nah an den Grüns platziert. Das fand ich mal aussergewöhnlich in dieser Region. Kenne ich sonst nur aus Europa.
Zu den Grüns gab es in unserer Gruppe unterschiedliche Meinungen. Einige hielten sie für unputtbar. Andere fanden sie in Ordnung und schoben die Probleme mit dem einlochen eher auf die Qualität der Spieler. Na ja. Golf ist ein Sport mit vielen Meinungen. Fazit: Ein ordentlicher Platz, aber nichts wirklich besonderes.
Reisegolfer-Rating: 3
Donnerstag, 21. Oktober 2010
The Legacy
Heute ging es nach Norden in Richtung Sarasota. Der nördlichste Platz, den ich bisher in Florida gespielt habe. Gelegen in einer Community namens Lakewood Ranch hat Arnold Palmer hier 1997 diesen Platz designed. Und das Design kann man als sehr gelungen bezeichnen. Abwechslungsreich und herausfordernd. Wasser, grosse Bunkerlandschaften, riesige Wasteareas und die hier oft vorhandenen grossen Grüns. Der Platz gehört laut einer Umfrage von Lesern der Zeitschrift Florida Golf zu den 5 besten Plätzen in Südwest-Florida. Ich kenne zwar nicht alle Golfplätze hier, aber der Platz ist schon toll. Hat uns allen gefallen.
Nachteilig war, das es zur Zeit (Overseeding) ein Cart Path-Only-Kurs ist. Man muss also mit seinem Cart auf dem Weg bleiben. Wenn sein Ball aber auf der anderen Seite des Fairways ist, rennt man oft mit 4 Schlägern in der Hand los zum Ball und dann wieder zurück. Ist teils recht nervig. Das führte auch dazu, dass wir 4,5 Stunden gebraucht haben. Der Sand in den Bunkern war auch nicht in bestem Zustand. Das war aber auch das einzig nachteilige. Daher:
Reisegolfer-Rating: 7
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Boca Royal
Den Platz empfahl uns der Präsident unseres Heimatclubs. Der Club liegt in Englewood und ist seit 3 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich. Klassischer Country Club. Alles dort war gut organisiert und die Anlage machte einen sehr gepflegten Eindruck. Der Platz hatte relativ viel Wasser und war gut eingewachsen. Die ersten 9 waren etwas enger und die zweiten 9 waren offener. Schön gefielen mir die Grüns. Mit dem Gras komme ich hier zwar immer noch nicht richtig klar, aber die Gestaltung der Grüns war schön gemacht. Fast alle waren oder wirkten etwas erhöht. Rund um die Grüns waren meist immer kleine Hügel angelegt. Sieht man auch auf den Bildern unten. Für Longhitter (also nicht für mich) mag der Platz etwas kurz sein (von Weiss 5700 Yard). Aber Länge ist ja nicht alles im Leben. Der Preis für eine Runde mit Cart im Oktober war angenehm. 31$. Kann man nicht meckern. Mir hat es dort gut gefallen. Daher:
Reisegolfer-Rating: 5
Dienstag, 19. Oktober 2010
Myakka Pines Golfclub
Heute die erste Runde in Florida gespielt. Myakka Pines GC. Den Platz hatte Nicole auf Google Earth gefunden. Einer der wenigen Plätze in der Umgebung, die keine Häuser herum haben. Der Platz hat 3 x 9 Loch, ist von Palmen und Pinien gesäumt und hat eine Menge Wasser. Der Platz war vernünftig gepflegt und die Grüns waren gut, aber nicht überragend. An das Gras hier muss ich mich erstmal gewöhnen. Kommt aber sicher noch in den nächsten Tagen.
Schön war auch die abwechslungsreiche Tier und Pflanzenwelt auf dem Kurs. Alligatoren, Schildkröten, Herons und hübsche Pflanzen (schönes Foto einer Papageienpflanze im angehängten Album). Das Beste war aber der Preis. 22$ incl. Cart. Tolles Preis-Leistungsverhältnis. Mal sehen, was die nächsten Kurse so bringen.
Reisegolfer-Rating: 4
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| Myakka Pines |
Freitag, 15. Oktober 2010
Der Florida Swing beginnt
Sonntag, 28. Dezember 2008
Florida Fazit
Ja. Was soll ich sagen? War wieder mal schön. Es war mein erster Urlaub mit insgesamt 9 Bekannten, der länger als ein langes Wochenende dauerte. Man muss etwas tolerant sein, aber ich finde es schön, mit vielen guten Bekannten Urlaub zu machen. Nicht jedes Jahr 4 Wochen lang, aber sonst immer wieder gerne. Wichtig war auch die Aufteilung auf 2 Häuser und 3 Fahrzeuge. Dadurch war man flexibel und jeder hatte seine Freiheiten, wenn er sie brauchte.
Wer also mit grossen oder kleinen Gruppen einen schönen Golfurlaub verbringen möchte, für den ist Südwest-Florida perfekt. Unser Standort war in Port Charlotte. Von dort konnten wir
a) viele schöne Golfplätze gut erreichen,
b) genügend touristische Ziele anfahren und
c) jede Menge Shopping-Attraktionen erleben
Es war also genau richtig. In den 14 Tagen habe ich mit Nicole
- 10-mal Golf gespielt
- die Effizienz der US Cops erfahren
- Verwandte auf Longboat Key besucht
- einiges neues kennengelernt
- den USA-Wahlkampf 2008 live erlebt
- Sonnenuntergang auf Sanibel Island sehen dürfen und
- einige tolle Schnäppchen gemacht
Es war also richtig schön. In dem Album oben habe ich eine (rein persönliche, subjektive) kleine Auswahl von schönen Bildern aus den 2 Wochen beigefügt. Die Bilder geben einen kleinen Eindruck. Mehr ist leider nicht möglich. Das beste wäre es, es selber auszuprobieren. Freunde überreden, Flug buchen, Golfschläger einpacken und hin. Wer Tipps für ein schönes, bezahlbares Haus braucht, spricht mich an. Ich könnte hier vielleicht vermitteln.
P.S.: Pelican Pointe war ich mit Nicole am letzten Tag auch noch. War ok. Mehr aber auch nicht. Und schlecht gespielt haben wir auch noch...
P.S. 2: Den ersten Preis für den Florida Swing hat Johannes gewonnen (die besten 3 Netteergebnisse aus 2 Wochen) Glückwunsch nochmal.
Wer also mit grossen oder kleinen Gruppen einen schönen Golfurlaub verbringen möchte, für den ist Südwest-Florida perfekt. Unser Standort war in Port Charlotte. Von dort konnten wir
a) viele schöne Golfplätze gut erreichen,
b) genügend touristische Ziele anfahren und
c) jede Menge Shopping-Attraktionen erleben
Es war also genau richtig. In den 14 Tagen habe ich mit Nicole
- 10-mal Golf gespielt
- die Effizienz der US Cops erfahren
- Verwandte auf Longboat Key besucht
- einiges neues kennengelernt
- den USA-Wahlkampf 2008 live erlebt
- Sonnenuntergang auf Sanibel Island sehen dürfen und
- einige tolle Schnäppchen gemacht
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| Best of Florida 2008 |
Es war also richtig schön. In dem Album oben habe ich eine (rein persönliche, subjektive) kleine Auswahl von schönen Bildern aus den 2 Wochen beigefügt. Die Bilder geben einen kleinen Eindruck. Mehr ist leider nicht möglich. Das beste wäre es, es selber auszuprobieren. Freunde überreden, Flug buchen, Golfschläger einpacken und hin. Wer Tipps für ein schönes, bezahlbares Haus braucht, spricht mich an. Ich könnte hier vielleicht vermitteln.
P.S.: Pelican Pointe war ich mit Nicole am letzten Tag auch noch. War ok. Mehr aber auch nicht. Und schlecht gespielt haben wir auch noch...
P.S. 2: Den ersten Preis für den Florida Swing hat Johannes gewonnen (die besten 3 Netteergebnisse aus 2 Wochen) Glückwunsch nochmal.
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Old Corkscrew
Auf diesen Kurs hatte ich mich schon seit Wochen gefreut. Er sollte zwar etwas teurer sein (lt. website $ 135,-), aber den Kurs wollte ich mir mal gönnen. Hatte vorher schon einige sehr positive Rezensionen gefunden. Old Corkscrew wurde 2007 eröffnet und ist ein Jack Nicklaus Design Kurs. Im Gegensatz zu allen anderen Kursen in Südwest-Florida, die ich bisher gespielt habe, ist dies ein Platz ohne Häuser herum. Also für mich mal etwas besonderes. Und das war es dann auch wirklich. Aber alles der Reihe nach.





Loch 4
Zuerst gab es eine positive Überraschung. Anstatt des erwarteten Preises mussten wir nur $ 85,- inklusive Lunch und einem Softdrink zahlen. Das war natürlich ein guter Beginn. Für den Preis war der Platz dann schon fast ein Schnäppchen. Der Platz führte durch einen Wald östlich von Estero. Von den 4 Abschlägen, die zur Auswahl standen, hatte ich mich für blau entschieden. Das war umgerechnet etwas weniger als 6000 Meter und für mich damit lang, aber machbar.
Loch 7
Da die Bahnen durch den Wald führten, waren wir auf jedem Fairway fast für uns allein. Trotz des Waldes rechts und links war der Platz breit genug und fair. Die Grüns hatte Herr Nicklaus meist etwas erhöht gebaut und recht gut verteidigt. Erinnerte mich ein wenig an Grüns der Herren Colt und Allison. Und deren Plätze mag ich sowieso gern (z.B. Falkenstein, Sunningdale new, Stoke Park). Sogar die teils sehr grossen Bunker ähnelten ein wenig Colt/Allison Kursen.
Loch 12. Par 3 über Wasser
Am meisten Freude machten mir die Par 3 Löcher. Die waren alle hübsch anzusehen und nicht zu einfach. Alle waren gut mir Bunkern umgeben und mehr als die Hälfte waren über Wasser zu spielen. Man freute sich schon auf den Schlag, bevor man am Tee war. Die Bilder zeigen einige schöne Beispiele der Par 3 Löcher. Ich konnte beim fotografieren auch nicht genug bekommen. War einfach schön dort. Dazu noch gutes Wetter. Also alles perfekt. Da lohnte sich auch die weite Anfahrt.
Loch 16. Für mich das Signature Loch
Blick zurück über Loch 18
Es war also ein ganz und gar gelungener Golftag. Wer in der Region ist, sollte den Club also auf jeden Fall in seine Liste aufnehmen. Nette Leute, perfekter Pflegezustand und ein ganz toller Golfplatz mit allem, was man für eine tolle Runde braucht. Da klappt das gute Spiel fast von selbst. Oder man bemerkt nicht, wie schlecht man spielt, weil es dort einfach nur schön ist. Also. Nichts wie hin (wenn man mal in der Region ist) und spielen, den Platz.
Sonntag, 21. Dezember 2008
Mit Bernie in Bobcat
Nachdem wir uns am Montag getrennt hatten, ging es am Dienstag wieder gemeinsam los. Bobcat war geplant. Der Kurs befindet sich etwas nördlich von Port Charlotte und ist (langsam ahnt es der Leser) auf einen Golf Homes Development. Vor drei Jahren waren wir schon mal dort. Schöner Platz. Recht gut gepflegt. Ein Jahr darauf hörten wir dann, dass die Anlage wohl pleite ist. Der Platz wird nicht mehr gepflegt und so weiter. Von Freunden, die kurz vor uns dort waren, hörten wir, dass im letzten Jahr einiges in Bobcat investiert wurde. Also hin und testen den Platz.

Da wir 7 Personen waren, hatten wir in einem Flight noch einen freien Platz. Der wurde vom Proshop mit Bernie gefüllt. Bernie kam aus Maryland und besuchte dort seine Tochter. Er war ein netter Kerl, der auch recht gut Golf spielte. Der typische US-amerikanische Mitspieler. Locker, freundlich und während der Runde sehr entspannt. Sein Schwung war recht unorthodox, aber effektiv. Ein Loch mit Bogey war ein schwaches Loch. Einmal hatte er eine Bunkerkatastrophe zu bewältigen, die mit einer 7 endete. Aber der Rest war klasse. Nach der Runde beim Bier diskutierten wir noch die Wahl (war ja der 04.11.) und Unterschiede zwischen Golf in Deutschland und Florida. Es war also eine gelungene und unterhaltsame Runde. Wieder mal viel Spass gehabt.
Bernie beim Finish
Ach ja. Die Investition in den Platz hatte sich gelohnt. Bobcat war in hervorragenden Zustand und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. $39,- war sehr fair. Auf der Homepage des Clubs sind einige schöne Bilder. Der Platz hat viel Wasser und nett angelegte Bunker. Er macht also Spass.

Da wir 7 Personen waren, hatten wir in einem Flight noch einen freien Platz. Der wurde vom Proshop mit Bernie gefüllt. Bernie kam aus Maryland und besuchte dort seine Tochter. Er war ein netter Kerl, der auch recht gut Golf spielte. Der typische US-amerikanische Mitspieler. Locker, freundlich und während der Runde sehr entspannt. Sein Schwung war recht unorthodox, aber effektiv. Ein Loch mit Bogey war ein schwaches Loch. Einmal hatte er eine Bunkerkatastrophe zu bewältigen, die mit einer 7 endete. Aber der Rest war klasse. Nach der Runde beim Bier diskutierten wir noch die Wahl (war ja der 04.11.) und Unterschiede zwischen Golf in Deutschland und Florida. Es war also eine gelungene und unterhaltsame Runde. Wieder mal viel Spass gehabt.
Bernie beim FinishDienstag, 2. Dezember 2008
Magnolia Landing
Heute ging es getrennt los. Ein Teil der Truppe (nun noch 7) wollte gerne mal Kultur erleben. D er andere Teil, zu dem ich gehörte, wollte weiter golfen. Aber zuerst ging es zu Golf World II in North Ft. Myers. Dort hatte Nicole am Freitag zuvor einen schönen, gebrauchten Cobra Eisensatz gesehen. Wie das so ist, wir konnten uns nicht entscheiden, der Laden machte bald zu (Freitag war Halloween) also wurde erstmal verschoben. Am Montag mussten wir dann aber doch wieder dorthin. Rüdiger kam auch mit. Nicole also die Schläger ausgiebig getestet und dann wurde doch gekauft. Ich habe dann noch ein günstiges Hybrid erstanden. Und fast alle hatten neue "Waffen" und waren glücklich. Den Verkäufer fragten wir dann, welchen Platz er in der Nähe empfehlen könnte um das neue Equipment zu testen. Magnolia war die Antwort. Wir haben dann auch sofort gebucht und über den Verkäufer noch Discount bekommen.

Der Platz war, wie fast immer in Florida, in einem Development. Also gebaut, um Häuser zu verkaufen. Das ganze war noch recht neu. Es waren also noch nicht sooo viele Häuser da. Gerüchteweise hatten wir bei einem Pro in Cape Coral gehört, dass es dem Betreiber nicht allzu gut geht. Es wurden also nicht genug Häuser verkauft. Der Platz war aber trotzdem in einwandfreien Zustand. Da wir gegen 12.30 begannen, war der Platz auch fast leer. Wir konnten also fast alleine spielen. Und es machte wirklich Spass. Schöner Platz in netter Umgebung, gut gepflegt und nicht zu einfach.

Ich würde den Platz empfehlen. Kann nur nicht mehr garantieren, dass es den Kurs noch gibt, wenn man im nächsten Herbst dort auftaucht. Das mag sich komisch anhören. Aber die meisten Plätze in Florida leben von den dort verkauften Häusern und den Menschen, die dann dort wohnen. Und es kann vorkommen, dass Plätze einfach der Natur übergeben werden, wenn es sich nicht mehr rechnet. Alles schon da gewesen. Stelle ich mir nur blöd vor, wenn ich dort ein Haus kaufen würde. Toller Blick von der Terrasse auf den Kurs und dann verwildert dort mit einem Male alles. Aber ein bisschen Risiko hat man immer im Leben. Also dann doch lieber immer wieder woanders hinfahren und spielen, wo es grad schön und möglich ist. Und kein Haus in Florida...Wäre mir auf die Dauer sowieso zu warm...
Der Platz war, wie fast immer in Florida, in einem Development. Also gebaut, um Häuser zu verkaufen. Das ganze war noch recht neu. Es waren also noch nicht sooo viele Häuser da. Gerüchteweise hatten wir bei einem Pro in Cape Coral gehört, dass es dem Betreiber nicht allzu gut geht. Es wurden also nicht genug Häuser verkauft. Der Platz war aber trotzdem in einwandfreien Zustand. Da wir gegen 12.30 begannen, war der Platz auch fast leer. Wir konnten also fast alleine spielen. Und es machte wirklich Spass. Schöner Platz in netter Umgebung, gut gepflegt und nicht zu einfach.
Ich würde den Platz empfehlen. Kann nur nicht mehr garantieren, dass es den Kurs noch gibt, wenn man im nächsten Herbst dort auftaucht. Das mag sich komisch anhören. Aber die meisten Plätze in Florida leben von den dort verkauften Häusern und den Menschen, die dann dort wohnen. Und es kann vorkommen, dass Plätze einfach der Natur übergeben werden, wenn es sich nicht mehr rechnet. Alles schon da gewesen. Stelle ich mir nur blöd vor, wenn ich dort ein Haus kaufen würde. Toller Blick von der Terrasse auf den Kurs und dann verwildert dort mit einem Male alles. Aber ein bisschen Risiko hat man immer im Leben. Also dann doch lieber immer wieder woanders hinfahren und spielen, wo es grad schön und möglich ist. Und kein Haus in Florida...Wäre mir auf die Dauer sowieso zu warm...
Montag, 1. Dezember 2008
Warum hat man in Florida meist Carts zu nehmen?
Ganz einfach. Die Wege zwischen den Löchern sind etwas länger:
Heron Creek
Es mag dem einen oder anderen Leser (sind dort mehr als 2?) aufgefallen sein, dass die Berichte über den Florida Urlaub nicht mehr zeitnah sind. Das liegt zum einen daran, dass ich hier in der Bochumer Wohnung abends beschäftigt bin und an Wochenenden anderes vorhabe und zum anderen liegt es daran, dass ich zur Zeit nicht soooo motiviert bin Richtung Golf zu denken. Seit ich am Wochenende aber wieder nette 9 Loch im Schneetreiben hinter mir habe, bin ich aber wieder voll motiviert. Daher nun also weiter mit den Berichten.
Powerlady
Heron Creek ist ein 27-Loch Platz in North Port. Etwas nordwestlich von Port Charlotte. Unser Hausvermittler (nochmals danke, Pit) hatte uns diesen Platz ans Herz gelegt. Und wir wurden nicht enttäuscht. Er liegt zwar auch (wie fast alle Plätze hier) innerhalb eines Developments, aber das fällt nicht so oft auf. Wir haben an dem Sonntag erst Oaks und dann Marsh gespielt. Allein das Eröffnungsloch war das Kommen fast schon wert. Ein Par mit einem fast blinden Abschlag. Die Löcher waren gut designed und dazu spielte ich auch noch anständig. Was will man mehr? Interessant, und zum Glück nur eine Fussnote, war der einzige Regen während unseres Urlaubs. 10 Minuten zwischen Loch 9 und Loch 10. Zum Glück konnten wir uns unterstellen. Danach kam aber sofort wieder die Sonne heraus und das Wetter wurde wieder schön.
Auch in Bezug auf Ballverlust war es mal wieder ein schöner Tag. Nur einen Ball verloren. Blinder Abschlag über ein Sumpfgebiet (Loch 17). Ich war mir sicher, dass der Ball das Fairway erreicht hat. Aber leider fanden wir ihn nicht. Was soll's. War trotzdem eine tolle Runde. Und mit 18 Bruttopunkten bin ich immer glücklich. Das Essen auf der schönen Clubhausterrasse war dann der krönende Abschluss.
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