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Mittwoch, 5. März 2014

Saadiyat Beach Golf Club - Grüns und Fairways in einem Riesenbunker

Irgendwann im Spätsommer dachten wir uns, dass es doch mal was anderes wäre, wenn wir Heiligabend mal nicht im Kreise der Lieben um den Tannenbaum sitzen, sondern mal was ganz anderes machen. Überraschenderweise kamen wir da auf die Idee Golf zu spielen... Als Ziel entschieden wir uns für Abu Dhabi. Und für die Heiligabendrunde hatte der Touroperator für uns Saadiyat Beach ausgesucht.

Falscher Spieler auf dem Abschlag
Saadiyat Island befindet sich etwas nordwestlich des Hauptortes und ist grossteils aus dem Nichts auf Sand gebaut. Der Plan des Scheichs ist es, aus der Insel ein Kultur und Touristenzentrum zu erstellen. Unter anderem entsteht dort ein Guggenheim Museum und ein Louvre Abu Dhabi. Geld spielt dort seit den Öl Milliarden keine Rolle.

Loch 16
Der Golfclub entspricht dem, was man hier für einen Golfclub erwartet. Prunk, große Flächen und viel Marmor. Aber sehr beeindruckend. Und an den Umkleidebereichen sollten sich die meisten europäischen Golfclubs ein Beispiel nehmen. Alles tadellos sauber und es wurde alles, was man benötigt, bereitgestellt. Ach ja. Golf gespielt haben wir natürlich auch. Unsere Partner waren eine Japanerin und ein Engländer, die sich in Hongkong kennengelernt haben, nun in Wiltshire wohnen und so wie wir ein paar Tage Winterurlaub auf der arabischen Halbinsel machten. Echte Weltenbummler, die wir mit unserer Kenntnis des Magic Roundabout in Swindon mega beeindruckt haben...

Golf am Meer
Der Platz ist, wie fast alles hier, in perfekt gepflegtem Zustand und ist eine interessante Erfahrung. Mal denkt man, man ist aufgrund der vielen Dünen und der Gazellen in der Wüste, dann gibt es Löcher am Strand und zum Ende wird es fast wie beim GC UmDieEcke, wenn man beim Anspielen des 18. Grüns einen See überspielen muss. Mir hat der Kurs Spass gemacht. Auch wenn man mit den Bunkern etwas übertrieben hat... War irgendwie schon so genug Sand da... Die "nur" 67 Bunker des Platzes kommen einem mehr vor, da einige sich über mehr als 200 Meter neben den Fairways hinziehen.

Reisegolfer-Rating: 6

Fazit: Hat Spass gemacht. Wenn man in Abu Dhabi ist, muss man den Kurs gespielt haben. Und der Betreiber, Troon Golf, hat seinen Laden im Griff.
Saadiyat Beach

Montag, 10. Februar 2014

Yas Links - Golf neben der Rennstrecke

Wie spricht man Leute an, die man auf einem Golfplatz trifft und nicht weiß, wo sie herkommen? Wenn man sich auf der arabischen Halbinsel befindet, natürlich auf englisch. Das tat Nicole natürlich auch, als wir beim Einspielen auf der Range auf ein anderes Paar trafen. Es war übrigens das erste Mal, dass ich eine eigene Range für Gäste erlebt habe. Die Mitglieder hatten eine eigene Range. Sachen gibt es...

Fast wie ein Linkskurs...
Yas Links liegt in Abu Dhabi auf Yas Island. Die Insel entwickelt sich zu einer Art Entertainment Zentrum von Abu Dhabi. Eine Reihe von Hotels, die Formel 1 Rennstrecke, Yas Waterworld und Ferrari World sollen dafür sorgen, dass immer mehr Touristen den Weg nach Abu Dhabi finden. Der Yas Links Golf Club liegt übrigens zwischen einem See und der Formel 1 Strecke. Manchmal kann man das auch hören, wenn sich die Söhne des Landes den Kurs mieten, um ihre Lamborghinis, Maseratis und Ferraris auszufahren. Die Stunde kostet übrigens 1000 $...

Loch 13, Par 3. Der Wind kam von vorne links...
Wenn man auf das Gelände des Clubs fährt, wird man auf der Zufahrt von einer Statue von Old Tom Morris begrüßt. Bisschen unpassend, aber ok. Wer es mag... Das Clubhaus ist sehr beeindruckend und man muss sich erstmal zurechtfinden, wo man überhaupt hin muss. Das Personal war freundlich, aber wirkte etwas unmotiviert.  Nun denn. Ich war dort, um den Platz kennenzulernen... Die Range war gut gepflegt und die in Abu Dhabi üblichen Ballpyramiden waren vorhanden. Blick auf eine Art Dünen und Yas Waterworld im Hintergrund machten den Übungsbereich zu einer angenehmen Erfahrung.

Loch 18 mit Clubhaus
Ich bin ehrlich. Ich war vorher etwas skeptisch. Wenn ein Platz den Namen "Links" nutzt und auf der arabischen Halbinsel gelegen ist, musste ich vorher einfach nur skeptisch sein. Ich wurde während der Runde aber eines Besseren belehrt. Auch wenn es natürlich kein echter Linkskurs ist, hatte ich viel Spass. Und manchmal hatte man sogar das Gefühl, auf einem Linkskurs zu sein. Das Design war richtig gut. Kyle Phillips und sein Team hatten ganze Arbeit geleistet. Am besten gefielen mir die Par 3 Löcher. Die waren alle gut. Und das ist für mich auf jedem Kurs wichtig. Dazu gefielen mir dann noch die Löcher 9, 10 und die letzten 3 Löcher.

Ach ja. Unsere Runde spielten wir mit dem Pärchen von der Range. Am Abschlag fanden wir dann doch heraus, dass wir dieselbe Sprache sprechen. Götz und Ina kamen aus Franken und waren eine nette Begleitung auf der Runde und auf der sehr schönen Clubhausterrasse.

Fazit: Muss in jeder Golfreise nach Abu Dhabi enthalten sein.

Reisegolfer-Rating: 6
Yas Links

Donnerstag, 16. Januar 2014

Abu Dhabi Golfclub - Als Hacker auf den Spuren der Profis

Der Abu Dhabi Golfclub wurde in Europa durch die dort seit 2006 stattfindenden HSBC Golf Championships bekannt. Und in Deutschland speziell durch den Sieg von Martin Kaymer in 2008. Ende des Jahres hatten wir noch ein paar Tage Urlaub übrig und dachten uns, diesmal kann man auch mal in die Sonne fahren. Gesagt getan und irgendwann standen wir einen Sonntag im Dezember mit unseren Bags vor dem Clubhaus des Abu Dhabi GC.

Die Umkleidekabine
Alles hier war gut organisiert. Wir bekamen ein Ticket im Proshop und mit dem ging es dann erstmal in den Umkleidebereich. Der war schon klasse. Ich habe mich für den Schrank von Herrn Kaymer entschieden. Dachte mir, das sei passend... :-) Danach ging es dann mit unseren Tickets zum Caddymaster. Dort wartete die nächste Überraschung. Jeder bekam ein Abu Dhabi GC-Bagtag mit seinem Namen. Das Teil ist nun eine schöne Erinnerung an meinem Bag. Nach kurzem Einschlagen (natürlich mit Ballpyramide für jeden) ging es dann auf die Runde. Der Kurs war relativ leer und vor uns war alles frei. Glücklicherweise gelangen die Abschläge vor dem Augen des Starters...

Die 18. Wo jeder (ausser ich) eine Eaglechance hat...
Der Platz war richtig gut. Mit 6800 yard von Grün nicht zu lang und auch vom Design her gut gelungen. Meist waren die Landezonen durch Bunker verengt. Das passte auch von den kürzeren Abschlägen. Im Gegensatz zu den anderen beiden bekannten Plätzen in Abu Dhabi ist das Wasser hier nur in Form von Teichen vorhanden. Ich bevorzuge zwar den Meerblick, aber das hier war auch schön anzusehen. Ein wenig Probleme hatte ich mit den Grüns. Die waren mir manchmal zu groß. Dazu kam auch, dass diese anscheinende noch nicht ganz für das große Turnier (3 Wochen nach uns) hergerichtet waren. Wir hatten beide das Gefühl, das die Grüns manchmal zu unstet waren... Ist zum European Tour Event aber sicher anders. Meine Favoriten waren die 9 (Par 4 in Richtung des Falken-Clubhauses) und die 12 (nettes Par 3. Vorne geschützt durch einen Teich und hinten durch eine Felsmauer, von der die Bälle sonst wohin springen). Selbstverständlich war der Platz optimal gepflegt.


Nach der Runde habe ich dann in aller Ruhe den tollen Nassbereich genutzt. Als ich mit dem duschen fertig war, hatte ein freundlicher Mitarbeiter meine Schuhe geputzt. Diese sahen nachher fast aus wie neu... Der gute Mann hat sein Trinkgeld verdient. Natürlich sollte ich auch erwähnen, dass der Snack im Clubhaus ganz vorzüglich war.

Fazit: Wer hier ist, muss unbedingt diesen Platz spielen.

Reisegolfer-Rating: 6

Abu Dhabi Golf Club