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Samstag, 16. August 2014

Golf im Ruhrgebiet

Um über Golf im Ruhrgebiet zu schreiben, muss man sich erstmal klar werden, was überhaupt das Ruhrgebiet ist. Diese Frage stellte sich für mich, als ich 2008 aus beruflichen Gründen während der Woche eine kleine Wohnung in Bochum bezog. und mir das Ziel setzte, alle Golfplätze im Ruhrgebiet zu spielen. Über die Eingrenzung des Ruhrgebiets gibt es nämlich viele Meinungen. Vor allem unter meinen Kollegen, von denen viele dort geboren waren. Ich habe lernen dürfen, dass üblicherweise die Grenzen des 1920 gegründeten Siedlungsverbands Ruhrkohlenbezirk zugrunde gelegt werden. Somit hatte ich ein Ziel.

Die Golfpost hat sich schon einmal mit einer Zusammenstellung bemüht, hat aber leider einige Plätze vergessen oder einige, die nicht dazugehören, vergessen. Hier ist nun also die erste "echte" Liste! Zum Ruhrgebiet gehören nach der Definition des Siedlungsverbandes 36 Golfplätze (Clubs). 13 davon sind 9-Loch Plätze, 22 18-Loch Plätze und einer (Castrop-Rauxel) hat 27 Löcher. Ich habe knapp 6 Jahre gebraucht, um alle mindestens einmal zu spielen und subjektiv bewerten zu können. Schneller ging es nicht, wenn man nur von Montags bis Freitags hier ist...


Golf im Ruhrgebiet auf einer größeren Karte anzeigen

Die Plätze sind allein durch die im Ruhrgebiet sehr unterschiedliche Landschaft sehr vielfältig. Nördlich der A40 ist es meist flach und südlich davon kann eine Runde über 18 Loch mit dem Bag auf dem Rücken schon sehr anstrengend werden. Solche Höhenunterschiede erwartet man nicht, wenn man das Ruhrgebiet nicht kennt. Die ältesten Clubs im Ruhrgebiet sind Niederrheinischer GC Duisburg (1953 gegründet), Dortmunder GC (1956 gegründet) und Essen Haus Oefte (1959 gegründet).

Natürlich habe ich auch alle Plätze bewertet und in eine Karte eingefügt. Die Karte kann einen Anhaltspunkt für die bieten, die das erste Mal in der Region sind und eine schöne Runde spielen möchten. Meine persönlichen Favoriten sind:
  1. GC Mülheim an der Ruhr (leider übertreiben die mit 80 € Greenfee ohne Goldhologramm)
  2. Vestischer GC Recklinghausen (auch hier möchte man mit 70€ etwas zu viel...)
  3. Dortmunder GC (mit 50€ Greenfee recht fair)
  4. Niederrheinischer GC Duisburg (9-Loch Platz/Sundowner ab 17.00 für 40€)
  5. Bochumer GC (mit 50€ fair bepreist)
Falls jemand Fragen hat oder eine andere Meinung, bitte einfach eine Mail an mich senden. Bis dahin. Viel Spass beim Golf im schönen Ruhrgebiet.

Sonntag, 16. März 2014

Golf im Ruhrgebiet

Seit 2008 arbeite ich nun während der Woche in Bochum. Wenn es die Zeit zulässt, spiele ich zwischen April und Oktober alle Plätze in der größeren Umgebung. Also grob gesagt im Ruhrgebiet. Aber auch weit darüber hinaus.

Wer im Internet nach Golf im Ruhrgebiet schaut, findet dort nicht allzu viele vollständige Informationen. Die Kollegen von der Golf Post haben eine Auflistung im Netz, die aber leider etwas unvollständig ist. Kollege Carsten vom Golfblock hat sich auch Mühe gegeben, die Plätze im Pott aufzulisten. Aber auch hier fehlen leider einige Plätze. Das kann sicher auch daran liegen, dass es wenige eindeutige Definitionen gibt, welche Orte überhaupt zum Ruhrgebiet gehören.

Ich habe mich nach Wikipedia gerichtet. Danach gehören zum Ruhrgebiet die Kreise (und Städte) Wesel, Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne, Essen, Bochum, Ennepetal-Ruhr, Hagen, Unna, Dortmund, Hamm. In diesem Bereich gibt es insgesamt 36 Golfplätze. 33 davon habe ich nun in meiner Zeit dort gespielt und die jeweiligen Erfahrungen in meinem Blog wiedergegeben.

3 Plätze fehlen mir nun noch. Das sind.
  • Niederrheinischer GC in Duisburg
  • Golf & More in Huckingen
  • Golfanlage Jammertal
In den nächsten Wochen möchte ich auch diese Plätze "abhaken", bevor ich eine Gesamtübersicht mit Infos und allen gesammelten Berichten über das Golf im Ruhrgebiet veröffentliche. Falls mich also jemand bei einer dieser "Finalrunden" begleiten möchte, meldet euch bitte. Ich freue mich immer sehr über Begleitung. Sei es, um mir seinen Heimatplatz vorzustellen oder um sich während der Runde einfach nur so auszutauschen.

Freue mich über Meldungen, wer Lust hat auf eine Runde Golf mit dem Reisegolfer im Ruhrgebiet. Einfach eine Mail an reisegolfer@gmx.de.


Dienstag, 5. November 2013

Bruckmannshof

Die Tage sind kürzer und die Saison ist fast zu Ende. Ich arbeite nun all die Plätze ab, die ich in diesem Jahr gespielt und noch nicht beschrieben habe. Beginnen tue ich mit Bruckmannshof in der Nähe von Dinslaken im westlichen NRW.

Blick vom Abschlag der 7
Seit 1998 hat man dort 9 Löcher und spielt im Club, der im selben Jahr gegründet wurde. Um zum Platz zu gelangen, fährt man erst durch ein Wohngebiet und kommt sich vor, als wäre man mit einem Male auf einem Bauernhof gelandet. Wahrscheinlich liegen auch die Ursprünge der Anlage bei der Landwirtschaft... Der Empfang war nett und ich konnte schnell nach meinem eintreffen die Feierabendrunde beginnen.

Abschlag Loch 6. Par 5 Dogleg nach rechts
Die ersten 2 Loch kam ich wunderbar durch, doch dann wurde es mit einem Male langsamer. Vor mir hatte ich einen recht schneckigen 3er Flight. An Loch drei durfte ich dann so lange warten, bis der Flight, den ich an der 1 überholt hatte, wieder bei mir war. Nun denn. Dann eben doch die Runde in Gesellschaft. Was ja auch nicht schlecht ist...

Blick vom Abschlag der 9 (man beachte den Förderturm)
Der Platz ist nett in Wald und Feld gelegen. Keine herausragenden Löcher, aber wie gesagt, nett. Es beginnt mit 2 Doglegs, denen ein recht einfaches, mittellanges Par 3 folgt. Dann noch ein interessantes Par 3 über eine Pferdekoppel hinweg auf ein knapp 120 Meter entferntes Grün. Nach 2 Par 5 durch Feld und Wald kommt das für mich schönste Loch. Die 7. 380 Meter Par 4 mit enger Drivelandezone und einem von Wald gesäumten und mit 2 Bunkern geschützten Grün. Zum Abschluss fand ich das Par 3 noch ganz ansprechend. Vom Abschlag sah man einen bewachsenen Teich, hinter dem das Grün sein musste (es soll übrigens auch Zeiten geben, in denen man das Grün sogar vom Abschlag sehen kann). Mit meinen fast 2 Metern hatte ich den Vorteil, die Fahnenspitze vom Tee aus zu sehen. Dazu entdeckte man im Hintergrund den Förderturm der ehemaligen Zeche Lohberg. Nettes Rundenende.

Fazit: Freundlicher Platz mit freundlichen Menschen, der gut zu spielen ist.

Reisegolfer-Ratung: 2


Sonntag, 20. Oktober 2013

Vestischer GC Recklinghausen

Nach mehrfachen gescheiterten Versuchen hatten wir es endlich geschafft und konnten die jährliche Golfrunde mit Kollegen durchführen. Dieses Jahr fiel die Wahl auf den Vestischen Golfclub in Recklinghausen. Ich hatte einige positive Meinungen gehört in den letzten Jahren und musste es mir daher auch mal selber ansehen.

Loch 11
Manchmal hat man auch Glück im Golferleben. In diesem Falle war uns der Wettergott gnädig und liess ein sehr starken Regenschauer pünktlich zur geplanten Startzeit enden. Der Club liegt etwas nordwestlich von Recklinghausen und wurde 1974 gegründet. Schon die alleeartige Zufahrt zum Clubhaus macht einen sehr gepflegten Eindruck. Dieser Eindruck führt sich auch auf dem Platz fort. Alles großartig gepflegt und in Schuss gehalten. 2010 wurde ein Großteil des 18-Loch Platzes umgebaut oder neu gestaltet. Der Kurs selber ist ein klassischer Parklandplatz, bei dem die meisten Löcher von Bäumen gesäumt sind. Mal hat man engere, mal breitere Fairways. Die Grüns waren durchschnittlich groß und teils schön onduliert, aber für mich an diesem Tag so gut wie "unputtbar". Kann aber auch an mir gelegen haben... Meine persönlichen Favoriten waren die Löcher 7, die 9, die 11 und die 18.

Blick von der schönen Clubhausterrasse auf das Grün der 18 und den Abschlag der 1
Was mir nicht so gut gefiel, war die (zu hohe) Anzahl an Doglegs. Möglicherweise lag es an dem zur Verfügung stehenden Gelände. Ich weiß es nicht. Aus meiner Sicht war es auf jeden Fall übertrieben. Vor allem da die meisten Löcher von Wald gelegen waren... Nun ja. Ist wohl Geschmacksache.

Fazit: Schöner Platz. Wenn nur nicht die vielen Doglegs gewesen wären...

Reisegolfer-Rating: 5

Link zur Clubwebsite
Vestischer GC

Dienstag, 15. Oktober 2013

GC Op de Niep

Ich arbeite nun schon seit knapp 5 Jahren in Bochum und bin dadurch während der Woche meist hier. Dadurch ist es eines meiner Ziele, alle Plätze des Ruhrgebiets zu spielen (3 fehlen noch). Da auch der Kreis Wesel dazu gehört, musste ich natürlich auch mal in Op de Niep spielen. Passend dazu konnte ich mich mal mit meinem Blogger-Kollegen Carsten treffen. Also 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen und mich ein "Blind Date" mit Carsten verabredet. Op de Niep ist nämlich der Heimatplatz meines Blogkollegen.

Die 13. Das Signature Hole (für mich)
Mitte Juli klappte es dann endlich und wir hatten einen perfekten Tag erwischt. Sonnenschein und warm. Sommer halt. Op de Niep bietet einen Sundowner für € 25,- ab 17:30. Das passte zu meiner Arbeitszeit und sparte Geld. Mit Carsten wurde ich schnell warm und die Runde begann. Der Platz ist, wie man sich einen Platz in der Niederrhein Region vorstellt. Flach. Ganz flach. Aber der Architekt hat es geschafft, trotzdem einen relativ interessanten Platz anzulegen. Von der Länge (ca. 6300 m von Gelb) etwas länger als der Durchschnitt war er selbst für einen Shorthitter wie mich gut spielbar. Der Platz war trotz der Mitte Juli vorherrschenden Trockenheit in gutem Zustand. Die Bunker sahen auch gut aus, war nur in keinem drin... :-).

Ein typisches Grün für diesen Platz. Flach und einige Bunker.
 Löcher, die aus der Reihe fielen, waren für mich die 13 (nettes Par 3 mit Inselgrün) und die 18 (Par 5 auch mit einem quasi Inselgrün). Mir hat es gefallen. Wobei die Begleitung sicher auch einen grossen Teil ausmachte.

Fazit: Recht flach, aber ganz in Ordnung

Link zu Website des Clubs

Reisegolfer-Rating: 4
GC Op de Niep

Dienstag, 18. September 2012

GC Hillerheide

Wenn man alle Plätze einer Region spielen möchte, dann muss man wirklich alle spielen. Da kann es natürlich auch passieren, dass man nicht immer nur die Topplätze spielt. Ende Juli war es dann soweit. Es war schon etwas später und für 18 Loch reichte es nicht mehr. Ich hatte eine Begleitung aus der Betriebssportgruppe und die Fahrt führte uns nach Recklinghausen. In der Trabrennbahn Hillerheide (wird die noch betrieben?) gab es einen 9-Loch Platz.


Die Hinweise für Gäste auf der Website waren schon abenteuerlich. Vor dem Spielen ist das Greenfee zu entrichten! Im Casino Marpe zu den Öffnungszeiten, ansonsten bei einem Clubmitglied/Greenkeeper auf dem Platz. Das Casino war nicht besetzt (da schien seit Tagen keiner mehr gewesen zu sein), aber auf dem Kurs mähte jemand den Rasen. Wir also hin und unser Geld abgegeben, welches dann sofort in einer Tupperdose verschwandt. Quittung war die Scorecard. Bevor wir abschlugen, mussten wir aber nochmal zu dem Rasenmähermann. Wir wussten nicht genau, wo wir abschlagen sollten. Natürlich hatte der gute Mann eine Lösung parat. Nur hätte ich von mir aus dort nie abgeschlagen. Ich sah kein Fairway und keine Abschlagsmarkierungen...

Irgendwann ging es dann aber trotzdem los. Über den Sand der Trabrennbahn auf etwas grünes. Mit viel Wohlwollen konnte man es als Fairway bezeichnen. Dann ging es über einen Teich auf ein sehr kleines Grün mit einer Graslänge, bei der sich anderswo Clubmitglieder bei der Länge des Fairways beschwert hätten. Loch 1 hatte ja auch Vorgabe 1. Konnte ja auch nicht so leicht sein. Bei den nächsten Löchern konnte man dann sehen, wo es hinging. Das war doch schon mal was. Die Graslänge auf den Grüns wurde auf den nächsten Löchern nicht viel kürzer. Da musste man eben etwas kräftiger putten. Die Länge des Platzes war auch nicht unbedingt auf Longhiter ausgelegt. Par 30 mit 1347 Metern. Und die beiden letzten Löcher hatten nur 58 und 65 Meter. Nun denn. Wenn man Golf als solches liebt, war die Runde gar nicht mal so schlimm. Es war Golf. Man musste einen Ball vom Abschlag in ein definiertes Ziel bringen. Und die Aufrechterhaltung des Platzes erfordert einige Enthusiasten, die sich um die Pflege kümmern. Als wir dort waren, war übrigens relativ viel los. Viele Männer mit Schlägern und einem Bier in der Hand. Ist doch eine schöne Beschäftigung für einen Sommerabend. Man kann schlechteres machen.

Abschlag Loch 9

Fazit: Es ist immerhin ein Golfplatz. Und wo bekommt man sonst eine 18-Loch Runde für 10 Euro?

Reisegolfer-Rating: 0

P.S.: Ich freue mich schon auf die Runde im Jammertal...

Hillerheide

Mittwoch, 15. August 2012

GC Weselerwald

Um alle Plätze im Ruhrgebiet zu spielen, muss man auch in Gegenden fahren, die keiner mit dem Ruhrgebiet impliziert. Zum Glück war ich für einen Workshop im westlichen Münsterland und wir hatten schon um 17.30 Feierabend. Also die Gelegenheit genutzt und ohne Anmeldung Richtung Wesel gefahren.

Loch 2. Schönes Par 3 mit Nachteilen für Slicer...

Mitte Juni kann man fast überall ohne Probleme kurz vor 18.oo Uhr auftauchen und spielen. Oft ist zwar Herrennachmittag, aber die sind dann meist schon durch. Die Herren spielten hier zwar auch, aber die waren fast schon alle durch als ich kam.  Nach der Zahlung des Greenfee schnell zum ersten Abschlag und hoffen, dass ich sofort ran kam. Leider war vor mir ein Viererflight, der anfangs kaum Anstalten machte, mich durchzulassen. Aber an Loch 3 waren sie es dann anscheinend auch leid. Das Birdie an Loch 2, welches ich unter Beobachtung spielte, hat hier sicher auch geholfen... Danach ging es fix weiter ohne zu warten. Der Platz ist in flachem Gelände in einem Wald gelegen. Alles sehr hübsch und gut gepflegt. Die Löcher fand ich auf den ersten 9 nicht immer allzu aufregend. Ein normaler, etwas besserer Platz halt. Auf den zweiten 9 wurde es dann etwas interessanter. Nur hat man es hier mit den Doglegs etwas übertrieben. Ausser den Par 3 ging es immer nach rechts oder nach links. Hätte mich nicht gewundert, wenn man auch die Par 3 als Dogleg gestaltet hätte (geht das?). Aber die Runde hat Spass gemacht. An Loch 15 wurde ich dann von netten Mitgliedern aufgenommen, mit denen ich anschliessend auch noch ein Getränk zu mir genommen habe. War also eine schöne Abendrunde.

Loch 13. Schwer, aber schön.

Fazit: Schöner Platz mit besseren zweiten 9, der viel Spass machte.

Reisegolfer-Rating: 5

Weseler Wald

Sonntag, 17. Juni 2012

Golfclub am Kloster Kamp

Eines meiner Ziele in diesem Jahr ist es, alle Golfplätze im Ruhrgebiet gespielt zu haben. Dort hatte ich Anfang des Jahres noch 9 Plätze vor mir. Da es in diesem Jahr während der Woche selten möglich ist, war der Pfingstmontag eine gute Gelegenheit, mal wieder einen Platz im "Pott" zu spielen. Von den Plätzen, die ich noch nicht gespielt habe, war Kloster Kamp er einzige, der für Gäste zugänglich war. Also hin. Nach telefonischer Klärung musste auch keine Startzeit reserviert werden. War ein Platz mit Ballspirale.

Loch 5 mit Blick auf das Kloster (links oben)

Der Club begann im Jahre 2000 mit 9 Löchern. Ist also noch nicht ganz so alt. Das Gelände ist sehr flach. Niederrhein halt. Der Platz ist recht vernünftig gepflegt, aber vom Design her nichts Besonderes. Man kann aber eine ordentliche Runde Golf spielen. Der Architekt des Kurses hat alles eingebaut, was man von einem normalen Platz erwarten kann. Doglegs, Teiche und manchmal interessante, erhöhte Grüns. Meine liebsten Löcher waren die 2, die 5, die 9 und die 18.

Interessant war auch wieder eine Begegnung der Kategorie "Wahrnehmung und Wirklichkeit". Die ersten 9 Loch hingen wir hinter einem sehr langsamen 3er Flight. Hinter uns ab Loch 5 ein Einzelspieler, der aber einfach nicht näher kam. Nach 9 Loch bin ich dann kurz zum Auto, um noch etwas Wasser zu holen. Meine Frau wartete am Abschlag der 10 und ließ den Einzelspieler durch. Ab Loch 12 hatten wir dann ein Ehepaar hinter uns, die in knapp selber Geschwindigkeit spielten wie wir. Da wir eine entspannte Runde spielen wollten und wir uns nicht "abschiessen" lassen wollten , fragten wir an der 15, ob die beiden vielleicht durchspielen wollten. Antwort war der Hinweis, dass man in "unserem" Club am Wochenende nicht an der 10 einsteigt. ????.  Was wollte man uns hier sagen? Ergebnis der Diskussion war, dass die beiden uns auf den ersten Neun nicht gesehen hatten, dann zur 10 gingen und mit einem Male uns vor sich hatten. So ist das nun mal mit der Wahrnehmung... Ich habe gelernt, dass ich in Zukunft erst frage und dann "schiesse"...

Blick von der Clubhausterrasse auf Doppelgrün 9 und 18


Fazit: In Ordnung. Kann man hin am Wochenende, wenn andere Plätze nicht zugänglich sind.

Reisegolfer-Rating: 4

P.S.: Wer dort ist, sollte unbedingt das Kloster Kamp besichtigen. Die haben einen wunderschönen Garten.


Kloster Kamp

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Gut Neuenhof

So. Das ist nun der letzte neue Platz gewesen, den ich in diesem Jahr erkundet habe. Von nun an gibt es bis zum Beginn der nächsten Saison nur noch Nachbetrachtungen und Anmerkungen zum Golf, die ich dieses Jahr gesammelt habe.

Es war Ende Oktober und wir hatten einen dieser schönen Herbsttage, von denen es in diesem Jahr sehr viele gab. Die Sonne schien, die Wälder hatten großartige Farben zu bieten und an einem Nachmittag während der Woche wurde kurzfristig ein Meeting abgesagt. Da habe ich mich mal kurzfristig entschieden, die Gunst der Stunde zu nutzen und eine schöne Runde in Neuenhof zu spielen.

Grün Loch 1

Nach 30 Minuten Anfahrt ging alles ganz schnell. Greenfee zahlen, Bag schultern und los ging es. Den Nachbarn (Unna Fröndenberg) hatte ich letztes Jahr ja schon gespielt. Also wusste ich grob, was für ein Gelände mich erwartete. Es war zumeist moderat hügelig, es gab Wald und es gab flache Bahnen, die von Büschen gesäumt waren. Einige Wasserhindernisse und relativ grosse, vernünftige Grüns. Alles auch hübsch anzusehen. Die schönsten Löcher waren für mich die 1 (Par 4 bergab mit blindem Abschlag), die 10 (langes Par 4 bergab mit leichtem Dogleg) und die 17 (klasse Par 3 bergab). Die Gastronomie war angenehm und das Personal war sehr nett und zuvorkommend. Hat mir dort gefallen. Das Paket passte. Da kann man noch mal hin.

Blick auf Grün Loch 17

Fazit: Schön. Kann man ab nächstes Jahr mit einer Übernachtung im Club und einer zweiten Runde in Unna-Fröndenberg verbinden.

Reisegolfer-Rating: 5

Gut Neuenhof

Dienstag, 4. Oktober 2011

Röttgersbach

Dies war wieder einer der Plätze, die ich spielen musste, weil sie auf einer meiner Listen war. In diesen Fall "Plätze im Ruhrgebiet". Leider war ich diesmal im ganzen etwas enttäuscht. Greenfee war ok. Aber der Platz entsprach nicht meinen Vorstellungen. Nicht immer gut gepflegt und bei den 9 Loch (den Kurzplatz, von dem öfter Bälle in meine Richtung flogen, zähle ich nicht) gab es eigentlich nur 2 erwähnenswerte Löcher. Die 3 (nettes Par 3 mit Inselgrün) und die 9 (anspruchsvolles Par 4 mit Inselgrün). Der Rest war unterdurchschnittlich.


Um nicht alles schlecht zu reden, muss ich erwähnen, dass das Personal sehr nett und engagiert war. Und die Küche war auch gut. Für 9 Loch nach Feierabend vollkommen ok. Mehr aber auch nicht. Eine lange Anfahrt lohnt aber nicht unbedingt.


Reisegolfer-Rating: 2

Freitag, 9. September 2011

GC Juliana

Juliana und Felderbach sind zwei Plätze, die nebeneinander etwas östlich von Wuppertal im Bergischen Land gelegen sind. Felderbach hatte ich vor zwei Jahren gespielt und dieses Mal war Juliana dran. Felderbach war teils (zu) sehr hügelig. Daher war ich gespannt, wie Juliana zu spielen war. Wie so oft, vorher kurzer Anruf, losfahren, zahlen und spielen. Und wieder mal alleine. Vor mir war nichts zu sehen.


Schon beim ersten Loch musste man steil bergauf zum Grün spielen und auch laufen. Da musste sich der "alte Mann" erstmal ausruhen, als er beim Grün ankam. Ich hatte mich wieder mal für tragen entschieden. War vielleicht ein Fehler. Aber ein Trolley hatte ich hier auch schieben müssen. Was nicht viel einfacher gewesen wäre. Die ersten 9 gingen dann auf und ab weiter. Mal steil runter und dann natürlich auch wieder irgendwann rauf. Wenn es mal geradeaus ging, dann waren oft auch Schräglagen dabei. Am Abschlag der 8 war ich dann am höchsten Punkt des Platzes angekommen. Schöner Blick und auch anständiges Loch. Aber wieder recht steil bergab. Loch 9 war dann mal richtig gewöhnlich. Par 3 mit einem See davor. Aber total flach!

Das interessanteste an den zweiten 9 war für mich dann Loch 11. Erst ging es durch einen Wald steil bergab. Dann spielte man in einer Lichtung ein nettes, kurzes Par 4 mit einem Dogleg. Nachdem Loch 11 gespielt war, musste nur noch der nächste Abschlag gesucht werden. War nicht so einfach. Aber ich dacht mir, hier im Wald wird ja irgendwo ein Weg zu finden sein. Also einfach den Wald entlang und siehe da, es kam irgendwann ein Durchgang. Und auch Schild mit einem Pfeil fand sich. Ich war also richtig. Aber irgendwie wollten die Serpentinen durch den Wald nach oben nicht enden. Als ich kurz davor war, beim Sekretariat eine Defibrillator für mich zu ordern, hatte ich dann doch das Tee der 12 erreicht. Aber dort standen schon welche! Wo kamen die her? Vor mir war vorher keiner. Immerhin gab mir das die Zeit, etwas durchzuschnaufen. Kurz danach ließ man mich durch. Ich fragte dann, wie die beiden so schnell zu Loch 12 gekommen waren? Antwort war: "Na ja. Hier spielt eigentlich kaum einer der 11, wenn er es nicht muss. Wir gehen direkt von der 10 zur 12.". Das hatte ich auch noch nie erlebt. Bei Spassturnieren wird oft sogar ein Shuttleservice geboten!


Loch 13 und 14 gingen dann wieder steil runter und rauf. Die restlichen Löcher waren mehrheitlich ein erhöhter Abschlag geradeaus durch den Wald und ein erhöhtes Grün. War nett, aber nach dem zweiten Mal langweilig. Abschluss war dann ein mässiges Par 3. Pflegezustand und Grüns waren ok, aber im Ganzen entsprach es nicht so meinem Geschmack.

Fazit: Zu steil und zu lange Wege zwischen den Löchern. Aber auch manchmal nette Aussichten auf die Gegend und ein paar schöne Löcher (2, 9, 11 und die 15)

Reisegolfer-Rating: 3

Juliana GC

Dienstag, 23. August 2011

Hünxerwald

Ich möchte ja gerne alle Plätze des Ruhrgebiets spielen, solange ich in Bochum stationiert bin. Und dazu gehört nach meinen Informationen auch der Kreis Wesel. Sicher werden nun einige "echte" Ruhrgebietler oder auch die Bewohner des Kreises Wesel aufschreien. Aber da lasse ich mich nicht mit mir diskutieren! Nach Definition des Regionalverbandes Ruhr ist auch der Kreis Wesel Ruhrgebiet. Basta. Also spiele ich auch Hünxerwald.


Der Club ist etwas abgelegen und ich kann mir vorstellen, ohne Navi etwas länger gebraucht zu haben, um den Platz zu finden. Als ich das hinter mir hatte, ging es erstmal zum Empfang. Eine sehr nette Dame sagte mir, dass ich für 30 Euro spielen kann, wenn ich 15 Minuten warte. Kein Thema. War ja alleine. Und dann dauert eine Runde knapp 2.30 Std inklusive der Fotos. Dummerweise musste ich am Abschlag der 1 erstmal warten. Das Paar vor mir ließ mich durch. Das Problem lag eher vor mir. 2 Herren, die etwas mehr Schläge benötigten. Aber auch die beiden liessen mich vorbei. Bis Loch 10 hatte ich dann 4 Flight überholt. Ab Loch 10 hatte ich dann nette Begleitung. Ging trotzdem schnell. Nach 2.50 war ich durch.

Der Platz war eine nette Überraschung für mich. Etwas viel Doglegs. Aber trotzdem abwechslungsreich. Schön im Wald gelegen und kaum schwache Löcher. Schön waren für mich die 4 (kurzes Par 4, bei dem man einen kleinen See überspielen muß), die 6 (längeres Par 4 bergauf) und die 15 (kurzes Par auch mit einem See zum Ende). Zudem lief es auch ganz gut. Und ich habe noch nie 2 Birdies auf einer 9 Loch Hälfte gespielt. War also toll. Trotz beginnenden Regens ab Loch 17. Nachher gab es noch leckere Parpadelle mit Sommertrüffeln im Nieselregen unter einem grossen Regenschirm. Ein gelungener Tag also...


Fazit: Gar nicht mal so schlecht. Nur etwas zu viele Doglegs.

Reisegolfer-Rating: 4

Hünxerwald


Sonntag, 7. August 2011

Golfen in Herdecke

Man muss ja jeden Platz spielen, wenn man alle Plätze einer bestimmten Region spielen möchte. Da ich ja alle Kurse des Ruhrgebietes spielen möchte und Herdecke nach meinen Infos zum Ruhrgebiet gehört, bin ich hier natürlich auch einen Tag hin.


Die Anlage wurde 1997 gebaut und ein Jahr später gab es auch schon einen Club. Der Club spielte bis dieses Jahr auf einem 6-Loch Kurs. Seit Juni diesen Jahres kann man hier sogar 9 Loch spielen. Heute ist es ein Par 30 mit 3 Par 4 und 6 Par 3 Löchern. Der Platz ist sehr kurz und die Bahnen sind für meinen Geschmack auch nicht ungefährlich. Sie liegen zu nah beieinander. Ich war alleine unterwegs und musste dauernd warten, da die Flights vor mir auch nach 8 Schlägen und mehr auf kurzen Par 3 Löchern nicht auf die Idee kamen, den Herren hinter ihnen durchzulassen. Naja. Es ist immerhin eine Golfanlage, die hübsch angelegt ist und Leuten die Gelegenheit gibt Golf zu spielen. Das Greenfee für 9 Loch ist nur etwas hoch geraten. 33 Euro fand ich (nicht nur für den Platz) sehr heftig. Das Personal war aber sehr freundlich und es gab auch einen Logoball für das Geld.


Fazit: Hübscher Platz für Anfänger. Preis-Leistung für erfahrenere Golfer ist nicht passend. Für den Platz einfach zu teuer.

Reisegolfer-Rating: 1

Herdecke

Freitag, 27. Mai 2011

Gut Berge Gevelsberg

Nun sind wieder die schönen Tage im Jahr. Ich schaffe es öfter mal, 18 Loch nach Feierabend zu spielen. Und das inklusive der Anreise. Vorher rufe ich dann immer an und frage, wann ich denn beginnen kann. In Gevelsberg war Herrennachmittag. Daher war der Platz erst ab 17.20 für Gäste zu spielen. War dann um 17.00 Uhr vor Ort, der Club eine Ballspirale hat. First come, first serve... Leider war ich nicht der erste. Als ich kam, waren dort schon 7 Personen. Davon 3 mit Schlägern. Habe dann gefragt, ob ich vielleicht irgendwo mitgehen kann. Der eine Viererflight (die mit den 2 Schlägersätzen) wollte nicht, weil man für das Tiger und Rabbit Turnier üben wollte (?). Die anderen warteten noch auf einen Mitspieler und später sollte noch der vierte dazukommen. Alleine vorgehen lassen wollte man mich auch nicht... :-(. Aber dann kam Claudia.

Grün Loch 10 mit der A1 im Hintergrund

Claudia war zurückhaltend und wand ein, dass sie doch Anfängerin ist und keinen aufhalten möchte. Ich überredete sie dann aber doch, mich zu begleiten. So langsam konnten wir zusammen gar nicht sein. Wir begannen also und hingen sofort hinter dem "Tiger & Rabbit" Flight fest. Es spielten zwar bis zum Grün nur 2 Personen, aber dann wurde auf dem Grün eine Poduimsdiskussion geführt. Oder was auch immer man so lange auf einem Grün machen kann, wenn alle Bälle im Loch sind... Nach knapp einer Stunde hatten wir dann 3 Löcher geschafft. Das fand ich schon heftig. An Loch 4 (ein sehr schweres Auf und Ab Loch mit einem großen Biotop in der Mitte) ging dann gar nichts mehr. Inzwischen hatte sich hinter uns der halbe Golfclub gestaut und zu uns sind 2 lustige Jungs gestoßen, die viel Spaß auf ihrer Runde hatten. Glücklicherweise hörte der T&R Flight nach 4 Loch auf. Dann ging es recht schnell. Ab Loch 9 spielte ich alleine mit Claudia. Letztendlich benötigten wir dann für unsere 18 Loch trotz der langsamen 4 ersten Löcher unter 4 Stunden. Für die zweiten 9 benötigten wir dann knapp 1,5 Stunden. Das war dann unter Berücksichtigung der Topographie des Platzes ganz ok. Und damit sind wir auch schon bei der Kursbeschreibung.


Zu sagen, der Kurs ist etwas hügelig, wäre etwas untertrieben. Für mich war er bergig. Zudem hatte man auf dem Kurs fast nur Bahnen mit Schräglagen. Das macht das ganze nicht einfacher. Immerhin gab es Loch 7. Das war flach! Richtig flach. Nicht mal das Grün war hier erhöht. Der Platz hatte großartige Ausblicke in die Landschaft. Und das es immer auf und ab ging, hatte ich gefühlte 1000 Höhenmeter hinter mir, als ich die Runde beendet hatte. War ganz schön anstrengend. Dazu kamen einige blinde Schläge. Platzkenntnis ist hier schon von Vorteil. Ich habe öfter mit meiner Meinung geschwankt. Ich fand ihn witzig, ich fand ihn abwechslungsreich und ich hatte oft sehr schöne Aussichten. Der Engländer würde den Platz als "quirky" bezeichnen. Auf der anderen Seite fand den Kurs ich zu anstrengend, die Autobahn (A1) war sehr oft gut zu hören, die Schräglagen waren irgendwann langweilig und die vielen blinden Löcher waren auch nicht immer hilfreich. Aber der Gesamteindruck war dann doch positiv. Nur ein vorgabewirksames Turnier würde ich wohl nicht so schnell spielen.


Kurz vor 21.15 hatten wir unsere Runde dann beendet. Claudia musste auch sofort weg. Es gab schon eine Vermisstenmeldung für sie... Ich habe mich dann auch fix umgezogen und sauste zurück in mein Bochumer Domizil. Ein langer, anstrengender Tag fand sein Ende. Mal sehen, was als nächstes gespielt wird im Rhein/Ruhr Gebiet.

Reisegolfer-Rating: 4

Gut Berge

Montag, 23. Mai 2011

GC Schwarze Heide Bottrop

Das zweite Gruppenspiel der Matchplayrunde des Spicygolfforums stand an. Mit meinem Spielpartner (wieder mal ein Blinddate) einigte ich mich auf Bottrop. Der Platz war zwar etwas weiter weg, war nicht der günstigste und nahm auch noch den Hologrammzuschlag. Aber da der Platz im Ruhrgebiet lag und ich ihn noch nicht gespielt hatte, kam ich trotzdem gerne. Das schöne an den Matchplays dieser Serie ist ja, dass man rumkommt und meist nette Menschen kennenlernt.


So war es diesmal auch. Mein Spielpartner war sehr nett und an der Rezeption empfing man mich sehr freundlich (kann man ja auch verlangen, wenn man €25 Aufschlag zahlt). Der Platz machte für mich auf den ersten Blick keinen besonderen Eindruck. Flach und ein paar Bäume. Aber er war ok. Meist gut gepflegt und man hatte sich beim Design des Kurses manchmal echt Mühe gegeben. Der interessanteste Teil waren die Löcher 6-8. Zuerst ein Par 5, bei dem man fast Zickzack spielen muss (oder wie auch immer man ein rechts-links Dogleg bezeichnet). Dann ein schön langes Par 3, bei dem man sich gut überlegen musste, ob man angreift, da das Grün von einem Bach mit Durchgangslücke geschützt war. Und zum Abschluss ein langes Par 4 mit Dogleg, welches auch noch in der Landezone von einem Teich geschützt war. Der Rest war nichts allzu besonderes. Oft ging es einfach nur mehr oder weniger geradeaus hin und zurück. Zudem waren die Grüns für meinen Geschmack sehr langsam. Das kann aber auch Tagesform des Greenkeepingstaffs sein...


Fazit: Platz ok. Leute nett und Essen gut. Das Match habe ich dann auch gewonnen. Ich darf also weiter Blinddates im Rhein/Ruhr-Gebiet haben...

Reisegolfer-Rating: 3

P.S.: Ein Kollege, der in der Nähe des heutigen Golfplatzes groß geworden ist, sagte mir, dass dort früher eine wilde Mülldeponie war. So schlimm fand ich es dann aber doch nicht.

Schwarze Heide Bottrop

Freitag, 27. August 2010

GC Werne

Nun beginnt wieder die Zeit, wo man nach Feierabend nur noch 9 Loch schafft. Von Bochum aus habe ich das meiste in der Nähe schon "abgegrast". Da musste ich nun schon ein wenig weiter fahren. Alternativen waren Werne (nördlich von Dortmund) oder Richtung Duisburg. Da die A 40 zum Feierabend durch die vielen Baustellen (Motto der oft stauigen Strasse: "Woanders ist auch scheisse!") oft zu voll ist, entschied ich mich für Werne.


Werne ist als Ort ja schon weit ab vom Schuß (40 Minuten Fahrt). Aber die Anlage des GC Werne liegt noch etwas weiter ausserhalb. Wenn man auf das Gelände fährt, ist der erste Eindruck, dass hier ein Bauer etwas von seinem Land "vergolden" wollte. Dies war dann auch der Fall, wie ich später erfuhr. Um den Hof herum sind Parkplätze, Übungsanlagen und die zwei Plätze gebaut (zusätzlich zum 9-Loch Platz gibt es noch einen nett aussehenden 6.Loch Kurzplatz). Das ganze machte auf mich einen familiären Eindruck. Später sagte man mir, das die Frau des Betreibers Essen und gelegentlich Kuchen anbietet. Das passt.


Der Platz ist ordentlich angelegt. Nichts besonderes zwar, aber ein paar Löcher bieten schöne Herausforderungen. Gut war die 3. Ein nettes Par 4 mit Dogleg nach rechts, bei dem man mit dem zweiten Schlag einen grösseren Teich überwinden musste. Die 6 hat mir auch gut gefallen. Enge Landezone und ein erhöhtes, mit Bunkern geschütztes Grün. Die Bahnen waren meist alle breit genug und alles war schön offen. Der Wald, den man auf den Bildern sieht, kam eigentlich nicht ins Spiel. Mein Spielpartner (aus dem Club), mit dem ich ab Loch 2 zusammenspielte, war nett und für mich hilfreich. Also mal wieder eine gelungene Runde.

Reisegolfer-Rating: 2

Mittwoch, 11. August 2010

GC Castrop-Rauxel

Nein! Castrop-Rauxel ist nicht die lateinische Bezeichnung für Wanne-Eickel. Auch wenn dies einige Nicht-Ruhrgebietler denken könnten. Es ist eine Mittelstadt zwischen Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen (ok. Herne ist da auch noch...). Und der seltsame Name ist auch zu erklären. Kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Cast steht für Dorf und trop ist eine alte Bezeichnung für einen Speicher. Also wahrscheinlich Dorf am Speicher. Die alten Römer waren hier auch schon. Aber wo waren die nicht? Und Rauxel (wahrscheinlich Krähenwiese) kam 1926 dazu. Ach ja. Einen Golfclub gibt es hier auch. Und den hab ich erkundet.


1987 gegründet wurde erstmals 1989 auf dem von Herrn Grohs geplanten Platz der Ball geschlagen. 2004 kamen dann die Löcher 19-27 dazu. Bisher kenne ich nur die B/C Kombination. A muss ich irgendwann auch noch mal testen. Der (neue) C-Platz gilt mit einem Rating von 141/75,5 als der schwerste 9-Loch Platz in NRW. Kann ich bestätigen. Der verdient sein hohes Rating. Der Platz hat teils tolle Aussichten auf Dortmund (Westfalenstadion, das Union-Gebäude etc.) und ist nicht einfach zu spielen. Fast jedes Grün ist entweder gut durch Bunker geschützt oder es ist auf verschiedenen Ebenen angelegt. Also richtig gut.

wer genau schaut, erkennt rechts, oberhalb der Fahne, das Westfalenstadion

Der B-Platz, den ich 2 Wochen später testete, kam da nicht ganz mit. Ist zwar ganz ok und hat auch teils schöne Aussichten, aber kommt mit dem C-Kurs nicht mit. Nach dem, was ich bisher erlebt habe, kann ich aber trotzdem eine Runde dort empfehlen. Nette Mitglieder gibt es dort auch. Ich hatte ein sehr nettes Paar als Begleitung auf der B-Runde.

Reisegolfer-Rating (B/C): 4

Castrop-Rauxel

Samstag, 7. August 2010

GC Mülheim a. d. Ruhr

Das war jetzt mal wieder eine positive Überraschung, was den Platz betrifft. Nach Mülheim kam ich durch ein Matchplay mit "Blinddate", welches durch das Spicy Golfforum organisiert wurde. Nach der überstandenen Gruppenphase war dies das erste KO Spiel. Da Mülheim für beide mehr oder weniger auf der Mitte lag, einigten wir uns auf diesen Platz. Ausserdem kannte ich ihn noch nicht, was bei mir ja nicht unwichtig ist.



Nicht so schön beim einchecken war, das ich dort wieder mal nur als Golfer zweiter Klasse behandelt wurde. Ich hatte kein goldenes Hologramm auf meinem Ausweis. Das kostete mich 20 Euro Aufschlag. Dieser Betrag verhinderte, dass ich den Platz unter der Kategorie "gutes Preis/Leistungs-Verhältnis" verbuchen konnte. Aber damit muss ich wohl leben. Zukünftig werde ich die Plätze wohl gar nicht erst wieder spielen, wenn man dort den Zweite-Klasse-Golfer-Aufschlag haben möchte (obwohl ich keiner bin...) . Zu dem Thema könnte ich sicher noch einiges sagen. Aber das füllt einen eigenen Bericht.



Zum Platz. Der war wirklich gut. Sehr abwechslungsreich und auch gut gepflegt. Der Platz war teils in offenen Gelände und dann wieder im Wald. Es gab auch schöne Par 3, bei denen man Wasser zum Grün überqueren musste. Also alles dabei. Das Abschlussloch ist dann noch mal ein Highlight. Der Abschlag muss in eine recht enge Landezone gebracht werden und dann muss beim zweiten Schlag ein grosser See überwunden werden. Der Platz ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nur nicht mehr für mich. 80 Euro ist dann doch zu viel, wenn man schon für weniger Geld Falkenstein, Hubbelrath etc. gespielt hat.


Reisegolfer-Rating: 6


Ach ja. Falls es jemanden interessiert. Ich habe das Matchplay gewonnen und werde demnächst wieder ein Blinddate haben...

Dienstag, 27. Juli 2010

Gelsenkirchener GC Haus Leythe

So. War wieder mal unterwegs. Diesmal einen der nahe liegenden Clubs. Den Gelsenkirchener Golfclub Haus Leythe. Gelsenkirchen? Da denkt man natürlich erstmal an Schalke 04. Und da liegt man hier auch gar nicht so verkehrt. Auf einer der vielen Strassen, die ich während meiner Runde überqueren musste, kam mir Peter Neururer mit seinem Trolley entgegen. Kennt den noch jemand? War immerhin von April 89 bis November 90 Trainer bei Schalke. Eine Verbindung zu Schalke 04 gibt es aber auch sonst. Auf der Scorekarte ist Schalke 04 als Kooperationspartner genannt. Was auch immer das bedeutet...


Aber zurück zu meinem Alltag. Die Wetteraussichten für die gesamte Woche waren nicht so toll. Und gestern hat es hier den ganzen Tag lang geregnet. Für heute waren die Aussichten besser. Und siehe da. Ab ca. 15.00 Uhr öffnete sich der Himmel. Und um 17:30 Uhr stand ich nach getaner Arbeit (hatte sehr früh angefangen) am ersten Abschlag. Die Sonne kam raus und es konnte nur gut werden.


Der Platz ist "interessant" angelegt. Durch von PKWs befahrene Strassen ist der Kurs in 5 Teile geteilt. Ich musste ca. 12 mal eine befahrene Strasse überqueren (kann auch 11mal gewesen sein...). Auf jeden Fall war dies ungewöhnlich. Der Platz ist ansonsten ganz ordentlich angelegt. Viele Doglegs, nicht zu lang und die Grüns sind in gutem Zustand. Aber nichts wirklich aufregendes. Nichts, was man lange im Kopf behält. Aber Spass gemacht hat es trotzdem. Score stimmte auch. Nur auf Loch 18 kamen dann die Stechtiere. Mücken, Bremsen, Kupplungen. Was weiss ich? Auf jeden Fall nervte dies zum Ende etwas. Vielleicht fühlten sich die Tiere von meinem Deo angezogen (Eau de Transpiration...). Ich werde es nie herausfinden... Noch ein kleiner Nachteil ist die A2 neben dem Platz. Auf den ersten 9 hört man diese fast immer. Auf den zweiten 9 geht es dann... Aber ich bin ja Kummer gewohnt. Komme ja aus Moorfleet...


Fazit: Platz ok. Aber zu teuer. Es war zudem der erste Platz in meiner Karriere, bei dem ich aufgrund meiner Mitgliedskarte (kein Hologramm) mehr Greenfee zahlen muss. Auch eine neue Erfahrung, Aber €65,- für eine Runde fand ich für den Platz zu viel. Da war der Ostplatz in Hubbelrath für 50 Euro nach 17.00 Uhr und der Dortmunder GC für €30 ab 17:00 im Vergleich dazu Schnäppchen... Und beide Plätze waren um Längen besser. Preis / Leistung passte hier leider nicht. Aber wer alle Plätze im Ruhrgebiet spielen möchte, muss so etwas natürlich auch in Kauf nehmen...

Reisegolfer-Rating: 3

Gelsenkirchen Haus Leythe