Das Entdecken von neuen Golfplätzen kann manchmal richtig Freude machen. Am 03.10. war wieder mal so ein Tag. Ich war im Bochum, musste am darauffolgenden Freitag im Büro anwesend sein und konnte deshalb nicht zurück nach Hamburg. Also schaute ich 2 Tage vorher, wer mich haben wollte. Ich wollte einen klassischen Heidelandplatz spielen, der in Rankings von Holland oder Belgien recht hoch stand und der von Bochum in knapp 2 Stunden zu erreichen war. Eindhovensche hatte ein Turnier, Limburg auch. In Spa hatte ich dann Glück. Frederic im Sekretariat sprach englisch und hatte auch Startzeiten frei. In Belgien war ja auch kein Feiertag. Ich dann also am Tag der Deutschen Einheit los nach Belgien.
Da die Strassen morgens fast leer waren, war ich trotz Umleitung kurz hinter Lüttich pünktlich. Ich muss wohl auf dem Parkplatz etwas verloren ausgesehen haben. Auf jeden Fall wurde ich freundlich auf deutsch angesprochen. Der nette Mann zeigte mir, wo ich hin musste, um mein Greenfee zu zahlen und fragte dann am Ende, ob ich nicht vielleicht bei seiner Gruppe mitspielen möchte. Kleines Privatturnier. Man startet nur eine Stunde später als ich es für mich geplant hatte. So kam ich an Hermann. Hermann wohnte schon einige Jahre in Spa und war Clubmitglied und erzählte mir einiges über den Club.
Der Club wurde 1930 gegründet und der Platz wurde von Tom Simpson designed. Er galt schnell als einer der schönsten in Kontinentaleuropa. Dazu war kein grosses Marketingbudget nötig. Aber zur Steigerung der Bekanntheit half es sicher, dass der belgische König dort gerne spielte. Nahe Spa mitten im Wald gelegen, spielt man dort in absoluter Ruhe. Der Platz ist mit 5600 Metern von Gelb für heutige Verhältnisse nicht sehr lang. Die fehlende Länge wird aber durch die Notwendigkeit von strategischen Spiel ausgeglichen, die das Design verlangt. Jedes Loch ist anders, und die Wege vom Grün zum nächsten Loch sind immer recht kurz. Der Platz bietet sehr viel Abwechslung und man hat viel Spaß. Auch wenn man etwas schlechter spielt, kann man den Platz sehr geniessen. Zudem ist das Greenfee während der Woche mit 60 Euro sehr fair für so einen Platz. Besonders angetan hat es mir die Gestaltung der Bunker und die Grüns. Ein besonderes Loch zu erwähnen fällt mir auch schwer, da man beim ersten Mal bei jedem neuen Loch etwas neues schönes entdeckt.
Nach der Runde gab es dann für die Teilnehmer des kleinen Privatturniers klassisch belgisch Steak Frites mit verschiedenen Beilagen. Sehr lecker. Dazu wurde ich in dieser Gruppe von für mich Fremden aufgenommen, als wäre ich schon lange dabei. Es war also ein perfekter Tag, der mich wieder in meiner Meinung bestärkte, dass Golf zumeist ein sehr sozialer Sport mit vielen netten Menschen ist, die man immer wieder kennenlernen kann. Mit Hermann bin ich übrigens immer noch in Kontakt...
Fazit: Unbedingt spielen!
Reisegolfer-Rating: 7
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Donnerstag, 9. Januar 2014
Donnerstag, 21. Juli 2011
Duff House Royal
Das Ende unserer Reise ist nun schon etwas länger her und langsam bekomme ich Probleme, aufzuholen. Nun also zum letzten gespielten Kurs unserer Schottlandtour. Duff House Royal. Der Kurs kam auf die Liste, weil nicht mehr alle Teilnehmer der Tour Golf spielten wollten (es war der 8. Platz in 8 Tagen) und weil es der Platz war, der mit am nächsten zu unserem Haus gelegen war. Wir hatten den Kurs schon mehrfach auf unseren Touren passiert und die einhellige Meinung war dann immer. Na ja. Ganz schön flach. Und Parkland. Und Parkland war eigentlich nicht das Ziel unserer Reise. Letztendlich sind wir dann aber doch auf dem Platz gelandet.

Der Club wurde 1910 gegründet. Grund für den Bau des Platzes an dem jetzigen Standort war der Herzog von Fife. Er war der Meinung, dass es den Orten gut tun würde, wenn sie einen Golfplatz bekommen würden und stellte das Land dafür zur Verfügung (The Duff House Golf Club came into existence following a gift of land to the towns of Banff and Macduff by the then Duke of Fife following his concern at “the want of ground for golf and other recreational sports"). Klasse Idee finde ich! Sollten sich Menschen mit zuviel Geld ein Beispiel dran nehmen. Der Platz in seiner jetzigen Form entstand 1923. Architekt war kein anderer als Alistair Mackenzie. Das ist der mit Augusta National, Cypress Point und Royal Melbourne. Also ein Grund mehr, den Kurs zu spielen. Ich muss sagen, der Mann hat aus relativ mässigen Möglichkeiten viel gemacht. Das Gelände ist sehr flach und Anfangs waren dort auch keine Bäume. Was aber den Reiz des Platzes ausmacht, ist die Platzierung der Bunker und die Grüns. Alleine deswegen hat sich für mich die Runde gelohnt. Mit dem Wetter hatten wir dann auch wieder mal Glück. Der Regen (siehe Foto unten) zog an uns vorbei. Und wir hatten sogar wieder etwas Sonnenbrand...

Fazit: Wenn man in der Gegend ist und man mal einen guten Parklandplatz spielen möchte, dann sollte man hier unbedingt hin. Greenfee war mit 30 Pfund auch human.
Reisegolfer-Rating: 4
Der Club wurde 1910 gegründet. Grund für den Bau des Platzes an dem jetzigen Standort war der Herzog von Fife. Er war der Meinung, dass es den Orten gut tun würde, wenn sie einen Golfplatz bekommen würden und stellte das Land dafür zur Verfügung (The Duff House Golf Club came into existence following a gift of land to the towns of Banff and Macduff by the then Duke of Fife following his concern at “the want of ground for golf and other recreational sports"). Klasse Idee finde ich! Sollten sich Menschen mit zuviel Geld ein Beispiel dran nehmen. Der Platz in seiner jetzigen Form entstand 1923. Architekt war kein anderer als Alistair Mackenzie. Das ist der mit Augusta National, Cypress Point und Royal Melbourne. Also ein Grund mehr, den Kurs zu spielen. Ich muss sagen, der Mann hat aus relativ mässigen Möglichkeiten viel gemacht. Das Gelände ist sehr flach und Anfangs waren dort auch keine Bäume. Was aber den Reiz des Platzes ausmacht, ist die Platzierung der Bunker und die Grüns. Alleine deswegen hat sich für mich die Runde gelohnt. Mit dem Wetter hatten wir dann auch wieder mal Glück. Der Regen (siehe Foto unten) zog an uns vorbei. Und wir hatten sogar wieder etwas Sonnenbrand...
Fazit: Wenn man in der Gegend ist und man mal einen guten Parklandplatz spielen möchte, dann sollte man hier unbedingt hin. Greenfee war mit 30 Pfund auch human.
Reisegolfer-Rating: 4
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| Duff House Royal |
Montag, 27. Juni 2011
Royal Tarlair
Am Vormittag des 5. Tages hatten wir eine Puffin Tour gebucht. Puffins sind diese niedlichen kleinen Vögelchen mit dem deutschen Namen Papageientaucher. Auf Fotos fand ich die immer schon toll. Nun sollten wir eine 3-stündige Bootstour zum Troup Head machen. Dort ist die größte Tölpelkolonie in Nordeuropa. Und dort sollten auch Puffins sein. Und siehe da. Wir hatten Glück. Ein paar von den süssen Vögeln flogen um das Boot und schwammen um uns herum. Nach der Tour hatten wir natürlich Zeit. Und was lag da näher als den örtlichen Golfclub in Macduff zu besuchen.

Royal Tarlair kam mir das erste Mal unter die Augen im (sehr amüsanten) Buch von Geoff Harvey. "Britain's 100 extraordinary Golf Holes". Nach und nach spiele ich (meist gemeinsam mit meinem Reisefreund Rüdiger) diese Löcher also ab. Und dieses Mal war also Royal Tarlair dran. Loch 13 ist in dem Buch auf Platz Nummer 25 gelistet. Der Kurs in Macduff ist ein Clifftop-Parklandplatz. Man kann von jedem Loch das Meer sehen. Aber am spektakulärsten ist eben Loch 13. Ein Par 3, abwärts zu spielen, bei dem das Grün von fast drei Seiten von felsigen Abgrund umgeben ist. Ach ja. Zwischen Abschlag und Grün ging es auch tief abwärts... Leider blieb dies das einzig erwähnenswerte Loch auf dem Platz. Der Rest war ein relativ uninspirierter Parklandkurs auf einem Kliff. Aber für etwas über 20 Pfund kann man den Kurs ruhig spielen, wenn man in der Nähe ist. Auch wenn ich absolut nicht verstehe, warum man den Club mit dem "Royal"-Zusatz ausgezeichnet hat. Naja. Irren ist menschlich.

Fazit: Für eine schnelle Runde ok. Und Loch 13 ist Pflicht!
Reisegolfer-Rating: 3 (wegen Loch 13)
Royal Tarlair kam mir das erste Mal unter die Augen im (sehr amüsanten) Buch von Geoff Harvey. "Britain's 100 extraordinary Golf Holes". Nach und nach spiele ich (meist gemeinsam mit meinem Reisefreund Rüdiger) diese Löcher also ab. Und dieses Mal war also Royal Tarlair dran. Loch 13 ist in dem Buch auf Platz Nummer 25 gelistet. Der Kurs in Macduff ist ein Clifftop-Parklandplatz. Man kann von jedem Loch das Meer sehen. Aber am spektakulärsten ist eben Loch 13. Ein Par 3, abwärts zu spielen, bei dem das Grün von fast drei Seiten von felsigen Abgrund umgeben ist. Ach ja. Zwischen Abschlag und Grün ging es auch tief abwärts... Leider blieb dies das einzig erwähnenswerte Loch auf dem Platz. Der Rest war ein relativ uninspirierter Parklandkurs auf einem Kliff. Aber für etwas über 20 Pfund kann man den Kurs ruhig spielen, wenn man in der Nähe ist. Auch wenn ich absolut nicht verstehe, warum man den Club mit dem "Royal"-Zusatz ausgezeichnet hat. Naja. Irren ist menschlich.
Fazit: Für eine schnelle Runde ok. Und Loch 13 ist Pflicht!
Reisegolfer-Rating: 3 (wegen Loch 13)
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| Royal Tarlair |
Dienstag, 28. September 2010
Ryder Cup Tour 2010 - Tag 3 - Royal Porthcawl
BBC Weather sagte, dass es Heavy Rain geben sollte. Als wir in unserem Cottage in den Bergen nördlich von Neath losfuhren, regnete es auch leicht. Aber je mehr wir uns unserem Ziel näherten, umso besser wurde das Wetter. Und als wir auf dem Parkplatz ankamen, sahen wir eigentlich nur noch blauen Himmel über dem Platz. Und so sollte es auch lange bleiben. Mein persönlicher Golfhöhepunkt in Porthcawl schien unter einem gutem Stern zu stehen...
Die Begrüssung im Proshop war nett und herzlich. Der Platz war wegen des Rydercups mehr oder weniger ausgebucht. Die werden dort im Shop sicher tolle Geschäfte gemacht haben mit ihren Souvenirs... Die Gäste kamen aus allen möglichen Ländern. Beim Warten auf den ersten Abschlag wurde ich von einem Herrn aus Texas angesprochen. Die waren zu viert hier. Ein Foto von mir und Nicole machte ein Engländer, der deutsch sprach und in einem Flight vor uns waren zwei ältere Französinnen, die am Tage zuvor auch Pennard gespielt hatten. Nachdem uns der nette Starter eingewiesen hatte, ging es dann auch irgendwann gegen 09.00 Uhr los.
Der Club wurde 1891 gegründet und Charles Gibson, ein Pro aus Royal North Devon, legte einen 9-Loch Platz an. Dieser war noch nicht am heutigen Standort. 1895 wurde Land am heutigen Standort verfügbar und Ramsey Hunter baute einen 18-Loch Platz. 1909 wurde der Club "unter königliche Obhut genommen" und bekam seinen Royal Titel von Edward dem VII. Später nahmen Harry Colt (1913) und Tom Simpson (1933) einige Änderungen vor und der Platz bekam grob sein heutiges Aussehen. Im Laufe der Jahrzehnte fanden viele British Amateur hier statt. Einer grösseren Öffentlichkeit mit Golfinteresse wurde der Platz 1995, als dort der Walker-Cup stattfand. Damals verlor Tiger Woods sein Einzel gegen Gary Wolstenholme. Einen Mitte dreißig jährigen englischem Amateur.
Der Platz ist unbeschreiblich und mit das Beste, was ich bisher gespielt habe. Die ersten drei Loch gehen entlang des Bristol Channel. Danach geht es dann in das "Landesinnere". Es ist kein normaler Out and In Kurs. Jedes Loch hat etwas neues für den Spieler zu bieten. Und es ging fast immer in eine andere Richtung. Dadurch konnte man sich nicht auf die Richtung des Windes einstellen. Zudem hatte man eigentlich von jedem Loch das Meer im Blick. Das ergab oft unglaubliche Ausblicke.
Ich kann eigentlich kein Loch besonders herausstellen. Nur über das Gesamterlebnis schwärmen. Der Platz hat alles, was mein Herz höher schlagen lässt. Intelligentes Design, unglaubliche Grüns und Bunker, die eine wirkliche Strafe sein können. Und alles top gepflegt. Wer hier einmal bei einigermassen gutem Wetter am ersten Abschlag steht, der weiss, was ich meine. Wer also eine Reise rund um diesen Platz herum plant, wird nicht enttäuscht sein. Nach der Runde hatten wir noch ein leckeres Lunch im Dining Room. Der Raum hatte einen tollen Ausblick auf Loch 1 und war für uns ein klasse Abschluss. Überhaupt das Clubhaus. Wirkte auf mich, wie ein kleines Golfmuseum. Die Bar war gefüllt mit Bildern der vergangenen Club Captains und die Ledersessel machten einen gemütlichen Eindruck. Krönung, was das riesige Fernglas, welches auf den Bristol Channel ausgerichtet war.
Tja. Fazit? Einfach klasse! Die Bilder geben kaum wieder, wie toll der Platz war. Das ganze Paket war einfach toll! Platz, Clubhaus und auch der Proshop.
Reisegolfer-Rating: 9
P.S.: US Amerikaner sind keine schnellen Spieler. Der Vierer-Flight vor uns konnte zwar Golf spielen, aber beim Abschlag wurde der Ball nicht angesprochen, sondern es wurde eine Rede gehalten. Und das Grün-Buch, welches die Herren gelesen haben, hatte jedesmal mindestens 150 Seiten. Die wurden oft einfach nicht fertig.
Mittwoch, 19. Mai 2010
Royal Cromer
In Cromer haben wir eigentlich nur gespielt, weil es unser Hauswirt des B&B empfohlen hatte. Eigentlich hatte ich an dem Tag geplant, dass wir nach Great Yarmouth fahren, auf dem ältesten Platz Norfolks spielen und dann zum Hunderennen gehen. So wurde der Plan dann aber geändert. War auch nicht so viel zu fahren. Cromer war quasi nebenan.

Mit der Twilight Rate von 40 Pfund am Samstag konnten wir sogar noch Geld sparen. Kann ja auch nicht schaden. Cromer selber war überraschend hügelig. Die ersten Löcher hielt sich die Kletterei ja noch in Grenzen. Ab Loch 12 ging es dann aber richtig los. Wir waren lange nicht mehr so kaputt nach 18 Loch, wie in Cromer. Am Ende ging bei 3 von 4 Spielern nichts mehr. Aber mich entschädigte das prächtige Wetter und die phantastischen Aussichten. Und ehrlich gesagt waren auf den letzten 9 die schöneren Löcher.
Über den Club kann ich nicht viel sagen, da nach unserer langen Runde das Clubhaus auch nicht mehr geöffnet hatte. Sonst schaue ich mich ja noch gerne etwas um. War hier leider nicht möglich. Der Club hat auf jeden Fall viel Geschichte. 1888 gegründet erhielt er sofort danach königlichen Beistand und konnte seinem Namen ein Royal zufügen. Womöglich machte der golfverrückte Kronprinz Edward grad Urlaub in der Gegend. Cromer war damals ein beliebtes Seebad bei den oberen Zehntausend in England. Wer weiss?
Die Basis für den heutigen Platz legte Old Tom Morris 1891. Seitdem wurde der Kurs zwar einige Male renoviert und angepasst, aber der Grundstein war damit gelegt. Ich finde es bewundernswert, einen Golfplatz in so eine Landschaft zu integrieren. Zudem mussten immer wieder Anpassungen wegen der starken Erosion der Klippen vorgenommen werden. Seit der grossen Flut 1962 hält sich das aber in Grenzen. Leider habe ich kein Foto, bei dem die Höhenunterschiede sichtbar sind. Um eine Vorstellung zu bekommen, sollte man wissen, dass die Caddies dort Sherpas heissen und aus Nepal kommen... :-). Auf jeden Fall ist es ein optisch interessanter Kurs. Und bei dem grossartigen Wetter hatten wir das Glück, dass sich der Platz von seiner besten Seite zeigt.
Wer also nach Nord Norfolk kommt, sollte den Platz auf jeden Fall spielen. Ich persönlich fand Sheringham etwas besser. Weil die Grüns besser waren und das Layout mir angenehmer war. Aber das muss jeder selber wissen... Für mich trotzdem ein "must play". Eine grössere Anzahl an tollen Löchern und nur ein paar "langweilige" Löcher. Greenfee ist auch erträglich. Also nichts wie hin...
Reisegolfer-Rating: 7
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| Royal Cromer |
Freitag, 14. Mai 2010
Royal Worlington & Newmarket
Erste Station am Donnerstag war Royal Worlington & Newmarket. Die Platz ist der Heimatplatz der Cambridge University Golf Society. Und das schon ca. 120 Jahre. Den Club kann man wirklich als traditionell bezeichnen. Kein pompöses Clubhaus, alles etwas einfacher gehalten und auch nur ein 9-Loch Platz. Diesen bezeichnen einige Fachjournalisten als besten 9-Loch Platz der Welt. Ob er das ist, kann ich nicht sagen, da ich noch nicht alle 9-Loch Kurse gespielt habe, die es weltweit gibt. Ich gebe mir zwar Mühe, habe aber wohl noch einiges vor mir...
Der Platz wurde von Bernard Darwin als die "sacred nine" bezeichnet. Heilig finde ich etwas übertrieben. Aber ein toller Platz ist es auf alle Fälle. Und der Clubsekretär war klasse. Tolle Begrüßung auf dem Parkplatz. Und er zeigte uns auch alles. Danach hatten wir den Platz fast für uns alleine. Schöner Platz. Gute Mischung aus relativ leichten und schweren Löchern. Interessant und ungewohnt ist, das man oft über ein Grün abschlagen muss. Hatte ich so in der Form bisher selten gesehen. Nach der Runde gab es noch ein Käsesandwich und Small Talk mit Scott, dem Sekretär. Und dann ging es schon weiter Richtung Sheringham. Wo der nächste Schatz auf uns wartete.
Reisegolfer Rating: 5
Samstag, 10. Mai 2008
Royal North Devon (06.05.)
Heute wurde es interessant. RND ist der älteste Linkskurs und der älteste Club mit Originalkurs in England. Gegründet in 1864 strahlt der Platz und das Clubhaus eine Menge Geschichte aus. Das Clubhaus ist von innen eigentlich mehr Museum als Clubhaus. Eine weitere Besonderheit sind die Schafe und Ponys auf dem Platz. Die Landwirte aus der Nachbarschaft haben verbriefte Weiderechte auf Ewig und wollten diese bei der Gründung auch nicht preisgeben. Heutzutage gehören die Tiere zum Platz und niemand möchte dieses ändern. Es ist halt etwas besonderes. Ach ja. Falls sich jemand die Frage gestellt. Die Grüns sind eingezäunt.
Zum Platz an sich. Die ersten 3 Löcher sind flach und bieten nicht wirklich viel. Interessant wird es dann ab Loch 4. Der Cape Bunker. Man stelle sich einen ca. 80 Meter breiten Bunker vor, dessen Ende mit Bahnschwellen ausgelegt ist. Das ist der Cape Bunker. Par 4. Das Ende des Bunkers ist für Herren in 190 Meter Entfernung. Habe ich nicht geschafft. Lag kurz vor dem Bunker. Ehrlich gesagt hätte ich aber doch gerne aus dem Bunker gespielt. Allein wegen des Fotos. Aber man kann nicht alles haben im Leben. War auch einfacher ohne Bunker...
Der mittlere Teil ging dann fröhlich weiter durch die Dünen und an manchen Abschlägen und Grüns konnte man auch das Meer und die Braunton Berrows sehen. Die Fairways waren sehr onduliert und man konnte fast nie grade stehen. Also echtes Linksgolf. Burns (Wassergräben) gab es natürlich auch.
Die letzten zwei Löcher waren dann wieder flach. Dies wurde dann aber durch anwesende Schafe und Ponys ausgeglichen.
Fazit: Ein toller Platz, den man unbedingt mal gespielt haben sollte.
P.S.: Vielleicht kann jemand helfen, was es mit dem Clubmotto auf sich hat. "Ich Dien". Kommentare würden mich freuen.
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