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Dienstag, 20. Mai 2014

Golfen in St. Andrews - Der Eden Course

Wenn man eine Runde auf dem Old Course im Voraus buchen möchte, muss man mindestens einen anderen Platz dazu buchen. Ich hatte mich für den Eden Kurs entschieden. Gründe waren, dass ich für die anderen Plätze schon genug für Greenfee ausgeben wollte, es sich um einen Kurs von Harry Colt handelt und der Platz in diesem Jahr hundertjähriges feiert. Und eigentlich gefielen mir bisher alle Plätze, die ich von Harry Colt gespielt hatte.

Abschlag der 4 mit Blick auf die Eden Mündung
Der Eden Course wurde von Harry Colt designed und wurde 1914 fertigestellt. Grund für den Bau war der wachsende Bedarf nach Links Golf in dem immer populärer werdenden St. Andrews. Der Platz grenzt östlich an den Back Nine des Old Course. Der Originalplatz ging sogar bis zum Abschlag des Road Hole. In den 80ern hat man den Kurs aber umgebaut, um Platz schaffen für den heute großzügigen Übungsbereich des St. Andrews Links Trusts. 

Grün Loch 12
Der Eden Kurs ist ein klassische Linkskurs, der richtig Spass macht. Er bietet alles, was man sich von einem Linkskurs erhofft. Blinde Schläge, tiefe Topfbunker (die man vermeiden sollte), ondulierte Fairways, Ginsterbüsche und sehr gute Grüns. An einigen Löchern hat man auch Meerblick, was aber hier nicht das wichtigste ist. Erwähnenswert sind die zwei Par 3 der Löcher 5 und 8. Hier spielt man über Kreuz! Wer also das Grün der 5 anspielt, kreuzt die Flugbahn der 8 und umgekehrt. Kannte ich so auch noch nicht... An der 14 und an der 15 denkt man dann wieder, man ist auf einem Parklandplatz... Die Löcher 13-16 hatte man dazugefügt, als man vor knapp 30 Jahren die Range bauen musste und die ürsprünglichen Löcher 1, 2, 17 und 18 ersetzt werden mussten. Auch wenn sie ganz nett sind. merkt man irgendwie, dass diese neuen Löcher auf einem ehemaligen Kartoffelacker gebaut wurden...

Fazit: Netter Linkskurs, der bei den Locals sehr beliebt ist und nicht so teuer ist.

Reisegolfer-Rating: 5

Mittwoch, 7. November 2012

Hankley Common und Skyfall

Zur Zeit gibt es in Bezug auf den neuen Bond, "Skyfall", einige Berichte, die in diesem Zusammenhang über den Stoke Park berichten. Unter anderem der schöne Bericht von Denis Krick in Spiegel Online. Stoke Park ist ja auch der Klassiker, was Spielfilmszenen mit Golf betrifft. Und es ist ein netter Golfplatz. Ich möchte nun passend zu Skyfall das Augenmerk auf einen der für mich schönsten Golfplätze Englands richten. Hankley Common.


Der Club wurde 1896 gegründet und 1897 konnte das spielen dort auf einem 9-Loch Kurs beginnen. 1920 rang man sich dann zu einer Erweiterung auf 18 Loch durch und man heuerte James Braid an, den Platz neu zu gestalten. Nach einigem hin und her war man dann 1924 fertig. Richtig lange war man anscheinend auch nicht mit dem Ergebnis. 1933 engagierte man dann eine andere Größe des britischen Golfdesigns. Harry Colt. Der verlängerte den Platz, nahm einige Veränderungen an den Par 3 Löchern vor und gestaltete die Löcher 10-12 vollkommen neu. Das Ergebnis des Designs durfte ich im August mit Nicole im August spielen.


Ende August war eine sehr gute Zeit für eine Runde Golf westlich von London. Dort befindet ein Heidegürtel, der die Lüneburger Heide an Vielfalt und vor allem an der Menge der tollen Golfplätze locker übertrifft. Überall blühte die Heide. Das Wetter war Klasse und es war ein Traum in lila. Wir waren an einem Sonntag da. Da ist am Nachmittag auf englischen Golfplätzen meist nichts mehr los und Gäste werden oft zugelassen (Der Brite an sich spielt lieber Samstags oder am Sonntag vormittag). Der Platz begint mit einem netten Par 4, bei dem das Fairway in der Drivelandezone etwas enger ist. Das Grün war etwas abwärts und man durfte nicht zu lang anspielen. Schöner Anfang. Übrigens ist der Platz gesperrt, wenn die Kiefer links am Fairway in ungefähr 150 Meter vom Abschlag entfernt nicht zu sehen ist. Auch ne nette Lösung...


Der Platz war für mich eine große Freude. Jedes Loch war anders und die Landschaft war wunderschön. Der Platz war sehr abwechslungsreich und man merkte, dass hier echte Könner bei der Platzgestaltung am Werk waren. Meine Favoriten waren Loch 7 (tolles Par 3 bergauf), die 8 (wunderschönes Par 5 bergab in die Heidelandschaft hinein), die 14 (enges Par 4 im Wald gelegen) und die 15 (kurzes Dogleg Par 4). Sehr schön war auch, dass wir ab Loch 9 mit zwei einheimischen pensionierten Mediziners spielten, die uns den Platz erklärten und uns Tipps in der Umgebung gaben. Richtig nett. Zwei typische Briten, wie man sie sich vorstellt... Es war also ein wunderbarer Golftag. Allein für diesen Platz lohnt sich ein Wochenende um London.


Ach ja. Was hat das mit Skyfall und Bond zu tun? Geht einfach in den Film und seht euch das Skyfall Anwesen in Schottland an. Sieht wunderbar schottisch aus. Ist aber auf dem Gelände von Hankley Common gedreht worden. Das "Schloß" wurde extra für den Film gebaut und mit Pyrotechnik wieder zerstört. Film eben. Aber schön gemacht. Und den Platz muss man unbedingt gespielt haben! Nachher kann man dann sagen "ich hab auf Skyfall gespielt"...

Fazit: Ein Heidetraum in Golf mit unheimlich viel Abwechslung und toller Landschaft

Reisegolfer-Rating: 9 (er war wirklich toll)

Hankley Common

Dienstag, 28. September 2010

Ryder Cup Tour 2010 - Tag 3 - Royal Porthcawl

BBC Weather sagte, dass es Heavy Rain geben sollte. Als wir in unserem Cottage in den Bergen nördlich von Neath losfuhren, regnete es auch leicht. Aber je mehr wir uns unserem Ziel näherten, umso besser wurde das Wetter. Und als wir auf dem Parkplatz ankamen, sahen wir eigentlich nur noch blauen Himmel über dem Platz. Und so sollte es auch lange bleiben. Mein persönlicher Golfhöhepunkt in Porthcawl schien unter einem gutem Stern zu stehen...


Die Begrüssung im Proshop war nett und herzlich. Der Platz war wegen des Rydercups mehr oder weniger ausgebucht. Die werden dort im Shop sicher tolle Geschäfte gemacht haben mit ihren Souvenirs... Die Gäste kamen aus allen möglichen Ländern. Beim Warten auf den ersten Abschlag wurde ich von einem Herrn aus Texas angesprochen. Die waren zu viert hier. Ein Foto von mir und Nicole machte ein Engländer, der deutsch sprach und in einem Flight vor uns waren zwei ältere Französinnen, die am Tage zuvor auch Pennard gespielt hatten. Nachdem uns der nette Starter eingewiesen hatte, ging es dann auch irgendwann gegen 09.00 Uhr los.

Der Club wurde 1891 gegründet und Charles Gibson, ein Pro aus Royal North Devon, legte einen 9-Loch Platz an. Dieser war noch nicht am heutigen Standort. 1895 wurde Land am heutigen Standort verfügbar und Ramsey Hunter baute einen 18-Loch Platz. 1909 wurde der Club "unter königliche Obhut genommen" und bekam seinen Royal Titel von Edward dem VII. Später nahmen Harry Colt (1913) und Tom Simpson (1933) einige Änderungen vor und der Platz bekam grob sein heutiges Aussehen. Im Laufe der Jahrzehnte fanden viele British Amateur hier statt. Einer grösseren Öffentlichkeit mit Golfinteresse wurde der Platz 1995, als dort der Walker-Cup stattfand. Damals verlor Tiger Woods sein Einzel gegen Gary Wolstenholme. Einen Mitte dreißig jährigen englischem Amateur.

Der Platz ist unbeschreiblich und mit das Beste, was ich bisher gespielt habe. Die ersten drei Loch gehen entlang des Bristol Channel. Danach geht es dann in das "Landesinnere". Es ist kein normaler Out and In Kurs. Jedes Loch hat etwas neues für den Spieler zu bieten. Und es ging fast immer in eine andere Richtung. Dadurch konnte man sich nicht auf die Richtung des Windes einstellen. Zudem hatte man eigentlich von jedem Loch das Meer im Blick. Das ergab oft unglaubliche Ausblicke.

Ich kann eigentlich kein Loch besonders herausstellen. Nur über das Gesamterlebnis schwärmen. Der Platz hat alles, was mein Herz höher schlagen lässt. Intelligentes Design, unglaubliche Grüns und Bunker, die eine wirkliche Strafe sein können. Und alles top gepflegt. Wer hier einmal bei einigermassen gutem Wetter am ersten Abschlag steht, der weiss, was ich meine. Wer also eine Reise rund um diesen Platz herum plant, wird nicht enttäuscht sein. Nach der Runde hatten wir noch ein leckeres Lunch im Dining Room. Der Raum hatte einen tollen Ausblick auf Loch 1 und war für uns ein klasse Abschluss. Überhaupt das Clubhaus. Wirkte auf mich, wie ein kleines Golfmuseum. Die Bar war gefüllt mit Bildern der vergangenen Club Captains und die Ledersessel machten einen gemütlichen Eindruck. Krönung, was das riesige Fernglas, welches auf den Bristol Channel ausgerichtet war.


Tja. Fazit? Einfach klasse! Die Bilder geben kaum wieder, wie toll der Platz war. Das ganze Paket war einfach toll! Platz, Clubhaus und auch der Proshop.

Reisegolfer-Rating: 9

P.S.: US Amerikaner sind keine schnellen Spieler. Der Vierer-Flight vor uns konnte zwar Golf spielen, aber beim Abschlag wurde der Ball nicht angesprochen, sondern es wurde eine Rede gehalten. Und das Grün-Buch, welches die Herren gelesen haben, hatte jedesmal mindestens 150 Seiten. Die wurden oft einfach nicht fertig.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Denham

Ich bin ja, wie ich schon mal erwähnte, Mitglied in einer Golfsociety in England. Diese Gesellschaft veranstaltet im Jahr 3 Turniere. Einmal im Frühjahr in Sunningdale, einmal im Sommer in Denham und einmal im Herbst in St. Georges Hill. Wie alle an den Temperaturen bemerken, war jetzt das Sommerturnier dran. Meinen Dreitagetripp nach England habe ich eigentlich um dieses Turnier herum geplant. Nach der "Einspielrunde" in Swinley Forest wurde es am Dienstag ernst. 36 Loch im Denham Golfclub.

Loch 17

Gegründet wurde der Club im Dezmber 1910 von 7 örtlichen Gentlemen und schon im Mai 1911 soll man dort Golf gespielt haben können (was ich ein wenig bezweifle...). Architekt war Harry Colt. Dies kann man auch trotz einiger Veränderungen seitdem gut sehen. Vor allem die Grünverteidigung ist typisch für ihn. Interessant und wissenswert (für die Besserwisser unter uns) ist auch, das dies der erste 18 Loch-Kurs von Harry Colt war, bei dem man nach 9 Loch wieder am Clubhaus herauskam. Später machte man dies fast überall zum Standart. Vorher war Golf eher klassisch "out and in". Der Club ließ bis vor kurzem kaum Gäste ohne Mitglieder zu. Aber auch dort änderte man sich aufgrund finanzieller Nöte etwas und heutzutage kann man während der Woche als Gast ganz normal spielen. Bemerkenswert ist auch, dass der Club einen Raum nach einem ehemaligen Pro benannt hat. Der Sheridanroom. John Sheridan war 51 Jahr lang Pro dort!

Loch 11

Der Platz ist schön zu spielen und anzusehen. Man darf eben nur kein Problem mit etwas Braun auf den Fairways haben. Aber das mit der Trockenheit ist zur Zeit auf fast allen Plätzen in Südostengland der Fall. Man hatte dort seit Wochen kaum Regen. Die besten Löcher sind die 7, die 11 und die 17. Alles ganz toll kreierte Par 4, bei denen die Höhenunterschiede gut eingebaut sind. Der Kurs ist eigentlich auf zwei Ebenen. Innerhalb dieser ist er dann aber meist flach. Man muss nur gelegentlich etwas extremer rauf und runter und es gibt einige blinde Schläge bergauf oder bergab. Kleiner Nachteil ist der Nachbar. Ein Flugplatz für kleine Propellerflugzeuge. Das ist gewöhnungsbedürftig, wenn knapp über dem Fairway ein Flugzeug startet oder landet. Ich komme auf jeden Fall trotzdem gerne mal wieder, wenn es sich ergibt.

Das Clubsilber

Das Turnier war bei der Hitze sehr anstrengend. Da war das duschen vor dem Lunch nach 18 Loch eine echte Erleichterung. Problem war nur, dass das "frische" Hemd nach Sekunden wieder durchgeschwitzt war. Immerhin durften wir diesmal beim Lunch das Sakko auslassen... Am Ende waren wir nach 36 Loch alle froh, dass die Hitzeschlacht vorüber war.

Reisegolfer-Rating: 5

Denham

Mittwoch, 30. Juni 2010

Fotos aus Swinley Forest

So. Nun habe ich auch die besten Bilder aus Swinley in das Picasa Album gebracht. Enjoy!

Swinley Forest

Schöne Grüße aus dem Travelodge am Flughafen Heathrow.

Montag, 28. Juni 2010

Swinley Forest

Ich sitze nun in meinem alten Stammpub in Staines und geniesse mein leichtes Dinner (siehe unten). Langer Tag heute. 4.00 Uhr schellt der Wecker. 6.00 Uhr am Flughafen und um 10.00 Uhr (UK Time) stehe ich am Abschlag 1 in Swinley Forest. Ich war fast alleine. Vor mir nur ein 2er Flight mit Cart. Soweit ich das sehen konnte. Der Blick vom ersten Abschlag war ein Traum und die Runde konnte einfach nur toll werden.


Der Club wurde 1909 von Lord Derby gegründet und die Geschichte dahinter ist immer wieder schön zu erzählen. Lord Derby hatte einen Termin in Windsor bei Queen Viktoria und spielte vorher eine Runde in Sunningdale. Da wurde er von einem langsamen 4er Flight aufgehalten. Dadurch kam er zu spät zur Queen. Als er dies als Entschuldigung erwähnte, antwortete die Königin, dass doch ein Mann seines Standes in der Lage sein müsste, seinen eigenen Platz zu bauen. Gesagt, getan und Harry Colt baute für den lieben Lord und seine Unterstützer (Golfplatz war auch damals nicht billig) kurz mal einen tollen Platz. Klasse Geschichte. Ist nur so nicht ganz wahr. Das mit der Königin stimmt nicht. Ein Lord hätte auch nie vor einem Termin bei der Königin Golf gespielt! Aber der Rest ist im groben wahr...

Blick von der 1

Der Kurs, den Harry Colt damals baute, war hauptsächlich auf die Par 3 gestützt. Die wurden zuerst geplant und erstellt. Da herum wurden dann die anderen Löcher gebaut. Der Abschlag der 10 ist dadurch der am weitesten vom Clubhaus entfernten Punkt. Später änderte Harry Colt dies und ein Wiedererkennungsmerkmal bei anderen Plätzen von ihm gebauten Plätzen war dann, dass er zwei Kreise von 9 Löchern baute, die sich am Clubhaus trafen.


Der Club feierte letztes Jahr sein Hundertjähriges. Der Club galt immer schon als sehr elitär. Als Gast kam man nur auf den Kurs nachdem man ein Interview mit dem Sekretär überlebte (meist ein Ex-Colonel oder höher). Turniere gab es nicht. Scorekarten auch nicht. Der Platz wurde vor 8 Jahren zum ersten Mal geratet. Auch gab es früher nur einen Abschlag. Als Gäste von Mitgliedern fragten Frauen mal, wo sie denn abschlagen sollten. Antwort war: Wo immer sie möchten... ! Irgendwann hatte man sich dort aber auch an dem Lauf der Zeit orientiert und normale Gäste wurden zugelassen. Dadurch konnte auch ich dort spielen. Denn auch dort kenne ich kein Mitglied...

Clubhaus und Bunker vor der 18

Es war für mich eine sehr entspannte Runde alleine auf einem Par 68 Kurs (warum denke ich dann immer an meinen Heimatkurs?). Die Fairways waren durch anhaltende Trockenheit in der Region sehr hell. Aber der Boden war ideal. Die Grüns waren toll gestaltet, aber etwas langsamer als Falkenstein 2 Tage vorher. Im ganzen also ein Platz, den man als Golfplatz-Connoisseur unbedingt gespielt haben sollte. Er ist fair und wunderschön. Vor allem Ende Mai muss es ein Traum sein, dort zu spielen. Ich habe nie vorher so viele Rhododendronsträucher auf einem Golfplatz gesehen wie dort. Fazit: toller Platz, toller Tag, toller Abschluss in meinem geliebten "Swan" in Staines. Morgen gibt es dann die 36 Loch in Denham und dann geht es am Mittwoch zurück.

Reisegolfer-Rating: 7

P.S.: Trikots der englischen Fussballnationalmannschaft sind grade sehr günstig hier. Heute morgen hat man stark reduziert... ;-))

Sonntag, 27. Juni 2010

Falkenstein 2010

Der Hamburger Golfclub in Falkenstein gilt als schönster Golfplatz Deutschlands. Ich hatte mich schon mal darüber ausgelassen und muss dies hier nicht noch mal tun. Fakt ist, dass jeder Golfer aus dem Grossraum Hamburg (also alles bis München) in seinem Golferleben mindestens einmal den Platz gespielt haben sollte. Eine relativ günstige Gelegenheit bietet das alle 2 Jahre veranstaltete offene Turnier dort. € 60,- inklusive Halfwayverpflegung, Essen und kleine Teegeschenken des Clubs (nicht irgendwelcher Sponsoren). Wo ausser in Frankfurt kann man sonst in Deutschland einen Harry-Colt Kurs spielen?

Wir also hin und denken, der Parkplatz ist voll. Pustekuchen. Da war kein Mensch. Auch nachher kam kaum jemand. Wo blieben bloss die Teilnehmer? Jeder Wald- u. Wiesenclub hat mehr Teilnehmer bei den monatlich stattfindenden offenen Turnieren. Und in Falkenstein waren gestern nur 46 Teilnehmer. Ich verstehe es nicht. Warum kommen da nicht mehr? Na ja. In 2 Jahren gibt es das Turnier wieder und ich werde dann vorher Werbung machen. Denn auf Golf.de gab es das Turnier nicht. Bis dahin könnt ihr ein paar schöne Bilder von der Runde schauen. Viel Spass.

Ach ja. Ich habe jetzt grad meine persönliche Golfwoche. Mal schauen, wie mein Rücken das mitmacht?

Samstag: Turnier in Falkenstein
Sonntag: Turnier in Sachsenwald
Montag: Swinley Forest (alleine mit meiner Kamera)
Dienstag: 36 Loch Turnier in Denham
Mittwoch: Matchplay in Haan-Düsseltal

Es gibt Leute, die sagen, ich wäre Golfverrückt. Verstehe ich nicht... ;-)

Falkenstein 2010

Freitag, 14. Mai 2010

Royal Worlington & Newmarket

Erste Station am Donnerstag war Royal Worlington & Newmarket. Die Platz ist der Heimatplatz der Cambridge University Golf Society. Und das schon ca. 120 Jahre. Den Club kann man wirklich als traditionell bezeichnen. Kein pompöses Clubhaus, alles etwas einfacher gehalten und auch nur ein 9-Loch Platz. Diesen bezeichnen einige Fachjournalisten als besten 9-Loch Platz der Welt. Ob er das ist, kann ich nicht sagen, da ich noch nicht alle 9-Loch Kurse gespielt habe, die es weltweit gibt. Ich gebe mir zwar Mühe, habe aber wohl noch einiges vor mir...





Abschlag der 3 über das Grün der 2

Der Platz wurde von Bernard Darwin als die "sacred nine" bezeichnet. Heilig finde ich etwas übertrieben. Aber ein toller Platz ist es auf alle Fälle. Und der Clubsekretär war klasse. Tolle Begrüßung auf dem Parkplatz. Und er zeigte uns auch alles. Danach hatten wir den Platz fast für uns alleine. Schöner Platz. Gute Mischung aus relativ leichten und schweren Löchern. Interessant und ungewohnt ist, das man oft über ein Grün abschlagen muss. Hatte ich so in der Form bisher selten gesehen. Nach der Runde gab es noch ein Käsesandwich und Small Talk mit Scott, dem Sekretär. Und dann ging es schon weiter Richtung Sheringham. Wo der nächste Schatz auf uns wartete.

Reisegolfer Rating: 5


Grün der 9


Donnerstag, 21. Mai 2009

Wales Aberdovey GC

Diesen Platz wollte ich schon längere Zeit mal gespielt haben. Ich hatte schon sehr oft positiv davon gelesen. Sei es als klassisches Beispiel für einen walisischen Linkskurs oder als Lieblingsplatz von Bernard Darwin (dem wohl besten Golfautor, den es bisher gegeben hat). So ging es dann also nach dem sehr frühen Frühstück bei bestem Wetter los Richtung Süden zum Golfclub Aberdovey (oder Aberdyfi in der Sprache der Eingeborenen).

Der Zug war pünktlich...

Der Club wurde offiziell 1892 mit einem 18-Loch Platz gegründet. Vorher wurde dort schon auf einem einfachen 9-Loch Platz mit Blumentöpfen als Löcher gespielt. Das Gelände ist perfekt für einen Golfplatz. Es ist ein klassischer out and in Platz, der sich zwischen den Dünen und der Bahnstrecke Richtung Barmouth hinstreckt. An dem Platz haben 3 der wichtigsten britischen Golfplatzarchitekten ihre Visitenkarte hinterlassen. James Braid (u.a. Brora), Harry Colt (u.a. Sunningdale New) und Herbert Fowler (Saunton). Der Platz ist sehr abwechslungsreich. Mal spielt man in den Dünen in Richtung eines Markierungsstabs, mal hat man ein blindes Par 3, bei dem man nur die Spitze der Fahne sieht und dann spielt man entlang der Bahnstrecke und fast immer gibt es stark ondulierte Fairways. Da es ein echter Linkskurs ist, darf auch ein Burn (ein Bach) nicht fehlen. Den habe ich dann natürlich gleich ausprobieren müssen... )-: . Was auch interessant ist, zu erwähnen, ist die Tatsache, dass alle 4 Par 3-Löcher in eine andere Richtung zu spielen sind. Was bei dem Wind hier schon Einfluss hat. Ach ja. Der Bahnhof auf Höhe des Clubhauses war auch da. Viele Linkskurse (und die dazugehörenden Clubs) verdanken ja Ihre Entstehung des Anschlusses an eine Bahnverbindung.

Nette, naturbelassene Bunker

Das schönste Loch auf der Runde ist ganz klar die Nummer 12. Genannt "Cader" (ist ein Berg im Süden der Snowdonia Mountains, den man vom Grün aus sehen kann). Ein ca. 120 Meter langes Par 3, welches bergauf, halbblind, in die Dünen gespielt werden muss. Auf das Grün rollen lassen ist hier nicht. Man muss schon recht hoch und präzise anspielen. Und wenn man dann oben auf dem Grün ist, hat man einen traumhaften Ausblick auf das Meer. Einfach schön dort.
Loch 12, Cader

Andere nette Löcher waren die 2, die 11, die 14, 15 und 16. Das schöne an dem Platz war, dass fast alles stimmte. Das Design bot viel Abwechslung und kein Loch war wie das andere. Und die Grüns waren die besten, die ich bisher in diesem Jahr gespielt habe. Der Platz ist übrigens zum Top 100 Platz in UK mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis gewählt worden. Also das Greenfee ist mit 45 britischen Pfund für so einen Platz sehr günstig. Das Clubhaus ist auch sehr nett und Leute waren alle sehr nett. Ein Fauxpas passierte mir im Gastraum. Ich hatte mein Cap aufgelassen! Das ging ja gar nicht... Die 3 Opi's in der Ecke freuten sich schon. Anscheinend hätte ich eine Runde ausgeben müssen wegen der Mütze auf dem Kopf. Nächstes Mal weiss ich es besser.

Blick vom Tee Loch 1

Nun also zur Platzbewertung. Wie ich schon schrieb, alles toll. Da aber 2-3 Par 4 und 1 Par 5 etwas "flach" waren, fällt meine Wertung zwar hoch aus, aber nicht ganz so hoch.

Reisegolfer-Rating: 7

Der Reisegolfer macht Bilder

Montag, 28. Juli 2008

Stoke Park (Goldfinger)

Das war es dann also fast mit England. Das letzte Wochenende. Zum Abschluss wollten wir uns dann noch mal was Schönes gönnen. Nach langem überlegen entschied ich mich für den Stoke Park Club. Das ist nicht ein reiner Golfclub. Mehr ein Country Club, bei dem man unter anderem auch Golf spielen kann. Zudem werden auch Übernachtungen und Arrangements angeboten. So ein Arrangement haben wir dann gebucht. Den "18 Hole Break".

Repton Bridge mit Clubhaus (rechts Loch 20)

Der Club (mehr das Clubhaus) müsste Filmfans bekannt sein. Der bekannteste (unter anderem) hier gedrehte Film ist "Goldfinger" aus der James Bond Reihe. Gert Fröbe als "Auric Goldfinger" und Sean Connery als "James Bond" lieferten sich hier ein interessantes Match, bei dem kräftig gemogelt wurde. Ausserdem wurden hier noch andere Filme gedreht. U.a. Bridget Jones, Wimbledon, Layer Cake u.s.w..

Loch 19, Par 3 über die Brücke

Nach einem netten Abend mit feinem Dinner stand ich am nächsten Morgen um 06.00 Uhr auf, um bei hervorragendem Licht ein paar Bilder zu schiessen (siehe unten im Album). Danach duschen, Frühstück, auschecken und beim Proshop melden. Um halb zehn ging es dann auf die Runde. Diesmal alleine mit Nicole. Der Platz hat dreimal 9 Löcher. Nach den Designern Colt und Alison und nach dem Gründer des Clubs (1908) Lane Jackson genannt. Wir begannen auf Loch 19 (Jackson) und spielten nach der Halfway Pause auf Loch 1 weiter. Dadurch konnten wir leider nicht das Loch 18 spielen, auf dem die Golfszene in Goldfinger gedreht wurde. Hatte ich versucht. Gab aber leider ein Turnier an dem Tag. Man kann halt nicht immer alles haben im Leben. War aber auch so recht nett. Bei dem Platz handelt es sich um einen klassischen Parklandkurs mit recht grossen Grüns, die wir beide als recht schnell empfanden. Musste ich mich auch erst wieder dran gewöhnen. Auf der Lane Jackson Runde konnte man fast immer das Clubhaus sehen. Die ersten 18 sind dagegen mehr im Wald und nur zum Anfang und zum Ende beim Clubhaus. Naja. Ehrlich gesagt sind beim Alison Kurs die letzten drei Löcher beim Clubhaus. Also nicht nur im Wald. Bevor mich jemand verbessert.


Und wieder ein schönes Par 3. Loch 7

Wetter war gut, Platz in gutem Zustand und unser Spiel war anständig. Also eine gute Runde. Nicole war nur etwas traurig, dass wir Hugh Grant nicht getroffen haben. Der ist hier Mitglied. Nach einem kleinem Imbiss auf der hübschen Terrasse ging es dann am Spätnachmittag zurück nach Staines.

Finaler Putt auf der 9

Tja. Das war es dann wohl für mich mit Golf in England. Am Montag noch mal 9 Loch in Datchet und dann ist Schluss. Dienstag kommen die Packer und nehmen auch meine Schläger mit. Bin ein wenig wehmütig. Waren drei Jahre mit vielen schönen Erlebnissen, tollen Golfplätzen, vielen Ausflügen in Südengland und Urlauben in Wales, Cornwall, Devon und Schottland. Ich werde in Zukunft versuchen, einmal im Jahr für eine Woche zurückzukehren. Regionen kennen lernen, die ich noch nicht kenne und schöne Golfplätze erkunden. Da gibt es noch viel zu entdecken hier. Die Westküste von Wales, East Anglia, Yorkshire, Northumberland, den Lake District, Nordirland, Irland, East Lothian... Das braucht einige Jahre. Ab nächste Woche arbeite ich dann in Bochum. Mal sehen, wie es in der Region mit Golf aussieht. Würde mich über Kommentare mit Golf-Tipps zur Region freuen. Dort kenne ich mich eigentlich überhaupt nicht aus. Aber das kann man ja ändern.

Loch 18 (bekannt aus Goldfinger)

Abschliessend kann ich nur sagen: "Good bye, England. See you next time".

Stoke Park Club

P.S.: Ach ja. Am Samstag haben wir bei Ebay sofort die DVD mit "Goldfinger" bestellt. Habe ja nun etwas mehr Bezug zum Film

Dienstag, 15. Juli 2008

Beaconsfield

Gestern war ich das erste Mal nach 8 (in Worten acht) Tagen ohne Golf wieder mal unterwegs. Da es mit England erstmal dem Ende entgegengeht, spiele ich natürlich nicht jeden beliebigen Platz in der Nähe. Kollege Tom überzeugt mich, in Beaconsfield zu spielen. Die Website sah auch ganz ok aus. Also hin. 30 Minuten Anfahrt vom Büro und anfangen um 17.30 war machbar (Wir werden allmählich zu den schnellsten 2er Flights in Buckinghamshire gezählt (-;  ). 

Der Club hat auch schon mehr als hundert Jahre auf dem Buckel und bei der Anfahrt sieht man auch schnell, dass es sich um einen Privat Member Club handelt. Tolles altes Clubhaus und sogar einen eigenen Bahnhof. Gegründet wurde der Club 1902 von Colonel William Baring Du Pre als 9-Loch Platz zur Nutzung für die Familie (mmmmh, very posh). 1913 wurde es ihm dann wohl doch zu einsam auf seinem Familienplatz und der Platz wurde auf 18 Löcher erweitert und Mitglieder wurden zugelassen. Harry Colt wurde engagiert (einige Löcher/Grüns sind sehr typisch für sein Art von Design) und der neue Platz wurde gebaut. Im Juli 1914 gab es dann ein Eröffnungsmatch zwischen Harry Vardon und Ted Ray (heutzutage vergleichbar mit Tiger Woods und Phil Michelson).  Leider begann 3 Wochen nach der Eröffnung der 1. Weltkrieg und der Club machte erstmal seinen Laden dicht. 1921 ging es dann weiter. Diesmal noch zusätzlich zu Harry Vardon (der mit Griff)  Abe Mitchell, George Duncan und James Braid. Nun hatte man aber Glück und es war erstmal für einige Jahre kein blöder Krieg. Der Club konnte sich entwickeln. Und 1951 wurde er sogar für 12.000 Pfund von seinen Mitgliedern gekauft (Der Colonel war grade gestorben). Nun aber zum Platz an sich.

Das erste Par 3 (Loch 5)

Die ersten 5 Loch gehen über relativ flaches Gelände. Die Grüns gut mit Bunkern geschützt und etwas erhöht. Nichts besonderes also. Aber nett anzusehen. Um zum Loch 6 zu gelangen, muss man die Eisenbahnstrecke London-Birmingham überqueren. Loch 6-13 sind dann wesentlich hügeliger. Aus meiner Sicht auch interessanter. Teilweise waren richtige Krater in den Verlauf der Löcher eingebaut. Um da runter zu kommen, gab es sogar Treppen. Was ich auch typisch fand, war die grosse Anzahl der Bunker. Manchmal waren mitten auf dem Fairway 4 Stück in Drivelänge schräg angelegt. Man musste also auch mal nachdenken. Der Abschluss (Löcher 14-18) war dann noch recht abwechslungsreich. Langes Par 5, kurzes Par 4, langes Par 4 und eine nettes erhöhtes Par 3 (oh. habe ein Par 4 vergessen. Das war aber auch nicht so toll). Leider hatte das Clubhaus nach unserer 3-Stunden Runde schon zu. Wahrscheinlich hätten wir ohne Krawatte und Sakko sowieso wieder kein Bier bekommen. Und müde war ich auch (bin um 04.00 Uhr UK Zeit aufgestanden). 

Loch 9 (Birdie...)

Fazit: Der Platz und das Clubhaus waren gut. Das Greenfee (50Pfund) etwas überteuert und die Grüns waren recht langsam. Und Luke Donald haben wir auch nicht getroffen...

Loch 17 mit Krater vor dem Grün

Link zum Album:

Montag, 30. Juni 2008

Falken in Falkenstein

Seit Samstag weiss ich auch, warum der Platz des Hamburger Golfclubs "Falkenstein" heisst. Die sind dort wirklich (Die Falken. Steine natürlich auch). Bericht zum (wirklich tollen) Platz in meinem anderen Blog:

http://top50golf.blogspot.com/2008/06/hamburger-golfclub-falkenstein.html

Loch 18 mit Clubhaus im Hintergrund

Freitag, 27. Juni 2008

Camberley Heath

Als passende Vorbereitung für ein Turnier am Samstag in Falkenstein habe ich am Mittwoch ein Vierer Matchplay in Camberley Heath gespielt. Dies war wieder einer dieser Clubs zu denen man nur zusammen mit einem Mitglied oder mit einer Society kommt. Ich war zwar noch nie in Falkenstein, aber grob so stelle ich es mir dort vor. Durch einen Wald, enge Fairways, klug platzierte Hindernisse und schnelle Grüns. Es war ein richtig schöner Golfplatz. Das Wetter passte auch. Also (fast) alles perfekt. Misslungene Generalproben sollen ja etwas Gutes haben.

http://www.camberleyheathgolfclub.co.uk/

Den Platz kann ich also nur empfehlen. Der Blick von der 18 gehörte zu den besten, die ich bisher bei einem Abschlussloch gesehen habe. Im Sekreteriat sagte man mir nachher, dass man auch so auf den Platz kommt. Ohne Mitglied. Einfach anrufen und fragen. Wenn es nicht zu voll ist, kann man gerne als Gast spielen. Habe leider vergessen zu fragen, was es dann kostet. Der Kurs hat eine abwechslungsreiche Mischung aus kurzen und langen Löchern. Wobei die kurzen Löcher nicht viel leichter sind. Übrigens habe ich dort das längste Par 4 meiner bisherigen Karriere gespielt (siehe unten). War immerhin mit drei Schlägen auf dem Grün. Ansonsten lief es nicht ganz so toll. Zusätzlich hatte ich auch noch vergessen, das Akku meiner Kamera zu laden. Aber für ein paar Bilder reichte es dann doch noch.


ganz schön lang für einen Shorthitter...



Das sehr hübsche Grün der 16

Album mit den Bildern des Tages

Camberley Heath

Montag, 12. Mai 2008

Burnham & Berrow (09.05.08)

Hatten auf dem Weg zu unserem "zu Hause" in Staines eine Runde in Burnham gebucht. Laut meinem "Top 100 UK Courses"-Buch ein toller Platz. War er dann auch, nachdem wir ihn endlich gefunden haben (Tipp für alle mit Navi: Das "St" der St. Christopher Street weglassen. Dann findet ihr den Platz auch). Und es lohnt sich. Für mich einer der anspruchsvollsten Plätze, die ich bisher gespielt habe. Kann aber auch daran liegen, dass ich die ersten 9 kaum einen Ball getroffen habe. Auf jeden Fall war es ein toller Platz. Meist in den Dünen gelegen. Enge Fairways. Viele blinde Schläge und sehr schnelle, ondulierte Grüns. Ich muss diesen Kurs also sehr hoch bewerten, da er alle meine Kriterien erfüllt (liegt vielleicht daran, dass ich die zweiten 9 besser als mein Handicap gespielt habe). Es ist ein klassischer Out and In Kurs. Man kommt also nicht nach 9 Loch zurück zum Clubhaus. Es handelt sich um eine echte Herausforderung. Wer mal Richtung Burnham-on-Sea kommt, sollte unbedingt einen Abstecher machen. Ein toller Golfplatz. 

Abschlag Loch 1 mit Clubhaus

Loch 12 mit Blick auf die Church

Grün Loch 16

Donnerstag, 24. April 2008

Sunningdale - Nachbereitung

Es ist nun etwas mehr als einen Tag her. Ich hatte einige Zeit um nachzudenken. Was ist nicht möchte, ist im Detail die einzelnen Bahnen zu beschreiben und mein jeweiliges Ergebnis. Weil a) die Bahnen im Internet besser beschrieben sind und b) kein Schwein wirklich wissen will, wie ich gespielt habe. Ich versuche daher mal mein Erlebnis als eine Art Tagebuch zu schreiben. Dann sind meine Eindrücke wahrscheinlich besser dargelegt.

06.00 Uhr: Der Wecker schellt. Sonst stehe ich fast eine Stunde später auf. Aber man muss ja Prioritäten setzen.
06.30 Uhr: Nach dem duschen Blick aus dem Fenster. Regen! Das war nicht angesagt! Ich muss mich demnächst mal bei der BBC beschweren...
07.15 Uhr: Gut gefrühstückt und alles gepackt. Hoffe, nichts vergessen zu haben.
07.30 Uhr: Abfahrt im Nieselregen (das muss doch bald mal aufhören...versprochen war ein Ende gegen 07.00 Uhr)
08.05 Uhr: Endlich in Sunningdale. Von den 35 Minuten Fahrt stand ich gefühlte 10 Minuten vor einer Bahnschranke.


Einfahrt zum Clubhaus (mit PIN Code)

08.20 Uhr: Schläger ausgepackt, Souvenir im Proshop gekauft, Scorekarte abgeholt.
08.25 Uhr: Tea and Baconroll mit Kollegen eingenommen. Alles sehr entspannt. Danach etwas chippen und putten.
09.16 Uhr: Start an Loch 11 vom New Course. Immer noch Regen. Bin aufgeregt.
09.30 Uhr: Das erste Loch ist geschafft. Par 4 mit Doppelbogey beendet (3-Putt). War aber Strokeindex 1. Also halb so wild.
10.30 Uhr: Der Regen hört auf. Bisher habe ich nur Sechsen und eine 4 auf einem Par 3 gespielt. Naja.
11.00 Uhr: Die Sonne kommt raus.


Loch 3 Old Course
11.20 Uhr: Die ersten 9 Loch sind geschafft
13.30 Uhr: Die Runde ist geschafft. 29 Punkte. Kein Strich, Zuviele Putts. Nun heißt es duschen und umziehen.
13.50 Uhr: Nach Turbo-Dusche mit Krawatte und Anzug beim Lunch. Roastbeef und Yorkshire-Pudding. (anscheinend die klassische gesunde Golferernährung hier)
15.10 Uhr: Bei Sonnenschein geht es weiter mit klassischem Vierer auf dem Old Course.
16.00 Uhr: Das erste Par. Und das auf dem "schwersten" Loch. Wurde auch mal Zeit.
16.30 Uhr: Ein "Zwölfer-Flight" kommt uns "entgegen". 4 Spieler, 4 Caddies und 4 Hunde. Habe ich auch noch nicht gesehen
17.00 Uhr: Aufnahmen für die neue Auflage des Buches "Lost Balls" gemacht.
18.00 Uhr: Nach unter 3 Stunden die Runde beendet. Der Nachmittag war einfach toll. Am schönsten war der blühende Ginster überall.

Loch 18 mit Clubhaus

18.45 Uhr: Nach einer schönen Dusche (danach wieder Anzug mit Krawatte) Siegerehrung mit Sandwiches und einem Pint Lager.
19.00 Uhr: Auf Klo Sam Torrance getroffen. ("Du, da war eben einer auf Klo, der sah aus wie Sam Torrance!" "Das war Sam Torrance. Der ist hier Mitglied")
20.30 Uhr: Ein langer Tag ist zu Ende. Nehme erstmal ein Fussbad. 36 Loch ist doch recht viel für einen "alten Mann"


Club-Website: http://www.sunningdale-golfclub.co.uk/

Link zum Web-Album mit den Bildern des Tages

Sunningdale 2008