Donnerstag, 28. April 2011

Golfreise Südafrika - Das Fazit

Nun ist es schon wieder etwas mehr als einen Monat her, dass wir aus Südafrika zurückgekehrt sind. Also Zeit genug, alles sacken zu lassen. Es war ja keine reine Golfreise. Aber ganz ohne konnte ich auch nicht. 6 mal in 16 Tagen haben wir gespielt. Da Südafrika so vieles anderes zu bieten hat als Golf, reichte das dann auch. Und wir haben uns ja auch schöne Kurse ausgesucht. Bei über 500 Plätzen bleibt auch genug übrig, um wieder mal in dieses schöne Land zu reisen. Und wir werden garantiert noch mal wieder kommen in dieses schöne Land.

Anreise: Wir haben uns für Lufthansa entschieden und sind von Frankfurt direkt nach Kapstadt geflogen. Das lag hauptsächlich daran, dass ich noch ein paar Meilen übrig hatte. Ansonsten kann man natürlich auch South African, BA über Heathrow oder Emirates über Dubai nutzen. Das muss jeder je nach Angebot selber entscheiden.

Fortbewegung: Wir hatten uns einen Mittelklassewagen für ca. 800 Euro für die 2 Wochen gegönnt. Die Autos sind hier etwas teurer als z.B. in Florida. Es geht auch billiger, aber wir mussten ja auch unser Golfgepäck mitbekommen und dafür durfte der Wagen nicht zu klein sein. Es war ein Chevy und er war weiß. In Deutschland mag dies z.Z. ein Trend sein. In Südafrika sind aber 70% aller Autos weiß. Was sicher auch mit dem Wetter dort zu tun hat...

Unterkunft: Wir hatten dieses Mal alle Unterkünfte im Voraus von Deutschland aus gebucht. Das lag sicher auch daran, dass es für mich ein unbekanntes Land war. Beim nächsten Mal werden wir sicher einige Übernachtungen erst vor Ort buchen. Mit dem Internet ist man heutzutage ja flexibel... In SA gibt es alles. Wir waren in einem Business Hotel (in Kapstadt), auf einer Straussenfarm (Heidelberg) und in einem Guesthouse (Wilderness). Dazu noch die Safari. Dort hatten wir uns für eine gute, aber nicht allzu abgehobene Lodge entschieden. Bei den Safariangeboten kann zwischen 50 und 600 Euro pro Nacht und Person alles bekommen. Entweder bucht man über sein örtliches Reisebüro oder man forscht etwas im Internet. Das habe ich übrigens auch für das Golfpaket in Wilderness gemacht. Dort fand ich einen Anbieter mit recht vielfältigen Angeboten. "Golf in the Gardenroute". Die Dame war nett, fix und flexibel. Alle meine Wünsche wurden berücksichtigt. Nur bei der Bezahlung könnte man sich mal an PayPal anbinden. Die Überweisung war aufwendig. Aber sonst alles toll.

Wohin in Südafrika: Wir hatten uns für "Anfängertour" entschieden. Kapstadt und die Gardenroute. Da gibt es genug zu sehen. Kapstadt selber hat Sehenswürdigkeiten für mehrere Tage. Und wenn man die Region bis in die Weinregion um Stellenbosch ausweitet, kann man sich im Grossraum Kapstadt mindestens 2 Wochen ohne Langeweile aufhalten. Auf dem Weg zur Gardenroute (beginnt bei Mossel Bay) sollte man ruhig die N2 verlassen und die N62 durch die kleine Karoo nehmen. Das ist eine Art Halbwüste, die von Bergen umgeben ist. Hübsch anzusehen. Die Gardenroute selber haben wir kaum erkundet. Wir waren meist morgens golfen und am Nachmittag chillen am Strand oder in unserem Guesthouse in Wilderness. Wenn man die Zeit hat, gibt es aber viel zu entdecken in der Region.

Port Elizabeth fanden wir nicht so aufregend. Wir haben es ehrlicherweise aber auch kaum erkundet, weil man uns nahelegte aus Sicherheitsgründen nicht nach Downtown zu fahren. Auf jeden Fall ein Muss ist einer der Game Reserves. Es gibt die staatlichen und die privaten. Alles eine Frage der Preise. Aber die Tiere waren für uns auf jeden Fall ein Höhepunkt der Reise. Eine Safari ist auf jeden Fall ein Muß für eine Reise nach SA. Und dort unten ist es Malaria frei. Hat ja auch Vorteile...

Golfplätze: Die Auswahl ist riesig. Über 500 Plätze gibt es dort in Südafrika. Von den einfachsten 9-Loch Plätzen bis zu gestylten Resort-Kursen wie z.B. Links at Fancourt. Preise von umgerechnet 10 Euro bis hin zu 150 Euro. Wir haben uns nach einer Liste in Golf-Digest SA gehalten. Die Plätze sollten recht weit oben in den Top 100 plaziert sein und nicht zu teuer sein. Unsere Auswahl hat sich gelohnt. Höhepunkt war auf jeden Fall Pinnacle Point. Einer der spektakulärsten Kurse, die ich bisher in meiner Karriere spielen durfte. Was auch interessant ist in Südafrika, sind die Halfwayhäuser. Dort macht fast jeder erstmal Pause nach 9 Loch. Etwas essen und ein Getränk. War anfangs ungewohnt, dann aber eine schöne, gern genutzte Pause. Was auch schön war, dass die Mehrheit dort läuft. Ausser Pinnacle Point sind wir immer gegangen. Einmal mit Caddy.

Wetter: Wir waren im März dort und empfanden es als perfekt für uns. Durchschnittlich hatten wir ca. 25°C und wir hatten nur einen Tag etwas Regen am Vormittag. Für mich also perfekt. Nachteil war, dass ab Dezember die Wale "im Urlaub" sind. Die kommen erst im Juli zurück. Hätte ich gerne gesehen. Kommt vielleicht noch mal irgendwann.

Essen: Das war für mich ein Höhepunkt. Es war immer gut und im Vergleich zu Europa recht preiswert. Zwei Drei-Gänge Menüs mit einer Flasche guten Wein kostete ca. 50 Euro. Zwar geht es auch teurer, aber man muss ja nicht alles haben im Leben. Und Kleinigkeiten waren oft und günstig zu bekommen. Mehrheitlich gab es europäisch geprägte Küche. Einmal assen wir afrikanisch. War ganz ok. Ansonsten aber lohnt sich für mich ein Urlaub schon wegen des tollen Essens.

Zusammengefasst war es für uns ein Traumurlaub. Wir haben so viel erlebt und gesehen. Das kann man kaum beschreiben. Ein paar Eindrücke geben die Bilder unten vielleicht wieder. Und wer sich für meine Bewertungen bei Tripadvisor interessiert, schaut hier. Wer detaillierte Infos möchte, sendet mir bitte eine e-mail oder einen Kommentar. Ich antworte meist sehr zügig.








Südafrika Tour 2011

Mittwoch, 20. April 2011

Erinvale

Zum Ende unserer Reise wollten wir uns noch 2 Tage in der Weinregion östlich von Kapstadt rund um Stellenbosch aufhalten. Eine passende Unterkunft war auch schnell gefunden im Internet. Das Haus bot sogar Golfpakete an. Unser Rückflug war für den späten Montagabend geplant also waren 18 Loch am Montag durchaus realistisch. Irgendwann im Dezember kam dann auch die Bestätigung für die Startzeit in Erinvale. Für den Platz mussten wir zwar einen kleinen Aufschlag zum Paket zahlen, aber die Fotos und die Reviews liessen einen tollen Platz erwarten.


Wir also nach dem auschecken im Inn pünktlich angekommen (wir haben übrigens den ganzen Urlaub gut ohne Navi alle Hotels und Golfplätze gefunden). Leider waren wir auf keiner Liste! Man wusste nichts von uns. Und der Platz war eigentlich ausgebucht. Der sehr nette und hilfsbereite Assistant Pro im Shop führte einige Telefonate und schob die Startzeiten etwas hin und her und bot uns dann an, 9 Loch zu spielen. Da andere Plätze (nach Anruf) in der Umgebung auch ausgebucht waren, nahmen wir das Angebot gerne an. Besser 9 Loch als gar nichts. Der gute Mann empfahl uns auf Nachfrage, die zweiten 9 zu spielen. Haben wir dann auch gemacht.


Der Platz wurde von Gary Player 1995 designed und ist Teil eines Home Developments. Es sind also rundrum Häuser. Diese stören aber nicht so sehr. Da es sich nicht um eine ganz arme Gegend handelt, sind die Häuser oft sogar hübsch anzusehen. Auf den Löchern 10 bis 13 geht es meist immer etwas bergauf (zum Ende der 13 wieder bergab). Man nähert sich den Helderberg Mountains, die Teil des Hottentotten Natur Reservats sind. Und logischerweise ging es ab Loch 14 wieder meist bergab. Man hat 2 Par 5, 2 Par 3 und 5 Par 4 zu spielen. Mein Eindruck war, dass die Löcher sehr ausgewogen waren. Zudem war alles toll gepflegt. Die Grüns gehörten zu den schnellsten, die ich in SA gespielt habe. Also alles gut. Mir persönlich gefiel das Par 5 der 13 am besten (das mit dem Reisegopher auf dem Fairway). Erst einen Abschlag leicht bergauf blind. Dort war dann ein Dogleg nach links. Wenn man zu kurz war, konnte man das Ziel für den zweiten Schlag nicht sehen. Nach einem Hügel ging es bergab zum Grün. Dieses war dann leicht erhöht und links von einem grossen Bunker geschützt.


Nach der Runde genossen wir erst noch ein tolles Essen und die schöne Aussicht von der Clubhausterrasse. Wir hätten gerne noch weiter gespielt. Leider war dies nicht möglich. Aber irgendwann kommen wir wieder. Dann spielen wir den ganzen Platz.

Reisegolfer-Rating: 6 (für die zweiten 9)

Erinvale

Montag, 11. April 2011

Humewood

Humewood kam auf die Liste, weil es (zum Zeitpunkt der Planung) für mich der einzige Kurs in Südafrika war, den ich als Links bezeichnen würde. Also einplanen. Als dann das Buch von George Peper herauskam und dort Humewwod als einziger Linkskurs in Afrika klassifiziert wurde, war es für mich klar, wo ich auf jeden Fall spielen musste, wenn ich schon mal in der Gegend war. Also planten wir den Kurs auf dem Weg von Wilderness zum Game Reserve ein.


Die Geschichte mit unserem Caddy und den Begleiterscheinungen habe ich ja schon damals erzählt. Im Nachhinein immer noch eine seltsame und teils bedrohliche Geschichte. Ich habe aber versucht, mich während der Runde nicht von solchen Dingen ablenken zu lassen. Gelang mir auch grossteils. Denn der Kurs war den kleinen Umweg auf jeden Fall wert. Wenn es nicht so warm gewesen wäre (28°C), dann hätte ich gedacht, ich wäre irgendwo in Schottland. Dünen, Burns, riesige Topfbunker und grosse Grüns. Ein echter Linkskurs.


Der Platz wurde 1931 eröffnet und ist das Werk von Colonel SV Hotchkin (der dort damals übrigens einen Par 76 mit 8 Par 5 kreierte). Das ist der Colonel Hotchkin, der Woodhall Spa stark prägte und dem dieser Kurs auch gehörte. In Südafrika war er Ende der 20er Jahr und designte, bzw. veränderte mehrere Kurse (Durban, East London, Port Alfred etc.). Zudem ist Humewood bekannte geworden als Gastgeber von 5 South African Open. Zuletzt gewann Ernie Els dort in 2006 den Titel dieses traditionsreichen Turniers.


Ich fand den Platz auf jeden Fall klasse und genoss trotz der Begleiterscheinungen durch die Caddies die Runde. Das war ein Platz, wie ich ihn wirklich mag. Links in Reinkultur. Alles, was mein Herz erfreut. Nur dieses Mal etwas wärmer als sonst.

Reisegolfer-Rating: 7







Humewood

Dienstag, 5. April 2011

George

Der letzte Club aus unserem Stay & Play Paket war der George Golfclub. Er wurde 1906 gegründet und er ist damit einer der ältesten Clubs in Südafrika (der älteste ist der heutige Royal Cape Golf Club aus 1885). Auch wenn der Club immer wieder in den Top 20 Plätzen in Südafrika auftaucht, fanden dort nie die South African Open statt. Der Platz war wohl nie in der Lage, größere Zuschauermengen aufzunehmen.


Als wir auf das Clubgelände kamen, dachten wir zuerst, wir wären in den Niederlanden. Alles sprach (für unsere Ohren) untereinander holländisch. War natürlich afrikaans. Etwas störend war der Flight vor uns. 4 Herren, von denen einer mit einem Cart herumfuhr (meistens vorweg). Der gute Mann wartete nicht mal, bis alle ihre Putts an einem Loch beendet hatten... Der fuhr einfach weiter zum nächsten Abschlag. Und die anderen in unterschiedlichen Tempo hinterher. Von denen hatte noch einer einen E-Trolley, einer einen Caddy und der letzte trug sei Bag selber. Seltsam... Irgendwann hatten wir uns aber an das "Tempo" vor uns gewohnt und wir genossen die Runde.


Wie hier üblich, gönnten wir uns nach 9 Loch erstmal eine längere Pause mit Getränken und etwas zu essen. Gedanken wegen Spielverzögerung braucht man sich da nicht zu machen. Macht ja jeder. Und die Flights vor uns waren ja auch noch da. Beim warten erzählte uns dann einer der Caddies im Gespräch, dass wir an Loch 11 auf die Affen aufpassen sollten. Naja. Darunter vorstellen konnte ich mir anfangs nichts. Als wir aber dort waren, wurde es aber lustig. Ich hatte ja schon davon geschrieben. Wer den Film noch nicht kennt, schaut HIER. Der Platz war aber auch ohne die Affen sehr schön. Da es oft rauf uns runter ging, waren wir zum Ende recht fertig. Dusche und ein kühles Getränk waren nach der Runde wohlverdient.


Der Platz in George hatte ein ansprechendes Design. Fast alle Löcher waren von Wald umgeben. Das ganze war etwas hügelig und man hatte sehr oft einen schönen Blick auf die Outeniqua Berge. Sehr schön war auch die Terrase nach der Runde. Klasse Blick auf Loch 18 und auf die Berge. Für mich das schönste Loch war Loch 17. Ein tolles Par 185 Meter etwas abwärts mit einem länglichen, durch Bunker gut geschütztem Grün (mittleres Foto). Fazit: Ein toller Parklandplatz, bei dem einfach fast alles stimmte.

Reisegolfer-Rating: 8

George

Sonntag, 3. April 2011

Oubaai Golfcourse

Heute hatten wir das erste Mal im Urlaub Regen. Aber das kann einen Regengewohnten norddeutschen Golfer ja nicht schocken. Wir hatten ja Regenklamotten dabei (ja. sogar in Südafrika...). Trotzdem sah das nicht ermutigend aus, als wir dort ankamen. Da aber nichts los war, ließ man uns warten, bis der Regen aufgehört hatte. Also frühstückten wir erstmal in Ruhe (wir hatten eine sehr frühe Startzeit) und legten dann eben etwas später los.


Die Anlage hatte seltsamerweise zwei Clubhäuser. Eines für Mitglieder (an der 1 und 18) und eines für Gäste (irgendwo nahe Loch 10). Der Platz wurde 2005 eröffnet und ist ein Ernie Els Design. Habe leider nicht rausfinden können, welcher Architekt ihm dabei geholfen hat. Aber egal. Der Kurs ist großteils in eine "Wohnanlage" eingebettet. Damit finanzieren sich solche Anlage ja nun mal. Aber es ist nicht sehr störend. Manche Häuser sind für sich allein schon sehenswert. Der Platz ist herausfordernd, aber gut spielbar. Im Gegensatz zu beispielsweise Pinnacle Point, sind hier nur 3 Löcher direkt an der Küste gelegen. War aber auch so ok. Der Kurs hatte eine Menge Bunker. Diese waren aber nicht so tief, wie oft auf Linkskursen üblich. Also alles gut spielbar.


Am besten gefielen mir persönlich die Par 3 Löcher dort. Sie waren alle unterschiedlich angelegt und alle waren nicht leicht zu spielen. Die Par 4 Löcher waren alle in Ordnung. Aber sie hatten eben fast alle Häuser am Rand (siehe unterstes Foto). Das schönste Par 5 war die 18. Meist zur Linken die Küste oder zum Ende tiefste Buschlandschaft. Wessen Schläge eher nach linkstendieren, der wird hier bestraft.


Was uns etwas negativ aufstieß, waren die sanitären Anlagen am (Gäste) Clubhaus. Die waren eher eklig. Auf der Damentoilette waren Unmengen von seltsamen Würmern unterwegs. Da könnten man mal etwas öfter reinigen... Das Personal war ok, schien aber aufgrund nicht zu vieler Gäste etwas gelangweilt. Na ja. Auch wenn der Platz ganz gut war. Ich muss nicht wieder hin.


Fazit: Platz ganz gut. Die restlichen Anlagen mit Potential zur Verbesserung.

Reisegolfer-Rating: 6

Oubaai

Montag, 28. März 2011

Pinnacle Point

Was für ein Golfplatz! So ähnlich wie mich ein Foto des Golfplatzes von Nefyn District nach Wales gebracht hatte, war ein Bericht über Pinnacle Point in einer britischen Golfzeitschrift der Auslöser für Golf an der Gardenroute. Die Bilder waren einfach so spektakulär, da mußte ich hin. Damals hieß es, der Platz wäre nur für Residents zugänglich. War wohl auch so, wie Freunde erzählten, die vor 2 Jahren dort waren. Im Zuge der Wirtschaftkrise und dem Konkurs des ersten Betreibers der Anlage öffnete man sich, um durch Gastspieler auch Deckungsbeiträge hereinzubekommen. Dies konnten wir zum Glück nutzen. Wir hatten ein Paket (B&B und Golf) gebucht, welches auch diesen Platz beinhaltete.

Der Platz wurde 2006 eröffnet und von Peter Matkovich designed. In dem Jahr wurde er auch in 10 besten neuen Plätze weltweit gewählt. Und er hat die Nominierung nach meiner Meinung auf jeden Fall verdient. Ich habe auch Pebble Beach gesehen. Und Pinnacle Point muss sich hier nicht verstecken. Vielleicht gibt es ein oder zwei mehr Häuser am Platz. Aber auch das ist hier nicht übertrieben. Sehr viele Löcher sind direkt am Indischen Ozean und es gibt spektakuläre Blicke von fast jedem Loch.


Bei der Ankunft teilte man uns mit, das wir zusammen mit einem anderen Paar spielen sollten. Das Paar stellte als ein nettes, älteres Paar aus England heraus. Die beiden verbrachten den Winter dort und kannten den Platz auch schon. Gut für uns. Denn oft sah man das Ziel vom Abschlag aus nicht. Es ging los mit einer Einweisung des Marshalls. "Nicht in die Büsche gehen, giftige Spinnen und Schlangen...". Und der Platz hatte viele Büsche...


Die ersten beiden Löcher waren ok. Mehr aber auch nicht. Dann ging es los. Ein Loch spektakulärer als das andere. Fast immer hatte man einen Blick auf den Indische Ozean. Die Löcher waren zumeist alle toll gestaltet. Man war nur oft durch die Ausblicke abgelenkt. Ich habe zwar versucht, einiges vom Flair dieses Platzes mit der Kamera einzufangen, aber die Profis machen dies halt besser.


Mit dem Wetter hatten wir wahnsinniges Glück. Es war nur etwas windig. Aus Sicht der Einheimischen war dies sicher fast windstill. Ich hatte aber keine Probleme damit. Steigerte meinen Genuss. Und über einen schönen Score durfte ich mich auch freuen. Bei normalen (starken) Wind ist dieser Platz für Spieler wie mich sicher unspielbar. Aber man muss ja auch mal Glück haben mit dem Wetter.


Der Platz ist (wie fast alle Plätze hier) von Häusern umsäumt, aber hier fällt es kaum auf. Man sieht die Häuser eigentlich kaum, weil man immer einen schöneren Blick hat. Zum Platz im allgemeinen kann ich nur sagen, daß er ein tolles Design hat, er super gepflegt ist und er mit die spektakülärsten Ausblicke hat, die ich bisher auf einem Golfplatz erlebt habe. Einfach nur schön. Wer von den Lesern also mal auf der Gardenroute ist und seine Schläger dabei hat, sollte diesen Platz unbedingt spielen. Es ist ein einmaliges Erlebnis (auf jeden Fall bei dem Wetter, was wir hatten). Ich werde die Runde dort und die Ausblicke immer in meinem Gedächtnis behalten.

Reisegolfer-Rating: 8

Pinnacle Point

Donnerstag, 24. März 2011

Milnerton Golfclub

So. Der Alltag hat mich wieder und ich kann mich um die golferische Nachbereitung unserer schönen Reise nach Südafrika kümmern. Über den Rest der Reise hatte ich ja schon in kurzen Worten berichtet. Da das Hauptaugenmerk nicht auf Golf lag, wurde in diesem Urlaub "nur" 6 mal gespielt. Die Beschreibungen der Plätze, die Bewertungen und unsere Erlebnisse will ich nun Stück für Stück nachholen.

Blick zurück an Loch 2

Beginnen möchte ich mit Milnerton. Den Platz fand ich bei meiner Vorbereitung, weil er folgende Kriterien erfüllte. Er war am Atlantik, er hatte etwas von einem Linkskurs und man konnte von vielen Löchern aus den Tafelberg sehen. Als dann noch ein Kollege ein gutes Restaurant in der Nähe empfahl, stand die Wahl fest. Wir haben es nicht bereut.


Leider war schon die Anfahrt mit Hindernissen verbunden. Da wir zu dem Zeitpunkt noch keinen Mietwagen hatten, sind wir einfach mal ganz dekadent mit einem Taxi zum Golf gefahren (ist dort nicht so teuer). Das hatte ich bisher auch noch nicht. Leider gerieten wir während der Anfahrt in einen Stau auf der N1. Ein LKW hatte seine Ladung verloren. Das kostete uns 30 Minuten. Wir kamen mit fliegenden Fahnen an und schafften es grad so, unsere gebuchte Startzeit zu erreichen.

Blick von der Clubhausterrasse (mal nicht der Tafelberg)

Der Platz in Milnerton wurde 1925 von einem Archie Todt (ein Pro) gebaut und 1992 überarbeitet. Der Kurs ist flach und an einigen Löchern von tollen Immobilien umgeben. Aber es gibt auch einige Löcher mit freiem Blick auf den Atlantik. Dem Winde, wenn er wie so oft hier weht, ist man fast immer ausgesetzt. Ohne Wind ist der Kurs gut spielbar. Mit Wind ist er einiges schwerer. Wir hatten Glück. Es war meist fast windstill. Das faszinierende an dem Platz sind auf jeden Fall die Ausblicke. Man sieht fast immer den Tafelberg. Das ist für einen Touristen wie mich natürlich ein Highlight. Für die Mitglieder ist dies sicher so normal, wie der Bassrock für die Mitglieder in North Berwick... Nach der Runde gabe es noch ein Getränk in dem schönen Clubhaus mit der Terrasse am Atlantik. Danach hatten wir eine Premiere und wir gingen mit Tragebag in das gebuchte Restaurant. Wir wussten ja nicht, wohin damit! Aber man fand einen Raum zur Aufbewahrung und wir konnten (wieder mit Blick auf diesen Berg) lecker essen. Fazit für den Platz: Kann man unbedingt empfehlen!

Reisegolfer-Rating: 5

Milnerton GC

Dienstag, 22. März 2011

Abschiedsgruß von Reisegopher

Ein letztes Mal Golf und dann ging es abends zurück nach Deutschland. Erinvale wurde gespielt. War nett. Leider nur 9 Loch, da unser Hotel die Buchung verschlampt hat. Und mit dem Wetter hatten wir gestern auch wieder Glück.

Nun sind wir wieder in Deutschland und der Alltag beginnt morgen wieder. In den nächsten Tagen werde ich noch etwas mehr über die gespielten Plätze schreiben und ein Gesamtfazit erstellen.

Samstag, 19. März 2011

Heidelberg

Allmählich sind wir etwas weiter. Haben eine Zwischenübernachtung auf einer Straussenfarm in der Nähe von Heidelberg hinter uns. War richtig gut. Abends Dinner mit allen Gästen an einem grossen Tisch. Und der Gastgeber hat im Wohnzimmer Straussenfleisch gegrillt. Heute früh sind wir dann auch mit dem Farmer auf Futtertour gefahren. Hinten auf der Ladefläche... War mal was anderes.
Gleich geht es durch die Kleine Karoo über Montagu nach Stellenbosch. Da gibt es dann auch wieder mal Golf.

Donnerstag, 17. März 2011

Im Tierpark

Nun sind wir wieder mit der Welt verbunden (wenn auch schwach). Machen grad Stopover im Tsitsikamma Nationalpark. Die letzten 2 Tagen verbrachten wir in einem Wildreservat und haben Tiere besucht und etwas abgehangen. Unten ist zwar kein Bild von uns, aber grob so haben wir uns auch verhalten..

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Dienstag, 15. März 2011

Unser Caddy

Gestern wurde Humewood gespielt. Der einzige echte Linkskurs in Afrika (Laut "True Links"). Den Platz fand ich klasse. Es war das, was ich liebe. Ein echter Linkskurs. Und im Clubhaus dachte ich, ich wäre in England. Nur dass hier viele Afrikans sprachen. War also schön.


Etwas befremdlich für uns war, das wir sofort von mehreren schwarzen Caddies bedrängt wurden. Der eine fing sofort an, unsere (sauberen) Schläger zu putzen, der andere machte sich am Bag zu schaffen und der Rest bedrängte uns verbal. Mit Hilfe des Managers entschieden wir uns dann für einen der Männer. James. Wie für alle seine Kollegen dort war dies die einzige Arbeit, um seine Familie zu ernähren. Bei der Unterhaltung mit uns war er ganz überrascht, das es in Deutschland (eigentlich) keine Caddies gibt. "Do you have no unemployment in Germany? Does everybody has work? Or why are there no caddies?" War schwer zu erklären, das es auch in Deutschland "Probleme" gibt. Unsere Sorgen sah er nicht als Problem an. Es hätten ja alle was zu essen. Oder? Auf jeden Fall bringt einen so ein Erlebnis zum nachdenken. So haben wir auch mal einen Teil der Problematik hier kennengelernt.

Heute geht es dann auf Safari. Golf hat erstmal Pause.

Montag, 14. März 2011

Diebstahl auf dem Golfplatz

Sind jetzt in Port Elizabeth. Dort haben wir auch wieder eine bessere Internet-Verbindung. Daher stelle ich mal unser kleines Video von dem Diebstahl gestern beim George GC ein. War mal eine ganz neue Erfahrung. Weiß nur nicht, was die mit den Tempos wollen...

Bestohlen in George

Überall liest man von der starken Kriminalität. Gestern hat es uns erwischt... An Loch 11 auf dem George Golfclub klaute ein Affe ein Päckchen Tempotaschentücher aus meinem Bag... ;-). Das war so lustig, wir konnten dem Kleinen gar nicht böse sein.


Der Platz war übrigens ganz hervorragend. Wunderschöner Parklandplatz mit großartigen Ausblicken. Ich hatte erstmals wieder mein Bag getragen. War ein Fehler. Bin immer noch kaputt. Und heiß wurde es auch irgendwann. Heute ist wieder ein Reisetag. Wenn wir es schaffen, wollen wir dann aber noch 18 Loch in Port Elizabeth spielen. Kommt auf den Verkehr auf der N2 an.

Sonntag, 13. März 2011

Platzreife

Gestern waren wir in Oubaai. Ein Resort mit Häusern und Hotel südlich von George. Eine dieser hier häufig gebauten Anlagen. Teure Häuser und ein Golfplatz, der entweder spektakulär ist, oder von einem namhaften Designer (oder Spieler) gebaut wurde. Oubaai wurde von Ernie Els gebaut. Über den Platz schreibe ich, wenn ich eine bessere Verbindung habe und Bilder laden kann.

Für mich war es der Tag nach dem starken Sonnenbrand. Daher war es ganz gut, dass es am Anfang regnete (die ersten Löcher spielten wir mit Regenkleidung). Später hörte es dann auf mit dem Regen und gelegentlich kam sogar die Sonne etwas heraus. Leider spielten wir gestern sehr grottig. Lag natürlich am Platz und am Wetter. An uns liegt so was ja nie. Nach der Runde wollte ich meine Platzreife abgeben ("you know, like driver license!"). Zum Glück kannten die so was hier nicht und ich darf dann wohl doch weiterspielen, wenn wir wieder heim kommen... ;-)

P.S.: Mein Mitgefühl ist bei den Menschen in Japan. Schreckliches Unglück. Irgendwie fällt einem bei dem Gedanken daran der unbeschwerte Urlaub schwer.

Samstag, 12. März 2011

Internet zu Fuss

Hier ist eine ganz schwache Internetverbindung. Erinnert mich ein wenig an die Zeit mit analogen Verbindungen. Daher zur Zeit keine Bilder. Ich hoffe, in Port Elizabeth wieder eine Verbindung zu bekommen. Dann kommen die Bilder.

Gestern haben wir einen traumhaften Platz gespielt. Pinnacle Point. Einfach spektakulär. Mehr darüber, wenn ich wieder ein schnellers W-LAN habe. Heute haben wir leider Regen. Vielleicht hört der ja bald auf. Um 09.00 Uhr haben wir Startzeit in Oubaai.

Ein kleines Bild habe ich aber doch laden können. Um mal einen ersten Eindruck zu bekommen...

Blick auf Loch 18 und Clubhaus

Donnerstag, 10. März 2011

Südafrika Golftour Tag 5

Heute war Reisetag. Von Kapstadt nach Wilderness. Der Weg bot wechselndes Wetter, Ronnies Sex Shop (ist ein Pub, bei dem liebe Freunde irgendwann mal nachts das "Sex" dazugemalt haben), Mittagspause "in the middle of nowhere" und eine Tankstelle mit Einschusslöchern im Glas vor der Kasse... Dann war das vor Monaten reservierte Zimmer belegt. Regen gab es auch. Aber am Ende wurde dann doch alles gut. Wir bekamen ein Zimmer im Nachbarhaus mit Blick auf den indischen Ozean und hatten anschließend ein tolles Dinner bei "The Girls". Morgen geht das Golfspielen dann weiter. Pinnacle Point wartet auf uns. Da der Regen nun auch aufgehört hat, kann es morgen ja nur gut werden...

Mittwoch, 9. März 2011

Kap der guten Hoffnung

Heute gab es einen Tagesausflug die Kaphalbinsel hinunter. Das beeindruckendste waren, ausser der faszinierenden Landschaft, die vielen Tiere. Und alle rannten dort so herum... Unten ein kleiner Vorgeschmack.

Morgen geht es 500 Kilometer östlich nach Wilderness. Da geht dann ab Freitag der eigentliche Golfurlaub los. 4 Plätze in 4 Tagen... Mal sehen, was uns da erwartet.





Dienstag, 8. März 2011

Südafrika Golftour Tag 3

Heute ging es los mit Golf. Milnerton war angesagt. Hauptsächlich hatte ich den Kurs wegen der Ausblicke ausgewählt. Wir wurden diesbezüglich auch nicht enttäuscht. Meist war immer dieser Berg im Blickfeld. Der Platz selber war ok. Wenn dort richtig der Wind weht, beissen sich sicher viele die Zähne daran aus. Für uns war es der ideale Kurs für den Wiedereinstieg nach 4 Monaten ohne eine volle Runde. War auch zum Glück nicht ganz so viel Wind heute. Hat Spass gemacht.

Nachher waren wir ganz toll essen. In Bloubergstrand bei Blowfish (Empfehlung von Rolf J. Nochmal Danke). Das war ein echtes Highlight. Wir hatte einen tollen Tisch und ganz lecker Meeresfrüchte zu einem fairen Preis. Kann ich nur empfehlen! Morgen geht es dann zum Kap der guten Hoffnung... Hoffentlich spielt das Wetter wieder mit...

Blick vom Grün der 2

Kitesurfer vor dem Golfplatz

Blick von der Clubhausterrasse

Blick vom Tisch beim Abendessen...

Und nun zum Wetter...

:-(((

Und das wo wir heute Golf spielen wollen...