Sonntag, 21. März 2010

GC Curau Ostplatz

Lange wird es diesen Platz nicht mehr geben, da im Laufe diesen Jahres der Umbau auf 18 Loch abgeschlossen wird und damit 3 der derzeitigen 9 Loch des kürzeren Ostplatzes in dem neuen Meisterschaftsplatz aufgehen.


In meiner Erinnerung wird der Platz wegen des Zustands bleiben. Nach dem langen Winter war es der erste Platz für mich. Das Gelände des Platzes ist auf Lehmboden. Wie die Dame in Sekretäriat sagte: "lehmiger Lehmboden". Dementsprechend sah der Platz auch aus. Die Grüns waren auch nicht so toll. Aber dafür kann dort keiner was. War halt ein langer Winter. Der Platz an sich war vom Layout her in Ordnung für einen Kurzplatz. Irgendwann komme ich mal zu wärmeren Zeiten wieder und spiele dann den neuen Meisterschaftsplatz. Bis dahin muss ich für den Ostplatz (den es so nicht mehr lange gibt) sagen:

Reisegolfer-Rating: 1


Sonntag, 7. März 2010

Der Anfang ist gemacht!

Nach dem Schneeschock von Freitagnacht haben wir uns heute aufgerafft, endlich mal wieder auf die Range zu gehen. Der Anfang wäre also gemacht. Den Schwung habe ich auf jeden Fall noch nicht vergessen (auch wenn er natürlich nicht schulbuchmässig aussieht). ;-)

Dann müssen wir nur noch hoffen, das der Schnee nun endlich wieder schmilzt und wir wieder richtig spielen können. Die nächste (kleine) Reise ist ja schon wieder in 2 Wochen.


Samstag, 27. Februar 2010

Hansegolf 2010

So. Nach einem kleinem Festplattencrash ;-((( komme ich nun dazu, meine Eindrücke von der Hansegolf kurz zu beschreiben.

Eigentlich finde ich die Messe nicht so toll. Man geht seine Runde, wartet bei den Schnäppchenständen auf seine Liebste, die gerne shoppt (ok, manchmal findet man ja was), nimmt an ein paar Gewinnspielen teil (und gibt wieder seinen E-Mail Eingangskorb für noch mehr Werbung frei), bleibt manchmal bei Touristikständen stehen und das war es dann mehr oder weniger.

Aber lohnt sich dafür der (ermässigte) Eintritt? Na ja. Es ist Winter, man kann nicht spielen und man trifft dort den halben Golfclub. Also geht man nächstes Jahr wohl wieder hin. Aber ehrlich gesagt würde ich ohne die vielen Bekannten, die ich dort treffe, wohl nicht kommen.

Freitag, 12. Februar 2010

Endlich Frühling

Man sieht schon die Rehe auf den Wiesen....
Es kann nicht mehr lange dauern!



So. Ich fahre jetzt eine Woche in die Berge. Und wenn ich wiederkommen, ist hier im Norden der Schnee weg. Und ich kann wieder spielen. Ich kann mich nicht mehr ewig mit schönen Erinnerungen motivieren...

Montag, 1. Februar 2010

WWW / West Hill

Heute geht es um den letzten der drei "W" Plätze. West Hill! Rein subjektiv und vollkommen voreingenommen ist dies mein Lieblingsplatz der drei Heidelandschätzchen. Es war der erste der drei, den ich gespielt habe und die Bedingungen an dem Tag waren perfekt. Vielleicht liegt es daran. Aber weg von meiner Meinung hin zu den Fakten des Platzes.

Der Club wurde 1909 auf Betreiben von Mrs. Marguerite Lubbock gegründet. Damals waren Damen bei den Clubs in der Umgebung nicht als Mitglieder zugelassen. Also gründete die Dame (mit Unterstützung ihres Ehemanns Geoffrey) kurzerhand einen eigenen Club, in dem auch Damen Mitglieder sein durften. Der erste Pro im Club, Cuthbert Butchart, entwarf 1910 auch den Platz. Dafür, dass er davor und danach nie wieder einen Golfplatz baute, hat er hervorragende Arbeit geleistet. Von den drei W-Clubs ist dies der anspruchsvollste. Zugleich bietet er auch was fürs Auge. Im August wird man förmlich erschlagen von der blühenden Heide, die den ganzen Platz einnimmt.

Der Kurs ist mit knapp 6400 yards recht kurz. Dafür ist er aber auch nur ein Par 69 (für Herren von Weiss). Der SSS von 71 sagt hier eine Menge über die Schwierigkeit des Platzes aus. Er hat auch nur 2 Par 5 Löcher. Die Herausforderung sind hier die langen Par 4 Löcher. Diese sind entweder recht eng, oder mit netten Hindernissen wie Bächen, Bunkern oder Heidefeldern ausgelegt. Es ist für mich schwierig, zu sagen, welche Löcher am besten sind. Ich fand fast alle toll. Etwas hervorstehend waren für mich auf jeden Fall die Par 3 Löcher. Die waren alle klasse. Loch 15 wurde mal von Sir Henry Cotton als bestes kurzes (212 yards) Loch in Grossbritannien bezeichnet. Ob ich soweit gehen würde, weiss ich nicht, aber es war ein klasse Par 3 und ich war froh über meinen Bogey. Zudem waren wir etwas abgelenkt, weil ein Reh beim Grün war, als wir schlagen wollten... Ach ja. Für Damen ist der Platz übrigens ein Par 74 (!!). Das gibt es meines Wissens so auch nicht in Deutschland.

So. Nun zum Fazit. Alle 3 beschriebenen Plätze sind klasse. Einfach tolle Golfplätze. Und so nah beieinander! Plant also mal als Alternative zu der Golfreise nach Schottland einen Trip in die Region westlich von London. West Hill hat (wie auch Woking) eine günstige Twilight Rate von 40 Pfund ab 15.00 Uhr BST. Und das ist wirklich ein Schnäppchen für so einen Platz. Für die mehr visuell gesteuerten Leser gibt es natürlich wieder ein paar Fotos (Link anklicken und dann auf "Diashow" drücken). Viel Spass. Falls mal jemand Tips für einen Trip in die Region möchte, schreibt mir einfach eine Mail. Ich antworte immer kurzfristig.
West Hill

Mittwoch, 20. Januar 2010

Winter in Moorfleet

Es ist wärmer geworden. In Bochum erinnern sich nur noch Personen mit gutem Langzeitgedächtnis daran, dass hier noch vor kurzem Schnee lag. In Hamburg hatten wir noch etwas länger Schnee. Da habe ich am Montag mal die Gelegenheit genutzt, mir meine Kamera geschnappt und bin zu meinem Heimatclub. Die Sonne schien und es war noch alles schön weiß. Eindrücke siehe unten:






Dienstag, 19. Januar 2010

WWW / Worplesdon

Heute geht es um den zweiten der glorreichen drei Heidelandplätze im Südwesten von London. Worplesdon. Der Club wurde 1908 gegründet. Der Platz wurde von J.F. Abercromby designed. Abercromby gilt als einer der grossen Golfplatzarchitekten der "Goldenen Jahre" des Golfplatzbaus. Worplesdon war sein erster Platz. Später kamen Plätze wir z.B. "The Addington" dazu.

Wenn man auf das Clubhaus zukommt und hineingeht, hat man sofort das Gefühl, in einem klassischen englischen Golfclub zu sein. In der Lobby erblickt man schnell die alten, hölzernen Ehrentafeln mit Siegern aus lange vergangenen Jahrzehnten. Berühmt ist Worplesdon für seinen jährlich stattfindenden Mixed Foursome. Hier gaben sich in der Vergangenheit die besten britischen Amateurgolfer die Klinke in die Hand. Am erfolgreichsten war hier Joyce Wethered. Die erfolgreichste britische Amateurgolferin aller Zeiten hat hier acht Mal mit sieben verschiedenen Spielpartnern gewonnen! Nicht schlecht.

Der Platz ist, wie fast alle Kurse in dem Sandgürtel westlich von London, Parkland mit Heide und vielen Bäumen. Er ist vor allem von älteren Mitgliedern geschätzt. Weil man hier (im Vergleich zu Woking und West Hill) nicht so grosse Abstände zum Fairway überwinden muss und die Fairways meist angenehm breit sind. Ungewöhnlich ist, dass man von der Clubhausterrasse nicht auf Loch 18, sondern auf Loch 4 schaut. Loch 18 endet zwar auch beim Clubhaus, ist aber etwas höher als das dieses gelegen. Vom Grün aus sieht man nur das Dach. Das einzige, was ich am Design etwas seltsam fand, war, dass ein Teil des Platzes durch eine Art kleinere Bundesstrasse vom Rest des Platzes getrennt war. Die Bagshot Road war anscheinend schon immer da.

Der Platz bietet sehr gute und herausfordernde Par 3 Löcher (die 4, die 10 und die 13). Aber auch der Rest ist sehr schön angelegt. Mir gefielen die 5 (langes Par 4 mit Dogleg nach Rechts), die 8 (nettes Par 4 mit erhöhtem Grün, welches man beim ersten Versuch treffen sollte), die 11 (tolles Par 5) und die 18 (längeres Par 4 mit einem durch eine lange Reihe Bunker geschütztem Grün) sehr gut. Eigentlich war aber, wenn ich so darüber nachdenke, der ganze Platz toll. Also hin und spielen.

Greenfee für 18 Loch in der Woche (Wochenende nur mit Member): 75 Pfund

Leider gibt es hier keine Twilight Rate, wie in Woking oder West Hill. Aber der Platz ist das (recht hohe) Greenfee wert. Wer irgendwann sagen möchte, dass er die besten Heidelandplätze Europas gespielt hat, der muss hier gespielt haben. Am besten zusammen mit seinen beiden Nachbarn Woking und West Hill. Für den ersten Eindruck von Worplesdon sollte man einen Blick auf die Homepage des Clubs werfen oder meine Foto's von damals anschauen.

Worplesdon

Montag, 11. Januar 2010

WWW / Woking

Nein. Ich schreibe keinen Bericht über das World Wide Web. Dafür aber über 3 tolle Golfplätze (Clubs) südwestlich von London, die

a) alle mit dem Buchstaben "W" beginnen,
b) man alle mal gespielt haben sollte und die
c) teils auch golfgeschichtliche Bedeutung haben.

Es handelt sich um Woking, West Hill und Worplesdon. In britischen Golferkreisen auch "The trinity of heathland courses" genannt. Alle drei liegen nebeneinander. Jeder kann theoretisch dem anderen einen Ball auf das Gelände schlagen. Ist aber etwas schwerer wegen des Waldes, in dem sich alle Plätze befinden. Hauptsächlich eint die drei Plätze aber der sandige Untergrund. Das Heideland. Und alle drei repräsentieren sehr gut das charmante Old England. Vor allem was Golf betrifft. Ich werde jetzt der Reihe nach die Kurse beschreiben. Begonnen wird heute mit:

Woking

Der Club wurde 1893 von einer Gruppe Londoner Anwälte gegründet. Dass man ein Gelände auf Heideboden für den Club war eher Zufall. Aber es war wegweisend und öffnete die Tür für viele berühmte Clubs, die später folgten. U.a. Sunningdale, Wentworth, Swinley Forest, The Berkshire und einige andere tolle Plätze.

Ausgelegt wurde der erste Kurs von Tom Dunn. Dieser war noch nicht sehr kreativ. Für die damaligen Verhältnisse lang, meist geradeaus, quadratische flache Grüns und viele Crossbunker vor den Grüns. Zwei Mitglieder sorgten dafür, dass der Platz sich in den nächsten Jahren zu dem Kleinod entwickelte, den er heute noch darstellt. Eine ihrer Innovationen waren beispielsweise zwei Bunker in der Drivelandezone auf dem Fairway von Loch 4. Das hatte es vorher so nicht gegeben. Nun musste man denken bei seinen Abschlägen und nicht einfach nur drauflosschlagen. Später legte dann der grossartige Tom Simpson Hand an und der Platz erhielt den heutigen Charakter. Die Crossbunker wurden gefüllt. Die Grüns wurden erhöht und variantenreicher gestaltet. Neue Bunker wurden angelegt und Bäume wurde angepflanzt.

Heutzutage bietet der Kurs ein abwechslungsreiches Design mit vielen Löchern bei denen mehr Strategie als pur Kraft gefragt ist. Power ist hier weniger angesagt. Eigentlich braucht man seinen Driver hier gar nicht. Ungewöhnlich ist auch, das Loch 14 (hübsche Par 5) vor der Clubhausterasse und nicht Loch 18. Meine Favoriten sind:

  • die 2 (Par 3 aufwärts zu einem nicht ganz einsehbaren Grün)
  • die 6 (schönes Par 4 abwärts in Richtung des Grüns, welches von einem Bach geschützt wird)
  • die 11 (erhöhter Abschlag über einen Hügel zu einem leicht ondulierten Grün)
  • die 14 (Par 5 recht durch Heidekraut geschützt in Richtung Clubhaus)
  • und die 18 (sehr schönes Par 4. Was fürs Auge. Riesige Eiche rechts und See links vom Grün)

Nach der Runde wechselt man dann traditionell zu Sakko und Krawatte und geniesst klassisches britisches Essen in dem urigen alten Clubhaus mit dem charakteristischen Uhrenturm.

Greenfee im Sommer: 18 Loch für 65 Pfund. Nach 15.30 Uhr kostet es nur noch 35 Pfund.

Und auf dem Platz bitte nicht vergessen, das Polohemd in die Hose zu stecken... und zur Short die knielangen weissen Socken vorher einpacken (gibt es aber auch im Proshop). Viel Spass beim spielen. Es lohnt sich.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen des Platzes:

Woking

Mittwoch, 6. Januar 2010

Immer noch nicht gespielt

Das ist jetzt fast schon genauso wie letztes Jahr. Schnee, Kälte und ein Auto habe ich zur Zeit auch nicht in Bochum. Mit dem Wagen könnte man wenigstens zur Range fahren. Aber auch das läuft nicht. Also wird gelesen und sich um die Golfreisen des Jahres gekümmert. Unterkunft für die Rydercup-Woche habe ich schon gebucht und ein B&B für die 5 Tage im Mai in Norfolk wird auch diese Woche organisiert.

Was mich etwas ärgerte, war die Erhebung einer Gebühr für Golfgepäck bei Air Berlin ab 01.05. Die waren so etwas wie die letzte Bastion für meine Flüge nach UK. Das wird jetzt schwieriger. Ich versuche noch herauszufinden, ob man bei British Airways das Golfgepäck unter 23 kg als normales Gepäck aufgeben kann und für Kurzreisen den Bedarf als Handgepäck mitnimmt. Sage Bescheid, wenn ich es rausgefunden habe.

Für die Steigerung der Sehnsucht nach gutem, wärmeren Wetter an diesen kalten Tagen noch ein netter Golfplatz:


Blick auf das Grün Loch 16 in Camberley Heath. Ein netter Platz im Süden von Berkshire

Sonntag, 20. Dezember 2009

Frohe Weihnachten / Merry Christmas

Draussen ist alles weiss und es ist eiskalt. Vielleicht gibt es noch mal 9 Loch zwischen den Feiertagen. Aber golfmässig ist das Jahr vorüber. Gute Gelegenheit, ein Resümee zu ziehen. Ich habe 79 mal auf 56 verschiedenen Plätzen gespielt. Davon 47 Plätze zum ersten Mal. Ich habe zwar selten sehr gut gespielt, aber oft viel Freude und Spass gehabt. Und darum geht es mir hauptsächlich. Und da es draussen so weiss ist, ist etwas Grünes vielleicht mal eine nette Abwechslung. Daher habe ich mein Golfjahr in Bildern gefasst. Viel Spass bei den Bildern (einfach öffnen und die Diashow starten).
Ich wünsche allen Lesern Gesundheit und ein frohes Weihnachtsfest.

Liebe Grüße

Der Reisegolfer

Montag, 14. Dezember 2009

Meine Top 10

Am Wochenende erhielt ich einen Hinweis, dass es aus meinem Bericht nicht klar hervor geht, welches denn nun meine Top 10 sind. Um dem Abhilfe zu leisten, hier nun die Liste:

1. Sunningdale Old Course
2. Royal Dornoch
3. North Berwick West Links
4. St. George's Hill
5. Pasatiempo
6. Saunton (East)
7. Falkenstein
8. St. Enodoc (Church)
9. Nefyn & District
10. West Hill

Ich habe mich sogar nach langem Überlegen auf eine Reihenfolge festgelegt. Aber was soll's. Man muss ja auch mal Entscheidungen treffen im Leben... Wie im Bericht davor angekündigt, werde ich die Plätze alle noch mal gesondert darstellen. Links zu den Clubs sind rechts unter Rubrik "Meine persönlichen Favoriten"

Dienstag, 8. Dezember 2009

Meine persönlichen Top 10

Da ich zur Zeit nicht allzu viel zu tun habe und nicht immer nur das neueste von Tiger's Eskapaden lesen möchte, habe ich mich mal daran gemacht, meine Seite etwas aufzuräumen. Wie vielleicht schon mal jemand gesehen hat, gibt es eine Rubrik mit meinen 10 Favoriten. Da seit dem letzten überarbeiten auch schon wieder ein Jahr vergangen ist, habe ich mich mal daran gesetzt und noch mal alles überdacht. Das ist nicht so einfach. Ich hatte irgendwann 20 Plätze da stehen und jeder Platz, den ich gestrichen habe, fiel mir schwer, weil ich bei jedem Platz etwas besonderes in Erinnerung hatte (habe).

Irgendwann standen dann aber doch nur 10 Plätze dort. Diese Plätze sind alle Weltklasse und sollte man irgendwann mal von jedem gespielt haben. Aber mein Horizont ändert sich ja auch dauernd. Mal sehen, was in einem Jahr dort steht. Die derzeitigen Top 10 werden von mir demnächst monatlich in der Rubrik "Golfplatz des Monats" vorgestellt.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Wetgolf Moorfleet

Heute wurde von uns ein ganz besonderer Platz gespielt. Es handelt sich um die bei Fachleuten - grade im Winter - viel gerühmte 9-Loch Anlage von Wetgolf Moorfleet. Normalerweise ist der Platz während der Saison schwer zugänglich. Man muss schon ganz besondere Beziehungen haben, um eine Runde gehen zu können. Im Winter ist es aber etwas einfacher. Und so nutzten wir das offene Turnier um den Nikolaus-Cup (3 Schläger-Turnier), um diesen Platz endlich wieder mal spielen zu können.

Blick vom Abschlag Loch 1

Als wir den Platz das letzte Mal spielten, war es noch ein Par 68 Platz für 18 Loch. Heute war es ein Par 64 Platz. Es hatte sich also einiges getan. Etwas für Plätze dieser Art einmaliges war das Layout der ersten 3 Löcher. Es waren 3 Par 3-Löcher. Das hatte ich das letzte Mal 2006 auf dem nur bei Insidern bekannten Par 54 Duke Meadows Club in Chiswick gehabt. Nur dass es dort auf dem erstem Loch mehr Bunker gab als auf der gesamten Anlage in Moorfleet.

Abschlag Loch 2

Die nächsten 3 Loch führten über gut gepflegte Feuchtwiesen zum eigentlichen Höhepunkt des Kurses. Das berühmte Loch 7. Bei den äusseren Bedingungen heute fiel die Schlägerwahl sehr schwer. Von unserem Vierer-Flight erreichten nur 2 Spieler das Grün. Das sagt schon einiges über die Qualität dieses schwierigen Loches aus.

Das berühmte Loch 7

Zum Abschluss ging es dann auf Loch 9 durch die Marsch. Ich habe gehört, dass das gesamte Gebiet dort (Vier- u. Marschlande) seinen Namen von diesem Loch bekommen hat. Dies kann ich aber nicht bestätigen, da es mir mündlich von einem Mitglied dort zugetragen wurde. Das Loch hatte (typisch für diese Art von Schwemmland) wenig natürliche Erhebungen, was die Sache für uns nicht einfacher machte. Es erforderte schon unser ganzes Können um das Loch mit einem Triplebogey abzuschliessen.

Blick zurück vom Grün der 9

Nach der Runde genossen wir die Gastfreundschaft des Clubs in der Holzhütte, die das Clubhaus beherbergt. In lockerer Runde wurden noch unsere unglaublichen Scores durchdiskutiert (einer in unserem Flight hatte eine unglaubliche... gespielt) und irgendwann ging es dann glücklich und zufrieden wieder nach Haus. Es war ein tolles Erlebnis und wir kommen gerne wieder, sobald wir wieder mal die Gelegenheit dazu haben. Diesen Platz muss man einfach mal gespielt haben.

Reisegolfer-Rating: unbeschreiblich
P.S.: Wer es bisher nicht erkannt hat. Dies ist Satire! Ich mag den Platz und spiele ihn auch sehr gerne.

Freitag, 4. Dezember 2009

Preferred Lies

Die Tage in den kalten und nassen Monaten November und Dezember sind ideal zum lesen eines guten Buches. Zum Thema Golf gibt es auf Deutsch (bis auf Ausnahmen wie z.B. Eugen Pletsch) nicht viel wirklich Gutes zu lesen. Daher lande ich zusätzlich zu meinen vielen Golf-Bildbänden und Büchern über Golfarchitektur meist bei englischen Büchern. Ein richtig gutes habe ich vor knapp 3 Jahren zum ersten Mal gelesen. "Preferred Lies" von Andrew Greig.


Andrew Greig ist ein Schriftsteller, der mit Anfang 50 dem Tod grad noch mal von der Schippe gesprungen ist. Um das Leben und sich selbst wieder zu entdecken, beginnt er ca. 30 Jahren nachdem er damit aufhörte, wieder mit Golfspiel. Das Buch beschreibt seine Reisen zu verschiedenen Golfplätzen in Schottland auf der Suche nach dem Wesen und dem Herz des Golfspiels. Er schreibt über die unterschiedlichen kulturellen Erscheinungsformen, die Geschichte, die Geographie und die verschiedenen sozialen Bedeutungen des Sports in Schottland. Besucht werden 18 Plätze, wie z.B. der Old Course in St. Andrew's und Royal Dornoch. Aber auch ein Naturplatz in North Ronaldsay (Orkney), ein 9-Loch Kurs auf Ghiga oder der 12-Loch Platz in Shiskine auf Arran (der Platz ist immer noch in meinen persönlichen Top 10). Das Buch ist gut zu lesen und macht Lust auf Reisen nach Schottland um die beschriebenen Plätze zu spielen. Der perfekte Schmöker also über die Weihnachtstage.



Dienstag, 24. November 2009

Urlaub ist irgendwie schöner...

Bin nun schon über zwei Wochen wieder zurück im Alltag. Und noch nicht einmal wieder Golf gespielt. Ist bei dem Wetter sicher auch nicht ganz so toll. Dann habe ich auch noch einen Rückfall mit meinem Fuss (der regelmässige Leser erinnert sich...). Na ja. Ist auf jeden Fall frustierend. An Reisen und Golf (entsprechend meinem Blognamen) kann ich im Moment nur denken. Also plane ich schon mal fleissig für das nächste Jahr. Alles (ausser Ryder Cup) ist noch in der Schwebe. Muss erst einen Vorschlag erarbeiten und dann das ganze bei meinem Finanzvorstand absegnen lassen. Auf der Liste sind zur Zeit Florida oder South Carolina im Herbst, Rydercup Ende September und ein langes Wochenende nach Ostengland oder nach Fife. Mal sehen, was dabei herauskommt...

Donnerstag, 12. November 2009

Golfreise Kalifornien - Das Fazit

Nun sind schon wieder einige Tage seit unserer Rückkehr vergangen und ich hatte etwas Zeit, die Reise mit etwas Abstand Revue passieren zu lassen. Ja. Es war klasse. Auch mit dem lädierten Fuss, der schon etwas behinderte. Ich kann es jedem nur empfehlen. Kalifornien ist ein tolles Reiseziel im Herbst. Wir hatten nicht einen Tag Regen und es gab viel zu sehen und zu entdecken. Das Land ist perfekt für eine Reise dieser Art. Und für Golfer ist es auch ein Paradies mit Plätzen für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack. Ich fasse mal meine Erfahrungen und Tipps für bestimmte Themenbereiche zusammen:

Anreise: Wir haben Lufthansa genutzt, weil ich noch ein paar Meilen übrig hatte. Ansonsten würde ich wohl eher nach einer Linie mit kostenlosen Golfgepäcktransport suchen (z.B. British Airways oder Virgin). Was man da an Gebühr spart, kann man locker in Greenfee für zwei Plätze investieren...

Fortbewegung: Wir hatten einen mid-size SUV (Ford Escape) für ca. € 300,- für die zwei Wochen. Wenn man mit Golfgepäck reist und nicht an einem Ort bleibt, sollte man keinen zu kleinen Wagen nehmen. Man kann sich natürlich auch ein Wohnmobil mieten, aber das ist nicht so mein Ding. Ich schlafe abends lieber im Bett.

Unterkunft: Wir haben alle Unterkünfte im Voraus gebucht (einmal 1 Tag vorher). Da kann man oft günstigere Raten bekommen. Und ich habe es lieber, wenn ich eine Unterkunft gebucht habe. Es gibt in den USA eine so grosse Auswahl an Hotels aller Preisklassen, Motels und Inns. Da findet jeder was. Wir waren meist in einem Holiday Inn Express oder Best Western. Die haben ein Frühstück im Preis (nicht immer üblich) inbegriffen und immer kostenlosen, kabellosen Anschluss ans Internet (irgendwo musste ich ja meine Berichte schreiben)

Wohin in Kalifornien: Ich kenne jetzt einen Grossteil der Region südlich von San Francisco bis zur mexikanischen Grenze. Wer das erste Mal dort ist und 2 Wochen Zeit hat, sollte sich auf die Region zwischen San Francisco und Monterey konzentrieren. Wer Lust hat kann auch noch für eine Nacht in den Yosemite Nationalpark dazu fügen. Der ist sehr sehenswert. Warum diese Ecke und nicht z.B. LA und Hollywood? Ganz einfach. Die Landschaft ist schöner und abwechlungsreicher. San Francisco ist eine tolle Stadt für mindestens 4 Tage, auf der Monterey-Halbinsel sind viele berühmte Golfplätze (z.B. Pebble Beach) und es gibt viel zu unternehmen neben Golf (Whalewatching, wir haben eine Radtour gemacht, Carmel und natürlich Big Sur südlich von Carmel.). Die Gegend LA, San Diego und Palm Springs kann man beim nächsten Mal machen...

Shopping: Ja. Manche brauchen das. Und es gibt genügend Möglichkeiten. Eine halbe Stunde von Monterey ist ein Premium Outletcenter in Gilroy. Ich meine gelesen zu haben, dass dort ca. 140 Geschäfte sind. All die bekannten Marken, die der Tourist aus Europa braucht... Nicole wurde auf jeden Fall fündig...

Golfplätze: Eine unglaubliche Auswahl. Eigentlich gibt es in jedem Kaff einen Platz. Und preislich gibt es die Municipal Kurse für 20 Dollar für 18 Loch, klasse Public Courses für faire Preise bis zu den Berühmtheiten wie Pebble Beach für 495 Dollar die Runde ohne Kart. Das muss man dann wissen, ob man soviel Geld ausgeben möchte. Wir haben uns Pasatiempo für auch viel Geld, aber mindestens soviel Leistung gegönnt. Das war auch ein Höhepunkt. Empfehlen kann ich auch Pacific Grove bei Monterey. Da kostet, wenn man trägt, die Runde am Wochenende $ 37. Das ist ein echtes Schnäppchen! Und man spielt 9 Loch am Pazifik. Wer ein Laptop mit hat, sollte immer mal in Golflink.com schauen. Dort gibt es immer "Restposten" ein, zwei Tage vor dem Spiel. Da kann man viel Geld sparen.

Wetter: Wir hatten nicht einen Tag Regen ("It never rains in Southern California"). Aber es war auch nicht jeden Tag unheimlich heiss. Für uns aber sehr angenehm. An der Küste muss man teilweise schon mal eine Jacke anziehen. Und Nebel gibt es dort regelmässig. Aber der verzieht sich oft schnell. Und wenn man ins Inland kommt, kann es dort schnell (auch Ende Oktober) 30° werden. Je mehr man in den Süden kommt, umso wärmer wird es auf jeden Fall. Nur direkt am Pazifik ist es immer etwas kühler. Ich habe auf jeden Fall fast jeden Tag eine kurze Hose tragen können.

Essen: Kalifornien bietet etwas für jedermann. Natürlich oft die klassische Küche (Burger und Co.), aber sonst gibt es viele Restaurants für jeden Geschmack. Grad San Francisco bietet hier alles vorstellbare. Wir waren zweimal japanisch essen (nicht nur Sushi), wir waren beim Franzosen, in einem netten Fischrestaurant (eine Kette namens"Fishwife") und oft gab es tolle Salate. Helfen tut es, wenn man Einheimische fragt. Die haben oft gute Tipps. Das "Fishwife" hat uns z.B. ein Flightpartner in Pacific Grove empfohlen. Ach ja. Das Brot (Sauerteig) war meist lecker. Viel besser als der Bauschaum, der einem oft in den USA als Brot angeboten wird.

So. Das waren also unsere Tipps und Erfahrungen. Wer spezifisch etwas wissen möchte, schickt mir einfach eine e-mail oder einen Kommentar im Blog. Ich antworte meist zügig.

Da der Mensch ja auch visuell geprägt ist, habe ich auch eine kleine Auswahl mit netten Fotos beigefügt. Viel Spass.

California Trip 2009

Samstag, 7. November 2009

Roosevelt Municipal

Was ist das Herz des amerikanischen Golfsports? Sind es die exklusiven, privaten Clubs, bei denen normale Menschen nicht spielen können (z.B. Cypress Point)? Sind es die public Courses, bei denen jeder für viel Greenfee spielen kann (z.B. Pebble Beach)? Oder sind es die von den Gemeinden betriebenen Municipals? Plätze bei denen jeder gegen ein geringes Greenfee spielen kann? Ich weiss es nicht. Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass es mehrere Millionen der ca. 25 Mio. Golfspieler in den USA sind, die auf den "Munis" spielen.


Der "Greenfee-Schalter"

So einen öffentlichen Platz spielten wir gestern als letzten Platz unseres Urlaubs. Roosevelt Municipal. Einer von 3 öffentlichen Plätzen im Griffith Park in LA. Roosevelt ist ein 9-Loch Platz (selten in den USA) und ausgewählt hat ihn Nicole über Google Earth. Der Platz war ganz anders als das, was wir bisher gespielt haben. Kein Pro Shop. Anmeldung an einem Schalter hinter Glas. Greenfee für LA Bewohner in der Woche 7$ (non Residents 15$). Tee Times wurden von dem Mann hinter dem Schalter aufgerufen. Alles also etwas anders.


Die Driving Range

Wir nach der Zahlung unseres Greenfees also Richtung erster Abschlag. Dort wartete schon ein Koreaner, der mir sofort die Hand gab (Hi. I'm Paul. Nice to meet you). Als wir grade abschlugen, kam noch Jason dazu. Er wohnt in der Nachbarschaft. Dann ging es los. Der Kurs hatte 6 Par 4 und 3 Par 3 Löcher. Par 33 mit ca. 2500 Metern für Männer. Es ging durch den Wald und auf und ab. Der Platz war ganz ok für einen öffentlichen 9-Platz. Nicht zu viele Divot Löcher und die Grüns waren im Vergleich zu den Plätzen in den Tagen zuvor richtig langsam. An 2 Löchern hatte man einen Blick auf Downtown LA und zweimal konnte man das Griffith Observatorium vom Fairway aus sehen.


Blick über das Fairway der 8 auf das Observatorium

Die Runde war nach ca. 1.50 Std. vorüber (nicht schlecht für einen Vierer-Flight) und wir nahmen in dem kleinen Grill neben dem Platz das günstigste Lunch unseres Urlaubs zu uns. Es hatte Spass gemacht. Ich frage mich manchmal, warum in Deutschland nicht auch eine Gemeinde einen Golfplatz betreiben könnte (ist ja auch in UK üblich). Naja. Vielleicht passiert es ja noch mal irgendwann. Warten wir einfach mal ab. Auf jeden Fall nähert sich der Urlaub nun dem Ende entgegen. Morgen Mittag geht der Flug zurück. Dann ist der schöne Urlaub erstmal vorbei. Schade eigentlich. Aber der nächste Urlaub kommt bestimmt.

Reisegolfer-Rating: 2

Roosevelt Municipal

Donnerstag, 5. November 2009

Universal Studio

sollte man unbedingt mitmachen, wenn man mal in LA ist. Bin eigentlich kein grosser Freund von Themenparks, aber das heute hat Spass gemacht. Gute Shows, drei vier nette Fahrgeschäfte und eine interessante Studiotour. Kostete soviel wie das Greenfee für einen tollen Platz. Hat sich aber gelohnt. Die Golfsüchtigen werden auch "befriedigt". Zum einem kann man vom Park aus in der Entfernung den Lakeside Golfclub (privat) sehen und in der Waterworld-Show schlägt einer der Darsteller einen Ball ab. Das ist doch schon mal was, damit man keine vollständigen Entzugserscheinungen bekommt...

Krach, Feuer und Pyrotechnik bei "Waterworld"

links in der Mitte hinter den Studios ist der Lakeside GC... ;-)

Mittwoch, 4. November 2009

Rancho San Marcos

Nach 2 Tagen ohne Golf ging es heute endlich wieder los. Übernachtet wurde vorher in Santa Barbara. Netter, spanisch geprägter Ort. Am liebsten hätte ich natürlich den Valley Club of Montecito gespielt. Auch von Alister MacKenzie erstellt. Aber der war wieder mal privat und man ließ uns nicht spielen. Als Alternative hatte ich dann noch Santa Barbara Golfclub, Sandpiper oder Rancho San Marcos. Letztendlich fiel die Entscheidung auf Rancho San Marcos. Die Bilder sahen klasse aus und der Preis war nicht übertrieben.

Wir dann also recht früh los über die Berge ins erste grosse Tal hinter Santa Barbara. Sehr schön dort und einiges wärmer als an der Küste. Im Nachhinein war unsere Wahl sehr gut, weil die Küste von Santa Barbara wieder mal im Nebel lag. Somit hatten wir richtig Glück. Oben in San Marcos war es dann schön warm. Der Platz dort wurde von Robert Trent Jones jr. 1998 gebaut und zieht sich schön durch ein Tal oberhalb von Santa Barbara.

Der Platz ist sehr nett angelegt und hat (wie bei dem Architekten üblich) riesige Bunker entlang des Fairways und oft viele um die Grüns herum. Was mich teils um den Verstand brachte, waren die Grüns. Ich will meine schönen kleinen und langsamen Grüns aus Moorfleet wiederhaben... Diese Grüns waren so schnell (und auch anders als das Übungsgrün), dass man viele Löcher brauchte, ums sich daran zu gewöhnen. Aber irgendwann wurden die 4-Putts weniger ... ;-). Die ersten 9 waren sehr schön, aber die wurden noch übertroffen von den zweiten 9. Dort ging es dann öfter mal "hoch hinaus". Also sehr hoch gelegene Abschläge mit tollen Ausblicken. Richtig nett. Wir hatten also, was den Platz betrifft, die richtige Wahl getroffen.

Reisegolfer-Rating: 6

Dienstag, 3. November 2009

Kulinarisches

Da wir heute schon wieder kein Golf gespielt haben (mein Fuss macht wieder Probleme), kann ich leider wieder nichts über tolle Golflätze berichte. Aber natürlich erlebt man auch anderes in so einem Urlaub. Der heutige Höhepunkt war einer aus der Rubrik Kulinarisches.

Auf unserem Weg nach Süden machten wir Pause in dem niedlichen (aber auch touristischem) dänischen Ort Solvang. Hier entdeckten wir das "Heidelberg Inn". Spezialität war der "Heidelburger" und "Knackwurst on a bed of red cabbage". Ich überlege bei so etwas immer, welche Lokale wohl ein US Amerikaner in Deutschland entdeckt, die ihn in gleicher Weise schmunzeln lassen? Der Laden hatte übrigens asiatische Betreiber...