Dienstag, 26. November 2013

Anfi Tauro - für mich der beste Golflatz auf Gran Canaria

Auf dem ersten Platz des Trips nach Gran Canaria, Anfi Tauro, durfte ich die Runde mit den Pros der Anlage spielen. Die ersten 9 mit Patrick, einem lustigen Franzosen und die zweiten 9 mit Ian, einem relaxten Engländer. Irgendwie ungewohnt für mich. Für die beiden war es natürlich Alltag, mit einem Hacker unterwegs zu sein. Ich war durch die Situation doch etwas angespannt. Ich kann nämlich auch richtig schlimm spielen... Und das wollte ich möglichst nicht vor den Augen dieser Könner. Ich hatte also richtig gut zu tun. Volle Konzentration, um einigermassen gut zu spielen, nebenbei Fotos und Notizen machen und dann noch small talk auf englisch. War eine interessante Runde...

Loch 6

Wenn man auf die Anlage fährt, ist man mit Sicherheit erstmal beeindruckt. Grüne Fairways, die in eine Felsenlandschaft eingepasst sind und zudem manchmal noch ein Blick auf den Atlantik von ein paar Stellen. Das ist richtig schön, wenn man es zuerst sieht. Leider muss ich die Leser mit Vorfreude enttäuschen. Bei der Zufahrt sieht man nur den 9 Loch Pitch und Putt Platz... Die richtig tolle Erfahrung beginnt auf dem "richtigen" Platz. Loch 1 bis 3 sind zwar nur ganz "nett", aber danach geht es richtig los. Tolle Löcher durch die Felsenlandschaften und regelmässige Blicke auf den Atlantik. Wer schon mal dort war, weiß was ich meine, wenn ich es mit den Plätzen in Arizona vergleiche. Es fehlten nur die Kakteen.

Highlights gibt es genug. Mir gefielen am besten:

  • die 6 (Par 3 Richtung Atlantik und einem markanten Felsen), 
  • die 8 (kuzes Par, bei dem ich nicht wissen möchte, wieviel Sprengstoff verbraucht wurde, um das Grün zu bauen), 
  • die 13 (ein unglaubliches Par 3, bei dem es rechts keinen Raum für Fehler gibt) und 
  • die 17 (wieder kurzes Par, welches in Richtung Atlantik und einem beeindruckenden Felsen gespielt wird)
Ach ja. Interessant war auch, wie ich mit wem gespielt habe. Bei Patrick war alles gut. Ich habe ihm sogar 2 Löcher abgenommen. Und Ian musste immer gedacht haben: "was hat man mir hier einen Hacker auf den Hals." So ist das Leben... Aber ich hatte viel Freude! Und darum geht es beim Golf. Oder?

Loch 17
Fazit: Allein wegen Anfi Tauro lohnt sich der Golfurlaub auf Gran Canaria... Nicht lange zögern. Hinfahren!

Reisegolfer-Rating: 6


Diese Reise wurde übrigens unterstützt von Gran Canaria Golf.

Sonntag, 24. November 2013

Die Entdeckung der Langsamkeit...

Wenn man alleine auf der Golfrunde unterwegs ist, kommt man ja normalerweise gut voran. Das ist auch meine Erfahrung. Im allgemeinen habe ich auch keine Probleme, durchgelassen zu werden, wenn ich allein auf Runde bin (und ich bin oft alleine unterwegs). Das war auch meine Erwartung, als ich nach schnellen ersten 9 Loch an der Eins (bin auf der 10 gestartet) des Südkurs des Salobre Golfresorts auf eine Gruppe von 4 älteren Herren stieß.

Diese waren wie ich im Urlaub und hatten sicher auch viel Zeit. Was ja auch ok ist. Ich hatte damit gerechnet, an einem der nächsten 2 Löcher durchgewunken zu werden. Man hatte mich ja gesehen. Aber irgendwie benahm sich die Gruppe, als wäre ich unsichtbar... Selbst wenn ich meinen Ball direkt aufs Grün gesetzt hatte, nachdem die Gruppe auf dem Weg zum nächsten Abschlag war, wurde ich ignoriert. Das müssen die doch gesehen haben. Auch wenn ich mich provokativ 10 Meter von den Herren an einem Abschlag für ein Par 3 gut sichtbar plaziert hatte, beachtete man mich nicht. Ich war einfach Luft... An einem Loch wartete ich ca. 15 Minuten, bis ich abschlagen durfte. 3 der 4 Herren suchten ihren Ball weit ausserhalb des Fairways. Und keiner kam auch die Idee mich abschlagen zu lassen... Ich würde wirklich gerne wissen, was bei denen in den Köpfen vorging. Habe mal versucht, mir mögliche Kommentare in der Gruppe vorzustellen:
  • Wir sind hier im Urlaub! Warum soll man da duchspielen lassen?
  • Heute ist Samstag. Bei uns im Club haben Einzelspieler auch keine Rechte am Wochenende...
  • Ich darf doch 5 Minuten nach meinem Ball suchen. Oder? (aber doch nicht pro Spieler 2mal an einem Loch...)
  • Es geht nicht schneller. Ich brauche nun mal meine Probeschwünge! (Aber 3 pro Schlag? Und dann jeden zweiten Ball wieder ins Rough "socketieren")
Zudem hatten die Herren auch Carts. Was ja an sich ok ist. Aber muss man zu jedem Ball (auch im Rough) mit dem Cart fahren? Habe mich gewundert, dass die nicht sogar noch in die Bunker fuhren mit ihren Wagen...
Momentaufnahme. Einer auf der Droppingzone, drei suchen im Berg...
Nun denn. Für mich waren es die längsten 9 Loch, die ich bisher ausserhalb eines Turnieres gespielt habe. 2.45 Stunden ist schon heftig, wenn man alleine unterwegs ist. Vor allem, da ich für die ersten 9 nur 70 Minuten gebraucht hatte. Gut dass ich so ein geduldiger Mensch bin... Immerhin war die Runde auf einem netten Platz. Da kann man dann beim warten auch mal den Blick in die Ferne schweifen lassen und über das Leben an sich nachdenken. Zeit hatte ich ja...

Donnerstag, 21. November 2013

Golf und Wellness - Gran Canaria

Auf Gran Canaria habe ich mir das erste Mal etwas gegönnt, was ich vorher nicht in Zusammenhang mit einer Golfrunde genossen habe. Ich habe mir nach 2 gespielten Plätzen an einem Tag eine Wellnessbehandlung erlaubt.

Es begann mit der für mich neuen Erfahrung des Ganzkörperpeelings (dieses Mal habe ich leider keine Bilder... was auch vielleicht besser ist) und anschliessend genoss ich eine Massage. Was soll ich sagen? Es war eine Wohltat. Nachher fühlte ich mich pudelwohl und komplett erneuert. Selbst meine Problemzone, der Rücken, war schmerzfrei. Die gute Natalie hatte ganze Arbeit geleistet. Zum Abschluss ging es noch etwas schwimmen und der Tag war komplett. Abgerundet wurde das ganze dann von einem schönen Abendessen auf dem Dach des Gloria Palace, in dem auch die Behandlung stattfand.

Zwei Golfplätze gespielt, eine tolle Wellnessbehandlung und anschliessend ein nettes Abendessen mit großartiger Aussicht. Das ist Urlaub, wie ich ihn mir vorstelle!

Reisegolfer-Rating: Klasse!

Montag, 18. November 2013

Salobre Golfresort Süd - Gran Canaria

Salobre ist die Anlage im Süden von Gran Canaria, die am weitesten vom Meer entfernt ist. Irgendwann dachte man, dass es wohl auch eine gute Idee sein könnte, mal eine Ferienanlage in den Bergen zu erstellen und nicht immer nur am Strand. Und da der Sport immer populärer wurde, gab es das Ganze ab 2000 auch mit einem Golfkurs, dem Südplatz.

Blick vom Tee der 11 auf das Grün
Der Südplatz war der erste auf meiner Reise, den ich alleine gespielt habe. Das ging die ersten 9 auch ganz gut. 1 Stunde und 20 Minuten. Dann sorgte aber ein deutscher Viererflight mit entspannten Urlaubern auf den zweiten 9 dafür, dass ich für diese 2 Stunden und 20 Minuten unterwegs war. Aber davon später in einem separaten Bericht mehr...

Grüns der 9 und der 18
Der Platz ist, wie schon beschrieben, in den Bergen nördlich von Meloneras gelegen. Landschaftlich erinnert er etwas an Kurse in Arizona. Nur das es hier nicht so viele Kakteen gibt. Charakteristisch sind für mich die immer wieder kommenden erhöhten Abschläge auf dem Platz. Gefühlt schlägt man grob die Hälfte der Tees von oben herab. Man hat also sehr oft eine schöne Aussicht. So was gefällt mir... Da ich auf den zweiten 9 ja oft warten musste, konnte ich die Ausblicke zu Genüge geniessen. Der Platz im ganzen war abwechslungsreich und in gutem Zustand. Meine Favoriten waren die 8 und die 11. Beide Par 3, bei denen man richtig schön bergab das Grün anspielen konnte.

Fazit: Leichtes Arizona Feeling.

Reisegolfer-Rating: 5
Salobre Süd

Freitag, 15. November 2013

Lopesan Meloneras Golf - Gran Canaria

Wenn man auf den Parkplatz des Meloneras Golplatz fährt, fühlt man sich etwas an einen Platz in Florida erinnert. Überall Carts und das Besteck wird einem abgenommen, bevor man überhaupt seinen Wagen verlassen hat. Guter Service halt. Vom Wetter hat es ja auch Ähnlichkeit mit November in Florida. Nur dass man dort von den meisten Golfplätzen das Meer nicht sehen kann. Und das ist das große Plus des Platzes hier im Süden der Insel.

Blick zurück von der 14
Eröffnet 2006, wurde der Platz natürlich für die mehr werdenden Golftouristen gebaut. Er ist ja auch ein idealer Platz für den Urlaub. Meerblick und fast immer tolles Wetter. Den Platz selber kann man ohne weiteres in 2 Hälften teilen. Die ersten 9 nördlich der Strasse sind für mich eher zum warm werden. Relativ eng beieinander spielt man 9 Loch durch vor einigen Jahren für den Platz gepflanzte Palmen. Richtig aufregend ist das nicht. Die Löcher bieten zwar oft einen netten Blick auf die Berge, aber das Meer sieht man eigentlich nicht. Dafür spielt man dann die zweiten 9. Und hier beginne ich mit meiner Beschreibung.

Grün der 18
Die 10 und die 11 sind nett, aber man spielt den Platz eigentlich wegen der Löcher 12-16. Diese ziehen sich am Meer entlang und sind auch die einzigen auf Gran Canaria, bei denen man direkt am Atlantik entlang spielt. Bei der 12 hat man den ersten Höhepunkt. Ein mittellanges Par 3 (150m), bei dem man ein durch einen breiten Bunker geschütztes Grün anspielen muss. Und linker Hand immer das Meer.  Das ist hübsch und macht Spass. Danach geht es dann abwechslungsreich 4 Loch weiter, bis man wieder durch einen Tunnel muss, um die letzten beiden Löcher zu spielen. Und links immer das Meer im Blick. Da ich anscheinend zu viele Bilder gemacht hatte, war ich wohl langsam. Auf jeden Fall holte mich an der 13 Julie aus St. Albans ein. Ab da war ich dann nicht mehr alleine. Zusammen macht Golf sowieso immer mehr Spass. Julie hatte heute mal "frei bekommen" von ihrem Mann, der während ihrer Runde auf die Kinder aufpasste. Schnelle 9 Loch zwischendurch. Das ist doch ein toller Familienurlaub. Ihr Mann hat dafür am Tag zuvor 9 Loch in Maspalomas gespielt... Nun denn. Runde war schön und ich hatte meinen Spass.

Fazit: Toller Urlaubsplatz, der sich allein wegen der zweiten 9 lohnt. Und wegen der netten Julie. Wenn man sie denn trifft... :-)

Reisegolfer-Rating: 4

Übrigens bietet das Palm Beach, in dem ich während meines Aufenthaltes nächtigte, interessante Golfpakte, die vor allem im Sommer auch preislich attraktiv sind.
Lopesan Meloneras

Sonntag, 10. November 2013

Maspalomas GC - Gran Canaria

Irgendwann musste ich auch mal wieder auf die Kanaren zum golfen. 2003 hatte ich dort bei einem beruflichen Aufenthalt schnelle 18 Loch gespielt. Nun ergab sich wieder die Gelegenheit, dem trüben und nassen Herbst in Deutschland zu entfliehen und ein paar Tage Golf zu spielen auf dieser klimatisch angenehmen Sonneninsel. Ich werde hier in einigen Folgen über meine Erlebnisse dort und die gespielten Plätze berichten.

Blick zurück vom Grün der 15
Der Platz in Maspalomas ist der Ursprung des Golftourismus auf Gran Canaria. 1968 von Phillip MacKenzie Ross erstellt, ist er abgesehen von dem Platz in Bandama der älteste Platz der Insel. Auf jeden Fall im Süden, wo sich das touristische Zentrum der Insel befindet. Zudem fand ich es auch interessant zu erfahren, das Maspalomas vor knapp 45 Jahren der erste öffentliche Golfplatz in Spanien war, den jeder spielen konnte ohne Mitglied zu sein.

Loch 18 und Clubhaus
Der erste Eindruck, wenn man den Club betritt ist: "ganz schön viel los hier...". Viele fröhliche Menschen. Die beiden an der Rezeption im Proshop sehr gut beschäftigt und draussen bei den Abschlägen mehrere Flights, die warten. Dazwischen Gewusel von Mitarbeitern, die Gästen Carts bringen, Gäste die sich orientieren und Spieler, die schon von der Runde kommen. Meine Runde spielte ich mit Anibal, der beim Club beschäftigt war und zwei älteren Herren aus Deutschland. Anibal ist sonst hier auch als Starter tätig und war der perfekte Entertainer. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen ist er sehr beliebt bei den Gästen.

Loch 13
Der Platz selber ist der perfekte Urlaubsplatz. Breite Fairways, kaum Rough, wenige Bunker und meist von Palmen umsäumt. Wasser gibt es auch erst seit 2003. Seitdem kommt an den Löchern 15 und 16 Wasser ins Spiel. Die Mehrzahl der ersten neun Loch zieht sich mehrheitlich entlang der Dünen von Maspalomas. Die zweiten bewegen sich dann um eine Appartmentanlage, die sich auf dem Gelände des Kurses befindet. Dort gibt es also Ähnlichkeiten zu Plätzen in den USA, die dort gebaut wurden, um Häuser zu bauen. Der Platz ist so gepflegt, daß man meist nicht viel suchen muss, wenn der Ball mal verzogen wurde. Das hilft der Spielgeschwindigkeit, wenn es in der Hauptsaison (im Herbst/Winter) mal wieder etwas voller ist.

Fazit: Ein perfekter Urlaubsplatz

Reisegolfer-Rating: 3

Empfohlene Unterkunft in der Nähe: Gewohnt habe ich während meines Aufenthaltes im Seaside Palm Beach. Vor einiger Zeit vollständig renoviertes 5-Sterne Designhotel nahe den Dünen von Maspalomas. Sehr schöne, geräumige Zimmer und ein sehr gutes Frühstücksbuffet, das kaum Wünsche übrig ließ. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und werde sicher mal wiederkommen.

Die Reise wurde übrigens unterstützt von Gran Canaria Golf.

Dienstag, 5. November 2013

Bruckmannshof

Die Tage sind kürzer und die Saison ist fast zu Ende. Ich arbeite nun all die Plätze ab, die ich in diesem Jahr gespielt und noch nicht beschrieben habe. Beginnen tue ich mit Bruckmannshof in der Nähe von Dinslaken im westlichen NRW.

Blick vom Abschlag der 7
Seit 1998 hat man dort 9 Löcher und spielt im Club, der im selben Jahr gegründet wurde. Um zum Platz zu gelangen, fährt man erst durch ein Wohngebiet und kommt sich vor, als wäre man mit einem Male auf einem Bauernhof gelandet. Wahrscheinlich liegen auch die Ursprünge der Anlage bei der Landwirtschaft... Der Empfang war nett und ich konnte schnell nach meinem eintreffen die Feierabendrunde beginnen.

Abschlag Loch 6. Par 5 Dogleg nach rechts
Die ersten 2 Loch kam ich wunderbar durch, doch dann wurde es mit einem Male langsamer. Vor mir hatte ich einen recht schneckigen 3er Flight. An Loch drei durfte ich dann so lange warten, bis der Flight, den ich an der 1 überholt hatte, wieder bei mir war. Nun denn. Dann eben doch die Runde in Gesellschaft. Was ja auch nicht schlecht ist...

Blick vom Abschlag der 9 (man beachte den Förderturm)
Der Platz ist nett in Wald und Feld gelegen. Keine herausragenden Löcher, aber wie gesagt, nett. Es beginnt mit 2 Doglegs, denen ein recht einfaches, mittellanges Par 3 folgt. Dann noch ein interessantes Par 3 über eine Pferdekoppel hinweg auf ein knapp 120 Meter entferntes Grün. Nach 2 Par 5 durch Feld und Wald kommt das für mich schönste Loch. Die 7. 380 Meter Par 4 mit enger Drivelandezone und einem von Wald gesäumten und mit 2 Bunkern geschützten Grün. Zum Abschluss fand ich das Par 3 noch ganz ansprechend. Vom Abschlag sah man einen bewachsenen Teich, hinter dem das Grün sein musste (es soll übrigens auch Zeiten geben, in denen man das Grün sogar vom Abschlag sehen kann). Mit meinen fast 2 Metern hatte ich den Vorteil, die Fahnenspitze vom Tee aus zu sehen. Dazu entdeckte man im Hintergrund den Förderturm der ehemaligen Zeche Lohberg. Nettes Rundenende.

Fazit: Freundlicher Platz mit freundlichen Menschen, der gut zu spielen ist.

Reisegolfer-Ratung: 2


Freitag, 1. November 2013

Anfi Tauro und Las Palmas

Heute das erste Mal in Anfi Tauro gespielt. Erst vor einigen Jahren gebaut ist der Kurs im Südwesten der Insel ähnlich einem Wüstenkurs in Arizona. Einen detaillierten Bericht schreibe ich etwas später. Da ich nachher noch 2 Clubs im Norden besichtigt habe und anschliessend in der Veguata (Altstadt) unterwegs war, wurde es etwas später. Hier aber ein paar Bilder des Tages für den ersten Eindruck.

Anfi Tauro Loch 6
Anfi Tauro Loch 10
Anfi Tauro Loch 17
Las Palmas bei Nacht
Musiker in der Altstadt von Las Palmas

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Fliegen war früher schöner...

Wer als Golfer reist, ist in vielen Fällen auf einen Flug angewiesen. Das wird einem ja schon durch dauern mehr steigende Preise für das Golfgepäck vermiest. Damit komme ich ja irgendwie klar (FTL bei LH, Service Card bei Air Berlin, Mitglied bei Flying Blue Golf etc.). Was mich aber immer mehr nervt ist der sinkende Platz in den Fliegern (von der Verpflegung bei AB auf dem 4,5 Stunden Flug nach Gran Canaria sprechen wir lieber erst gar nicht...) Wo ich mit meinen 1,97m aber wirklich Probleme habe, ist der Sitzabstand. Über 4 Stunden mit den Knien am Vordersitz ist schon hart...

Das Hotel (Seaside Palm Beach) ist im Vergleich zum Flug auf jeden Fall sehr gut. Gehe davon aus, dass die Golfplätze ab morgen besser sind als der Flug. Anfi Tauro ist gebucht. Die Fotos sehen schon mal gut aus... Ich werde berichten.

So fliegt der Reisegolfer... :-(

Dienstag, 29. Oktober 2013

Kurzausflug

Da das Wetter in meinem bevorzugten Golfreiseziel Grossbritannien derzeit etwas schwierig zu spielen ist (zu viele Schläge gegen den Wind), mache ich entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten ab morgen für 5 Tage einen Kurztripp in die Sonne nach Gran Canaria. Mit Unterstützung von GranCanaria Golf spiele ich dort 4 Plätze und berichte über die Kurse und meine Erlebnisse.

Ich bin schon sehr gespannt.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Golfresort Semlin am See

Im Sommer haben wir mit einer größeren Gruppe (12 Personen) das Angebot des Golfresorts in Semlin mit dem Sunday Sundowner in Anspruch genommen. Hierbei hat man eine Startzeit am Sonntag nach 15:00 Uhr und eine Runde am Montag. Zusammen mit der Übernachtung mit (sehr guten) Frühstück zahlt man dort € 119,-.


Das ganze haben wir mit einem Wochenende in Berlin verbunden, was ja auch immer wieder eine Reise wert ist. Den Bericht über den Platz habe ich in meinem Top 50 Blog veröffentlicht.

Fazit: In Verbindung mit einem Wochenende in Berlin und dem Sundowner ist der Platz eine gute Wahl

Reisegolfer-Rating: 5
GLC Semlin

Sonntag, 20. Oktober 2013

Vestischer GC Recklinghausen

Nach mehrfachen gescheiterten Versuchen hatten wir es endlich geschafft und konnten die jährliche Golfrunde mit Kollegen durchführen. Dieses Jahr fiel die Wahl auf den Vestischen Golfclub in Recklinghausen. Ich hatte einige positive Meinungen gehört in den letzten Jahren und musste es mir daher auch mal selber ansehen.

Loch 11
Manchmal hat man auch Glück im Golferleben. In diesem Falle war uns der Wettergott gnädig und liess ein sehr starken Regenschauer pünktlich zur geplanten Startzeit enden. Der Club liegt etwas nordwestlich von Recklinghausen und wurde 1974 gegründet. Schon die alleeartige Zufahrt zum Clubhaus macht einen sehr gepflegten Eindruck. Dieser Eindruck führt sich auch auf dem Platz fort. Alles großartig gepflegt und in Schuss gehalten. 2010 wurde ein Großteil des 18-Loch Platzes umgebaut oder neu gestaltet. Der Kurs selber ist ein klassischer Parklandplatz, bei dem die meisten Löcher von Bäumen gesäumt sind. Mal hat man engere, mal breitere Fairways. Die Grüns waren durchschnittlich groß und teils schön onduliert, aber für mich an diesem Tag so gut wie "unputtbar". Kann aber auch an mir gelegen haben... Meine persönlichen Favoriten waren die Löcher 7, die 9, die 11 und die 18.

Blick von der schönen Clubhausterrasse auf das Grün der 18 und den Abschlag der 1
Was mir nicht so gut gefiel, war die (zu hohe) Anzahl an Doglegs. Möglicherweise lag es an dem zur Verfügung stehenden Gelände. Ich weiß es nicht. Aus meiner Sicht war es auf jeden Fall übertrieben. Vor allem da die meisten Löcher von Wald gelegen waren... Nun ja. Ist wohl Geschmacksache.

Fazit: Schöner Platz. Wenn nur nicht die vielen Doglegs gewesen wären...

Reisegolfer-Rating: 5

Link zur Clubwebsite
Vestischer GC

Dienstag, 15. Oktober 2013

GC Op de Niep

Ich arbeite nun schon seit knapp 5 Jahren in Bochum und bin dadurch während der Woche meist hier. Dadurch ist es eines meiner Ziele, alle Plätze des Ruhrgebiets zu spielen (3 fehlen noch). Da auch der Kreis Wesel dazu gehört, musste ich natürlich auch mal in Op de Niep spielen. Passend dazu konnte ich mich mal mit meinem Blogger-Kollegen Carsten treffen. Also 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen und mich ein "Blind Date" mit Carsten verabredet. Op de Niep ist nämlich der Heimatplatz meines Blogkollegen.

Die 13. Das Signature Hole (für mich)
Mitte Juli klappte es dann endlich und wir hatten einen perfekten Tag erwischt. Sonnenschein und warm. Sommer halt. Op de Niep bietet einen Sundowner für € 25,- ab 17:30. Das passte zu meiner Arbeitszeit und sparte Geld. Mit Carsten wurde ich schnell warm und die Runde begann. Der Platz ist, wie man sich einen Platz in der Niederrhein Region vorstellt. Flach. Ganz flach. Aber der Architekt hat es geschafft, trotzdem einen relativ interessanten Platz anzulegen. Von der Länge (ca. 6300 m von Gelb) etwas länger als der Durchschnitt war er selbst für einen Shorthitter wie mich gut spielbar. Der Platz war trotz der Mitte Juli vorherrschenden Trockenheit in gutem Zustand. Die Bunker sahen auch gut aus, war nur in keinem drin... :-).

Ein typisches Grün für diesen Platz. Flach und einige Bunker.
 Löcher, die aus der Reihe fielen, waren für mich die 13 (nettes Par 3 mit Inselgrün) und die 18 (Par 5 auch mit einem quasi Inselgrün). Mir hat es gefallen. Wobei die Begleitung sicher auch einen grossen Teil ausmachte.

Fazit: Recht flach, aber ganz in Ordnung

Link zu Website des Clubs

Reisegolfer-Rating: 4
GC Op de Niep

Dienstag, 8. Oktober 2013

GC Mettmann

Ich wollte immer schon mal hier spielen. Zum einen, weil es der Heimatclub von Martin Kaymer ist und zum anderen, weil es dort eine Twilight Rate von 30€ ab 17.00 Uhr gibt. Ich arbeite zwar schon seit 2008 in der Region, aber bisher hat es sich noch nie ergeben. Durch das Matchplay des Spicygolfforum hat sich im Juli doch Gelegenheit ergeben.

Loch 7
Bei der Ankunft war ich etwas erstaunt, wie lange ich vom Parkplatz zum Clubhaus gehen musste. War etwas länger als gewohnt... Aber auf den ersten Blick sah alles gut gepflegt und weitläufig aus. Vorfreude stieg langsam in mir auf. Das Gelände des Platzes ist etwas hügelig mit ausreichend breit angelgten Fairways. An einigen Löchern hatte man einen schönen Weitblick in die Region. Die Grüns waren nicht zu klein, aber auch nicht so riesig wie ich es teils in Nordamerika erlebt habe. Ein netter Platz also. Sehr schön waren für mich die 2 (leichtes Dogleg etwas bergauf zum Grün), die 10 (herausforderndes Par mit enger Landezone), die 12 (nettes Par 3 bergauf) und die 15 (Par 5 über einen Hügel mit Grün fast ganz hinter Wasser).

Loch 12
Das Match habe ich zwar verloren, aber ich hatte eine schöne Runde auf einem angenehmen Platz. Gerne wieder.

Fazit: Netter Platz über dem Durchschnitt, der in der Region aber vergleichbar ist.

Reisegolfer-Rating: 6
GC Mettmann

Montag, 30. September 2013

GK Braunschweig

Allein schon, dass sich hier der Klub mit K schreibt, zeugt schon von Tradition. Meines Wissens ist es ausser Lübeck-Travemünde der einzige Golfklub in Deutschland, der sich nicht mit C schreibt. 1926 gegründet hat man schon eine interessante Geschichte hinter sich.
Die Reisegolferin an der 4
Wir kamen an einem Sonntag ohne Anmeldung. Laut Website gab es kein Turnier. Aber auch sonst war nicht viel los. Wir brauchten erst einige Zeit, um jemanden zu finden, der uns Trolleys aushändigen konnte. Greenfee kam in die Honesty Box und los ging es. Was uns schon bei der Anfahrt auffiel, war dass man hier anscheinend mit Trockenheit zu kämpfen hatte (wir waren Mitte Juli da). Fast alle Fairways waren braun und sahen sehr ausgetrocknet aus. Einige in unsere Gruppe fanden das Greenfee (50€) dafür etwas zu hoch. Wenn man dann auf dem Platz war, war es für mich als alten Linkskurs-Liebhaber aber halb so wild. Die Fairways waren trotzdem gut zu spielen. Und die Grüns waren meist in gutem Zustand. Was will man mehr. Nach der Runde erzählte man uns dann, dass alle Wasserpumpen ausgefallen waren und es durch das Elbehochwasser keine Ersatzteile gab. Nun denn. Wird dann ja wohl so gewesen sein. Ich gehe davon aus, dass beim nächsten Besuch alles wieder normal ist.

Grün Loch 8
Blick vom Herrenabschlag der 17
Der Platz und die Löcher haben mir sehr gut gefallen. Gute Mischung aus kurzen und langen Löchern. Erhöhte Abschläge und nicht immer einzusehende stufige Grüns. Am besten gefielen mir die 4, die 8 und die 17. Bei der 17 war vor allem der herrenabschlag klasse. Wenn man dort das erste Mal steht, fagt man sich schon, wohin man nun spielen soll.

Ich war zufrieden und komme gerne nochmal wieder, wenn es sich ergibt.

Fazit: Netter, abwechslungsreicher Platz

Reisegolfer-Rating: 6
GK Braunschweig

Mittwoch, 21. August 2013

Dundonald Links

Als dritten Kurs unseres Kurztripps nach Ayrshire hatten wir uns aus zwei Gründen für Dundonald entschieden. 1.) es ist ein Linkskurs, der auf meiner Küchenliste verzeichnet ist und 2.) kann man den Platz auch Samstags spielen. An den ersten beiden Tagen hatten wir mit dem Wetter ja einigermassen Glück gehabt. Ein paar Tropfen am Anfang in Prestwick, aber ansonsten meist Sonne. Das sah am Samstagmorgen etwas anders aus. Regen, Regen, Regen. Aber wir hatten ja unsere Startzeit und hofften auf unser Glück. Zudem sah es auf dem Regenradar von BBC Weather aus, als ob es irgendwann am Vormittag aufhören könnte.


Auf jeden Fall kamen wir pünktlich im Nieselregen an. Alles ganz freundliche Menschen dort und man bot uns auch an, etwas zu warten und späten zu starten. Aber wir waren dann heiß und das Whiskytasting am Nachmittag wartete ja auch noch. Nach den letzten Tagen brauchte ich dann doch mal ein paar Bälle und entschied mich für das Sonderangebot an Srixon Bällen. Beim Auspacken merkte ich dann, dass eine Packung fehlte. Die Dame am Tresen war dann aber so aufgeregt, dass sie mir aus Versehen eine Packung richtig teurer Logobälle gab. Aber auch die kann ich ich ohne Probleme verspielen.


Der Starter erklärte uns den Kurs, etwas Geschichte und los ging es. Loch 1 war ein gut gestaltetes Par 4, welches je nach Wind, simpel oder herausfordernd ist. Wir spielten gegen den Wind und den Nieselregen und ich war glücklich mit meinem Bogey zum Start. Das nächste erwähnenswerte Loch war die 6. Ein nettes Par 3, bei dem man sehr präzise spielen musste. Kurz, aber mit interessantem Grün. Die 9 war dann ein schöner Abschluß für die erste Hälfte. Leider bin ich dort an mir und dem hoch gelegenen Grün gescheitert.


Die zweiten 9 waren die für mich spannenderen Löcher. Richtig gut fand ich die Löcher 11 bis 13. Die 11 ist das Signature Hole des Platzes (schweres Par 3) und bei den nächsten beiden Löchern spielt man sich dann in Richtung See (wobei zwischen dem Platz und dem Meer noch Western Gailes liegt). Zum Finale gab es dann ein Par 5, bei dem man das Grün über einen Wassergraben anspielen musste. Welches kein Problem für den defensiven Spieler ist, aber für mutigere Naturen doch ein (für mich) unüberwindliches Hindernis ein kann.


Dundonald ist ein ganz toller, wenn auch noch junger, Golfplatz. Es handelt sich um die Pay&Play Tochter von Loch Lomand. Architekt war Kyle Phillips (u.a. auch Kingsbarns). Nett fand ich, dass man fast immer mit seinem Loch alleine war. Man sah nur selten andere Spieler, da der Blick zu Nachbarlöchern meist durch (künstliche) Dünen versperrt war. Vom Ergebnis her war der Tag für mich schrecklich. Aber da ich gelernt habe, mit so etwas umzugehen, hatte ich viel Freude. Ach ja. Die Sonne kam ab Loch 5 auch wieder raus... Und das Whiskey Tasting am Nachmittag war auch nicht schlecht.

Fazit: Sehr guter Golfplatz, den man unbedingt in seine Tour in Ayrshire einbauen sollte

Reisegolfer-Rating: 6

Link zur Website
Dundonald

Montag, 12. August 2013

The Prestwick Experience

Als Teil der Tour in Ayrshire wollte ich natürlich auch am Geburtsort der British Open eine Runde spielen. Auf dem Old Course in Prestwick. Und da man dort nicht immer hinkommt, habe ich sofort die angebotene "Experience" gebucht (wird immer Dienstags und Freitags angeboten). Diese beinhaltete ausser der Runde am Vormittag ein Lunch im Dining Room. Ich hatte also den klassischen britischen Golftag gebucht.

So sollte man die 1 spielen...
Aber von Anfang an. Da wir knapp 400 Meter vom Clubhaus entfernt wohnten, fuhren wir als sportliche Golfer natürlich mit dem Auto zum Club... Dort angekommen, meldeten wir uns zuerst an und zogen uns danach unsere Schuhe an (natürlich nicht auf dem Parkplatz, sowas machen nur Kulturbanausen...). Selbstverständlich gab es auch hier nicht die Range in der Nähe des Clubhauses. Sowas brauch hier anscheinend keiner. Daher fiel auch diesmal das Einschwingen aus und es bleiben nur ein paar Putts und das aufwärmen a la Jiminez.

Die Cardinal Bunker. Man musste von rechts nach links spielen...
Vor dem ersten Schlag wurde vom Club das obligatorische Erinnerungsfoto unter der Uhr des Clubhauses gemacht und nach kurzer Einweisung ("don't use your driver for the first shot") begann die Runde auf einem der berühmtesten Anfangslöchern weltweit. "Railway"! Links und vor uns Rough und rechts bis zum Grün die Schienen der Strecke Ayr-Glasgow, die natürlich Aus waren. Die Landezone war fair, aber doch irgendwie klein. Mit zwei sauberen Eisenschlägen ist man aber doch auf dem Grün. Nach einem kurzen Par 3 ging es dann zu einem weiteren Klassiker. Loch 3. Cardinal. Ein Par 5, bei dem man beim ersten Mal extreme Probleme hat zu wissen, wo man hinzielen soll. Zudem begann dort auch ein Schauer. Die Schwierigkeit waren die riesigen Bunker, die man mit dem zweiten Schlag überqueren musste. Zudem sah man sein Ziel überhaupt nicht. Da hätte uns ein Caddy sicher geholfen... Tolles Loch auf jeden Fall. Beim nächsten Mal wird es leichter...

Der Sahara Bunker vor dem Grün der 17
Über das Himalaya (Loch 5, Par 3 blind über ein Reisendüne) und viele weitere wunderbare Linkslöcher ging es dann mit Loch 14 wieder Richtung Clubhaus. Aber es war noch nicht zu Ende. Es kam ja noch ein weiterer Klassiker. "The Alps". Loch 17. Mittellanges Par 4, bei dem man mit dem zweiten Schlag über eine sehr hohe Düne das Grün anspielen musste. Damit war es aber noch nicht genug. Hinter der Dünde und vor dem Grün war noch ein Bunker mit dem Namen "Sahara". Man kann sich die Größe dieses Sandkastens grob vorstellen. Nach dem netten Abschluß mit der kurzen "Clock" (Par 4 284 Yard) ging es dann unter die Dusche.

Der zufriedene Reisegolfer beim Käse...
Selbstverständlich kommt hier keiner auf die Idee, nach einer Runde mit Golfklamotten essen zu gehen. Nein. Hier hat man Stil. Sakko und Krawatte ist Pflicht beim Mittagessen. Für die Damen ist ein dezentes Kleid ausreichend. Vor dem Essen nimmt man aber noch seinen Aperitiv zu sich. In Prestwick ist ein Kümmel das beliebteste Getränk (auch interessant. Oder?). Das Essen im Dining Room war dann wirklich klasse. Man hatte die Wahl zwischen 3 Vorspeisen und 3 Hauptspeisen gefolgt von leckeren Dessert und grandiosen britischer Käseauswahl. Alles von sehr guter Qualität und strafte alle Lästerei über die miese britische Küche Lügen. Wir waren richtig glücklich und gönnten uns nach dem Lunch noch einen Kümmel zum Kaffee. Ach ja. Das ganze Clubhaus ist für einen wie mich eher ein Museum, als ein Treffpunkt für Mitglieder eines Golfclubs... Es war also eine rundum gelungene "Experience". Gerne wieder!

Fazit: Tolles Erlebnis. Klasse Golfplatz. Wenn dort, dann auch die Experience buchen. Ist den Mehrpreis wert.

Reisegolfer-Rating: 8

Link zur Clubwebsite

Prestwick Experience

Donnerstag, 1. August 2013

Turnberry Ailsa

Im Juni ergab sich für mich die Möglichkeit, spontan einen Kurzausflug zu machen. Die Reisegolferin war beruflich unterwegs und ich habe dann einfach mal geschaut, wo man so hin kann und wo ich noch nicht war. Ein Blick auf meine Küchenkarte mit den Top 100 Kursen der britischen Inseln brachte dann eine schnelle Lösung meiner Überlegung. Ayeshire in Westschottland hatte noch keine "Erledigt-Haken". Also schnell einen Flug gebucht und dann bei einem örtlichen Anbieter (Ayrshire Golf Tours) eine Tour mit 3 Nächten und 3 Plätzen angefragt. Einen Tag später hatte ich die Bestätigung und die Detailplanung konnte beginnen.

Das Resort
Der erste Platz unserer Tour war dann auch gleichzeitig einer der Höhepunkte, was meine bisher gespielten Golfplätze angeht. Turnberry! Der Kurs war Schauplatz von bisher 4 British Open (mit dem unvergesslichen Duel in the Sun 1977) und 6 Senior Open. Zudem war er auf meiner Küchenliste an Nummer 1 gelistet. Da unser Flug früh genug war, hatten wir genügend Zeit mit der Anfahrt zum Platz. Turnberry liegt etwa 30 Minuten südlich der Hauptorte in Ayrshire (in unserem Fall von Prestwick, wo wir unser Hotel bezogen hatten). Also etwas ausserhalb. Natürlich hätte man auch in dem Resort dort übernachten können, aber das war mir doch etwa zu teuer.

Loch 6, Par 3 (blöder Bunker rechts...)

Am Starterhaus wurden wir von Malcolm empfangen. Ein netter älterer Herr, der geübt darin war,  mit den Touristen einen Schnack zu halten und gleichzeitig Empfehlungen für den Abschlag herauszufinden (versteckte Frage nach der Spielstärke und netter Hinweis, dass Abschlag X (es gab 3 für Herren) für viel Spass sorgen werden. Also richtig gut.

Blick vom Championship Abschlag der 9
Der Platz selber war ein Traum. Ein lockerer Anfang mit einem mittleren Par 4, welches rechts sehr stark mit Ginster bestückt war wurde von immer schwereren Löchern gefolgt. Und alle Löcher sahen vom Abschlag immer einfacher aus, als sie in Wirklichkeit waren. An einigen Löchern (und vor allem den Bunkern) bin ich fast verzweifelt. Aber es war schön und ich hatte Freude! Und darum geht es ja. Oder?
Loch 10. Dinna Fouter
Die Qualität der Löcher erhöhte sich im Laufe der Runde. Hohe Dünen, gut platzierte Bunker und ganz tolle Grüns. Visuelle Höhepunkte waren auf jeden Fall die Löcher um den Leuchtturm herum (Löcher 9-11). Wirklich schön. Ich hatte einen kleinen "Höhepunkt" bei dem Blick. Mein persönlicher Favorit, was die Löcher angeht, war auf jeden Fall die 16 (Wee Burn). Dabei empfindet man den Bach gar nicht als so klein, wenn man drin liegt...

Grün der 16. Wee Burn. Man sollte das Grün schon im hinteren Berech treffen...
Nach dem schönen Abschluß auf der 18, war das Kaltgetränk nach der Runde echt verdient. Die Bar und das Restaurant lohnen sich allein wegen des Ausblicks und der ganzen Fotos im Flur. Und der Preis war vollkommen in Ordnung. 99 Pfund Twilight Rate für so einen Platz war klasse.

Ach ja. Grossartig ist es auch, wenn man aus der Ferne den Dudelsackpfeifer hört, der immer zwischen 18:30 und 19:00 Uhr vor dem Hotel aktiv ist...

Fazit: Muss man unbedingt spielen

Reisegolfer-Rating: 9,5 ( :-) )

Turnberry