Donnerstag, 6. Oktober 2011

Grevenmühle

Über Grevenmühle gibt es viele Meinungen. Meist negative. Beim Spicygolfforum haben sich auch einige darüber ausgelassen, dass der Platz unmöglich ist. Zu hügelig, besoffener Architekt u.s.w.. Das hatte natürlich mein Interesse geweckt. Als dann noch die Einladung eines Miglieds kam, der nicht ganz mit den Kommentaren im Internet einverstanden war, hatte ich einen willkommenen Grund, den Platz dort zu erkunden.

Das nenne ich Schräglagen...

Ja. Der Platz ist hügelig. Ja. Der Platz hat viele Schräglagen. Und ja. Manchmal fragt man sich, was hat sich der Architekt dabei gedacht. Aber. Wenn man mal davon absieht, dass man schon kaputt ist, wenn man bei der Range und Tee 1 ankommt, hat der Platz auch viele gute Seiten. Er bietet viel Abwechslung, er ist sehr gut gepflegt und er hat recht oft schöne Aussichten.

Das viel diskutierte Loch 14 ist schon speziell. Man hat einen Abschlag ins Blinde zu schlagen und dann muss man eine tiefe Mulde überqueren, um dann mit einem stark ondulierten Grün zu kämpfen. Es gibt Stimmen, die von einem geisteskranken Designer sprechen. Ich sage eher, dass der Architekt das Beste aus der vorhandenen Situation gemacht hat. Und die 18 zum Abschluss ist zum einen schön anzusehen und fordert auch taktische Kenntnisse des Spielers. Alles bergab und das Grün ist von einem Graben geschützt. Hübsch und nicht so einfach.

Blick zurück vom Grün der 14

Fazit: Sehr hügelig, aber trotzdem nicht schlecht. Natürlich vom Gelände nicht mit einem Kurs auf der linksrheinischen Seite zu vergleichen, aber man sollte ihn ruhig gespielt haben. Auch wenn es recht anstrengend ist.

Reisegolfer-Rating: 4

Grevenmühle

Dienstag, 4. Oktober 2011

Röttgersbach

Dies war wieder einer der Plätze, die ich spielen musste, weil sie auf einer meiner Listen war. In diesen Fall "Plätze im Ruhrgebiet". Leider war ich diesmal im ganzen etwas enttäuscht. Greenfee war ok. Aber der Platz entsprach nicht meinen Vorstellungen. Nicht immer gut gepflegt und bei den 9 Loch (den Kurzplatz, von dem öfter Bälle in meine Richtung flogen, zähle ich nicht) gab es eigentlich nur 2 erwähnenswerte Löcher. Die 3 (nettes Par 3 mit Inselgrün) und die 9 (anspruchsvolles Par 4 mit Inselgrün). Der Rest war unterdurchschnittlich.


Um nicht alles schlecht zu reden, muss ich erwähnen, dass das Personal sehr nett und engagiert war. Und die Küche war auch gut. Für 9 Loch nach Feierabend vollkommen ok. Mehr aber auch nicht. Eine lange Anfahrt lohnt aber nicht unbedingt.


Reisegolfer-Rating: 2

Dienstag, 27. September 2011

Tietlingen

Jetzt sitze ich hier mit meinem Rücken (Hexenschuss beim putzen letzte Woche) und muss mir die Schwärmereien anhören von denen, die am Wochenende spielen durften. Schrecklich! Zudem haben sich am letzten Wochenende auch noch ein Teil "Leadinggolfblogger" in Hamburg getroffen und ich war ausser Gefecht... :-((. Und das, wo ich Kaden noch nie gespielt habe...

Aber ich bin auf dem Wege der Besserung und hoffe, am kommenden Freitag wieder mal 9 Loch gehen zu können.


Tietlingen. Nun ja. Auch hier war ich wieder aufgrund eines Matches auf dem Wege nach Hardenberg. Tietlingen lag grob auf der Hälfte für beide Kontrahenten und wir hatten sogar noch einen Gutschein für eine Ermässigung. Also Tietlingen. Der Platz befindet sich in der Nähe von Fallingbostel (welches es heutzutage sogar zu Bad Fallingbostel gebracht hat). Ausser dem Golfplatz gibt es noch in der Nähe das Grab von Hermann Löns, dem "Heidedichter". Ob es mit dem Grab zusammenhing, kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall war es auf dem Platz unheimlich ruhig. Weitab vom Schuss hatte ich oft sogar ein schlechtes Gewissen, jemanden zu stören, wenn ich meine Spielpartner etwas fragte.

Der Platz ist recht nett angelegt. Die meisten Löcher haben von Wald gesäumte Fairways. Also echter Parkland. Ein paar Löcher waren zwar im Wald, aber trotzdem offener angelegt als der Rest. Mein Spielpartner erzählte mir, dass der Club die ersten 13 Jahre seines Bestehens noch auf 9 Loch gespielt hat. Die Erweiterung auf 18 Loch erfolgte 1993. Wenn man die Runde gegangen hat, weiß man, welches die alten und welches die neuen 9 sind. Das kann man recht gut an dem Layout erkennen.


Fazit: Netter Parklandplatz mit Ruhe pur.

Reisegolfer-Rating: 4

Tietlingen

Mittwoch, 21. September 2011

Möhnesee

Da kann mal sehen, wie die Zeit vergeht. Ich muss mir wohl etwas mehr Mühe mit dem zeitnahen Verfassen der Berichte geben. Meine Runde in Möhnesee ist nun auch schon wieder mehr als 4 Wochen her. Aber das macht nichts, wenn man sich immer Notizen macht. Da verliert man nicht so schnell den Überblick...


Wie kommt man also auf die Idee, nach Feierabend Möhnesee zu spielen, wenn man aus Bochum kommt? Ganz einfach. Gute Bewertungen gehört und passendes Wetter gehabt. Der Platz heißt zwar Möhnesee, aber man kann den Stausee leider von keinem Loch sehen. War aber auch so ein visuell schöner Platz. Die ersten 9 sind ausser die 7 angenehm zu begehen. Als Bagträger ist das ein wichtiges Kriterium. Die zweiten 9 waren dann teils schon etwas steiler. Nach einem flachen Beginn auf der 10 ging es rauf und runter, bis es dann auf der 17 und 18 wieder recht flach zugeht.


Fazit: Netter Platz mit recht viel Abwechslung. Es geht rauf und runter, aber man ist nicht vollkommen kaputt nach der Runde. Zudem waren die Mitglieder, mit denen ich ins Gespräch kam, sehr nett und die Gastronomie hatte gutes Essen und nette, hübsche Bedienungen zu bieten. War also ein angenehmer Spätnachmittag.

Reisegolfer-Rating: 4

Möhnesee

Montag, 19. September 2011

Spicy Matchplay Finale

Die Kenner der Szene werden es schon in den einschlägigen Medien mitbekommen haben. Ich habe verloren! Wombat war einfach zu konstant und ich habe nicht gut genug gespielt (Handicap spielen reicht nicht immer). Na ja. Auch wenn der Zweite der erste Verlierer ist, war ich nachher stolz auf das erreichte. Ich kann jedem nur ans Herz legen, so eine Veranstaltung mal mitzumachen. Das ist wahres Golf. Lochwettspiel macht einfach Spass.

Schaut also mal im März nächsten Jahres im Spicygolfforum nach und sucht unter "Wettbewerbe" nach der Ausschreibung. Man lernt viele nette Menschen kennen (meistens) und kann viel Freude erleben.

Unten noch ein Foto von dem Wochenende, welches mich ganz gut charakterisiert...

Warten auf die anderen...

Samstag, 17. September 2011

Spicy Matchplay Finale

Es wird zwar kaum jemanden interessieren, aber ich habe heute nach 36 Loch Matchplay in Hardenberg das Finale erreicht. Mal schauen, wie es morgen gegen Wombat 17 klappt. Der kann nämlich im Gegensatz zu mir Golf spielen...

Für die, die den Platz nicht kennen, hier ein Foto der 18

Donnerstag, 15. September 2011

Golf und Landclub Köln

Anfang August durfte ich wieder mal einen ganz tollen Platz in Deutschland spielen. Den Golf und Landclub Köln in Refrath. Den detaillierten Bericht gibt es in meinem Top 50 Blog.

Fazit: Großartiger Platz mit kaum schwachen Löchern. Ich habe mich dort nur nicht wirklich willkommen gefühlt. Kann aber auch nur Tagesform des Personals gewesen sein. Das geht auf jeden Fall besser!

Reisegolfer-Rating: 7


Freitag, 9. September 2011

GC Juliana

Juliana und Felderbach sind zwei Plätze, die nebeneinander etwas östlich von Wuppertal im Bergischen Land gelegen sind. Felderbach hatte ich vor zwei Jahren gespielt und dieses Mal war Juliana dran. Felderbach war teils (zu) sehr hügelig. Daher war ich gespannt, wie Juliana zu spielen war. Wie so oft, vorher kurzer Anruf, losfahren, zahlen und spielen. Und wieder mal alleine. Vor mir war nichts zu sehen.


Schon beim ersten Loch musste man steil bergauf zum Grün spielen und auch laufen. Da musste sich der "alte Mann" erstmal ausruhen, als er beim Grün ankam. Ich hatte mich wieder mal für tragen entschieden. War vielleicht ein Fehler. Aber ein Trolley hatte ich hier auch schieben müssen. Was nicht viel einfacher gewesen wäre. Die ersten 9 gingen dann auf und ab weiter. Mal steil runter und dann natürlich auch wieder irgendwann rauf. Wenn es mal geradeaus ging, dann waren oft auch Schräglagen dabei. Am Abschlag der 8 war ich dann am höchsten Punkt des Platzes angekommen. Schöner Blick und auch anständiges Loch. Aber wieder recht steil bergab. Loch 9 war dann mal richtig gewöhnlich. Par 3 mit einem See davor. Aber total flach!

Das interessanteste an den zweiten 9 war für mich dann Loch 11. Erst ging es durch einen Wald steil bergab. Dann spielte man in einer Lichtung ein nettes, kurzes Par 4 mit einem Dogleg. Nachdem Loch 11 gespielt war, musste nur noch der nächste Abschlag gesucht werden. War nicht so einfach. Aber ich dacht mir, hier im Wald wird ja irgendwo ein Weg zu finden sein. Also einfach den Wald entlang und siehe da, es kam irgendwann ein Durchgang. Und auch Schild mit einem Pfeil fand sich. Ich war also richtig. Aber irgendwie wollten die Serpentinen durch den Wald nach oben nicht enden. Als ich kurz davor war, beim Sekretariat eine Defibrillator für mich zu ordern, hatte ich dann doch das Tee der 12 erreicht. Aber dort standen schon welche! Wo kamen die her? Vor mir war vorher keiner. Immerhin gab mir das die Zeit, etwas durchzuschnaufen. Kurz danach ließ man mich durch. Ich fragte dann, wie die beiden so schnell zu Loch 12 gekommen waren? Antwort war: "Na ja. Hier spielt eigentlich kaum einer der 11, wenn er es nicht muss. Wir gehen direkt von der 10 zur 12.". Das hatte ich auch noch nie erlebt. Bei Spassturnieren wird oft sogar ein Shuttleservice geboten!


Loch 13 und 14 gingen dann wieder steil runter und rauf. Die restlichen Löcher waren mehrheitlich ein erhöhter Abschlag geradeaus durch den Wald und ein erhöhtes Grün. War nett, aber nach dem zweiten Mal langweilig. Abschluss war dann ein mässiges Par 3. Pflegezustand und Grüns waren ok, aber im Ganzen entsprach es nicht so meinem Geschmack.

Fazit: Zu steil und zu lange Wege zwischen den Löchern. Aber auch manchmal nette Aussichten auf die Gegend und ein paar schöne Löcher (2, 9, 11 und die 15)

Reisegolfer-Rating: 3

Juliana GC

Montag, 5. September 2011

Kallin 9-Loch Platz

Es lag auf dem Weg und wir hatten nicht mehr Zeit. Aber man muss ja jede Gelegenheit nutzen. Zudem ergab sich auch die Chance, einen Matchplaypartner aus dem Mai wiederzutreffen. Wir hatten uns mit Christian verabredet, mit dem ich in Hummelbachaue gespielt hatte.


Kallin hat 27 Loch und wurde Anfang der 90er direkt nach der Wende gegründet. Es gibt einen 18 Loch Meisterschaftsplatz und einen 9-Loch Kurs für die, die den Sport noch nicht so gut beherrschen und für die, die wenig Zeit haben. Es ist also für jeden was dabei. Die Plätze liegen in einem Waldgebiet etwas nördlich von Nauen. Trotz des Waldes sind die Kurse recht offen. Ich kann nicht sagen, wie der Meisterschaftplatz ist, aber der kleine Platz war ganz ok. Nichts besonderes, aber in Ordnung. Anständige Par 3 mit vernünftiger Länge und anspruchsvolle Par 4. Die Grüns fand ich meist nicht so gut. Die 9-Loch Runde war mit 30 Euro etwas zu teuer. Da bekommt man woanders mehr für das Geld. Ach ja. Wenn ihr bucht, achtet darauf, dass in Börnicke grad keine Raver Party stattfindet. Das war dann doch recht nervig manchmal mit der Bumbum-Musik. Aber dafür können die Betreiber nichts.


Fazit: Naja. Etwas zu teuer für das gebotene. Aber wenn man sonst nichts hat, ist es ok.

Reisegolfer-Rating: 2

Kallin 9-Loch Kurs

Freitag, 2. September 2011

Leserrunden

Printmedien bieten oft Leserreisen an. Ich hatte gestern und vorgestern meine ersten Leserrunden. Also eine Golfrunde mit jemanden, den ich vorher über meinen Blog kennengelernt hatte. Vor etwas längerer Zeit wurde ich von zwei Golfern kontaktiert und man verabredete sich, irgendwann mal eine Runde Golf zusammen zu spielen.

Am Mittwoch war es dann soweit. Das erste Blinddate. Stefan aus Witten. Netter Freizeitgolfer mit Frau und zwei Kindern. Wir hatten uns für eine 9-Loch Runde in Horst verabredet. War eine nette Runde mit viel Gequatsche. Sonst rede ich ja nicht so viel während einer Runde. Ich hatte diesmal Bedenken, dass unsere zwei Begleiter jeden Moment Kaffee und Kuchen für uns bestellen würden... Nächstes Frühjahr wollen wir dann mal 18 Loch gehen.

Entspannte Runde mit Steffen...

Donnerstag kam dann Steffen dran. Steffen ist ein Ex-Footballer, Familienvater und Spaßgolfer mit Potential. Sein kleines Kind lässt ihm im Moment nicht ganz so viel Zeit zum spielen. Es gibt halt wichtigere Dinge als Golf... Steffen hatte Kontakt mit mir aufgenommen, weil über seinen Heimatplatz in einem Golfforum hergezogen wurde. Da ich ein paar Plätze zum Vergleich heranziehen konnte, bat er mich um eine Meinung über seinen Heimatkurs (Grevenmühle). Gesagt, getan. Bei so etwas bin ich ja spontan. Mit dem Wetter hatten wir Glück und die Runde konnte auch vor Sonnenuntergang vollendet werden. Nach der Runde diskutierten wir noch über den gespielten und andere Plätze (meine Bewertung folgt später). Ein gelungener Nachmittag also. Ach ja. Zuviel geredet wurde auch während dieser Runde...

Wer von den Lesern also auch Lust hat, mit mir seinen Heimatplatz zu spielen und nachher meine Meinung zu diesem mit mir zu diskutieren, meldet sich einfach bei mir. Ich bin eigentlich recht spontan, wenn die Entfernung nicht zu groß ist. Natürlich kann man auch gerne einen Platz spielen, den beide nicht kennen. Vielleicht lohnt sich bald ja die Rubrik "Unterwegs mit Lesern".

Allen, die an diesem Wochenende Clubmeisterschaften spielen, viel Glück von meiner Seite!

Andreas

Dienstag, 30. August 2011

Märkischer Golfclub Potsdam

Ich hatte wieder mal die Gelegenheit, Richtung Berlin zu kommen. Grund war ein Match der Serie des Spicygolfforums. Nach ca. 3 Stunden Fahrt von Hamburg kommend kamen wir wir pünktlich bei der Anlage in der Nähe von Werder (grob Potsdam) an. Das ganze machte auf mich einen gepflegten, kommerziellen Eindruck. Man sah, dass es ein Club war, der nach der Wende mit grossem finanziellen Aufwand entstanden sein musste. Alles etwas größer, modern und manchmal etwas überdimensioniert. Was nicht negativ sein muss. Kleines Problem war das Kassensystem an dem Tag. Der Server war ausgefallen und man konnte nicht mit Karte zahlen. Leider hatten wir das Greenfee in Höhe von € 120,- für 2 Personen am Samstag nicht in bar verfügbar. Der Proshop zeigte sich aber sehr flexibel und bat uns an, eine Rechnung zu senden. Fand ich gut. Das ist Service.


Der Platz ist nicht schlecht. Es beginnt mit einem nicht zu schweren Par 4, bei dem der zweit Schlag über einen Teich zu schlagen ist. Es ging abwechslungsreich weiter. Einige Male musste man etwas bergauf wandern. Aber es war auf keinen Fall ein Bergziegenplatz, wie ich ihn aus dem Bergischen kenne. Alles ganz human. Es gab erhöhte Abschläge, Doppelgrüns, Fairways, bei denen man 2 Optionen hatte (rechts oder links vorbei am Gebüsch) und schöne Par 3 Löcher. Bis auf ungefähr 4 oder 5 Bahnen ein toller Platz. Zum Abschluss hat man noch ein nicht zu schweres Par 4, bei dem man dann vor dem Publikum auf der Clubhausterrasse putten darf. Und alles gut gepflegt. War eine schöne Runde. Wir haben es mit einer Übernachtung und Besichtungungen in Potsdam verbunden. Hat Spass gemacht.


Fazit: Mehrheitlich schöner Platz, den man mit einer Nacht in Potsdam verbinden sollte. Schöne Stadt.

Reisegolfer-Rating: 5

Märkischer GC Potsdam

Dienstag, 23. August 2011

Hünxerwald

Ich möchte ja gerne alle Plätze des Ruhrgebiets spielen, solange ich in Bochum stationiert bin. Und dazu gehört nach meinen Informationen auch der Kreis Wesel. Sicher werden nun einige "echte" Ruhrgebietler oder auch die Bewohner des Kreises Wesel aufschreien. Aber da lasse ich mich nicht mit mir diskutieren! Nach Definition des Regionalverbandes Ruhr ist auch der Kreis Wesel Ruhrgebiet. Basta. Also spiele ich auch Hünxerwald.


Der Club ist etwas abgelegen und ich kann mir vorstellen, ohne Navi etwas länger gebraucht zu haben, um den Platz zu finden. Als ich das hinter mir hatte, ging es erstmal zum Empfang. Eine sehr nette Dame sagte mir, dass ich für 30 Euro spielen kann, wenn ich 15 Minuten warte. Kein Thema. War ja alleine. Und dann dauert eine Runde knapp 2.30 Std inklusive der Fotos. Dummerweise musste ich am Abschlag der 1 erstmal warten. Das Paar vor mir ließ mich durch. Das Problem lag eher vor mir. 2 Herren, die etwas mehr Schläge benötigten. Aber auch die beiden liessen mich vorbei. Bis Loch 10 hatte ich dann 4 Flight überholt. Ab Loch 10 hatte ich dann nette Begleitung. Ging trotzdem schnell. Nach 2.50 war ich durch.

Der Platz war eine nette Überraschung für mich. Etwas viel Doglegs. Aber trotzdem abwechslungsreich. Schön im Wald gelegen und kaum schwache Löcher. Schön waren für mich die 4 (kurzes Par 4, bei dem man einen kleinen See überspielen muß), die 6 (längeres Par 4 bergauf) und die 15 (kurzes Par auch mit einem See zum Ende). Zudem lief es auch ganz gut. Und ich habe noch nie 2 Birdies auf einer 9 Loch Hälfte gespielt. War also toll. Trotz beginnenden Regens ab Loch 17. Nachher gab es noch leckere Parpadelle mit Sommertrüffeln im Nieselregen unter einem grossen Regenschirm. Ein gelungener Tag also...


Fazit: Gar nicht mal so schlecht. Nur etwas zu viele Doglegs.

Reisegolfer-Rating: 4

Hünxerwald


Donnerstag, 18. August 2011

GC Salzgitter / Liebenburg

Auf dem Rückweg aus dem Harz ging es auch dieses Jahr wieder auf einen Platz auf dem Wege nach Hamburg. Die Wahl fiel auf Salzgitter. Der Platz war preislich ok und der Kurs sah auf den Fotos der Website anständig aus. Also hin. Auch mit Navi war der Platz nicht einfach zu finden. Man fuhr einige Zeit durch ein Wohngebiet. Dann kam ein Feldweg. Und als wir dachten, es kommt nichts mehr, waren wir schon dort. Ich weiss nicht, ob ich den Kurs ohne Navi vor ein paar Jahren gefunden hätte... Vielleicht aber schon. Ich hätte mich nur entsprechend vorbereitet.


Der Platz fängt unspektakulär an. Par 4 geradeaus. Linker Hand sieht man in der Ebene das Stahlwerk gleichen Namens wie der Club. Dann kommt ein Par 3 bergauf, bei dem wir nicht genau sehen konnten, wo wir hinspielen sollten. Nach einem langen Fußweg kam man dann zum (aus meiner Sicht) eigentlichen Platz. Von oben herab sahen wir eine von Wald umrandete Talebene, die den Platz beherbergte. Sehr hübsch anzusehen. Bei gutem Wetter kann man von dort den Brocken sehen. Am Platz verteilt waren Skulpturen aus Stahl (siehe oben). Mal was anderes.

Da der Platz ja im Tal lag, musste man erstmal bergab spielen. Als wir dann am Grün der Bahn 4 angelangt waren, wurde es kompliziert. Wohin nun? Links? Oder rechts. Irgendwann hatten wir es herausgefunden und mussten erstmal warten. Die Landezone (und damit andere Mitspieler) war nicht zu sehen. Eine Glocke sollte kommen. Wir konnten aber nichts hören. Nach einer längeren Wartezeit spielten wir dann doch weiter. Zum Glück lag keiner auf dem Fairway, als wir dort ankamen. Der Platz war im ganzen in Ordnung. Einige langweilige Löcher (z.B. 1, 6 und 7) und einige tolle Löcher (z.B. 9, 13 und 16). Die Runde war ganz spassig.


Wer im Harz Urlaub macht, sollte schauen, ob seine Unterkunft bei den Partnerbetrieben der Website "Golf im Harz" dabei ist. Dann gibt es 20% Ermässigung auf das Greenfee in Salzgitter...

Fazit: Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Reisegolfer-Rating: 4

Salzgitter-Liebenburg


Sonntag, 14. August 2011

GC Bergisch Land

Den GC Bergisch Land kann man mit ruhigem Gewissen als einen der Dinosaurier des Golfsports in NRW bezeichnen. Gegründet 1928 und begonnen mit einem von John Morrison (Partner von Harry Colt) erstellten 9-Loch Kurs gehört der Club zu den ältesten in Nordrhein-Westfalen. Mr. Morrison sorgte auch in den 50ern für eine Erweiterung auf 13 Loch. Bernhard von Limburger erweiterte dann 1963 auf 18 Loch. Also nur renommierte Architekten am Werk hier. Treibende Kraft für die Clubgründung war damals Willy Schniewind, der auch von 1951 bis 1964 DGV Präsident war. Mitglied war dort als Amateur auch ein gewisser Martin Kaymer.


Der Club befindet sich etwas nördlich von Wuppertal in Ausläufern des Bergischen Landes. Das heißt hier (wie meist immer südlich der Ruhr), dass man öfter mal auf und ab muss. Die Bahnen bieten viel Abwechslung. Die Fairways waren mal recht breit und mal waren sie von Wald gesäumt und zur Mitte hin musste man auch mal einen Teich überqueren (Löcher 7-9). Es gab erhöhte Abschläge, Doglegs (nicht zu viele) und anspruchsvolle Par 3 Löcher. Es war also alles dabei, was man sich wünscht. Leider auch hier wieder die Strommasten. Aber an die habe ich mich schon fast gewöhnt bei den Plätzen rund um Essen... Das war aber auch das einzig negative. Ich hatte viel Freude und das Wetter war auch mit mir. Schöner Platz!


Fazit: Schöner Platz mit viel Abwechslung.

Reisegolfer-Rating: 6

Bergisch Land

Sonntag, 7. August 2011

Golfen in Herdecke

Man muss ja jeden Platz spielen, wenn man alle Plätze einer bestimmten Region spielen möchte. Da ich ja alle Kurse des Ruhrgebietes spielen möchte und Herdecke nach meinen Infos zum Ruhrgebiet gehört, bin ich hier natürlich auch einen Tag hin.


Die Anlage wurde 1997 gebaut und ein Jahr später gab es auch schon einen Club. Der Club spielte bis dieses Jahr auf einem 6-Loch Kurs. Seit Juni diesen Jahres kann man hier sogar 9 Loch spielen. Heute ist es ein Par 30 mit 3 Par 4 und 6 Par 3 Löchern. Der Platz ist sehr kurz und die Bahnen sind für meinen Geschmack auch nicht ungefährlich. Sie liegen zu nah beieinander. Ich war alleine unterwegs und musste dauernd warten, da die Flights vor mir auch nach 8 Schlägen und mehr auf kurzen Par 3 Löchern nicht auf die Idee kamen, den Herren hinter ihnen durchzulassen. Naja. Es ist immerhin eine Golfanlage, die hübsch angelegt ist und Leuten die Gelegenheit gibt Golf zu spielen. Das Greenfee für 9 Loch ist nur etwas hoch geraten. 33 Euro fand ich (nicht nur für den Platz) sehr heftig. Das Personal war aber sehr freundlich und es gab auch einen Logoball für das Geld.


Fazit: Hübscher Platz für Anfänger. Preis-Leistung für erfahrenere Golfer ist nicht passend. Für den Platz einfach zu teuer.

Reisegolfer-Rating: 1

Herdecke

Mittwoch, 27. Juli 2011

Noordwijkse GC

In Holland zu spielen, hatte ich schon länger geplant. Das ganze wollte ich möglichst auch mit etwas Sightseeing verbinden. Im Juni war endlich die Gelegenheit, dieses Vorhaben auch umzusetzen. Die ganze Organisation war auch kein Problem, was die Tour im allgemeinen betrifft. Schwieriger war es, einen Golfplatz zu finden, der a) meinen Ansprüchen entspricht und b) uns auch spielen ließ. Royal Haagsche hatte ein European Senior Tour Turnier, und Kennemer hatte irgendein Caddyturnier und dann blieb nur Noordwijk. Um es vorwegzunehmen. Eine gute Wahl. Den Vormittag hatten wir in der Innenstadt von Den Haag verbracht und nach kurzer Fahrt waren wir pünktlich auf dem Platz.


Wir wurden freundlich enpfangen (kein Wunder bei der Greenfeehöhe) und nach kurzem Aufwärmen ging es auf den Platz. Noordwijkse ist ein klassischer Linkskurs. Und das, obwohl er teils durch einen Kiefernwald geht. Aber das ist ja kein Ausschlusskriterium für einen Linkskurs (siehe Hillside). Vom Clubhaus und vom ersten Abschlag aus sieht man kilometerweite Dünenlandschaften. Einen Teil davon nimmt der Kurs in Anspruch. Ich habe mich dort sofort wohl gefühlt. Nach 2 Loch in den Dünen ging es ab Loch 3 in den Wald. Der Boden blieb derselbe. Nur dass die Bahnen nun von Wald umsäumt waren. Eigentlich war es der perfekte Platz für jemanden wie mich, der am liebsten klassische Parklandplätze und Linkskurse spielt (ich weiß, das passt irgendwie nicht...). Bis Loch 7 blieben wir im Wald. Die Löcher 8-11 waren dann wieder im sandigen Bereich. Die zweiten 9 (ab Loch 12) sind dann fast nur noch in den Dünen. Schönstes Loch dort war für mich die 14. Mittellanges Par 5 mit dem dritten Schlag über eine Talsohle. Ich hatte also viel Freude. Die Grüns waren schön groß, aber unterschiedlich in der Geschwindigkeit. Kann man sich schwer drauf einstellen. War aber im ganzen ok.


Nach der Runde waren wir in dem schönen Clubhaus. Nette Leute und freundliche Bedienung. Da schmeckte der Snack (Käse mit Senf!) nochmal so gut. Zudem hatte sich das Wetter sehr gut entwickelt. Zum Ende hatten wir einen traumhaften Blick von der Terrasse über den Platz.

Fazit: Auch wenn das Greenfee recht hoch ist, lohnt sich die Reise. Toller Linkskurs ausserhalb von UK.

Reisegolfer-Rating: 7







Noordwijkse

Donnerstag, 21. Juli 2011

Duff House Royal

Das Ende unserer Reise ist nun schon etwas länger her und langsam bekomme ich Probleme, aufzuholen. Nun also zum letzten gespielten Kurs unserer Schottlandtour. Duff House Royal. Der Kurs kam auf die Liste, weil nicht mehr alle Teilnehmer der Tour Golf spielten wollten (es war der 8. Platz in 8 Tagen) und weil es der Platz war, der mit am nächsten zu unserem Haus gelegen war. Wir hatten den Kurs schon mehrfach auf unseren Touren passiert und die einhellige Meinung war dann immer. Na ja. Ganz schön flach. Und Parkland. Und Parkland war eigentlich nicht das Ziel unserer Reise. Letztendlich sind wir dann aber doch auf dem Platz gelandet.


Der Club wurde 1910 gegründet. Grund für den Bau des Platzes an dem jetzigen Standort war der Herzog von Fife. Er war der Meinung, dass es den Orten gut tun würde, wenn sie einen Golfplatz bekommen würden und stellte das Land dafür zur Verfügung (The Duff House Golf Club came into existence following a gift of land to the towns of Banff and Macduff by the then Duke of Fife following his concern at “the want of ground for golf and other recreational sports"). Klasse Idee finde ich! Sollten sich Menschen mit zuviel Geld ein Beispiel dran nehmen. Der Platz in seiner jetzigen Form entstand 1923. Architekt war kein anderer als Alistair Mackenzie. Das ist der mit Augusta National, Cypress Point und Royal Melbourne. Also ein Grund mehr, den Kurs zu spielen. Ich muss sagen, der Mann hat aus relativ mässigen Möglichkeiten viel gemacht. Das Gelände ist sehr flach und Anfangs waren dort auch keine Bäume. Was aber den Reiz des Platzes ausmacht, ist die Platzierung der Bunker und die Grüns. Alleine deswegen hat sich für mich die Runde gelohnt. Mit dem Wetter hatten wir dann auch wieder mal Glück. Der Regen (siehe Foto unten) zog an uns vorbei. Und wir hatten sogar wieder etwas Sonnenbrand...


Fazit: Wenn man in der Gegend ist und man mal einen guten Parklandplatz spielen möchte, dann sollte man hier unbedingt hin. Greenfee war mit 30 Pfund auch human.

Reisegolfer-Rating: 4

Duff House Royal

Donnerstag, 14. Juli 2011

Fraserburgh Golfclub

Wenn zur Zeit Leute über Linkskurse reden, dann ist es Royal St. George's in Kent. Dort finden zur Zeit die British Open statt. Sicherlich ein klasse Linkskurs. Vielleicht spiele ich ihn auch irgendwann nochmal. Mir ist er aber eigentlich etwas zu teuer. Ein preislich attraktiverer, klassischer Linkskurs, den wir auf unserer Schottlandtour spielen durften, befindet sich knapp 1000 Kilometer weiter nördlich. Fraserburgh Golfclub.


Der Club ist nach eigener Aussage der siebtälteste Golfclub der Welt. Dokumente darüber liegen im British Golf Museum in St. Andrews. Der jetzige Platz wurde in seiner heutigen Form 1922 von James Braid designed. Es ist ein klassischer Linkskurs. Das Meer ist immer nebenan. Man sieht es aber nur vom Abschlag der 3 und der 4. Der Kurs befindet sich mitten in den Dünen und bietet unheimlich viel Abwechslung. Mir persönlich gefielen die Par 3 und die kurzen Par 4 sehr gut. Auch wenn wir mit dem Wetter nicht so viel Glück hatten (der einzige Regentag), fand ich den Platz richtig toll. Während der Runde war es zum Glück meist trocken.


Fazit: Wer beipielsweise Cruden Bay spielt, sollte Fraserburgh auf keinen Fall auslassen. Der Kurs war schwer, aber fair.

Reisegolfer-Rating: 6







Fraserburgh

Montag, 11. Juli 2011

Cullen Golfclub

Wen man einen Golfurlaub plant und dort auch tolle Plätze spielen möchte, weiss man, dass dies seinen Preis hat. Einen der großen Namen zu spielen, kostet überall richtig Geld. Bei unserer Tour in den Nordosten Schottland haben wir dieses Mal versucht, eine gute Mischung hinzubekommen. Nairn und Cruden Bay und dazu noch einige günstige Kurse, die in der Nähe erreichbar waren. Cullen fiel in die zweite Kategorie.


Der Platz fiel mir in dem Buch mit den "most extraordinary Golfcourses" auf. Dort war ein Foto der 12 abgebildet (in dem Buch auf Rang 13). Und noch von zwei anderen, die spektakulär aussahen. Also musste der Kurs gespielt werden. Preislich war er auch attraktiv. 18 Pfund für 18 Loch ist fair. Da kann man nichts verkehrt machen. Der Club ist schon etwas älter. Der erste 9-Loch Platz wurde von Old Tom Morris entworfen. Was für mich schon eine Kunst an sich ist in diesem Gelände. Der Kurs ist am Strand, aber es ist kein Linkskurs. Auf dem Kurs sind interessante Felsformationen, deren rote Farbe gerade im Abendlicht sehr beeindruckend aussieht. Der Platz ist mit 4600 Yards für Herren sehr kurz (ca. 4050 Meter von Weiß) und hat Par 63. Also sehr viele Par 3 (zehn). Und sogar ein Par 5 hat man unterbringen können (die 15). Sicher ist dies kein Platz für den sportlichen Golfer, für den die langen Schläge das wichtigste sind. Er ist aber ein tolles Erlebnis. Man hat großartige Ausblicke, viele blinde Löcher und sehr viel Spass. Wenn das Wetter mitspielt, ist dies purer Spass für den geniessenden Golfer.


Fazit: Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis und viel Spass. Wer in Cullen ist, sollte danach unbedingt "Cullen Skink" probieren. Dies ist eine Fischsuppe, die ähnlich wie eine New England Clam Chowder ist. Aber eben nur ähnlich.

Reisegolfer-Rating: 4 (davon 2 Bonus für Spass und Ausblick)

Cullen

Montag, 4. Juli 2011

Lüdersburg - Old Course

Normal sind wir am ersten Sonntag im Juli immer beim Galoppderby in Hamburg-Horn. Picknick neben der Rennbahn, Pferde gucken und Haus und Hof verwetten. Diesmal aber hatten wir uns für Golf entschieden. Als wir daheim losfuhren, war ich ein wenig traurig wegen des Dauerregens, der die ganze Nacht vorher runterkam. Für meinen 250. gespielten Golfplatz hätte ich mir schon etwas besseren Wetter gewünscht. Naja. Wetter kann man leider nicht planen.


Als wir in Lüdersburg ankamen, hofften wir noch kurz, dass das Turnier vielleicht noch abgesagt wurde. War aber leider nicht der Fall. Wir mussten also raus in den Nieselregen. Da wir sehr früh waren, gingen wir erst noch etwas ins schöne Clubhaus. Dort standen wir dann etwas und schauten uns um. Mit einem Male hörten wir unseren Namen (oder was sich so anhörte). Eine ältere Dame sagte zu einem Pärchen neben ihr: "Ich hätte ja so gerne mit Euch gespielt. Leider wurde ich in einen anderen Flight versetzt. Ich muss jetzt mit Leuten aus Moorfleet spielen. Schlammhausen, wie ich es auch nenne. Das kann ja lustig werden." Vielleicht war dies ja lustig gemeint. Ich war aber trotzdem etwas perplex. Was denkt man als Gast, wenn so "begrüsst" wird? War vielleicht nicht so gemeint. Aber das weiss man ja nicht.

Wir also dann zum ersten Abschlag. Dort wurden wir dann von unseren Flightpartnern für den Vierer begrüßt. Die ersten Loch hatte man das übliche Beschnuppern, was sicher jeder aus persönlichen Erfahrungen kennt. Man versucht herauszufinden, ob man mit netten oder nicht so netten Menschen spielt. Aber auch dort war die Dame recht vorlaut und benahm sich einige Male daneben. Es gibt ja Menschen, die bekommen es nicht mit, wenn ihre Art nicht ankommt. Diese Dame gehörte sicher zu dieser Sorte Mensch. Höhepunkt der Ignoranz war für uns aber eine Frage kurz vor Ende der Runde. "Sie kommen also aus Moorfleet. Und wo spielen Sie?"
Öh. Ich war etwas perplex. Ausser beim VCG hat man doch meist immer eine Ahnung, wo das Mitglied eines Clubs spielt. Also antworten wir wahrheitsgemäß: "Moorfleet!"
Dies schien aber nicht zufriedenzustellen. "Aber das ist doch nur Industriegebiet. Da ist doch kein Golfplatz."
Ich war drauf und dran, zu erzählen, dass wir auf dem Parkdeck von IKEA spielen, versuchte es aber dann doch mit höflichem Pragmatismus.
"Das Industriegebiet ist in Billbrook. Der Golfplatz ist in Moorfleet. Nicht weit von der Norderelbe." Das musste sie dann erstmal verarbeiten. Für mich war dies dann aber der Auslöser, die Frau nicht mehr ernst zu nehmen. Denn so etwas ist einfach nur lächerlich.

Im Clubhaus setzten wir uns als wohlerzogene Gäste zu unseren Spielpartnern und betrieben Konversation. Die andere Dame aus dem Flight war nämlich sehr nett, daher wollten wir nicht einfach verschwinden. Das war schon eine grenzwertige Erfahrung. Hatte ich so noch nicht. Wenn man als Gast irgendwo hinkommt, erwarte ich nicht nur vom Personal höfliches Entgegenkommen. Auch von Mitgliedern erwarte ich mindestens Respekt gegenüber einem Gast. Aber der war bei unserer Spielpartnerin nach meinem Gefühl nicht vorhanden.


"Mein" erstes Segway live auf einem Golfplatz in Deutschland

Ach ja. Der Platz. Lüdersburg ist ein gut geführter Club mit tollem Clubhaus und guter Gastronomie. Angenehmer Umkleidebereich mit guter Ausstattung. Der Oldcourse ist für meinen Geschmack in Ordnung. Vernünftiges Design, aber nichts besonderes. Etwas zu viel Wasser und mit den Bunkern hat man sich nicht allzu viel Mühe gegeben. Den Lakes Course finde ich besser.

Reisegolfer-Rating: 4

P.S.: Die andere Spielpartnerin aus Lüdersburg war sehr nett und hat ihren Club würdig vertreten.

Lüdersburg Old Course