Freitag, 29. Oktober 2010

Beachview

Sanibel Island ist eine Ft. Myers vorgelagerte Insel. Auf die Insel kommt man nur über eine mautpflichtige Brücke. Kostet 6$. Mit dem "Eintrittspreis" möchte man die Massen etwas zurückhalten. Die Insel ist sehr schön und hat einen traumhaften, sehr langen Sandstrand, auf dem man wunderbar Muscheln sammeln kann. Wer in der Region ist, sollte auf jeden Fall einen Ausflug hierhin machen.


Vor 2 Jahren waren wir schon einmal dort und spielten "The Dunes". Ein Platz mit unheimlich viel Wasser und vielen Alligatoren. Beachview ist der zweite Platz auf der Insel. Hat zwar auch viel Wasser, aber nicht so übertrieben viel. Der Platz ist sehr schön an die Umgebung angepasst. Die Häuser, die es natürlich auch hier am Platz gibt, kommen nicht so extrem ins Spiel und ins Auge. Der Kurs ist oft recht eng, aber ich würde ihn nicht als unfair bezeichnen. Ich fand ihn als Golfplatz besser als The Dunes, weil die Grünkomplexe besser gestaltet waren und er sehr abwechslungsreich angelegt war. Dazu war er optisch schön und es gab eine interessante Tierwelt auf dem Platz zu beobachten.

Reisegolfer-Rating: 6

Beachview

Dienstag, 26. Oktober 2010

Coral Oaks

An Wochenende wollten wir das Oktoberfest in Cape Coral besuchen, um uns einen Eindruck von dem Verständnis von deutscher Kultur hier in Florida zu verschaffen. Für die Runde Golf vorher viel unsere Wahl auf Coral Oaks. Ein Arthur Hills Design aus 1988. Der Platz hat mir gut gefallen. Nichts überragendes. Aber einige sehr schöne Löcher. Die Anlage befindet sich zwar in einem Wohngebiet, aber an einigen Löchern hat man nicht den Eindruck, sich in einem solchen zu befinden.


Ein paar Löcher befinden sich in einem alten Eichenwald. Das gibt dem Platz eine Menge Abwechslung. Klasse fand ich auch die Grüns. Es waren die bisher besten in diesem Urlaub. Schnell und treu. Hat Freude gemacht, diese zu spielen. Zusätzlich war der Platz oft auch recht fehlerverzeihend. Kam mir öfter mal zugute. Meine Abschläge waren nicht allzu zielgenau. Fazit für den Kurs: nichts überragendes, aber zu empfehlen, wenn man in der Region ist.

Reisegolfer-Rating: 4

Coral Oaks

Sonntag, 24. Oktober 2010

Sabal Trace

Heute war der Rest der Truppe unterwegs mit anderen Aktivitäten. Da wir schon einen Tag Pause hatten, suchte ich für Nicole und mich einen Kurs raus, der nicht so weit weg ist. Die Wahl fiel auf Sabal Trace. An dem Platz sind wir vorher schon einige Male vorbei gefahren. Meinungen darüber hatte ich noch nicht gehört. War mit 21$ auf jeden Fall günstig.



Nachdem wir bezahlt hatten, ging es sofort zum ersten Tee. Vor uns einer Viererflight mit 4 älteren Herren, die nicht grade den Eindruck machten, einen neuen Rekord für die schnellste Runde zu erzielen. Wir haben uns am ersten Loch dann so beeilt, dass wir mit dem putten fertig waren, als die Herren ihre Abschläge an Loch 2 noch nicht beendet hatten. Und unser Versuch wurde mit Erfolg belohnt. Wir durften durch spielen. Danach ging es recht schnell. Nach 3 Stunden war die Runde für uns beendet.

Der Platz ist nichts besonderes. Landschaftlich teils sehr nett angelegt und einige Löcher waren auch hübsch anzusehen. Die meisten Löcher waren auch recht fehlerverzeihend durch fehlenden Wald. Der Pflegezustand liess aber etwas zu wünschen übrig. Da kann man noch nachbessern. Fazit:

Reisegolfer-Rating: 3

Samstag, 23. Oktober 2010

Port Charlotte

Wir sind nun schon das dritte Mal in diesem Ort und nun haben wir es zum ersten Mal geschafft, den örtlichen Golfplatz zu spielen. Der Golfclub in Port Charlotte wurde Anfang der 60er Jahre als einer der ersten Plätze in der Region gebaut. Dadurch war er bis 2004 schon recht gut eingewachsen. Dann kam Hurricane Charley und hat den Platz mehr oder weniger "platt gemacht". Das Ergebnis sieht man heute noch. Es gibt relativ wenig alten Baumbestand und eine Menge Neuanpflanzungen. Der Kurs ist, wie alle Plätze hier, sehr flach. Da Bäume fehlen, ist der Kurs auch recht fehlerverzeihend. Der Platz hier wurde vor dem Golfboom in Florida designed, daher sind die Abschläge sehr nah an den Grüns platziert. Das fand ich mal aussergewöhnlich in dieser Region. Kenne ich sonst nur aus Europa.


Zu den Grüns gab es in unserer Gruppe unterschiedliche Meinungen. Einige hielten sie für unputtbar. Andere fanden sie in Ordnung und schoben die Probleme mit dem einlochen eher auf die Qualität der Spieler. Na ja. Golf ist ein Sport mit vielen Meinungen. Fazit: Ein ordentlicher Platz, aber nichts wirklich besonderes.

Reisegolfer-Rating: 3

Freitag, 22. Oktober 2010

Donnerstag, 21. Oktober 2010

The Legacy

Heute ging es nach Norden in Richtung Sarasota. Der nördlichste Platz, den ich bisher in Florida gespielt habe. Gelegen in einer Community namens Lakewood Ranch hat Arnold Palmer hier 1997 diesen Platz designed. Und das Design kann man als sehr gelungen bezeichnen. Abwechslungsreich und herausfordernd. Wasser, grosse Bunkerlandschaften, riesige Wasteareas und die hier oft vorhandenen grossen Grüns. Der Platz gehört laut einer Umfrage von Lesern der Zeitschrift Florida Golf zu den 5 besten Plätzen in Südwest-Florida. Ich kenne zwar nicht alle Golfplätze hier, aber der Platz ist schon toll. Hat uns allen gefallen.


Nachteilig war, das es zur Zeit (Overseeding) ein Cart Path-Only-Kurs ist. Man muss also mit seinem Cart auf dem Weg bleiben. Wenn sein Ball aber auf der anderen Seite des Fairways ist, rennt man oft mit 4 Schlägern in der Hand los zum Ball und dann wieder zurück. Ist teils recht nervig. Das führte auch dazu, dass wir 4,5 Stunden gebraucht haben. Der Sand in den Bunkern war auch nicht in bestem Zustand. Das war aber auch das einzig nachteilige. Daher:

Reisegolfer-Rating: 7

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Boca Royal

Den Platz empfahl uns der Präsident unseres Heimatclubs. Der Club liegt in Englewood und ist seit 3 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich. Klassischer Country Club. Alles dort war gut organisiert und die Anlage machte einen sehr gepflegten Eindruck. Der Platz hatte relativ viel Wasser und war gut eingewachsen. Die ersten 9 waren etwas enger und die zweiten 9 waren offener. Schön gefielen mir die Grüns. Mit dem Gras komme ich hier zwar immer noch nicht richtig klar, aber die Gestaltung der Grüns war schön gemacht. Fast alle waren oder wirkten etwas erhöht. Rund um die Grüns waren meist immer kleine Hügel angelegt. Sieht man auch auf den Bildern unten. Für Longhitter (also nicht für mich) mag der Platz etwas kurz sein (von Weiss 5700 Yard). Aber Länge ist ja nicht alles im Leben. Der Preis für eine Runde mit Cart im Oktober war angenehm. 31$. Kann man nicht meckern. Mir hat es dort gut gefallen. Daher:

Reisegolfer-Rating: 5



Dienstag, 19. Oktober 2010

Myakka Pines Golfclub

Heute die erste Runde in Florida gespielt. Myakka Pines GC. Den Platz hatte Nicole auf Google Earth gefunden. Einer der wenigen Plätze in der Umgebung, die keine Häuser herum haben. Der Platz hat 3 x 9 Loch, ist von Palmen und Pinien gesäumt und hat eine Menge Wasser. Der Platz war vernünftig gepflegt und die Grüns waren gut, aber nicht überragend. An das Gras hier muss ich mich erstmal gewöhnen. Kommt aber sicher noch in den nächsten Tagen.


Schön war auch die abwechslungsreiche Tier und Pflanzenwelt auf dem Kurs. Alligatoren, Schildkröten, Herons und hübsche Pflanzen (schönes Foto einer Papageienpflanze im angehängten Album). Das Beste war aber der Preis. 22$ incl. Cart. Tolles Preis-Leistungsverhältnis. Mal sehen, was die nächsten Kurse so bringen.

Reisegolfer-Rating: 4


gut getarnte Schildkröte


Myakka Pines

Freitag, 15. Oktober 2010

Der Florida Swing beginnt

Gestern Nacht in Orlando angekommen. Erst gibt es etwas Mickey Mouse und Raumfahrt. Dann gibt es (geplant) 11 neue Golfplätze zu erkunden. Bin schon voller Vorfreude und werde berichten.

Niedlich fand ich übrigens die Halloween Dekoration der Rezeption unseres Hotels hier:


Dienstag, 12. Oktober 2010

Werbung war auch mal anders...

Von Ian Poulter gibt es eine nette Werbung für einen Brillenhersteller. Meiner Frau ist gar nicht aufgefallen, dass es Werbung war. Die hielt es für einen lustigen kurzen Film über Ian Poulter. Da ich Ian Poulter beeindruckend fand beim Rydercup, das Filmchen auch witzig ist und er sich hier auch selber etwas hochnimmt, veröffentliche ich das Video auch (auch wenn ich sonst keine Werbung mache in meinem Blog)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Bilder von Royal Porthcawl und Tenby

Durch die schwache Internetverbindung in unserem Cottage kam ich nicht dazu, die Alben der beiden schönen Linkskurse hier zu veröffentlichen. Hier also nun die Foto's:

Royal Porthcawl

Tenby

Dienstag, 5. Oktober 2010

Ryder Cup Tour 2010 - Die Fahne

Es erinnerte mich ein wenig an 1975, als ich als kleiner Junge mit einem vollständigem Sammelalbum der Fussball WM 1974 zu einem Freundschaftsspiel meines kleinen Heimatvereins gegen den 1. FC Köln ging und die Autogramme der Spieler sammelte. Da waren aus damaliger Sicht auch grosse Stars dabei. Wolfgang Overath, Heinz Flohe etc.

Diesmal wanderte ich am Practice Day mit meiner Fahne bewaffnet von Loch zu Loch und versuchte Autogramme der europäischen Spieler zu erhalten. Immerhin 7 habe ich bekommen. Sergio und Steward Cink gabe es als Zugabe. Ein wenig komisch kam ich mir manchmal schon vor ("Herr Kaymer, hier bitte..."). Mal schauen, was ich mit dem Ergebnis machen werde.

Samstag, 2. Oktober 2010

Ryder Cup Tour 2010 - Tag 6 - Rain Day

Was wir sehr viel hatten, war Regen, Matsch und nasse Füsse. Was wir wenig hatten, war Golf und Fotos. Die Fotos gar nicht, da Mobiltelefone und Fotoapparate verboten waren. Am Eingang wurde wir überprüft wie am Flughafen. Golf war bekanntermassen auch nicht viel am Freitag. Aber man kann nicht alles haben.

Es hatte schon die ganze Nacht durchgeregnet und als wir am Twenty Ten Course ankamen (aufstehen um 04.00 Uhr), waren die ersten Matches schon auf der Runde. Natürlich im Regen. Wir hatten uns grad eingewöhnt, da wurde auch schon abgebrochen. Viel gesehen hatten wir bis dahin nicht. Das ist sowieso schwer bei so einem Turnier. Man muss schon in der ersten Reihe sein, um etwas zu sehen. Aber die erste Reihe war meist schon besetzt.

Nach einer Zeitlang versuchten wir dann, eine Tribüne zu suchen, bei der etwas später Action ist und den Platz zu nutzen, um etwas zu sehen. Bevor wir aber dort ankamen, wurde das Spiel schon unterbrochen. Es ging auch wirklich kaum noch. Die Grüns waren voller Pfützen. Das Spiel hörte auf und die Spieler wurden in X5-Fahrzeugen des Sponsors abgeholt. Wir mussten sehen, wie wir in dem Regen zurechtkamen.

Auf den Leinwänden wurde empfohlen, nicht in das Tented Village zu gehen, um dort eine Überfüllung zu verhindern. Fand ich logisch. Nur wir wussten nicht, wohin bei dem Wetter. Es gab eigentlich keine Unterstände für die Besitzer der einfachen Billigkarten. Vielleicht vor den Imbissständen. Aber die Plätze waren auch fix weg. Irgendwann nach 3 Stunden haben wir uns dann doch zu den Zelten durchgekämpft. Dort hielten wir uns erst im Merchandise Zelt auf und schliesslich fanden wir doch Unterschlupf mit Sitzplatz in einem der Bewirtungszelte. Da war es dann auch schon nach 14.00 Uhr.

Es gab stündlich Bekanntmachungen, dass es in einer Stunde eine weitere Mitteilung gibt. Mehr aber auch nicht. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass es kurzfristig weitergeht. Dazu hätte der Regen erstmal aufhören müssen. Das tat der aber leider nicht. Gegen 16.00 Uhr, nach Stunden Pause, sagte man dann, dass um 17.00 die Matches fortgeführt werden. Da hatte es grad aufgehört zu regnen.

Wir machten uns dann sofort auf, einen strategisch guten Platz zu haben, wenn es weiterging. Wir entschieden uns dann für die Tribüne am Grün der 9. Dort konnte man auch das Grün der 10 sehen. Mit einer Gruppe mitzugehen, war nicht so günstig. Immer wenn es zum nächsten Loch ging, waren die Plätze, an denen man was sehen konnte, schon immer besetzt. Also fester Platz und jeden Flight sehen. Die Entscheidung mit der 9 war gut. Als erstes kam Martin Kaymer mit Lee Westwood. Kaymer machte dann auch sofort ein schönes Birdie. Lieder wurde dieses dann von den US-Amerikanern wieder ausgeglichen. Es wurde auch langsam immer dunkler. Und passender weise hörte das letzte Match an unserem Grün auf. Luke Donald ging zum Schiri und bat ihn, seinen Putt zum halbieren nicht mehr machen zu müssen. Dem wurde auch stattgegeben.

Wir kämpften uns dann mit den noch anwesenden Besuchern zum Busparkplatz. Dort war eine riesige Schlange. Aber kein Bus. Es dauerte ca. 20 Minuten, bis der erste Bus kam. Der alleine half natürlich kaum. Irgendwann kamen dann auch etwas mehr Busse und wir fanden im ersten einen "netten" Stehplatz. Nach einer Stunde Zugfahrt und etwas Autofahrt waren wir dann um ca. 22.00 Uhr in unserem Cottage. 18 Stunden nach dem aufstehen. Ein langer Tag.

Da wir ja nur Tickets bis Freitag hatten, konnten wir am Samstag erstmal ausschlafen. Das war richtig angenehm nach den anstrengenden und aktiven Tagen hier. Den Samstag verbrachten wir dann mit Sightseeing in Wiltshire. Golf hatte erstmal Pause. In 14 Tagen sind wir ja wieder in Florida. Und dort ist das Golf spielen der Hauptreisezweck. Morgen geht es dann wieder zurück nach Deutschland. Das Finale wollen uns dann hier irgendwo im Pub ansehen. Das war es dann also von mir vom Rydercup 2010. Mal sehen. Vielleicht fahren wir ja wieder mal hin.

Donnerstag, 30. September 2010

Ryder Cup Tour 2010 - Tag 5 - Practise Day

Gestern früh um 05.00 Uhr begann unser erster Tag beim Ryder Cup. Da wir in der Nähe von Neath wohnen, nahmen wir den Zug um 07.00 nach Newport. Alles war klasse organisiert. Am Bahnhof war sofort der Shuttlebus und von dort waren wir nach 15 Minuten in Celtic Manor. Das Gelände ist riesig. Nach 15 Minuten Fussweg waren wir dann auch beim Clubhaus. Vor dort mussten wir uns erstmal orientieren, wo es denn hingeht. Die Amerikaner waren auf den ersten 9 und die Europäer waren auf den zweiten 9 unterwegs. Es war übrigens trocken, aber der Boden war nach dem Dauerregen am Mittwoch vollkommen durchnässt. Teilweise eine einzige Schlammschlacht (für die Zuschauer).

Nachdem wir uns die Gruppe mit Tiger Woods (dort waren die meisten Zuschauer) etwas angeschaut hatten, hielten wir uns an die Europäer. Martin Kaymer, Luke Donald und die beiden Molinaris. War interessant. Die üben etwas anders als ich... Die haben ja auch einen Caddy... Zwischendurch versuchte ich immer Unterschriften für meine Pinflagge zu bekommen. War teils ganz schön aufregend. Am Ende hatte ich aber fast das ganze europäische Team beisammen. :-)

Später gab es dann noch die Eröffnungsveranstaltung. Ungewohnt, die ganzen Spieler im Nadelstreifen zu sehen. War amüsant. Irgendwann konnten wir dann aber nicht mehr. Wir mussten zurück. Es ging ja noch 1,5 Kilometer bergauf zum Shuttlebus :-(. Gegen 19.30 hatten wir es dann nach Hause geschafft. Ein langer anstrengender Tag. Heute (es ist jetzt hier 05.20) geht es weiter. Mal sehen, ob die überhaupt spielen. Es hat die ganze Nacht geregnet. Ich werde berichten.

Martin Kaymer auf dem Grün der 12

Mein Mittagessen

Unsere Schuhe nach der Runde (es hatte nicht geregnet)

Bodenzustand auf den Fusswegen

Ryder Cup Tour 2010 - Tag 4 - Tenby

Da ich wegen meiner Verbindungsprobleme etwas zurück hänge, fasse ich mich mit meinem Bericht über Tenby etwas kürzer und widme mich dann dem Ryder Cup.


Tenby ist der älteste Golfclub in Wales und in dem Ferienort mit dem gleichen Namen gelegen. Wie es sich für einen traditionellen Golfclub gehört, liegt der Platz neben der Bahnstrecke. Das Clubhaus auch schon etwas älter und könnte mal eine Renovierung gebrauchen. Niedlich sind aber die vielen alten Fotos im Flur. Unter anderem ein Foto von Harry Vardon zusammen James Braid bei einem Exhibition Match 1911 in Tenby.


Der Platz ist großteils ein toller Linkskurs. Blinde Abschläge, hohe Dünen, tiefe Bunker und schnelle Grüns. Dazu teils grossartige Ausblicke auf das Meer. Überraschend ist dann, dass man ab Loch 15 mit einem Mal auf einem Parklandkurs ist. Der Teil war nicht ganz so schön. Der Platz lohnt auf jeden Fall einen kleinen Umweg, wenn man in der Nähe ist.


Reisegolfer-Rating: 4

Mittwoch, 29. September 2010

Dienstag, 28. September 2010

Ryder Cup Tour 2010 - Tag 3 - Royal Porthcawl

BBC Weather sagte, dass es Heavy Rain geben sollte. Als wir in unserem Cottage in den Bergen nördlich von Neath losfuhren, regnete es auch leicht. Aber je mehr wir uns unserem Ziel näherten, umso besser wurde das Wetter. Und als wir auf dem Parkplatz ankamen, sahen wir eigentlich nur noch blauen Himmel über dem Platz. Und so sollte es auch lange bleiben. Mein persönlicher Golfhöhepunkt in Porthcawl schien unter einem gutem Stern zu stehen...


Die Begrüssung im Proshop war nett und herzlich. Der Platz war wegen des Rydercups mehr oder weniger ausgebucht. Die werden dort im Shop sicher tolle Geschäfte gemacht haben mit ihren Souvenirs... Die Gäste kamen aus allen möglichen Ländern. Beim Warten auf den ersten Abschlag wurde ich von einem Herrn aus Texas angesprochen. Die waren zu viert hier. Ein Foto von mir und Nicole machte ein Engländer, der deutsch sprach und in einem Flight vor uns waren zwei ältere Französinnen, die am Tage zuvor auch Pennard gespielt hatten. Nachdem uns der nette Starter eingewiesen hatte, ging es dann auch irgendwann gegen 09.00 Uhr los.

Der Club wurde 1891 gegründet und Charles Gibson, ein Pro aus Royal North Devon, legte einen 9-Loch Platz an. Dieser war noch nicht am heutigen Standort. 1895 wurde Land am heutigen Standort verfügbar und Ramsey Hunter baute einen 18-Loch Platz. 1909 wurde der Club "unter königliche Obhut genommen" und bekam seinen Royal Titel von Edward dem VII. Später nahmen Harry Colt (1913) und Tom Simpson (1933) einige Änderungen vor und der Platz bekam grob sein heutiges Aussehen. Im Laufe der Jahrzehnte fanden viele British Amateur hier statt. Einer grösseren Öffentlichkeit mit Golfinteresse wurde der Platz 1995, als dort der Walker-Cup stattfand. Damals verlor Tiger Woods sein Einzel gegen Gary Wolstenholme. Einen Mitte dreißig jährigen englischem Amateur.

Der Platz ist unbeschreiblich und mit das Beste, was ich bisher gespielt habe. Die ersten drei Loch gehen entlang des Bristol Channel. Danach geht es dann in das "Landesinnere". Es ist kein normaler Out and In Kurs. Jedes Loch hat etwas neues für den Spieler zu bieten. Und es ging fast immer in eine andere Richtung. Dadurch konnte man sich nicht auf die Richtung des Windes einstellen. Zudem hatte man eigentlich von jedem Loch das Meer im Blick. Das ergab oft unglaubliche Ausblicke.

Ich kann eigentlich kein Loch besonders herausstellen. Nur über das Gesamterlebnis schwärmen. Der Platz hat alles, was mein Herz höher schlagen lässt. Intelligentes Design, unglaubliche Grüns und Bunker, die eine wirkliche Strafe sein können. Und alles top gepflegt. Wer hier einmal bei einigermassen gutem Wetter am ersten Abschlag steht, der weiss, was ich meine. Wer also eine Reise rund um diesen Platz herum plant, wird nicht enttäuscht sein. Nach der Runde hatten wir noch ein leckeres Lunch im Dining Room. Der Raum hatte einen tollen Ausblick auf Loch 1 und war für uns ein klasse Abschluss. Überhaupt das Clubhaus. Wirkte auf mich, wie ein kleines Golfmuseum. Die Bar war gefüllt mit Bildern der vergangenen Club Captains und die Ledersessel machten einen gemütlichen Eindruck. Krönung, was das riesige Fernglas, welches auf den Bristol Channel ausgerichtet war.


Tja. Fazit? Einfach klasse! Die Bilder geben kaum wieder, wie toll der Platz war. Das ganze Paket war einfach toll! Platz, Clubhaus und auch der Proshop.

Reisegolfer-Rating: 9

P.S.: US Amerikaner sind keine schnellen Spieler. Der Vierer-Flight vor uns konnte zwar Golf spielen, aber beim Abschlag wurde der Ball nicht angesprochen, sondern es wurde eine Rede gehalten. Und das Grün-Buch, welches die Herren gelesen haben, hatte jedesmal mindestens 150 Seiten. Die wurden oft einfach nicht fertig.

Montag, 27. September 2010

Ryder Cup Tour 2010 - Tag 2 - Pennard

Heute ging es los mit dem Golf spielen. Pennard war angesagt. The "Links in the Sky". Was für ein Platz! Aber der Reihe nach. Die Startzeit für das erste Mal hatten wir recht moderat gewählt. 10.50. Wir waren eine Stunde früher da und hatten noch einen Schnack mit dem Headpro, Mike Bennett. Dieser muss schon ewig dort sein. Auf jeden Fall wurde ich dort mit Handschlag begrüsst. Habe ich auch selten. War nett. Bezug zum Rydercup war eine Gruppe aus Wisconsion, die wir an der Kasse trafen. Die kamen aus dem Heimatclub von Steve Stricker. Dann war die Auswahl von Merchandise Artikeln zum Ryder Cup schon etwas schwach. Rüdiger fand auf jeden Fall seine Grösse nicht mehr.


Der Platz an sich ist eigentlich nicht zu beschreiben. Viele blinde Löcher, sehr schnelle Grüns, Topfbunker, Kühe neben dem Fairway und dermassen ondulierte Fairways, wie ich sie sonst nicht kannte. Auch wenn so etwas für den normalen Parklandgolfspieler ungewohnt ist, aber so etwas hier macht unglaublichen Spass. Die ersten 9 begannen auf Höhe des Clubhauses und man musste in Richtung eines schwarz/weissen Stabes schlagen. Danach? Mal sehen... Die nächsten Löcher ging es munter in alle Richtungen weiter. Aber zum Glück war der Wind heute nicht ganz so stark und wir fanden auch oft genug das Fairway. Ab Loch 6 wurden die Ausblicke atemberaubend. An Loch spielte man an einer Burg aus dem 11. Jahrhundert vorbei (Pennard Castle). Auch hier waren wieder Kühe. Übrigens wurden die Kühe durch Elektrozäune davon abgehalten, die Grüns zu betreten. Das kannte ich bisher nur aus Brora in Schottland.


Die zweiten 9 waren genauso spektakulär, aber nach meinem Empfinden leichter. Einige kurze Par 4 und auch 3 spielbare Par5. Leider verloren wir hier etwas Zeit, da wir dauernd Bilder geschossen haben. Und das konnten wir auch gar nicht verhindern. Solche Ausblicke gibt es sonst auf einem Golfplatz sehr selten. Höhe punkte auf den zweiten 9 waren ganz klar die 16 und die 17. Allein wegen der beiden Löcher lohnt die Anfahrt.


Fazit: Wer irgendwo im Umkeis von 100 Kilometer ist, sofort Auto anschmeissen und Penard spielen. So einen spassigen und ungewöhnlichen Platz hatte ich vorher nicht gesehen.

Reisegolfer-Rating: 7

Pennard

Sonntag, 26. September 2010

Ryder Cup Tour 2010 - Tag 1

So. Der erste Tag ist fast vorüber. Angekommen in Stansted bei recht miesem Wetter, wurde es ab der Severn Bridge immer besser. Hier ist wirklich vieles auf den Event ausgerichtet. Auf der Autobahn gab es schon weit vor der "Grenze" Hinweisschilder, dass es während der Rydercup-Woche zu Verzögerungen auf der M4 kommen könnte. Niedlich war auch die Beschriftung an der Schranke der Mautstation der Severnbridge. "welcome to ryder cup country 2010" stand da. Da fühlte ich mich sofort willkommen. Kurz vor Newport bekamen wir dann das Celtic Manor Hotel zu Gesicht. Auf jeden Fall ist hier der Rydercup etwas mehr im Alltag einbezogen. Mal sehen, was die Woche so bringt. Und drückt uns bitte die Daumen wegen des Wetters...

Blick von der M4 auf das Celtic Manor Hotel

Weil das Wetter so toll war und das Licht fast perfekt, bin ich schnell bei Porthcawl runter von der Autobahn, um ein paar Bilder von Royal Porthcawl zu machen (ist Dienstag auf der Liste). Unten der erste Vorgeschmack. Gegen 20.00 Uhr kamen wir dann in unserem Cottage an und wir konnten es etwas ruhiger angehen lassen. Morgen früh wird Pennard gespielt. Ich werde berichten. Bis dahin. Gute Nacht!

Loch 18, Royal Portcawl