Dienstag, 17. März 2009

To the Linksland

Eines meiner Hobbies ist das Lesen und Sammeln von Golfbüchern. Durch meine Zeit in UK und durch die Tatsache, dass dort die besseren Golfbücher geschrieben werden, habe ich mir allmählich eine kleine Sammlung angelegt. Um auch andere daran teilhaben zu lassen, werde ich nun von Zeit zu Zeit in meinem Blog Empfehlungen für gute Golfbücher schreiben.

Anfangen möchte ich mit "To the Linksland" von Michael Bamberger. Michael Bamberger ist Autor bei "Sports Illustrated" und hat schon einige Bücher geschrieben. 

"To the Linksland" besteht aus zwei Teilen. Einmal seine Erlebnisse als Caddie auf der European Tour und zum anderen seine Studien des Golfspiels in Schottland. 


Das Buch ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben. Es gibt einen guten Einblick in das Leben auf der European Tour Anfang der Neunziger, und ist zusätzlich eine golferische Selbstfindung des Autors auf schottischen Golfkursen. Beim Lesen bekommt man Lust, einfach sein Bag zu packen und den nächsten Flug nach Schottland zu buchen. Das Buch hat einen Grossteil der Planung meiner ersten Golfreise nach Schottland beeinflusst. Und keine Angst vor dem Englisch. Es ist auch für Nicht-Muttersprachler gut zu lesen.

Fazit: Kaufen, geniessen und dann reisen.

Freitag, 13. März 2009

Dazu gelernt!

nach der langen Woche in Bochum habe ich heute Abend erstmal die Post zu Hause in Hamburg durchgesehen. Unter anderem hatte ich die monatliche "Postille" des Hamburger Golfverbands gelesen. In der Regelecke ging es um Sprechen auf der Runde. Der Bericht war sehr interessant. Vor allem die richtige Ausdrucksweise für das Vorhaben, einen provisorischen Ball ins Spiel zu bringen. Ab morgen sage ich dann nur noch:

"Ich bringe einen neu eingesetzten Ball gemäß Regel 27-2a ins Spiel!"

Ich hoffe, ich kann mir das merken...

Dienstag, 10. März 2009

Wann hört das nur endlich auf?

Ich bin es langsam wirklich leid. Ich will es nicht mehr. Wann hört dieses blöde Wetter nur auf? Ich will mal wieder Golfspielen und nicht Schlammcatchen. Kann mir jemand sagen, wo es einen relativ trockenen Platz gibt, auf dem man zur Zeit spielen kann? Und wo der Ball vielleicht auch mal 3 Meter rollt, wenn man seinen Abschlag gemacht hat? Ich hoffe, dass uns Golfern diese trüben Tage im Laufe der nächsten Wochen mit Zinsen zurückgezahlt werden. Vorstellen könnte ich mir 3-4 Wochen angenehme Temperaturen und Regen nur Nachts. Dies bitte ab Sommerzeitbeginn in 19 Tagen. Bis dahin halte ich es dann auch noch irgendwie aus.  

Frustrierte Grüsse aus dem Pott

Dienstag, 24. Februar 2009

Pussy

Bei einem Gespräch mit einem schottischen Kollegen kam das Gespräch auf die Golfschläger, die ich nutze.

Ich: "Ping G 5".

Innes: "And? Which Shaft?

Ich: "No idea. Graphite!"

Innes: "Graphite? That's for Pussies!!"

Da war ich erstmal geschockt. So hatte ich mich noch nie gesehen... Soll ich mir jetzt schnellstens Schläger mit Stahlschaft besorgen? Oder muss ich mich damit abfinden, dass ich eine Pussy bin?

Sonntag, 22. Februar 2009

Hansegolf 2009

Die einzige Golfmesse im Norden Deutschlands und ich haben etwas gemeinsam. Wir sind beide im siebten Jahr. Ich spiele nun im 7. Jahr Golf und die Messe findet das 7. Mal statt. Ich bin also ein treuer Wegbegleiter. 

Was bringt einem normalen Durchschnittsgolfer auf so eine Messe? Gute Frage. Die Antwort versuche ich zum Schluss zu finden. Die Messe an sich ist in einem kleinen Teil der Hamburg-Messe untergebracht. Eine grössere Halle für alles. Als Aussteller sind zum einen Händler wie Karstadt Sport, Golf House und Castan Golf mit Schlägern, Klamotten und Zubehör vertreten. Dann sind dort noch alle wichtigen Schlägerhersteller mit ihren Neuheiten, die man auch testen kann. Den nach meinem Empfinden grössten Teil der Ausstellungsfläche belegen Golfclubs aus Norddeutschland, die neue Mitglieder suchen und Hotels mit angeschlossenem Golfplatz. Dazu noch ein paar Reiseveranstalter, eine Leadbetter Vorführung und diverse Aussteller, die teils kaum eine Verbindung zum Golf haben (was macht Segway dort?). 

Hauptgrund für unser Kommen ist aber der Stand von Golf Austria. Dort gibt es Info's und Angebote diverser Hotels, einen Golfsimulator mit Gewinnspiel und natürlich den gastronomischen Teil. Dazu gibt es für die Besucher, die einen Gutschein haben, eine nette Brotzeit und ein Getränk. Zum Ende des Messetages ist das Personal auch öfter mal freigiebig und es gibt das eine oder andere Glas Wein ohne Bezahlung. Dann trifft man dort auch viele Bekannte aus unserem Golfclub. Also ist auch der gesellige Teil gesichert. Bevor zufällige Leser von Golf Austria aufschreien, das ich ein Schnorrer bin, verspreche ich hiermit, dass ich mit Nicole innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Urlaub in Österreich machen werde. Es ist dort nämlich sehr schön!

Wenn mich nun jemand fragt, ob sich das Kommen zu Messe lohnt? Ja. Aber man sollte sich mit Bekannten dort verabreden. Und mit etwas Geduld findet man auch ein Schnäppchen.

Dienstag, 10. Februar 2009

Blödes Wetter

Nun habe ich mir für heute extra vorgenommen, wieder mal Bälle zu schlagen und dann beginnt es hier am Nachmittag zu schneien. Schrecklich! Die ganze letzte Woche habe ich schon wegen Hexenschuss aussetzen müssen und nun so was. Dann werde ich wohl vor übernächste Woche (nächste Woche Ski fahren) keinen Schläger mehr in die Hand nehmen können.

Aber es gibt ja auch gute Nachrichten. Tiger Woods ist wieder mal Papa. Herr Glos ist zurückgetreten und die Planungen für Wales schreiten voran. Da hat man auch an trüben Wintertagen etwas, um sich zu freuen. In drei Monaten spiele ich dort:


Ich freue mich schon wahnsinnig. Ob man sich dort wohl mit Lakeballs eindecken kann? Oder heissen die dort Seaballs?

Samstag, 24. Januar 2009

Mit Dave und Dave auf dem Heartattack Hill

Heute hatte ich endlich meine Premiere in 2009. Die erste 18 Loch Runde. Die Mühe, mit Golfgepäck für zwei Tage nach London zu fliegen, hat sich ausgezahlt. Nach einem nettem Abendessen mit Tom und Familie ging es heute morgen früh raus. Wir hatten eine Startzeit für 09.30 Uhr. An sich ok. Man muss aber berücksichtigen, dass wir vorweg ein vollständiges englisches Frühstück mit allem Drum und dran hatten. Kostet ja auch Zeit.

Man beachte die Ärmellänge des Abschlagenden. Es war 5°C...

Ziel war der Little Hay Golf Club. In der Nähe von Hemel Hempstead in Hertfordshire. Ein von der Gemeinde betriebener Public Course mit angeschlossenem Club. Als wir ankamen, hatten wir erst Bedenken, ob wir überhaupt spielen können. Kaum Autos. Keiner zu sehen. Und die Fairways und Grüns sahen gefroren aus. Aber so schlimm war es dann doch nicht. Nach dem Bezahlen (21Pfund) ging es sofort zu Tee 1. Dort standen schon Dave und Dave. Mit denen sollten wir 18 Loch spielen. 

perfektes Wetter auf den zweiten 9

Wie immer ging es darum, wer anfängt. Interessanterweise war nicht das Handicap gefragt. Da wir eigentlich zwei 2er-Flights waren, wurde vereinbart, dass auf den ersten 9 erst Dave und Dave beginnen und auf den zweiten 9 dann Tom oder ich. War dann auch ok. Aber eben ungewöhnlich. Der Platz war für die Jahreszeit in Ordnung. Das Wetter war gut. Was will man mehr. Schön waren (meist auf den ersten 9) die Ausblicke. Die Gegend war sehr hügelig. Wie der meiste Teil von Hertfordshire. Ein Loch war aber besonders steil. Loch 5 war kurz (295 Meter), spielte sich aber durch den steilen Anstieg einiges länger. Hinter dem Loch war am Abschlag des nächsten Loches eine Bank mit dem Hinweis, dass man sich hier von den Anstrengungen des "Heartattack Hills" erholen kann. War auch wirklich heftig. Man war froh, wenn man auf dem Grün war. Mein Puls war beim putten noch recht hoch. Reichte aber trotzdem zum 2-Putt.

vereister Bunker vor gefrorenem Grün

Der Kurs war perfekt für eine Runde Wintergolf. Für mich war es nun das dritte Jahr, in dem ich meine "Jahrespremiere" in UK spiele. Diesmal sogar, ohne dort zu wohnen. Mal sehen, wieweit sich dies fortsetzt... Heute nachmittag wollen wir noch etwas in Kew Gardens spazieren gehen und morgen früh geht es dann zurück in den Arbeitsalltag. Dann werde ich versuchen, etwas mehr zu üben. Einmal die Woche sollte schon drin sein. Bis dann also

Hwyl
Clubhaus am frühen Morgen

Mittwoch, 21. Januar 2009

Das Jahr hat begonnen

Auf jeden Fall, was Golf betrifft. Irgendwie hat es sich bisher dieses Jahr nicht ergeben. Entweder fehlte das Wetter oder die Motivation. Heute habe ich es aber endlich wieder geschafft. Raus auf die Range. Um 17.15 den Griffel fallen gelassen und los ging es. Es war richtig schön. Die Bälle flogen und auch das Zielschiessen mit dem Sandwedge funktionierte. Da nimmt man auch mal die lange Anfahrt von 20 Kilometern in Kauf.

Insgesamt habe ich 120 Bälle geschlagen. Für das erste Mal war das genug. Nun will ich nur noch hoffen, dass ich am Wochenende auf dem Platz auch den Ball treffe. Ich besuche Bekannte in London und wir wollen, wenn es nicht regnet, Samstag und Sonntag spielen. Ich kann es kaum noch erwarten.

Montag, 19. Januar 2009

Tourismus-Marketing Golf North-Wales

Heute traf die lang erwartete DVD von Golf North Wales ein. Ich hatte mir auf der Website vor ca. einer Woche eine DVD über Golf in Nord Wales und entsprechendes Infomaterial bestellt. Heute war die Post endlich da. Also sofort den Umschlag geöffnet und eine hübsch hergerichtete DVD gefunden. Leider war der Inhalt etwas enttäuschend. Immerhin gibt es Luftaufnahmen von ausgewählten Clubs. An Info's gibt es leider nur die Angabe über Par (z.B. 71), Länge in yards, Kurstyp (z.B. Links) und die Anzahl der Löcher der vorgestellten Clubs. Ein wenig mehr Info oder auch Aufnahmen (nicht aus der Luft) der verschiedenen Clubs wären schön gewesen. Aber immerhin gibt es eine DVD. Das ist doch schon mal was. Weiss einer der Leser von einer Info-DVD über Golf in einer spezifischen Region in Deutschland? Kann ich mir schwer vorstellen. Wenn doch, bin ich über jeden Hinweis dankbar. 

Übrigens war das schriftliche Infomaterial in dem Umschlag gut und nützlich. Schön nach Regionen aufgeteilt und informativ. Zusätzlich mit den Links zu den Websites der Clubs konnte man gute Hinweise über zu spielende Clubs bekommen. Meine Auswahl ist nun schon etwas mehr eingeengt. Auf jeden Fall zu spielen sind Nefyn und Aberdovey. Den Rest werde ich mir noch noch in Ruhe aussuchen. Problem ist nur, wann man das alles machen soll. Die Region bietet auch ohne Golf unheimlich viele Sehenswürdigkeiten. Naja. Werde schon ein passendes Programm entwerfen. Ich werde die Leser auf dem Laufenden halten.

P.S.: Die oben angegebene Website hat tolle Bilder der Golfplätze dort. Da muss man dann unbedingt mal hin, wenn man einige Foto's gesehen hat.

Montag, 12. Januar 2009

Schottland oder Irland?

Als Reisegolfer will das Jahr natürlich gut verplant sein. So auch in diesem Jahr. Schon letztes Jahr hatten wir überlegt, wo wir denn dieses Jahr im Mai hinfahren. Britische Inseln war klar. Frage war nur, wohin? 2006 waren wir für 6 Tage in Nordwales, 2007 ging es für ein langes Wochenende nach Südwales und für 2 Wochen nach Schottland. Letztes Jahr dann eine Woche nach Cornwall und Devon. Da das Pfund einiges an Wert verloren hat (ca. 20% seit Mai), war das Vereinigte Königreich natürlich erste Wahl. Irland ging später immer noch und Schottland war für eine Woche etwas weit. England hatte ich in meiner Zeit in London ausreichend erkundet (ausser die Ostküste). Also wieder Wales. Was ja auch in meinen Rhythmus passt. 

Für Wales sprechen viele gute Gründe. Ich werde im Laufe meiner Vorbereitungen und beim anschliessenden Reisebericht diese näher darlegen. Wir haben also unsere Flüge gebucht. In der 2. Maiwoche geht es los. 8 Tage Nordwales und die Gegend um Manchester. Ich werde Stück für Stück von den Vorbereitungen berichten. Bis dahin also

Hwyl

Der Reisegolfer

Montag, 29. Dezember 2008

Jahresrückblick

Das war es dann also fast, das Jahr 2008. War golferisch ein schönes Jahr. Vor allem, weil ich viel erlebt habe. Eher weniger, weil ich so toll gespielt habe. Na ja. Man muss ja Prioritäten setzen.

Dieses Jahr vielleicht noch eine kleine Runde und dann kann das Jahr 2009 beginnen. Hier nun die Statistik:

gespielte Runden: 85
Turniere: 16
verschiedene Plätze gespielt: 55
in 4 verschiedenen Ländern
Plätze das erste Mal gespielt: 41
in England gespielt: 33 mal
schönster gespielter Platz: Bearwood Lakes
am meisten Spass gehabt: Meisdorf
bestes Ergebnis: Eagle an Loch 10 in Cape Cornwall (hat Rüdiger aber auch geschafft)
Liebster Partner für einen Vierer: Immer noch Nicole
häufigster Spielpartner nach Nicole: Rüdiger

Was ist für nächstes Jahr geplant? Wales, Südafrika und viele Plätze rund um das Ruhrgebiet erkunden.

Guten Rutsch und gutes Spiel für 2009

Der Reisegolfer
Andreas

P.S.: Thanks to my colleagues in Stockley Park for accompanying the crazy german one day per week to different golf courses. Gut dass in meinem neuen Team auch drei Golfer sind. Fangt schon mal an zu üben...Ende April soll es losgehen.

Wintergolf...

kann manchmal richtig schön sein

Loch 1, Redgolf Moorfleet. Blick zurück Richtung Abschlag

Sonntag, 28. Dezember 2008

Florida Fazit

Ja. Was soll ich sagen? War wieder mal schön. Es war mein erster Urlaub mit insgesamt 9 Bekannten, der länger als ein langes Wochenende dauerte. Man muss etwas tolerant sein, aber ich finde es schön, mit vielen guten Bekannten Urlaub zu machen. Nicht jedes Jahr 4 Wochen lang, aber sonst immer wieder gerne. Wichtig war auch die Aufteilung auf 2 Häuser und 3 Fahrzeuge. Dadurch war man flexibel und jeder hatte seine Freiheiten, wenn er sie brauchte.

Wer also mit grossen oder kleinen Gruppen einen schönen Golfurlaub verbringen möchte, für den ist Südwest-Florida perfekt. Unser Standort war in Port Charlotte. Von dort konnten wir

a) viele schöne Golfplätze gut erreichen,
b) genügend touristische Ziele anfahren und
c) jede Menge Shopping-Attraktionen erleben

Es war also genau richtig. In den 14 Tagen habe ich mit Nicole

- 10-mal Golf gespielt
- die Effizienz der US Cops erfahren
- Verwandte auf Longboat Key besucht
- einiges neues kennengelernt
- den USA-Wahlkampf 2008 live erlebt
- Sonnenuntergang auf Sanibel Island sehen dürfen und
- einige tolle Schnäppchen gemacht

Best of Florida 2008

Es war also richtig schön. In dem Album oben habe ich eine (rein persönliche, subjektive) kleine Auswahl von schönen Bildern aus den 2 Wochen beigefügt. Die Bilder geben einen kleinen Eindruck. Mehr ist leider nicht möglich. Das beste wäre es, es selber auszuprobieren. Freunde überreden, Flug buchen, Golfschläger einpacken und hin. Wer Tipps für ein schönes, bezahlbares Haus braucht, spricht mich an. Ich könnte hier vielleicht vermitteln.

P.S.: Pelican Pointe war ich mit Nicole am letzten Tag auch noch. War ok. Mehr aber auch nicht. Und schlecht gespielt haben wir auch noch...

P.S. 2: Den ersten Preis für den Florida Swing hat Johannes gewonnen (die besten 3 Netteergebnisse aus 2 Wochen) Glückwunsch nochmal.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Old Corkscrew

Auf diesen Kurs hatte ich mich schon seit Wochen gefreut. Er sollte zwar etwas teurer sein (lt. website $ 135,-), aber den Kurs wollte ich mir mal gönnen. Hatte vorher schon einige sehr positive Rezensionen gefunden. Old Corkscrew wurde 2007 eröffnet und ist ein Jack Nicklaus Design Kurs. Im Gegensatz zu allen anderen Kursen in Südwest-Florida, die ich bisher gespielt habe, ist dies ein Platz ohne Häuser herum. Also für mich mal etwas besonderes. Und das war es dann auch wirklich. Aber alles der Reihe nach.


Loch 4
Zuerst gab es eine positive Überraschung. Anstatt des erwarteten Preises mussten wir nur $ 85,- inklusive Lunch und einem Softdrink zahlen. Das war natürlich ein guter Beginn. Für den Preis war der Platz dann schon fast ein Schnäppchen. Der Platz führte durch einen Wald östlich von Estero. Von den 4 Abschlägen, die zur Auswahl standen, hatte ich mich für blau entschieden. Das war umgerechnet etwas weniger als 6000 Meter und für mich damit lang, aber machbar.


Loch 7
Da die Bahnen durch den Wald führten, waren wir auf jedem Fairway fast für uns allein. Trotz des Waldes rechts und links war der Platz breit genug und fair. Die Grüns hatte Herr Nicklaus meist etwas erhöht gebaut und recht gut verteidigt. Erinnerte mich ein wenig an Grüns der Herren Colt und Allison. Und deren Plätze mag ich sowieso gern (z.B. Falkenstein, Sunningdale new, Stoke Park). Sogar die teils sehr grossen Bunker ähnelten ein wenig Colt/Allison Kursen.


Loch 12. Par 3 über Wasser
Am meisten Freude machten mir die Par 3 Löcher. Die waren alle hübsch anzusehen und nicht zu einfach. Alle waren gut mir Bunkern umgeben und mehr als die Hälfte waren über Wasser zu spielen. Man freute sich schon auf den Schlag, bevor man am Tee war. Die Bilder zeigen einige schöne Beispiele der Par 3 Löcher. Ich konnte beim fotografieren auch nicht genug bekommen. War einfach schön dort. Dazu noch gutes Wetter. Also alles perfekt. Da lohnte sich auch die weite Anfahrt.

Loch 16. Für mich das Signature Loch

Blick zurück über Loch 18
Es war also ein ganz und gar gelungener Golftag. Wer in der Region ist, sollte den Club also auf jeden Fall in seine Liste aufnehmen. Nette Leute, perfekter Pflegezustand und ein ganz toller Golfplatz mit allem, was man für eine tolle Runde braucht. Da klappt das gute Spiel fast von selbst. Oder man bemerkt nicht, wie schlecht man spielt, weil es dort einfach nur schön ist. Also. Nichts wie hin (wenn man mal in der Region ist) und spielen, den Platz.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Mit Bernie in Bobcat

Nachdem wir uns am Montag getrennt hatten, ging es am Dienstag wieder gemeinsam los. Bobcat war geplant. Der Kurs befindet sich etwas nördlich von Port Charlotte und ist (langsam ahnt es der Leser) auf einen Golf Homes Development. Vor drei Jahren waren wir schon mal dort. Schöner Platz. Recht gut gepflegt. Ein Jahr darauf hörten wir dann, dass die Anlage wohl pleite ist. Der Platz wird nicht mehr gepflegt und so weiter. Von Freunden, die kurz vor uns dort waren, hörten wir, dass im letzten Jahr einiges in Bobcat investiert wurde. Also hin und testen den Platz.


Da wir 7 Personen waren, hatten wir in einem Flight noch einen freien Platz. Der wurde vom Proshop mit Bernie gefüllt. Bernie kam aus Maryland und besuchte dort seine Tochter. Er war ein netter Kerl, der auch recht gut Golf spielte. Der typische US-amerikanische Mitspieler. Locker, freundlich und während der Runde sehr entspannt. Sein Schwung war recht unorthodox, aber effektiv. Ein Loch mit Bogey war ein schwaches Loch. Einmal hatte er eine Bunkerkatastrophe zu bewältigen, die mit einer 7 endete. Aber der Rest war klasse. Nach der Runde beim Bier diskutierten wir noch die Wahl (war ja der 04.11.) und Unterschiede zwischen Golf in Deutschland und Florida. Es war also eine gelungene und unterhaltsame Runde. Wieder mal viel Spass gehabt.

Bernie beim Finish
Ach ja. Die Investition in den Platz hatte sich gelohnt. Bobcat war in hervorragenden Zustand und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. $39,- war sehr fair. Auf der Homepage des Clubs sind einige schöne Bilder. Der Platz hat viel Wasser und nett angelegte Bunker. Er macht also Spass.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Magnolia Landing

Heute ging es getrennt los. Ein Teil der Truppe (nun noch 7) wollte gerne mal Kultur erleben. D er andere Teil, zu dem ich gehörte, wollte weiter golfen. Aber zuerst ging es zu Golf World II in North Ft. Myers. Dort hatte Nicole am Freitag zuvor einen schönen, gebrauchten Cobra Eisensatz gesehen. Wie das so ist, wir konnten uns nicht entscheiden, der Laden machte bald zu (Freitag war Halloween) also wurde erstmal verschoben. Am Montag mussten wir dann aber doch wieder dorthin. Rüdiger kam auch mit. Nicole also die Schläger ausgiebig getestet und dann wurde doch gekauft. Ich habe dann noch ein günstiges Hybrid erstanden. Und fast alle hatten neue "Waffen" und waren glücklich. Den Verkäufer fragten wir dann, welchen Platz er in der Nähe empfehlen könnte um das neue Equipment zu testen. Magnolia war die Antwort. Wir haben dann auch sofort gebucht und über den Verkäufer noch Discount bekommen.




Der Platz war, wie fast immer in Florida, in einem Development. Also gebaut, um Häuser zu verkaufen. Das ganze war noch recht neu. Es waren also noch nicht sooo viele Häuser da. Gerüchteweise hatten wir bei einem Pro in Cape Coral gehört, dass es dem Betreiber nicht allzu gut geht. Es wurden also nicht genug Häuser verkauft. Der Platz war aber trotzdem in einwandfreien Zustand. Da wir gegen 12.30 begannen, war der Platz auch fast leer. Wir konnten also fast alleine spielen. Und es machte wirklich Spass. Schöner Platz in netter Umgebung, gut gepflegt und nicht zu einfach.




Ich würde den Platz empfehlen. Kann nur nicht mehr garantieren, dass es den Kurs noch gibt, wenn man im nächsten Herbst dort auftaucht. Das mag sich komisch anhören. Aber die meisten Plätze in Florida leben von den dort verkauften Häusern und den Menschen, die dann dort wohnen. Und es kann vorkommen, dass Plätze einfach der Natur übergeben werden, wenn es sich nicht mehr rechnet. Alles schon da gewesen. Stelle ich mir nur blöd vor, wenn ich dort ein Haus kaufen würde. Toller Blick von der Terrasse auf den Kurs und dann verwildert dort mit einem Male alles. Aber ein bisschen Risiko hat man immer im Leben. Also dann doch lieber immer wieder woanders hinfahren und spielen, wo es grad schön und möglich ist. Und kein Haus in Florida...Wäre mir auf die Dauer sowieso zu warm...

Montag, 1. Dezember 2008

Warum hat man in Florida meist Carts zu nehmen?

Ganz einfach. Die Wege zwischen den Löchern sind etwas länger:


Heron Creek

Es mag dem einen oder anderen Leser (sind dort mehr als 2?) aufgefallen sein, dass die Berichte über den Florida Urlaub nicht mehr zeitnah sind. Das liegt zum einen daran, dass ich hier in der Bochumer Wohnung abends beschäftigt bin und an Wochenenden anderes vorhabe und zum anderen liegt es daran, dass ich zur Zeit nicht soooo motiviert bin Richtung Golf zu denken. Seit ich am Wochenende aber wieder nette 9 Loch im Schneetreiben hinter mir habe, bin ich aber wieder voll motiviert. Daher nun also weiter mit den Berichten.


Powerlady

Heron Creek ist ein 27-Loch Platz in North Port. Etwas nordwestlich von Port Charlotte. Unser Hausvermittler (nochmals danke, Pit) hatte uns diesen Platz ans Herz gelegt. Und wir wurden nicht enttäuscht. Er liegt zwar auch (wie fast alle Plätze hier) innerhalb eines Developments, aber das fällt nicht so oft auf. Wir haben an dem Sonntag erst Oaks und dann Marsh gespielt. Allein das Eröffnungsloch war das Kommen fast schon wert. Ein Par mit einem fast blinden Abschlag. Die Löcher waren gut designed und dazu spielte ich auch noch anständig. Was will man mehr? Interessant, und zum Glück nur eine Fussnote, war der einzige Regen während unseres Urlaubs. 10 Minuten zwischen Loch 9 und Loch 10. Zum Glück konnten wir uns unterstellen. Danach kam aber sofort wieder die Sonne heraus und das Wetter wurde wieder schön.


wieder mal kein direkter Weg...

Auch in Bezug auf Ballverlust war es mal wieder ein schöner Tag. Nur einen Ball verloren. Blinder Abschlag über ein Sumpfgebiet (Loch 17). Ich war mir sicher, dass der Ball das Fairway erreicht hat. Aber leider fanden wir ihn nicht. Was soll's. War trotzdem eine tolle Runde. Und mit 18 Bruttopunkten bin ich immer glücklich. Das Essen auf der schönen Clubhausterrasse war dann der krönende Abschluss.

Mittwoch, 19. November 2008

Shopping

Ist nicht Golf. Aber bei einem Urlaub in Südwest-Florida kommt man nicht daran vorbei. Zwischen Sarasota und Ft. Myers gibt es nach meinem Stand 3 grössere Outletmalls. Hier bieten bekannte und (uns oft) nicht so bekannte Unternehmen Markenware zu sehr günstigen Preisen an.  

Beispiele wären z.B. Tommy Hilfiger, Polo Ralph Lauren, Levis, Nike u.v.m.. Die Malls befinden sich meist in der Nähe einer Interstate oder an anderen wichtigen Strassen. Empfehlen kann ich PrimeOutlets (nördlich von Sarasota), Tanger (an der Zufahrt zu Sanibel Island) und Miromar (an der I75 in Estero). Miromar ist die grösste. Und Schnäppchen kann dort selbst der größte Shoppingmuffel finden.

Dienstag, 18. November 2008

Capri Isles

Um es vorwegzunehmen und es kurz zu machen, Capri Isles war alles in allem enttäuschend. Zwar ein Golfplatz, aber relativ ideenlos. Dazu noch der Preis von $ 45,-. Fanden wir etwas überteuert. Ich kann es schon vorwegnehmen. Golfplatzmässig war es die grosse Enttäuschung des Urlaubs. Aber man kann ja nicht immer Glück haben, wenn man nur aufgrund von Foto's im Internet Plätze auswählt. Nun ja. Wir haben es gut überlebt. Ich hatte mir während des Urlaubs immer Notizen über die Plätze und unsere Erlebnisse gemacht. Der Samstag mit Capri Isles war der einzige Tag ohne Bemerkung in meinem Büchlein.