Mittwoch, 5. September 2012

GC Wümme

Im Juli war es wieder mal soweit. Wir waren wieder mal in Sachen Betriebssport unterwegs. Das ist übrigens keine schlechte Sache. Man spielt dauernd auf verschiedenen Plätzen und man lernt viele Menschen kennen. Manchmal sogar Kollegen, die man vorher noch nie gesehen hat... (geht natürlich eher bei Betrieben mit mehr als 5 Mitarbeitern). Wir finden meist nur Zeit, um ein oder zweimal im Jahr an einem Turnier für unseren Arbeitgeber teilzunehmen. Dieses Mal war es dann eben Wümme. Nach langer Anfahrt von Hamburg kamen wir dann irgendwann "in the middle of nowhere" nahe Rothenburg/Wümme an. Der Platz ist wirklich (aus meiner Sicht) mitten im Nichts.


Wir würden freundlich im Büro empfangen und nach einem kurzen einspielen ging es auch schon los. Der Platz beginnt mit einem normallangen (was ist normal?) Par 5 mit einem leichten Dogleg nach rechts. Loch 2 ist dann wieder ganz nach meinem Geschmack. Recht kurz (320m), in der Mitte einen Teich und das Grün rechts auch von Wasser geschützt. Ein Klassiker! Die nächsten Löcher sind dann nicht ganz so aufregend. Flach und hin und her (parallel). Schön fand ich dann wieder die 8. Auch kurz, aber herausfordernd. Das nächste erwähneswerte Loch war dann die 12. Man ist mit einem Teich konfrontiert (nicht wirklich groß), der Spieler ohne entsprechende Länge vor Probleme stellen könnte. Aber hier gibt es rechts vom Wasser eine Ausweichmöglichkeit, die man zur Not nutzen kann. Der zweite Schlag geht dann (bei normalem Verlauf) bergauf in ein erhöhtes Grün. Erwähnenswert ist auch noch das Abschlußloch. Lang genug (knapp 380m) und beim zweiten Schlag rechts von Wasser gut geschützt. Zudem ist der Bunker rechts vom Grün klug plaziert.


Das Essen auf der Terrasse nach der Runde war auch gut. Damit war es ein gelungener Golftag. Kritikpunkt waren die Grüns. Meine Mitspieler bezeichneten sie als unputtbar. Ich fand sie ok, aber schwer zu lesen.

Fazit: Vollkommen in Ordnung. Muss aber wohl nicht nochmal aus Hamburg anreisen.

Reisegolfer-Rating: 4

Wümme

Montag, 27. August 2012

GC Escheburg

Ach Gott. Escheburg. Das müsste einer der von unserem zu Hause am nächsten gelegenen Golfplätze sein. Aber habe ich dort bisher schon mal gespielt? Nein. Hat sich irgendwie nicht ergeben. Nun hatte wir aber im Juni Gelegenheit, auch diesen Platz zu testen. Grund war ein Benefiz Vierer, der zugunsten der dortigen Jugenarbeit ausgeschrieben wurde. Wir also gemeldet und hin.


Gespielt wurde 2er Scramble. Ist natürlich eine sehr zeitaufwendige Methode 18 Loch zu spielen. Kann aber bei entsprechender Leistung und Ergänzung im Team viel Spaß machen. Nach etwas hin und her mit verwechselten Startzeiten seitens des Clubs begannen wir dann doch recht pünktlich auf der 1. Mit uns zusammen war der Pro-Shop Betreiber und seine Gattin (sehr nette Menschen). Das war auch in sofern gut, dass wir während der Runde vieles über den Platz und den Club erklärt bekommen haben. Die amtierende Deuschte Meisterin AK 14 spielt dort und Sven Strüver macht zur Zeit beim Club Pro Graham Clark seine Ausbildung zum Teaching Pro.

Der Platz an sich ist nicht schlecht. Anständige Länge (6063 von Gelb) und gut gepflegt. Etwas viel Doglegs und recht flach für meinen Geschmack. Aber alles gut zu spielen. Und für den Normalspieler (wenn er/sie denn gerade bleibt) sehr fair angelegt. Grosses Lob gibt es auch für die Beschilderung an den Abschlägen. Einfach vorbildlich!


Fazit: Nichts herausragendes, aber gut zu spielen.

Reisegolfer-Rating: 4

P.S.: Leider sind die Bilder nicht so anständig. Ich hatte nur meine Handykamera dabei... :-(.
Ach ja. Auch wenn es keinen interessiert. Nicole und ich haben das erste Mal in unserer Karriere den ersten Platz bei einem Viererturnier gemacht. 55 Netto und 33 Brutto... :-)

Escheburg

Donnerstag, 23. August 2012

GC Lippstadt

Irgendwie hänge ich langsam wirklich etwas hinterher. Gut, dass ich immer Notizen mache. Lippstadt habe ich nämlich schon Ende Juni im Rahmen eines Matchplays des Spicy Golfforum gespielt. Meine Kollegen wunderten sich schon, als ich etwas früher Feierabend machte und sagte, ich fahre für eine Runde Golf nach Lippstadt. Nun ja. Was tut man nicht alles, um neue Plätze kennenzulernen...


Ich hatte vorher wenig von dem Platz gehört, nur dass man sich den Club über einen Anbieter von Fernmitgliedschaften aussuchen kann und dass er auf der Website recht "feucht" aussah. Und das mit der Feuchtigkeit war auch in der Realität der Fall. Ich musste gezählte 16 Brücken überqueren (auf jeden Fall sehr viele) und das Wasser kam sehr oft ins Spiel. Der Platz und sein Design gefielen mir aber trotzdem augesprochen gut. Es war immer fair. Man hatte nur nicht allzu viel Raum für grobe Fehler (nicht vergessen, ich bin nebenberuflicher Slicer). Diesbezüglich fand ich den Kurs recht passend für ein Matchplay. Der Platz hat 27 Loch. Wir haben an dem Tag Rot und Blau gespielt. Ich hatte viel Freude und am besten gefielen mir die Löcher Rot 4, Rot 5 und Blau 2. Aber das ist wie immer persönlicher Geschmack. Die Runde und der Platz gefielen mir also und ich kann dem Leser empfehlen, dort eine Runde zu spielen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ach ja. Eine für mich besondere Eigenart gab es auch zu bestaunen. Der Platz hatte ein Doppel-Inselgrün. 2 Fahnen (Rot 5 und 7) auf einer Insel. Das hatte ich so auch noch nicht gehabt.


Fazit: Nett und abwechslungsreich

Reisegolfer-Rating: 5

Lippstadt

Mittwoch, 15. August 2012

GC Weselerwald

Um alle Plätze im Ruhrgebiet zu spielen, muss man auch in Gegenden fahren, die keiner mit dem Ruhrgebiet impliziert. Zum Glück war ich für einen Workshop im westlichen Münsterland und wir hatten schon um 17.30 Feierabend. Also die Gelegenheit genutzt und ohne Anmeldung Richtung Wesel gefahren.

Loch 2. Schönes Par 3 mit Nachteilen für Slicer...

Mitte Juni kann man fast überall ohne Probleme kurz vor 18.oo Uhr auftauchen und spielen. Oft ist zwar Herrennachmittag, aber die sind dann meist schon durch. Die Herren spielten hier zwar auch, aber die waren fast schon alle durch als ich kam.  Nach der Zahlung des Greenfee schnell zum ersten Abschlag und hoffen, dass ich sofort ran kam. Leider war vor mir ein Viererflight, der anfangs kaum Anstalten machte, mich durchzulassen. Aber an Loch 3 waren sie es dann anscheinend auch leid. Das Birdie an Loch 2, welches ich unter Beobachtung spielte, hat hier sicher auch geholfen... Danach ging es fix weiter ohne zu warten. Der Platz ist in flachem Gelände in einem Wald gelegen. Alles sehr hübsch und gut gepflegt. Die Löcher fand ich auf den ersten 9 nicht immer allzu aufregend. Ein normaler, etwas besserer Platz halt. Auf den zweiten 9 wurde es dann etwas interessanter. Nur hat man es hier mit den Doglegs etwas übertrieben. Ausser den Par 3 ging es immer nach rechts oder nach links. Hätte mich nicht gewundert, wenn man auch die Par 3 als Dogleg gestaltet hätte (geht das?). Aber die Runde hat Spass gemacht. An Loch 15 wurde ich dann von netten Mitgliedern aufgenommen, mit denen ich anschliessend auch noch ein Getränk zu mir genommen habe. War also eine schöne Abendrunde.

Loch 13. Schwer, aber schön.

Fazit: Schöner Platz mit besseren zweiten 9, der viel Spass machte.

Reisegolfer-Rating: 5

Weseler Wald

Freitag, 10. August 2012

GC Winterswijk / de Voortwisch Golfbaan

Ende Juni hatte ich wieder mal die Gelegenheit, eine Runde in den Niederlanden zu spielen. Ich befand mich im westlichen Münsterland in Velen und der nächste (25 Minuten) Golfplatz befand sich kurz hinter der Grenze bei Winterswijk. Passend für mich war es auch ein 9-Loch Platz.


Das Büro war schon geschlossen und ich konnte meine 20 Euro Greenfee bei dem netten Mädchen  an der Bar bezahlen.  Startzeit gab es dort nicht und ich konnte sofort los. Der Platz ist nett angelegt und ist meist in freien Gelände. Manche Bahnen sind von einer Seite von Wald gesäumt. Alles sehr hübsch anzusehen. Der Platz war nicht sooo leicht zu spielen und machte mir viel Freude. Ab Loch 3 spielte ich dann mit zwei netten Einheimischen, die mir oft halfen, den richtigen Landungspunkt für meinen Ball zu finden. Ach ja. Der Pro dort war sehr modern ausgerüstet. Mit einem I-Pad wurden die Schwungvideos sofort analysiert. Hatte ich bisher noch nicht live gesehen.


Fazit: Nette Runde auf einem schönen 9-Loch Platz

Reisegolfer-Rating: 3

Donnerstag, 26. Juli 2012

Hockenberg

Was habe ich vorher alles für Warnungen über diesen Kurs erhalten. Nur was für Bergziegen... nie mehr ohne Cart... nach 18 Loch bist Du tot... aber eigentlich ein toller Platz. Da ich um Hamburg mehr oder weniger "durch bin" und die meisten Plätze gespielt habe, muss ich mich in diesem Jahr um die 4 H's kümmern. Hoisdorf, Holm, Haseldorf und eben Hockenberg.

Loch 7
Am 07.06. ergab sich eine gute Gelegenheit den Kurs zu spielen. Ich hatte Feiertag (Fronleichnam) und Nicole hat früh Feierabend gemacht. Das Wetter war in Ordnung und der Platz war nicht groß belegt. Wir also zum Clubhaus (der Aufstieg dorthin vom Parkplatz war schon anstrengend) und unser Greenfee gezahlt. Dummerweise knickte Nicole nach der Zahlung auf dem Weg vom Clubhaus kommend um. Mmmmh. Was nun? Da Gesundheit immer vor geht, ich also zurück und um die Rückzahlung des Greenfees gebeten. Alles kein Problem. Wir also wieder zurück. Nach ein paar Metern meinte meine holde Gattin, dass es vielleicht doch nicht sooo schlimm ist. Gehen funktioniert ja... Ich wieder zurück und wieder bezahlt.

Blick vom Abschlag der 10
Dann ging es los. Loch 1 ist schon sehr nett mit dem Abschlag sehr stark bergab auf ein Fairway mit anständiger Breite. Loch 2 mit dem starken Dogleg nach rechts war auch noch ok. Irgendwann begann dann aber die Berg- u. Talfahrt. Es ging sehr oft stark hinauf oder bergab. Nach Loch 6 (die 3 Loch davor waren recht flach) war es dann doch zuviel für angeschlagenen Fuss. Nicole musste aufhören. Ich wollte aber noch gerne weitermachen. Ab Loch 7 begann die Kraxelei dann richtig. Bis Loch 9 ging es nur rauf und runter. Und alle Löcher waren schön anzusehen und eine echte Herausforderung. Der Platz gefiel mir wirklich gut. Es ging dann toll weiter mit dem 10. Loch (mein Favorit). Enges Fairway, von Wald umsäumt und auf und ab. Nicht unbedingt ein einfaches Loch. Aber es sah auch toll aus. Die gesamten zweiten 9 gefielen mir persönlich besser als der erste Teil. Und der Abschluss an der 18 wird wohl den Ruf des Platzes bei den meisten Spielern geprägt haben. Erst ein von Bäumen gesäumtes Fairway und dann ein blinder Schlag in eine Ebene vor dem Grün. Gefühlt ging es die letzten 100 Meter zum Grün immer nur steil bergauf. Ich musste erstmal eine kleine Pause machen, bevor ich putten konnte. Mein Puls raste... Nach der Runde war ich zwar kaputt, aber zufrieden. Wieder mal einen sehr schönen Platz gespielt.

Fazit: Anstrengend, aber schön.

Reisegolfer-Rating: 6

Hockenberg

Mittwoch, 25. Juli 2012

Auflösung - Reisegopher Rätsel

Wie die meisten natürlich richtig geraten haben, war der Gopher auf dem Winston Links Platz. Die zweite richtige Antwort kam von Golf Guerrero. Den gewonenen Ball übergebe ich dann bei einer gemeinsamen Runde. Bitte melde Dich bei mir, damit wir einen Termin vereinbaren können.


Alle anderen können sich natürlich auch gerne bei mir melden, damit wir eine gemeinsame Runde auf einem Platz spielen können, den ich noch nicht kenne.... Das würde mich sehr freuen.

Samstag, 21. Juli 2012

Reisegopher-Rätsel

Wo war der Reisegogher heute? Der zweite Sender des Kommentars mit der richtigen Antwort bekommt einen Callaway Reisegolfer Ball*!



*Übergabe des Balls geschieht bei einer gemeinsamen Runde mit dem Reisegolfer...

Donnerstag, 19. Juli 2012

Golfurlaub Bulgarien - Thracian Cliffs

Wer Golf spielt und gelegentlich Golfmagazine liest, kam in den letzten Monaten nicht an der Promotion für Thracian Cliffs vorbei. Seit der Eröffnung im letzten Jahr und der Einsetzung des bekannten Perry Einfeldt als Geschäftsführer wird man in den einschlägigen Magazinen (speziell Golftime) geradezu überschüttet mit Werbung. Auch wir liessen uns anstecken und schauten seit Ende letzten Jahres nach vernünftigen Angeboten. Als abhängig Beschäftigter muss auch ich auf das Geld achten.

Hängematte am Strand
Für die von uns ins Auge gefasste Zeit Ende Mai/Anfang Juni gab es die besten Konditionen über Thracian Cliffs direkt. Wir buchten im Januar und bekamen noch 10% Frühbucherrabatt. Ab Juli (Hochsaison mit teils sehr hohen Temparaturen) gibt es auch anständige Pauschalangebote. Wir hatten uns für etwas Flexibilität entschieden und einen Flug mit Austrian über Wien entschieden. 300€ ist kein Schnäppchen, aber Pauschalangebote in der Hochsaison sind in der Summe auch nicht viel günstiger. Alles in allem kamen wir für 6 Tage mit Frühstück, alle Transfers und Golfpaket mit 3 Plätzen auf knapp 850 Euro. Dafür gabe es ein sehr großzügiges Apartment mit 2 Schlafzimmern und 2 Bädern. Direkt vor dem Apartment war ein schöner Infinity Pool mit Blick auf das Schwarze Meer und den Golfplatz.

Der Infinity Pool
Abendessen wurde auf der Anlage angeboten. Die Speisen waren gut und auch anständig bepreist. Nach einer Woche hatte man die Karte aber wohl durch. Der Service auf der Anlage war immer bemüht. Aber hier gibt es noch Raum für Verbesserungen. Wer wollte, konnte sich sicher auch selbst versorgen. Leider fanden wir keinen Supermarkt in der Nähe. Über die Golfplätze habe ich ja schon in den Berichten vorher geschrieben. Da brauche ich nicht mehr zu erläutern. Thracian Cliffs ist ein Traum, Black Sea Rama ist ganz nett und Lighthouse ist "Masse".

Cape Kaliakra (mit Delfinen)
Um überhaupt etwas von der Umgebung sehen zu können, fragten wir den deutschsprachigen Shuttlefahrer nach einem Taxifahrer, der etwas deutsch oder englisch spricht, nicht zu teuer ist und uns einen Nachmittag die Umgebung zeigen kann. Das war dann Todor. Mit dem fuhren wir über Kavarna (einen sehr ärmlichen Markt besichtigen) und Balgarevo zum Cape Kaliakra. Das war dann auch echt sehenswert. Auch wenn man gelegentlich etwas genervt war von den armen Omis, die einem Püppchen oder Häkelarbeiten anbieten wollten. Entschädigt haben dann die Delfine, die man vom Kap aus sehen konnten. Hätte ich dort nicht erwartet. Später ging es dann nach Balcik, wo wir etwas an der Promenade entlang gingen und anschliessend einen Schopska Salat und eine sehr preisgünstige Pizza zu uns nahmen. Schopska ist übrigens eine Art Griechischer Salat. So etwas gibt es fast überall rund um das Schwarze Meer mit jeweils landeseigenen Bezeichnungen. Kostet ungefähr 2 Euro und ist nicht wenig...

Thracian Cliffs Golfplatz
Wir haben in den 5 Tagen vor Ort jeden Tag Golf gespielt, etwas von der Umgebung gesehen und sogar im Schwarzen Meer gebadet (schöner kleiner Sandstrand mit Bar auf der Anlage). Es war also ein lohnenswerter Kurzurlaub.

Black Sea Rama Loch 18
Fazit: Wer Golf mag, schönes Wetter dazu haben möchte und sich nebenbei erholen möchte, ist hier gut aufgehoben. Ohne Golf droht nach spätestens 3 Tagen Langeweile...

Dienstag, 10. Juli 2012

Thracian Cliffs - der Bericht

Wer öfter hier ist, weiß, dass ich normalerweise nicht soooo schnell ins Schwärmen gerate. Aber dieser Platz läßt einem kaum eine andere Möglichkeit. Es ist im großen und ganzen einfach unbeschreiblich.


Die Überlegungen, hierhin zu reisen, begannen Ende letzten Jahres. Unser "ewiger" Reisebegleiter, der Rüdi, hatte sich von der unaufhörlichen Werbung, die für diesen Platz in den einschlägigen Golfpostillien plaziert wurde, beeinflussen lassen. Und als ich mir die verfügbaren Bilder des Platzes in Ruhe angeschaut hatte, stimmte ich der Reise zu. Auch die Reisegolferin ließ sich überzeugen. Und schon begann die Planung für die Reise. Von der gesamten Reise habe ich schon und werde ich noch berichten. Hier konzentiere ich mich nun auf das Hauptziel der Reise. Den Thracian Cliffs Kurs.


Wenn man auf das Gelände des Platzes fährt und das erste Mal ein paar Löcher sieht, denkt man schon: "wow!". Wir sind dann am ersten Abend auch etwas um den Platz herum spazieren gegangen, um einige Eindrücke zu bekommen. Diese bestärkten dann unsere Lust, den Kurs zu spielen. An Tag 2 ging es dann auch endlich los. Man muss sich den Platz in drei Höhenebenen vorstellen.  Fast jede Ebene bietet Blicke auf das Schwarze Meer und der Bereich direkt an der Küste besteht aus Kreidefelsen. Allein die Ausblicke ließen einen manchmal vergessen, dass man auch Golf spielen musste. Und das Golf hier war nicht ohne. Der gute, alte Gary Player hatte sich anscheinend schon einige Gedanken gemacht, um die Besucher herauszufordern. Das ganze Konzept war stimmig. Je nach Spielstärke musste man einige Herausforderungen bewältigen.

Blick zurück vom Fairway auf den Abschlag der 8 (von Weiß)

Es begann mit einem recht einfachen Par 4, bei dem man den Abschlag "einfach" nur auf das genügend breite Fairway bringen musste und dann musste Schlag 2 "nur" auf dem Grün bleiben... (gut, das Grün war erhöht und gut von einem tiefen Bunker Richtung Meer geschützt, aber man kann ja auch mal grade spielen...). Jedes Loch hatte seine Herausforderungen und es kam eigentlich nie Langeweile auf. Selbst bei der zweiten Runde entdeckte man immer etwas neues. Zwischendurch durfte ich (wir spielten von Weiß/war grob in der Mitte) an Loch 8 180 Meter carry aus dem Schwarzen Meer kommend auf das Fairway der 8 spielen (was mir nie gelang). Loch 7 spielte man ein Par 3 abwärts grob 70 auf ein recht kleines Grün im Meer... Und so ging es dann immer weiter. Die zweiten 9 befanden sich dann auf der oberen Ebene (knapp 80 Meter oberhalb des Meeres). Man hatte auch dort fast immer einen Blick auf das Meer. Aber für mich war dieser Teil sogar noch etwas schwerer. Man hatte bei fast jedem Abschlag sehr viel hohes Rough zu überqueren und die Fairways waren enger als auf den ersten 9. Aber auch hier war eigentlich nur sauberes Spiel erforderlich. Wer also immer um die 170 Meter carry spielt wird sich hier wohfühlen und kaum Bälle verlieren. Zudem hat hat sehr viel Freude. Es passt einfach alles. Auch der Pflegezustand war optimal. Schnelle Grüns und Fairways wie Teppiche. Nahezu perfekt also.


Fazit: Wer mal was besonderes spielen möchte, sollte sich um eine Reise hierhin kümmern. Ihr werdet es nicht bereuen.

Reisegolfer-Rating: 9

P.S.: bei der ersten Runde dort habe ich 7 Bälle verloren. Entweder im Schwarzen Meer, am Strand oder im tiefen Rough...

Thracian Cliffs

Dienstag, 3. Juli 2012

Black Sea Rama - Thracian Cliffs

Der zweite Kurs unserer Bulgarienreise, den ich hier beschreibe, ist der Black Sea Rama Kurs. Im September 2008 eröffnet und von der Gary Player Design Gruppe gestaltet. Das heißt in diesem Fall, dass der gute Gary ein paar Reviews gemacht hat und zur großen Eröffnung sogar persönlich erscheint. Das ist doch schon was! Das ist nicht der Top Brand der Gruppe, aber immerhin. Beim "Black Knight Design" schickt er anscheinend nur eine Grußkarte zur Eröffnung...


Für uns war der Platz der zuletzt gespielte. Da ich mich aber steigern möchte mit den Plätzen, berichte ich heute erstmal über den Black Sea Rama. Der Platz war richtig gut. Einiges besser als Lighthouse am ersten Tag. Die Bahnen waren oftmals herausfordernd, aber meist immer fair. Wer sauber spielt, spielt auch sein Handicap (wenn er die Putts auf den recht großen Grüns einlocht). Teilweise erinnerte er sogar an Linkskurse (wenn es nur nicht so warm gewesen wäre). Man hat hübsche Dünen kreiert, in denen der Ball besser nicht landen sollte. Und auch sonst kann man einige Einflüsse von Linkskursen nicht leugnen. Das Schwarze Meer kam übrigens nur auf drei Löchern ins Blickfeld. Da hatte ich mir vorher etwas mehr vorgestellt. Der Service auf der Anlage war sehr gut und das Restaurant nach der Runde hatte eine tolle Lage und bot gutes Essen. An Loch 1 war übrigens auch ein Starter. Das hatten die anderen beiden Kurse im Nordosten Bulgariens übrigens nicht zu bieten.

Loch 18, Par 3 mit Blick auf das Clubhaus

Fazit: Wenn man dort ist, lieber diesen Platz zweimal spielen, dafür auf Lighthouse verzichten...

Reisegolfer-Rating: 6

Black Sea Rama

Montag, 25. Juni 2012

Lighthouse - Thracian Cliffs

Wie der regelmässige Leser mitbekommen konnte, waren wir diesmal im Mai/Juni nicht im Vereinigten Königreich zum golfen. Diesmal ging es in eine ganz andere Richtung. Nach Bulgarien. Welcher Golfer hat nicht seit dem letzen Jahr irgendwo eine Promotion für den Thracian Cliffs gesehen und sich gedacht: "Wow. Das sieht ja spektakulär aus!" Speziell die großartige GOLF-TIME hat sich ja fast die Beine ausgerissen mit Promotion und einer Leserreise zum Thracian Cliffs Golfresort. Und so hat sich irgendwann auch der Reisegolfer von einer Reise nach Bulgarien überzeugen lassen. Über die gesamte Reise wird es später noch einen Gesamtbericht geben. Hier möchte ich mich erstmal nur mit den Golfplätzen beschäftigen. Anfangen wollen wir hier mit dem Lighthouse Course.


Der Platz eröffnete im September 2008 und war ein Produkt von EGD (European Golf Design). Später hat dann Ian Woosnam auch noch einen Blick auf den Plan geworfen. Das ganze ging dann als Ian Woosnam Platz auf die Reise. Der Kurs befindet sich inmitten des Lighthouse Golf Resorts. Das fällt leider auch an vielen Löchern auf. Etwa ein Drittel der Löcher ist in Sichtweite von (nicht immer schönen) Gebäuden der Anlage. Kennt man ja aus z.B. Florida. Mochte ich dort aber auch nicht. Der Platz an sich ist gut designed. Einige Löcher sind schon recht herausfordernd. Mal spielt man um einen See, dann ist wieder eine Bahn von Bäumen gesäumt. Aber dass man am Meer ist, merkt man eigentlich kaum. Egal. Der Platz ist ganz ok. Aber eine Reise in diese Gegend für diesen Platz alleine lohnt sich nicht unbedingt.


Fazit: Eine nette Ergänzung zu den anderen beiden Plätze in der Nähe...

Reisegolfer-Rating: 4

Lighthouse

Sonntag, 17. Juni 2012

Golfclub am Kloster Kamp

Eines meiner Ziele in diesem Jahr ist es, alle Golfplätze im Ruhrgebiet gespielt zu haben. Dort hatte ich Anfang des Jahres noch 9 Plätze vor mir. Da es in diesem Jahr während der Woche selten möglich ist, war der Pfingstmontag eine gute Gelegenheit, mal wieder einen Platz im "Pott" zu spielen. Von den Plätzen, die ich noch nicht gespielt habe, war Kloster Kamp er einzige, der für Gäste zugänglich war. Also hin. Nach telefonischer Klärung musste auch keine Startzeit reserviert werden. War ein Platz mit Ballspirale.

Loch 5 mit Blick auf das Kloster (links oben)

Der Club begann im Jahre 2000 mit 9 Löchern. Ist also noch nicht ganz so alt. Das Gelände ist sehr flach. Niederrhein halt. Der Platz ist recht vernünftig gepflegt, aber vom Design her nichts Besonderes. Man kann aber eine ordentliche Runde Golf spielen. Der Architekt des Kurses hat alles eingebaut, was man von einem normalen Platz erwarten kann. Doglegs, Teiche und manchmal interessante, erhöhte Grüns. Meine liebsten Löcher waren die 2, die 5, die 9 und die 18.

Interessant war auch wieder eine Begegnung der Kategorie "Wahrnehmung und Wirklichkeit". Die ersten 9 Loch hingen wir hinter einem sehr langsamen 3er Flight. Hinter uns ab Loch 5 ein Einzelspieler, der aber einfach nicht näher kam. Nach 9 Loch bin ich dann kurz zum Auto, um noch etwas Wasser zu holen. Meine Frau wartete am Abschlag der 10 und ließ den Einzelspieler durch. Ab Loch 12 hatten wir dann ein Ehepaar hinter uns, die in knapp selber Geschwindigkeit spielten wie wir. Da wir eine entspannte Runde spielen wollten und wir uns nicht "abschiessen" lassen wollten , fragten wir an der 15, ob die beiden vielleicht durchspielen wollten. Antwort war der Hinweis, dass man in "unserem" Club am Wochenende nicht an der 10 einsteigt. ????.  Was wollte man uns hier sagen? Ergebnis der Diskussion war, dass die beiden uns auf den ersten Neun nicht gesehen hatten, dann zur 10 gingen und mit einem Male uns vor sich hatten. So ist das nun mal mit der Wahrnehmung... Ich habe gelernt, dass ich in Zukunft erst frage und dann "schiesse"...

Blick von der Clubhausterrasse auf Doppelgrün 9 und 18


Fazit: In Ordnung. Kann man hin am Wochenende, wenn andere Plätze nicht zugänglich sind.

Reisegolfer-Rating: 4

P.S.: Wer dort ist, sollte unbedingt das Kloster Kamp besichtigen. Die haben einen wunderschönen Garten.


Kloster Kamp

Mittwoch, 13. Juni 2012

Wie baut man ein Golfportal (oder auch nicht)?

Der beste deutsche Golfblogger, der Linksgolfer, hat einen tollen Bericht über das neue Golfportal "Golf Post" veröffentlicht. Ein toller Blick hinter die Kulissen. Teilweise ist das schon ganz schön peinlich...

DER BERICHT

Sonntag, 10. Juni 2012

GC Soltau Hof Loh

Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Leben schon an dem Platz auf der A7 grob vorbeigefahren bin. Wer oft von Hamburg nach Hannover fährt, kommt hier zwangsläufig vorbei. Aber zum spielen kam ich erst jetzt bei einem Matchplay des Spicygolfforums. Im Vorhinein hörte ich nichts negatives, aber auch nichts positives. Also wieder selber spielen und ein Bild machen.


Mein Spielpartner kannte den Platz schon. Aber das war auch schon etwas länger her. Für ihn überraschend hatte sich seit seinem letzten Besuch vieles geändert. Einige Bahnen hatten sich verlängert und es waren auch einige Wasserhindernisse dazugekommen. Es hatte sich für seinen Eindruck zum positiven geändert. Das Gelände ist mehrheitlich flach. Nur auf wenigen Bahnen geht es etwas hoch und runter. Es ging meistens durch bewaldetes Gelände, wobei die Spielbahnen nur selten wirklich eng angelegt waren. Überwiegend waren die Fairways breit genug. Die schönsten (und besten) Löcher waren für mich die 5, die 9 und die 16. Lustig war auch das Abschlußloch. Die 18 war ein kurzes (und dieses Mal enges) Par 4, bei dem das Grün mit dem zweiten Schlag über einen kleinen Teich angespielt werden musste. Eigentlich ein Pflicht-Par. Aber ich als "Slicehooker" musste erst drei Bälle mit meinem Abschlag ins Aus verlieren, bevor ich mit dem vierten dann Birdie spielte... :-(

Loch 18

Fazit: Eigentlich gar nicht so schlecht. Man darf ruhig eine Pause auf dem Weg nach Norden einplanen

Reisegolfer-Rating: 4

Soltau

Montag, 4. Juni 2012

Kosaido International

Ich hatte ja schon viel von dem Platz gehört. Überwiegend negatives. Und dies hauptsächlich über 2 Löcher auf dem Platz. Also war ich froh, dort zu einem Turnier eingeladen zu sein. Die Zielgruppe des Clubs dort schien etwas spezieller zu sein. Auf jeden Fall wirkten die Fahrzeuge auf dem Parkplatz nicht allzu bescheiden. Es kam mir vor, als hätte ich das kleinste Fahrzeug auf dem Parkplatz (Volvo V 70). Das Clubhaus mit der Restauration machte einen sehr guten Eindruck. Alles hübsch eingerichtet und es gab sogar ein japanisches Restaurant... Und auch so schienen viele japanische Mitbürger Mitglied in dem Club zu sein (wenn man nach den Bildern an der Wand und den Clubmeistern auf den Tafeln urteilt).


Nun aber zum Platz. Über Loch 3 haben sich schon genügend Golfer bei Spicygolf ausgelassen. Und ich bin ehrlich. Es ist für normale Menschen fast unmöglich, das Grün in Regulation zu erreichen. Irgendjemand schrieb mal, man sollte Bubba Watson mal bitten, das Grün (das Loch hat ein Dogleg) direkt anzugreifen. Naja. Käme auf einen Versuch an. Ich jedenfalls war mit meinem Bogey dort sehr zufrieden. Zumal wir auf den ersten 12 Loch strömenden Regen hatten... Man darf also behaupten, dass dieses Loch für die Masse etwas unfair ist. Wobei man sicher darüber diskutieren darf, ob immer alle Löcher in Regulation erreicht werden müssen...

Der gesamte Platz an sich war sehr hügelig und auf jeden Fall abwechslungsreich. Er hat viele Schräglagen und auch einige blinde Löcher. Der Kurs war trotz des Regens in gutem Zustand und die Grüns waren in Ordnung. Ob ich aber nochmal komme und selber das Greenfee zahle? Muss ich nochmal drüber nachdenken. Obwohl, so schlecht war der nun auch nicht. Eigentlich hatte ich eine Menge Freude. Naja. Jeder muss sich sein eigenes Bild machen.

Fazit: Interessant und abwechslungsreich. Wege zwischen den Löchern waren oft zu lang.

Reisegolfer-Rating: 5

P.S.: Um einen Eindruck von den Wetterverhältnissen zu geben: Ich habe mit 33 netto den ersten Platz gemacht... Ich war also der Einäugige unter den Blinden... :-)

Kosaido

Freitag, 1. Juni 2012

Thracian Cliffs

Bin zur Zeit auf einem Kurztripp in Bulgarien. Nachdem ich letztes Jahr Bilder des Kurses gesehen habe, musste ich den Platz auch einfach mal spielen. Ein ausführlicher Bericht folgt später. Vorab erstmal ein paar Bilder und der erste Eindruck. Der Platz ist einfach unbeschreiblich. Und er frißt viele Bälle...