Montag, 7. September 2009

Bunker oder Wasserhindernis

Viele der Leser waren schon oft mit Hindernissen auf einem Golfplatz konfrontiert. Und interessanterweise ist ein Wasserhindernis meist etwas ungeliebter als ein Bunker. Ich habe in einem Buch über Golfarchitektur von Tom Doak ("The Anatomy of a Golf Course") ein schönes Zitat mit einer Erklärung gefunden, warum alle einen Bunker einem Wasserhindernis vorziehen:

"Getting in a water hazard is like being in a plane crash - the result is final! Landing in a bunker is simular to an automobile accident - there is a chance of recovery!" (Bobby Jones)

Ich kann nur sagen. Gut gesprochen!

Ach ja. Das Buch ist wirklich gut. Und jedem zu empfehlen, der mal wissen möchte, warum Golfplätze so gebaut wurden wie sie sind.

Mittwoch, 2. September 2009

GC Mülheim a. d. Ruhr Raffelberg

Wieder ein Platz auf einer Pferderennbahn. Mein Vierter in diesem Jahr. Und wieder ein 9-Loch Platz. Langsam wird es in der Woche ja zu eng, um 18 Loch nach Feierabend zu spielen. Da muss man schon eher frei nehmen. Und das geht nun mal nicht immer.

Das Netz über dem Parkplatz

Der Club ist verkehrsgünstig gelegen zwischen der A40 und der A3. Von der Autobahn gehört habe ich aber nichts. Das erste Ungewohnte sieht man, wenn man auf den Parkplatz kommt. Über den Platz ist ein Netz gespannt. Das ist nicht als Vorbereitung für den Herbst gedacht. In der Nähe ist die Driving Range. Und da es statistisch viele Slicer gibt, sind sicher schon einige Bälle auf parkenden Autos gelandet. Eigentlich eine gute Idee. Hatte ich so bisher noch nicht gesehen. Und in dem Netz lagen auch Bälle...

"Inselgrün" der 6

Ein interessantes Erlebnis hatte ich auch an der Rezeption. Auf mein übliches "Wie viel bekommen Sie von mir für die 9 Loch?" bekam ich die freundliche, mit einem Lächeln dargebrachte Antwort: "35 Euro". Schock! Das musste ein Fehler sein. "Ich möchte nur 9 Loch spielen. Nicht 18." Antwort: "Das ist das 9-Loch Greenfee!" Ich hatte mich nicht verhört. Nun ja. Ich war da. Die Anreise war lang. Wo sollte ich sonst hin? Also zahlen und spielen. Wenn ich nun rechne, dass ich für die 9 Loch 70 Minuten gebraucht habe, dürfte dies eine der teuersten Runden in meiner "Karriere" gewesen sein... Ich darf gar nicht beginnen, das Preis-Leistungs-Verhältnis mit anderen Plätzen der letzten Wochen zu vergleichen...

Abschlag Loch 9

Zum Platz an sich muss ich ja auch noch was sagen. Er war ok (Par 66 mit 4472 Metern) und nicht zu schwer zu spielen. Vernünftig gepflegt und unter den Umständen (wenig Platz in der Rennbahn) ist ein erträgliches Design gelungen. Mit 35 Euro für 9 Loch halte ich ihn aber für zu teuer (vielleicht war es doch ein Versehen?). Nun ja. Ich werde wohl nicht wieder kommen. Bei der grossen Auswahl im Rhein-Ruhr-Gebiet findet sich besseres zu einem anständigeren Preis.

Reisegolfer-Rating: 2

Dienstag, 1. September 2009

Ich bin dabei

Habe ich ja noch gar nicht geschrieben. Ich bin (zusammen mit Nicole und Rüdiger) bei der Ticketauslosung für den Rydercup 2010 gezogen worden. Grosse Freude ((((-:

Ich glaube, ich nehme eine Woche Urlaub und verbinde es mit ein paar Runden auf Plätzen in Südwales, die ich noch nicht kenne... Wie es sich für einen Reisegolfer gehört... Wahrscheinlich hole ich jetzt bald wieder den Walisisch-Kurs raus. Die "Beherrschung" der Landessprache kann ja nie schaden...

Donnerstag, 27. August 2009

Dortmunder Golfclub

Und wieder mal eine positive Überraschung. Diesmal der Dortmunder Golfclub. Dortmund bot sich an, weil es drei wichtige Kriterien in meiner Auswahl erfüllte.

a) es war vom Büro aus schnell zu erreichen (18 Minuten)
b) es sah auf der Website nett aus und
c) man konnte ohne Ausweis-Hologramm ohne Aufschlag spielen

Wie immer rief ich vorher an, um zu erfahren, ob ein Turnier stattfand und ob man als Einzelspieler willkommen war. Alles kein Problem. Nur ein kleines Jugendturnier. Vielleicht müsste ich auf Loch 10 starten. Als ich ankam ging alles ganz schnell. Im Büro erfahren, dass es auch ein Greenfee für eine "Abendrunde" gibt (30 Euro). Dann kümmerte sich der Clubmanager Herr Klein persönlich darum, dass ich a) den Abschlag finde (Tee 10) und b) passende Begleiter bekomme. Das ist Service. Das lobe ich mir. Findet man heutzutage selten.

Blick auf das Grün der 5

Der Platz ist landschaftlich sehr schön in einem Mischwald nördlich der Hohensyburg gelegen. Der Club wurde 1956 gegründet und bis 1959 hatte man den ersten 9-Loch Platz fertiggestellt. Architekt war übrigens Bernhard von Limburger. Später erweiterte man dann auf erst 12 und 1970 auf die heutigen 18 Loch. Heute, nach ca. 50 Jahren, ist dort ein sehr schöner Kurs mit einigen kleineren Höhenunterschieden. Klasse fand ich

die 2 (schönes Loch bergab durch den Wald)
die 3 (tolles, kurzes Par 3)
die 5 (kurzes Par mit einem schönem Abschluss)
die 7 (schönes, aber auch langes Par 4 mit tollen Abschlägen)
die 13 (eigentlich nur grade, aber schön bergab durch den Wald)

Wie man auch bei der Aufstellung sieht, haben es mir die ersten 9 angetan. Da sind auch die Löcher von Herrn von Limburger bei. Für mich war das mehr ein "Waldlandkurs" als ein Parklandkurs. Ich mag solche Kurse halt gerne. Ausreichend breite Fairways, die von einem Wald gesäumt werden. Die oben angesprochene Hohensyburg kann man übrigens auf den ersten 9 öfter sehen. Die Steigungen waren auch erträglich.

Blick auf die 7

Das einzig negative an dem netten Spätnachmittag war ich selber. Bei der Hektik am Anfang habe ich vergessen, meinen Logoball zu kaufen. Muss dann also wohl noch mal hin. Mache ich aber auch gerne. Die Golfer, die ich dort traf, waren auch alle sehr nett. Und den Kurs spiele ich auch gerne wieder. Unten sind, wie meist immer, die Bilder. Leider war das Licht suboptimal. Aber man kann ja nicht alles haben im Leben...

Reisegolfer-Rating: 5

Dortmunder Golfclub

Montag, 24. August 2009

Hittfeld

Ich habe zwar schon im letzten Jahr einen ausführlichen Bericht über Hittfeld geschrieben und will mich hier nicht wiederholen. Aber beim Hittfeld-Vierer am Samstag war es wieder mal sehr schön und ich wusste wieder, warum Hittfeld zu meinen 2 Lieblingsplätzen im Raum Hamburg gehört. Da das Wetter auch klasse war, sind mir ein paar gute Aufnahmen gelungen, die ich gerne mit den Lesern teilen möchte. Dazu hatte ich vor einem Jahr noch kein Rating System. Das hole ich jetzt auch nach.

Reisegolfer-Rating: 7

Hittfeld

Donnerstag, 20. August 2009

Düsseldorfer Golfclub

Langsam merkt man, dass die Tage wieder kürzer werden. Man muss schon etwas früher beginnen, um in der Woche 18 Loch zu schaffen. 21.00 Uhr ist es im Rhein/Ruhr Gebiet schon fast zu dunkel. Unsere Wahl fiel dieses Mal auf den Düsseldorfer Golfclub. Sah nett aus auf der Website , hatte Tradition (von 1961) und war bekannt für sportliche Erfolge. Der Platz an sich wurde 1963 von der Firma F.W. Hawtree designed und gebaut. Damals wurden angeblich 14000 Bäume gepflanzt. Ist schon eine enorme Anzahl. Auf dem Foto unten sieht man wie der Platz am Anfang aussah. Relativ kahl. Das hat mit dem heutigen Platz nichts mehr zu tun.

Der Platz in den Sechzigern

Heute ist hier ein abwechslungsreicher Parklandplatz, der teilweise Blicke auf die Rheinebene freigibt. Der Platz hat einige sehr schöne Löcher, aber auch genug durchschnittliche. In Erinnerung bleiben 4 der 5 Par 3 Löcher. Ausser Loch 8 waren die alle Klasse. Allein deswegen lohnt sich eine Runde hier. Schön fand ich auch die 7 und die 14. Nette Par 4 Löcher. Das eine (die 7) wird im Winter von den Jugendlichen zum Schlittenfahren genutzt und das andere (14) ist ein optisch schönes Loch, bei dem sich auch die Longhitter ausleben können.


Unsere Runde dauerte ca. 3.45 Std. Als wir kurz vor Neun am Grün der 18 ankamen, war es schon recht dunkel. Der Flight nach uns musste das Loch eigentlich nach Gehör spielen... Leider gab es nachher nichts mehr zu essen im Clubhaus. Nach der Runde bei über 30°C hatten wir doch etwas Hunger. Immerhin gab es noch ein Getränk.

Abschlagbegrenzung war der Düsseldorfer Radschläger

Etwas Kritik muss ich aber auch noch üben. Auf den Grüns waren unheimlich viele Pitchmarken. Das Mitglied, mit dem wir die ersten elf Loch spielten, hat sich sogar dafür entschuldigt. So etwas hatte ich bisher nur bei Clubs gesehen, bei denen sich mehrheitlich Spieler mit noch nicht abgeschlossener Ausbildung aufhielten. Ansonsten waren die Grüns aber hervorragend. Schnell und spurtreu (falls keine Pitchmarke im Weg war) . Etwas übertrieben fand ich auch das Greenfee. 80 Euro war es dann doch nicht wert. Allmählich habe ich ja einige Vergleiche...

Reisegolfer-Rating: 5

Düsseldorfer Golfclub

Montag, 10. August 2009

GC Wasserschloss Westerwinkel

Gestern gab es wieder mal Betriebssport. Qualifikation zur Deutschen Betriebssportmeisterschaft. Aber wie so oft, stand dies bei mir nicht im Vordergrund. Ich wollte natürlich wieder einen neuen Platz kennen lernen. Und da kam mir der Hinweis eines Kollegen aus Bochum recht gelegen. Also Sonntagmorgen früh raus und auf ins Münsterland. Angesagt war für den Tag etwas Regen, aber so etwas kann uns ja nicht abschrecken. Bisher hatten wir in diesem Jahr ja auch meist Glück gehabt mit dem Wetter. Und so auch diesmal.


Blick auf das Grün der 8

Wie es der Name schon sagt, hat der Club mit einem Wasserschloss zu tun. Davon gibt es in Westfalen ja so einige. Dieses hier war das Wasserschloss Westerwinkel. Es befindet sich seit Jahrhunderten im Besitz der Familie der Grafen von Merveldt und wurde in den vielen Jahren auch kaum baulich verändert. Es ist von aussen hübsch anzusehen und man kann dort auch ohne Schläger nett spazieren gehen. Der Club um das Schloss herum wurde 1995 gegründet und hat ca. 750 Mitglieder. Wie die Masse aller Clubs im Münsterland ist der Platz sehr flach. Man kann sich den Bergführer also ersparen. Er hat ein paar nette Löcher. Aber auch einige langweilige. Gelungen fand ich die Bahnen

- 8 (mit einem nett gestalteten, quasi eingemauerten, "Inselgrün"),
- 14 (Dogleg nach links mit einem durch einen Bach geschützen Grün) und
- 16 (das mit der schönen Baumschneise beim Abschlag)

Die Fairways waren sehr angenehm zu spielen, da sie nicht ganz so kurz geschnitten waren und die Grüns waren gut gepflegt und schnell. Leider waren die Wege von einem Loch zum anderen oft recht lang. Diese Entfernungen kannte ich sonst meist nur von Resortclubs aus Florida. Etwas nachteilig war auch die Autobahn 1, die teils direkt an den Platz grenzte. Das war teilweise schon ganz schön laut. 1974 wollte der heutige Land- u. Golfclub Nordkirchen hier schon mal einen Golfplatz bauen. Wegen der (auch damals schon) lauten Autobahn hat man sich dann aber anders entschieden. Der höchste Punkt des Platzes war übrigens der Herrenabschlag der 18. Das Tee war auf dem Autobahndamm...

Blick vom Tee der 18. Links ist die Autobahn.

Aber der Platz war trotzdem sehr nett und ich hatte meine Freude.

Reisegolfer-Rating: 3

Leider sind die Foto's heute nicht ganz so gut geworden. Das Licht war eher suboptimal. Ich hoffe, man kann trotzdem etwas erkennen.

Schloss Westerwinkel

Freitag, 7. August 2009

ETUF Essen

ETUF ist ein Golfclub im Kruppschen Park unterhalb der Villa Hügel am Baldeneysee gelegen. ETUF steht für Essener Turn und Fechtverein. Der Verein wurde 1884 (unter anderem von Herrn Krupp) gegründet und 1962 zusätzlich zu vielen anderen Aktivitäten um eine Golfsparte erweitert. Im Krupp'schen Park begann mit einem 3-Loch Platz, auf dem man sogar tapfer 18-Loch Turniere spielte. Später erfolgte dann die Erweiterung auf 9 Loch. Dabei ist es bis heute geblieben.


Der Platz befindet sich in einem klasse Park mit einem alten Baumbestand. Eichen, Buchen, Pappeln und Eiben. Sehr schön. Man fühlt sich dort sehr wohl. Durch die vielen Bäume ist der Platz natürlich recht eng. Man muss präzise spielen. Den Driver kann man eigentlich im Bag lassen. Holz 3 reicht oft. Der Platz machte einen sehr gepflegten Eindruck. Bloss das Gras der Grüns 5-7 war etwas hoch gewachsen. Dadurch war das Putten im Vergleich zu den anderen Löchern mit einem Male ganz anders. Aber das war das einzig kritikwürdige. Das Tagesticket kostet in der Woche übrigens nur 30,- Euro. Und das ist sehr günstig für das gebotene.


Es waren klasse 9 Loch. Ist nicht der beste Platz der Welt, aber wir hatten viel Freude. Und darum geht es ja bei dem Spiel. Oder?

Reisegolfer-Rating: 3

Donnerstag, 6. August 2009

Ist halt ein Job

In schweren Zeiten muss man nehmen, was man kriegen kann. Ob die beiden tagsüber wohl Gefahrenzulage bekommen?


Gesehen auf der Driving Range bei ETUF, Essen...

Dienstag, 4. August 2009

Redgolf Gelsenkirchen

Heute 9 Loch mit Kollegen bei Redgolf in Gelsenkirchen gespielt. Der Platz ist in einer ehemaligen Rennbahn und nicht unbedingt ein Hit. Ich hatte letztes Jahr schon einen Bericht über den Platz geschrieben. Da aber einige meiner Leser Mitglied bei Redgolf in Moorfleet sind und heute tolle Bedingungen für Bilder waren, gibt es heute einen kurzen Bericht mit ein paar Foto's des Platzes. Da können die Redgolfer aus Moorfleet mal sehen wie der Redgolf Platz im Pott aussieht.

Redgolf Gelsenkirchen

Reisegolfer-Rating: 2



Montag, 3. August 2009

GC Hamburg-Ahrensburg

Eine weitere Station unserer Vierer-Tournee. Diesmal Vierer Zählspiel mit Auswahldrive in Ahrensburg. Der Club liegt fast in Sichtweite des GC Hamburg-Walddörfer, bei dem wir vor zwei Wochen Station machten. Einfach über den Zaun am Abschlag der 4, etwas übers Feld und schon ist man beim Nachbarn. 1964 gegründet, gehört der Club heutzutage zu den Traditionsclubs im Grossraum Hamburg. Für uns war es das zweite Mal. Das letzte Mal waren wir dort vor zwei Jahren. Und es hatte mir damals trotz Regen gut gefallen dort.

Grünbunker an der 4

Der Platz ist recht flach, aber interessant und abwechslungsreich gestaltet. Longhitter und Strategen kommen hier zu ihrem Recht. Die Bahnen sind breit genug und sind fast alle von Bäumen gesäumt. Man kann zwar meist immer seinen Driver benutzen, sollte aber recht grade sein. Durch den Baumbestand muss man bei fast jedem Loch überlegt spielen. Der Kurs ist nicht einfach, aber immer fair. Richtiges Rough gibt es nicht und wenn der Ball im Wald ist, findet man ihn fast immer wieder. Es sei denn, man spielt seinen Ball über den Auszaun. Dann ist die kleine Kugel natürlich verloren.

Blick vom Grün der 11 über den Bredenbeker Teich zurück zu Abschlag

Ich kann nicht genau sagen, auf wie vielen Hektar sich der Platz verteilt. Ich habe aber den Eindruck, dass man auf relativ wenig Raum viel Golfplatz gebaut hat. Man ist meist immer in der Nähe einer Nachbarbahn. Aber richtig stören tut dies kaum. Richtig schön finde ich (natürlich) das bekannte Loch 11 über den Bredenbeker Teich, Loch 5 und die 18 als klasse Abschluss. Par 5 mit einem Abschlag durch einen langen "Schlauch" und der dritte Schlag über einen Teich zum Grün.

Grün an Loch 18

Nicht so gut gefiel mir, dass einige Bahnen recht nah an der Drivingrange waren. Dort waren dann viele gelbe Rangebälle auf der Spielbahn. Das kann ja auch gefährlich werden... Gesamtfazit ist aber positiv. Der Platz macht mir richtig Spass. Ist nicht der Top-Platz im Grossraum Hamburg (dafür ist die Konkurrenz zu gross), aber immer eine Runde wert. Ich hatte viel Freude.

Reisegolfer-Rating: 5

GC Ahrensburg

Donnerstag, 30. Juli 2009

GC Felderbach

Eigentlich wollte ich gestern nur 9 Loch in Bochum spielen. Da aber um 16:30 Uhr mein Spielpartner kurzfristig absagte, machte ich mich auf den Weg in den "Süden". Hier waren in der Nähe der A46 zwei Plätze beieinander. Golfclub Juliana und Golfclub Felderbach. Eigentlich wollte ich Juliana spielen. Aber im Sekretariat schickte man mich dann zum GC Felderbach. 17:40 zusammen mit 2 anderen.

Als ich nach einem langen Weg endlich Loch 1 erreicht hatte, war mein erster Gedanke: "Und wer trägt jetzt mein Bag?". Das ging ja alles nur rauf und runter! Aber richtig überrascht sein müssen hätte ich nicht. Ich war im Bergischen Land. Da ist der Name auch auf Golfplätzen Programm. Gut, dass ich nicht alle Schläger mit hatte und das leichteste Bag der nördlichen Hemisphäre besitze. Die nächsten Bedenken kamen mir beim Blick auf den Flight vor mir. Vier Personen! Das könnte also eine längere Runde werden. Und meine angekündigten Mitspieler waren auch nicht da. Vielleicht lassen die mich vor mir ja durch.

An Loch 2 (einem langen Par 3 mit 192m bergauf auf ein erhöhtes Grün), musste ich dann so lange warten bis zwei andere Spieler kamen. Hubert und Bernd. Zwei nette Einheimische. Die beiden begleiteten mich dann bis zum Ende im Dunkeln. Wenn ich recht überlege, gab es auf den ersten 9 kaum ein Loch, an dem es nicht bergauf oder bergab ging. Vielleicht die 3, die war im Vergleich zum Rest relativ eben. Aber sonst musste man oft ganz schon kraxeln. Extrem war der Weg von der 7 zur 9. Unterbrochen nur von einem kurzen Par 3 bergauf (was auch sonst). Am Ende (Abschlag der 9) war man froh, wenn ein anderer die Ehre hatte. Da konnte man erstmal durchatmen. Ungewöhnlich war, dass es auf den ersten Neun 5 Par 5-Löcher gab.

Auf den zweiten 9 begann es dann mit einem schönen Par 3 abwärts. Das nenne ich einen erhöhten Abschlag. Geschätzte 30 Meter abwärts. Das hätte ich eher in Österreich oder der Schweiz erwartet. Langsam merkte man, dass es dunkler wurde. Zum Glück hatten wir auf den zweiten 9 keinen mehr vor uns und wir konnten Gas geben. Trotzdem reichte es nicht ganz und an Loch 18 musste ich meinen Leuchtball rausholen. War wohl gut, denn zum Abschluss gab es ein Par im Dunkeln. Wir beendeten die Runde um 21:45 Uhr und um 22:30 war ich dann in meiner Wohnung in Bochum. Es war schon recht anstrengend für einen alten Mann wie mich. Und ich war froh, als ich auf meinem Sofa lag.

Als Fazit kann ich sagen, dass der Platz in Ordnung war. Er hatte etwas viel Schräglagen. Aber das übt ja. Aber landschaftlich war er nett anzusehen. Und das ist für mich ja immer wichtig. Die Grüns waren leider nicht so toll. Aber das bin ich ja von meinem Heimatclub gewohnt. Und die Wege zwischen den Bahnen waren teils sehr, sehr lang. So etwas hätte man früher in den "guten alten Tagen" des Golfdesigns nicht so gebaut. Für's nächste Mal weiss ich Bescheid und miete mir, wie jeder anständigen Touri, ein Cart. Und noch eins zum Abschluss. Auf diesen Platz wurde ein patentierter "Hilltrainer" erfunden, der später auch von der PGA Germany empfohlen wurde. Kann ich nach meiner Runde nachempfinden...

Reisegolfer-Rating: 3

GC Felderbach

Dienstag, 28. Juli 2009

Evakuiert

Heute ist der Fokus etwas mehr auf der Reise als auf Golf. Am Wochenende waren wir ohne Schläger (Ja. Das geht!) in London. Ich hatte erst überlegt, welche mitzunehmen, aber mich dann doch für ein Wochenende ohne Golf entschieden. Alternative wäre ein Besuch bei den Senior Open in Sunningdale gewesen. Aber der Weg dorthin war auch nicht ohne und ein Wochenende ohne meinen geliebten Sport muss auch mal gehen. Also nur London.


Das ganze hatte ich verbunden mit Terminen am Donnerstag und Freitag in der Londoner Innenstadt. Ab Freitagnachmittag war dann frei. Ich wohnte zwar 3 Jahre in einem Vorort von London, hatte aber bei weitem noch nicht alles dort erkundet. Neben etwas Shopping (dort ist zur Zeit nicht nur die Schweinegrippe günstig zu bekommen) ging es diesmal etwas mehr in den Norden der Stadt. Ziel war der Regent Canal. England ist durchzogen von Kanälen, die vor dem Aufkommen der Eisenbahn dem Warentransport dienten. Heutzutage werden die Kanäle von so genannten Narrowboats befahren, die nur noch dem Freizeitvergnügen dienen. Einer dieser Kanäle (der Regent Canal) beginnt in den Docklands und zieht sich mit vielen Schleusen letztendlich bis nach Birmingham hin. Wenn man will, kann man auch zum Bristol Channel oder hoch in den Norden kommen. Das britische Kanalsystem ist sehr vielfältig. Wer mehr lesen möchte, schaut hier.


Wir haben uns für den Weg von Little Venice bis zum Camden Lock entschieden. Wir haben es nicht bereut. Mit der Bakerloo Line bis Warwick Avenue und dann einfach am Kanal entlang spazieren gehen. Zwischendurch Lunch in einem Cafe über dem Kanal und am Ende über den Camden Market spazieren gehen. Ein schöner Nachmittag. Wir hatten viel Natur, schöne Häuser am Ufer und einen total abgefahrenen Markt am Ende. Nach einem langem Nachmittag ging es am Abend noch in einen angesagten Club (Roof Garden) und irgendwann gegen 04:00 Uhr morgens waren wir dann im Bett.

Roof Garden Club

Das ungewöhnlichste Erlebnis unseres Tripps hatten wir dann aber am Sonntag. Eigentlich wollten wir uns mit Bekannten zum Lunch in Kew treffen und danach Kew Gardens erkunden. Alles lief auch nach Plan. Bis wir uns mit der Picadilly Line Earls Court näherten. Der Zug wurde erst langsamer und hielt dann irgendwann ganz an. Das ganze natürlich im Tunnel. Bahnhof war noch nicht. Nach 10 Minuten die erste "beruhigende" Durchsage. Natürlich nicht sehr informativ. Nach noch mal 10 Minuten die nächste Info. Irgendwann ging dann ein Mitfahrer zum Fahrer und fragte. Ergebnis war "Person on the track at Earls Court". Da hatte sich also jemand vor den Zug geworfen. Nun denn. Uns half dieses Wissen auch nicht weiter. War zwar traurig, aber unsere Freunde saßen im Restaurant und wir konnten niemanden anrufen. Nach ca. 50 Minuten in der stehenden U-Bahn kamen dann die Leute mit den orangen Westen. Wir wurden evakuiert! Nach durchzählen ging es Wagonweise im Gänsemarsch durch den Tunnel zur Station Gloucester Road. Alle wurden (ohne Leiter) auf den Bahnsteig gebracht und die Reise ging weiter mit der District Line. Also öfter mal was neues. Aber zum Glück war für uns ja alles recht harmlos. Wir hatten nur eine Zeitverzögerung. Damit kann man ja leben. Vor 4 Jahren bei den Anschlägen am 07.07. war das ja etwas anders. Und ich verstehe Einheimische, die bei solchen Situationen etwas nervös werden...


Es war also ein nettes, erlebnisreiches Wochenende mit gutem Wetter in London. Wird sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein.

Reisegolfer-Rating für den Regent Canal in London: 8 (ein toller Spaziergang)

Im Tunnel

Little Venice to Camden Market

Mittwoch, 22. Juli 2009

Royal Saint Barbara's Dortmund Golf Club

Der einzige Royal Club in Deutschland. Da musste ich dann auch irgendwann mal hin. Gesagt, getan. Gestern war es dann soweit. Wie immer vorher lieb angerufen, gefragt ob viel los ist und hin. Nach etwas Fahrt durch ein Gewerbegebiet kam ich irgendwann dort. Das Clubgelände befindet sich in direkter Nachbarschaft des Trainingsgeländes von Borussia Dortmund. Gestern waren dort auch richtig viele Zuschauer beim Training.

Der Club befindet sich auf einem ehemaligen Militärgelände der Briten und wurde von einem Major 1969 als "Royal Artillery And Dortmund Garrison Golf Club" gegründet. Irgendwann kamen auch deutsche Mitglieder dazu. 1983 wandelte man dann den vorhandenen 9-Loch Platz in einen 18 Loch Platz um. Dieser war noch recht kurz (4544m), aber immerhin. Im Laufe der Zeit nahm der Anteil der deutschen Mitglieder zu und irgendwann zog auch die britische Armee von dem Gelände ab. 1995 wurde dann der Name in "Royal St. Barbara's Dortmund GC" geändert und der Club wandelte sich von einem englischen in einen deutschen um. Das ehemalige Militärgelände wurde nach einiger Zeit von der Bundesvermögensverwaltung übernommen und der Club entwickelte sich zu dem was er heute ist.


Der Platz ist im Vergleich zu vielen anderen Plätzen in der Region recht flach. Die höchste Erhebung ist ein Hügel mit den Abschlägen für die Löcher 4 und 6. Aber ein flacher Platz muss ja kein schlechter Platz sein. Im Gegenteil. Man hat sich hier viel Mühe gegeben. Auf den zweiten 9 bin einen Teil mit 2 (netten) Mitglieder die Runde gegangen. Diese sagten mir, dass in letzter Zeit viel investiert wurde und noch weiteres in der Planung ist.


Das Ergebnis der Investitionen kann sich sehen lassen. Am besten gefielen mir persönlich die Löcher 4, 6, 7, 9, 13 und 17. Der Rest war dann eher Durchschnitt. Ungewöhnlich war auch der Abschluss mit einem Par 3. Hatte ich bisher auch sehr wenig. Datchet, Gairloch, Durness und der Strui Kurs in Dornoch. Wenn ich recht überlege, in Deutschland bisher gar nicht. Nun denn. Der Platz war auf jeden Fall in Ordnung und ich kann jedem, der ihn noch nicht kennt, nur empfehlen, ihn mal zu spielen.

Reisegolfer-Rating: 4
Royal Saint Barbara, Dortmund

Ach ja. Zwei interessante Dinge noch. Es ist, nach meinen Recherchen, der einzige "Royal" Golfclub in einem Land ohne aktive Monarchie. Und Barbara ist der Schutzheilige der Artillerie und der Bergleute.

Montag, 20. Juli 2009

GC Hamburg-Walddörfer

Und noch ein gemischter Vierer. Diesmal der Walddörfer Vierer im GC Hamburg-Walddörfer. Da der Club in der Top 50 Liste des Golf Journals ist, habe ich den Bericht in meinem Top 50 Blog verfasst.

Reisegolfer-Rating: 7

Donnerstag, 16. Juli 2009

GC Werl

Noch ein 9-Loch Platz. Diesmal in Werl. Etwas südlich von Hamm. Für die, die sich hier nicht ganz so gut auskennen. Werl war das Ergebnis meiner Suche nach einem 9 Loch Platz auf dem Weg von Bochum Richtung Ostwestfalen. Viel Auswahl gab es da nicht. Nun also Werl. Der Club liegt in einem kleinen Wald und grenzt an ein Gewerbegebiet an (welches man aber vom Platz aus eigentlich nicht sieht).

Blick vom Abschlag der 1

Die Bahnen hier sind teilweise sehr eng. Natürliche Hooker (Rechtshänder) könnten hier ein Problem bekommen. Schon auf Bahn 1 ist nach links kaum Platz. Und man muss die ersten 3 Löcher strategisch spielen. Nicht langes, sondern präzises Spiel ist hier gefragt. Auf den nächsten Bahnen kommen dann auch die (graden) Longhitter zu ihrem Recht (ausser Loch 6). Loch 4 ist beispielsweise ein Par 3 mit 223 Metern für Herren!!! Das ist eine Nummer zu lang für mich ;-( . Da kann ich nicht mit einem Schlag aufs Grün kommen. Die restlichen Löcher sind gut gemischt. Mal lang, mal kurz. Aber alle gut spielbar. Loch 9/18 war dann ein netter Abschluss mit einem Teich zur Linken des Grüns. Eine andere Besonderheit war das Doppelgrün auf der 7/16. Je nach Loch musste eine andere Fahne angespielt werden. Und das war schon ein Unterschied.

Loch 8/17

Was mir nicht so gut gefiel, waren die Grüns. Ich fand sie mehrheitlich etwas lieblos gestaltet. Dass sie nicht so schnell waren, war ja ok. Das haben viele Clubs. Aber ich fand die Gestaltung ein wenig langweilig. Richtig gut fand ich nur das Grün der 8. Das wurde meinen Ansprüchen gerecht. Da das Wetter passte, war es also eine nette Runde. Man hat dort aus den Gegebenheiten das Beste gemacht.

Reisegolfer-Rating: 3 (obwohl ich Hagen letzte Woche besser fand, und denen auch eine 3 gab)

Donnerstag, 9. Juli 2009

Märkischer Golfclub Hagen

Wie ich darauf kam, dort unten zu spielen, weiss ich auch nicht genau. Ich hatte nach interessanten 9-Loch Plätzen geschaut und dieser hier sah auf seiner Website ganz nett aus. Da ich erst um 17.30 aus dem Büro kam, war ein 9-Loch Platz das einzig machbare. Etwas fahren musste ich ja auch noch. Dank Navi und mit viel Kurverei durch hügelige Orte kam ich nach einiger Zeit auch dort an. Die Dame im Sekretariat war sehr nett und wir hatten eine kurzen Schnack über Golfplätze in Hamburg und Clubs mit Hologramm (Hagen hat auch eins auf dem Ausweis).

Blick vom Abschlag der 4 (wo ist das Fairway?)

Um 18.15 Uhr stand ich dann auf dem Tee 1 des bergigen 9-Loch Platzes. Der Club wurde in den Sechzigern gegründet und ist ein traditioneller Mitgliederclub. Das Layout war recht ungewöhnlich für Deutschland. Auf 18 Loch gerechnet hatte der Platz 6 Par 3, 6 Par 4 und 6 Par 5 Löcher. Das hatte ich bisher erst einmal gehabt. Und das war im The Berkshire GC nahe Ascot. Und die beiden Clubs kann man nicht wirklich miteinander vergleichen. Ich fand den Platz des Märkischen Golfclubs trotzdem sehr nett. Er war sehr gut in die hügelige Landschaft eingebaut. Man hatte aus dem relativ wenigen Platz eine Menge gemacht. Das hatte dann aber auch leider einen grossen Nachteil. Auf den Bahnen 1 und 7 lagen sehr viele Rangebälle. Die Drivingrange war direkt zwischen diese beiden Löcher gebaut.

Loch 6. Nettes Par 3 bergab

Durch die hügelige Lage war der Kurs sehr abwechslungsreich. Viele Löcher hatten Doglegs oder teils blinde Schläge. Klasse fand ich den Abschlag der 4. Langes Par 5 (585m). Von dort sah man durch die Bäume und Büsche nur einen kleinen Teil des Fairways, das etwas unterhalb lag. Gut fand ich auch Loch 6. 176 m Par 3 abwärts zu einem mit Bunkern gut geschütztes Grün. Leider hatte ich etwas Pech mit dem Wetter. Der einzige Schlag ohne Regen war der letzte Putt auf Loch 9. Ansonsten regnete es durch. Schade. Aber mit Schirm war es ganz gut auszuhalten. Der Platz war also recht vernünftig und ich hatte meinen Spass. Die Leute dort waren nett und das Essen nach der Runde schmeckte. Was will man mehr?

Reisegolfer-Rating: 3

Märkischer Golfclub Hagen

Montag, 6. Juli 2009

Gut Waldhof

Von Freunden kam spontan die Anfrage, ob wir nicht aufgrund von Turnier im Heimatclub am Samstag in Waldhof spielen sollen. Als alter Platzsammler konnte ich natürlich trotz Rückenschmerzen nicht "Nein" sagen. Also wieder mal früh raus und ab in den Norden von Hamburg.

Der Club dort hat in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Wobei ich aufgrund von Wechseln beim Betreiber nicht genau weiss, ob der dortige Club auch 40 Jahre wurde. Einigen wir uns mal darauf, dass nun seit 40 Jahren dort Golf gespielt wird. Nun denn. Querelen der Vergangenheit sollen hier nicht mein Thema sein. Vielmehr, dass ich nun schon zum zweiten Mal nacheinander meine Kamera vergessen habe. Was schade ist. Der Platz im Norden von Hamburg hat nämlich auf einigen Löchern etwas für's Auge zu bieten. Schön waren für mich die Löcher 3, 4, 7 und 12. Alle diese Löcher waren a) visuell schön und b) auch etwas herausfordernd beim Spiel. Die restlichen Löcher waren ok, aber nichts besonderes. Der Platz ist gut gepflegt und auf jeden Fall wert, eine Runde dort zu spielen. Einige meiner Bekannten bezeichnen ihn als ihren Lieblingsplatz. Schön ist er wirklich. Aber für mich nicht so weit oben anzusiedeln. Weil nur ein kleiner Teil der Löcher richtig gut ist, fällt meine Bewertung folgendermassen aus:

Reisegolfer-Rating: 4

Ich komme aber trotzdem gerne wieder.

Donnerstag, 2. Juli 2009

GC Schloss Westerholt

Jeder, der mehr als einen Golfplatz gespielt hat, kennt das. Man fährt zu einem Golfplatz, den man noch nicht kennt und hat irgendwelche Erwartungen. Welcher Art auch immer. Man hat vorher etwas über den Platz gelesen oder gehört. Je nachdem, was man vernommen hat, hat man positive Vorfreude oder neutrale Erwartung. Ich wurde gestern das erste Mal seit langem positiv überrascht. Grund war mein erster Besuch auf dem Platz in Westerholt. Ich war zwar schon mal 2003 mit Nicole dort. Aber da hatten wir nur übernachtet. Gespielt hätten wir auch, aber es war noch ein Turnier und wir waren als Quasi-Beginner noch etwas zurückhaltend.

Gestern hatte ich dann also meine Premiere. Vorher angerufen, und gefragt, ob irgendein Turnier ist und man auch als Einzelspieler ohne Probleme spielen kann. Alles ok. Ich soll einfach kommen und spielen. Ist nicht viel los gegen 17.30/18.00 Uhr. Ich also hin und lieb mein Greenfee gezahlt und noch mal gefragt, ob viel los ist. "Nö. Da is keiner mehr!". Dachte mir, dass dann 3 Stunden realistisch sind für eine anständige Runde. Am Tee 1 dann die erste (noch nicht so schöne) Überraschung. Alles voll mit Zweier-Flights, die wohl meist spielten, weil sie so spät keinen mehr aufhielten. Zum Glück konnte ich in einen Zweier-Flight einsteigen, der nicht ganz so langsam war. Nach 25 Minuten konnte ich dann doch loslegen.

Der Platz ist interessant angelegt. Die ersten 9 sind sozusagen im Aussenring und die zweiten 9 im Innenring. Die meisten Löcher sind schön separat gehalten. Nur selten begegnet man anderen Flights. Dazu ist dort Natur pur. Auf den zweiten 9 war ich dann alleine mit vielen Kaninchen, lauten Fröschen, singenden Vögeln und einem Reh auf Loch 16. Der Platz hat mich wirklich positiv überrascht. Vernünftig gepflegt und nettes Design der Löcher. Vor allem die zweiten 9 waren sehr schön. Signature Loch für alle ist das Loch 10. Ein Par 3, 130 Meter carry über einen See. Ich weiss nicht, wie der Platz an einem kühlen feuchten Tag im April aussieht. Ich war auf jeden Fall glücklich gestern. Dazu noch mein Handicap gespielt, nur einen Ball gebraucht und letztendlich nur 3.10 Stunden benötigt. Da schmeckte das Getränk nach der Runde vor dem Schloss noch mal so gut. So stelle ich mir eine schöne Runde Golf vor.

Reisegolfer-Rating: 5

Ach ja. Etwas zu meckern habe ich ja immer. Auch hier. Die Grüns waren sehr langsam und die Wege zwischen den Löchern waren oft zu weit ohne Cart. Und dann habe ich noch meinen Fotoapparat vergessen. Und das bei perfekten Bedingungen! Ich ärgere mich immer noch! Da muss ich dann wohl noch mal hin... und Bilder machen.

Dienstag, 30. Juni 2009

GC am Sachsenwald

Sonntag gab es wieder mal einen Vierer. Die von Nicole und mir bevorzugte Spielform. Diesmal ein Wohltätigkeitswettspiel zugunsten der Deutschen Muskelschwundhilfe beim Golfclub am Sachsenwald. Der Club wurde 1985 gegründet und liegt am südlichen Rand des Sachsenwalds bei Dassendorf. Der Platz wurde entworfen von Karl F. Grohs. Einem Teilhaber der Deutschen Golf Consult, die in Deutschland sehr aktiv ist und viele schöne Golfplätze erstellt und überarbeitet hat. Der Platz ist relativ flach und ein Parklandplatz, der aber, wie es der Clubname schon sagt, am und nicht im Sachsenwald liegt. Der Baumbestand ist abwechslungsreich und bietet oft etwas für's Auge. Ist aber kein richtiger Wald dort.


Mit einer Länge von 6087 Metern für Herren (5324 für Damen) gehört er im Grossraum Hamburg zum oberen Durchschnitt. Der Platz ist relativ offen und man hat gute Aussichten. Die Fairways sind breit genug. Müssen sie auch sein, da das Rough so seine Tücken hat. Auf den zweiten 9 ist man fast dauernd mit der Süsterbek konfrontiert. Der kleine Bach ist aber kein wirkliches Problem.


Der Platz hat seine Schwierigkeiten, ist aber auch für nicht so gute Spieler gut spielbar. Rein optisch gefielen mir die Löcher 8, 9, 10, 14 und 15 am besten. Richtig angetan hat es mir die Baumreihe auf dem Foto oben. Den Platz sollte man also ruhig mal gespielt haben. Die Mitglieder, die wir getroffen haben, waren meist sehr nett und wir wurden im Sekretariat sehr freundlich und kompetent empfangen. Zudem war der Platz in sehr guten Zustand. Fairways und Grüns waren gut in Schuss. Anbei noch ein paar Foto's vom Platz. Leider hatten wir nicht das perfekt Licht, wie in Schottland. Aber es sind auch so ein paar nette Eindrücke dabei.

Reisegolfer-Rating: 4,5 (kann mich nicht entscheiden)


P.S.: Dank an Claudia für die nette Begleitung