Montag, 27. Juni 2011

Royal Tarlair

Am Vormittag des 5. Tages hatten wir eine Puffin Tour gebucht. Puffins sind diese niedlichen kleinen Vögelchen mit dem deutschen Namen Papageientaucher. Auf Fotos fand ich die immer schon toll. Nun sollten wir eine 3-stündige Bootstour zum Troup Head machen. Dort ist die größte Tölpelkolonie in Nordeuropa. Und dort sollten auch Puffins sein. Und siehe da. Wir hatten Glück. Ein paar von den süssen Vögeln flogen um das Boot und schwammen um uns herum. Nach der Tour hatten wir natürlich Zeit. Und was lag da näher als den örtlichen Golfclub in Macduff zu besuchen.


Royal Tarlair kam mir das erste Mal unter die Augen im (sehr amüsanten) Buch von Geoff Harvey. "Britain's 100 extraordinary Golf Holes". Nach und nach spiele ich (meist gemeinsam mit meinem Reisefreund Rüdiger) diese Löcher also ab. Und dieses Mal war also Royal Tarlair dran. Loch 13 ist in dem Buch auf Platz Nummer 25 gelistet. Der Kurs in Macduff ist ein Clifftop-Parklandplatz. Man kann von jedem Loch das Meer sehen. Aber am spektakulärsten ist eben Loch 13. Ein Par 3, abwärts zu spielen, bei dem das Grün von fast drei Seiten von felsigen Abgrund umgeben ist. Ach ja. Zwischen Abschlag und Grün ging es auch tief abwärts... Leider blieb dies das einzig erwähnenswerte Loch auf dem Platz. Der Rest war ein relativ uninspirierter Parklandkurs auf einem Kliff. Aber für etwas über 20 Pfund kann man den Kurs ruhig spielen, wenn man in der Nähe ist. Auch wenn ich absolut nicht verstehe, warum man den Club mit dem "Royal"-Zusatz ausgezeichnet hat. Naja. Irren ist menschlich.


Fazit: Für eine schnelle Runde ok. Und Loch 13 ist Pflicht!

Reisegolfer-Rating: 3 (wegen Loch 13)

Royal Tarlair

Fortrose & Rosemarkie

Der Hauptgrund, warum ich Fortrose & Rosemarkie ausgewählt hatte, war die Lage. Der Platz liegt auf der Black Isle. Eine Halbinsel, die in den Moray Firth hinein ragt. Am Ende der Halbinsel ist der Chanonry Point. Dieser ist berühmt für die Möglichkeit, Delfine beobachten zu können. Dort ist die nördlichste grosse Population von Grossen Tümmlern (Bottlenose Dolphin) zu beobachten. Und die wollten wir uns nach der Runde anschauen.


Der Club wurde 1888 gegründet (man begann mit einem 6-Loch Platz). Über die Jahre entwickelte sich der Club und 1924 hatte man einen 18-Loch Platz zur Verfügung. 1935 überarbeitet James Braid den Kurs. Damit war das heutige Design erreicht. Der Kurs ist mit knapp unter 6000 Yard nicht allzu lang. Die beiden schönsten Löcher waren für mich die 4 (langes Par 4 in Richtung des Leuchtturms mit einem unheimlich ondulierten Grün) und die 17 (blinder Abschlag und fast blinder zweiter Schlag in ein von Ginster eingerahmtes Grün). Die Runde machte Spass, auch wenn die Bahnen manchmal recht nah beieinander waren. Zudem führte die Strasse zum Chanonry Point mitten durch den Platz. Aber ungewöhnliche Plätze gibt es hier oben ja zu hauf.


Fazit: Wer hier oben ist, sollte den Platz in seinen Plan aufnehmen. Schöner Linkskurs mit Aussichten auf das Meer von jedem Loch. Preis-Leistung passte auch. Ach ja. Delfine haben wir dann leider nicht mehr gesehen. Die waren wohl schon im Bett, als wir unsere Runde beendeten. Die Delfine haben wir erst am nächsten Tag von Fort George gegenüber sehen können.

Reisegolfer-Rating: 4

Fortrose & Rosemarkie

Donnerstag, 23. Juni 2011

Erstmals Holland

Und wieder unterwegs. Auf einem Trip nach Den Haag und Amsterdam haben wir eine Runde Golf in Noordwijk eingelegt. Wollte ich schon immer mal hin. Wir wurden nicht enttäuscht. Klasse Linkskurs. Und mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Vorab erst mal zwei Bilder. Detailrezension gibt es später.


Montag, 20. Juni 2011

Nairn Golfclub

Nairn war einer der beiden Plätze, um die herum ich die ganze Tour geplant hatte (der andere war Cruden Bay). Grob nebenan ist zwar noch Castle Stuart, aber 160 Pfund Greenfee ist weit oberhalb meiner Schmerzgrenze für eine Runde Golf. Nairn war auch kein Schnäppchen, aber immerhin noch im zweistelligen Bereich, was die Kosten für die Runde angeht. Wir waren pünktlich frühmorgens dort und hatten auch mal wieder feines Wetter erwischt. Blauer Himmel, Sonnenschein und 24°C. Was will man mehr?

Blick auf das Grün Loch 4 (Par 3)

Die ersten 7 Loch dieses wunderbaren Linkskurses gehen direkt am Wasser entlang. Überall sind kleine und mittelhohe Dünen und Ginster. Landezonen und Grüns werden zusätzlich von 113 Bunkern geschützt (habe gezählt), die meist alle sehr tief sind. So, wie man sich Topfbunker vorstellt. Es ist ein klassischer Out & In Kurs. Man kommt also zur Halbzeit nicht zurück zum Clubhaus. Auf den zweiten 9 ist das Wasser des Moray Firth zwar immer noch von jedem Loch aus zu sehen, aber man bewegt sich etwas mehr landeinwärts. An Loch 13 geht es dann sogar etwas aufwärts, einen kleinen Hang hinauf. Dort spielt man dann 3 Löcher quasi im Wald (was für einen Linkskurs nicht ungewöhnliches ist). Dann sind wir aber wieder unten und die letzten 3 Loch Richtung Clubhaus bieten nochmal alles, was einen Linkskurs ausmacht. Auch ein Burn (Bach) kommt an der 16 und 17 noch mal ins Spiel. Das Abschlussloch ("Home") ist dann ein mittellanges Par 5, bei dem man eigentlich nur auf dem recht engen Fairway bleiben muss.

Loch 14 (schönes Par 3 mit unberechenbarem Grün)

Fazit: Ein grossartiger Linkskurs, den jeder Liebhaber dieser Art von Plätzen mal gespielt haben sollte. Er bietet alles, was man haben muss. Ausgewogenes Design (Old Tom Morris, James Braid und in den 60ern C.K. Cotton), immer Blick aufs Meer, Topfbunker, Burns, Ginster und schnelle, oft ondulierte Grüns, die für mich die besten in diesem Urlaub waren.

Das Clubhaus ist modern eingerichtet und man hat von den Sesseln in der Lounge einen tollen Blick auf den Platz und den Moray Firth. Zudem findet in nächsten Jahr dort der Curtis Cup statt. Darauf ist man dort sehr stolz. Ach ja. Der schottische Akzent des Starters ist ein Genuss. Ich habe vorher kaum jemanden so hart englisch sprechen hören.

Reisegolfer-Rating: 8

Nairn

Sonntag, 12. Juni 2011

Play & Pay

Hier noch mal die beeindruckende Verfahrensweise der Greenfeezahlung in Cullen.

Freitag, 10. Juni 2011

Premieren

In den letzten 2 Tagen unseres Trips gab es zwei Premieren. Die erste war, dass wir in Fraserburgh tagsüber mehr als 10 Minuten Regen hatten (nachts regnet es öfter) und die zweite war, dass ich auf dem Duff House Royal Kurs zum ersten Mal in diesem Urlaub einen Ball ganz durchgespielt habe.

Duff House Royal Loch 17

Duff House Royal Loch 7 mit dramatischem Himmel (wir blieben trocken)

Fraserburgh (ein echter Linkskurs, gegründet 1777)

Donnerstag, 9. Juni 2011

Play & Pay und Cullen Skink

Cullen war angesagt. Ein kleines Schätzchen. 18 Loch-Platz, Par 63 und nur 4600 Yard für Männer. Durch seine Lage am Strand inmitten von Felsen war der Kurs aber so ungewöhnlich, dass die Runde purer Spass war. Wer also mal im Umkreis von 100 km sein sollte, muss hier unbedingt hin. Die 18 Pfund Greenfee waren bestens angelegt. Lustig war auch ein Schild neben dem Eingang. "Please take a Scrorecard, enjoy your round and pay after your return." Das stelle ich mir grade in Deutschland vor... ;-)

Und da wir schon mal da waren, gab es nach der Runde Cullen Skink.


Mittwoch, 8. Juni 2011

Des Golfers Wunderland

Ich habe einen neuen Favoriten. Wir haben gestern 27 Loch in Cruden Bay gespielt. Der Championship Kurs ist unbeschreiblich. Selbst der kleine 9-Loch St. Olafs ist klasse. Unabhängig von meiner golferischen Leistung (Handicap gespielt) war ich auf dem Platz nur glücklich. Den Kurs beschreibe ich später im Detail. Vorab nur ein paar Bilder.



Dienstag, 7. Juni 2011

Puffins und ein Royal Kurs

Am Montag war der Vormittag mit einer Bootstour belegt. Puffins und Tölpel anschauen. Auf einem Steilfelsen in der Nähe von Macduff waren Zehntausende Tölpel, die dort nisteten. War ein faszinierender Anblick. Und die Geräuschkulisse war auch unbeschreiblich. Tolle Erfahrung. Ach ja. Ein paar der seltenen Puffins bekamen wir auch zu Gesicht...

Tölpel im Felsen

Danach ging es dann zum benachbarten Golfplatz. Royal Tarlair. Ein Clifftopplatz, der irgendwann Anfang des 20. Jahrhunderts durch Zufall den Royal Titel verliehen bekommen hat. Die Cousine eines Schwippschwagers von Edward VII hat hier mal Urlaub gemacht und fand den Platz wohl toll. Das Kommen lohnte sich alleine wegen Loch 13. Das war schon klasse. Ist jetzt in den Top 20 meiner beeindruckensten Löcher... Der Rest war meist so lala. Bewertung schreibe ich ja noch. Heute geht es zu einem weiteren (hoffentlich) Höhepunkt. Cruden Bay.

Blick zurück von Loch 18

Montag, 6. Juni 2011

Doch Delphine

Heute waren wir auf der Südseite des Moray Firth in Fort George. Und siehe da. Dort waren dann die lustigen Meeressäuger. 3 von denen schwammen vor uns herum. Dafür gab es heute aber kein Golf. Nur das Fort, lecker Mittagessen in der Nähe von Nairn und ein neuer Übernachtungsort. Wir haben für 6 Nächte ein Haus in Gardenstown. Der niedliche Ort ist in der Nähe von Macduff. Morgen sind dann wieder Aktivitäten geplant. Ich werde berichten.

Gardenstown im Abendlicht

Sonntag, 5. Juni 2011

Keine Delphine!

Haupterkenntnis des gestrigen Tages war, dass wir keine Delphine zu sehen bekamen. Das mag jetzt seltsam klingen für Nichteingeweihte. Aber wenn man zum Chanonry Point fährt, erwartet man Delphine! Hier am Moray Firth in der Nähe von Inverness werden diese ja regelmässig gesehen. Leider hatten sie bei uns grade Urlaub. Oder schon Feierabend. Was weiß ich...

Das Museum in der Glenmorangie Destillerie hatte leider auch wegen Umbau geschlossen. Aber wir hatten nicht nur Enttäuschungen. Schön war die Runde beim Fortrose & Rosemarkie Golfclub (Bericht folgt). Ginster, Meerblick und interessante Fairways. Alles, was ich mag. Das Wetter entwickelte sich auch in die richtige Richtung. Der Tag war letztendlich also wieder gerettet. Wenn wir nur nicht immer so viel essen würden...

Freitag, 3. Juni 2011

Nairn Golfclub

Das sind die Plätze, die ich liebe! Die ersten 7 Loch am Meer entlang und auch bei den restlichen Löchern sah man fast immer den Moray Firth. Einen detaillierten Bericht gibt es nach dem Urlaub. Fürs erste gibt es nur ein paar Bilder.



Endlich wieder in Schottland

Nun geht es los. Angekommen in Aberdeen und dann im Laufe des Tages hoch nach Nairn. Schön waren heute:

Highlands
Schloss Balmoral
Moray Firth am späten Abend.

Und morgen früh spielen wir dann Nairn. Ich kann es kaum noch erwarten!

Montag, 30. Mai 2011

GC Herzogstadt Celle

Der Turniertourismus geht weiter. Irgendwie muss man ja auf die ganzen gespielten Plätze kommen... Diesmal suchten wir uns bei Golf.de einen Charity-Vierer mit Auswahldrive im GC Herzogstadt Celle raus. War zwar etwas zu fahren, aber im Vergleich zu der Tour nach Cuxhaven war es harmlos. Zudem gab es noch eine angenehme Startzeit. 13.00 Uhr war perfekt für uns. Wir waren auch früh genug da und hatten keine Hektik (Irgendwie bin ich bei Turnieren in meinem Heimatclub meist immer später da). Der Kurs machte auf den ersten Blick einen angenehmen Eindruck, der sich später auch bestätigen sollte. Zudem hatten wir sehr nette Flightpartner erwischt.


Der Club befindet sich etwas nordöstlich von Celle in einem Waldstück (erste 9) und einem mit Büschen und jungen Bäumen bewachsenen mehr offenen Teil (zweite 9). Die ersten 9 sind nicht allzu lang. 2700 Meter für Herren. Ungewöhnlich war auch, dass es ausser einem Par 3 nur Par 4 auf den ersten 9 gab. Fiel mir aber irgendwie gar nicht auf während der Runde. War alles schön abwechslungsreich. Und auch immer schön durch den Wald. Dann gab es auch einen grossen Höhenunterschied, den man erst bemerkte, wenn man mit einem Male auf dem Weg von der 8 zur 9 nach unten schaute und 20 Meter unter sich Loch 3 zu sehen bekam... Das ganze erinnerte mich stark an die Heidelandplätze westlich und südlich von London.

Die zweiten 9 waren etwas länger (3000 Meter) und hatten einen ganz anderen Charakter. Längere Bahnen und es kamen nun auch Par 5 dazu. Und das ganze war etwas freier als vorher. Präzises Spiel war aber weiterhin erforderlich. Das Rough war teils tödlich (hunderte Lupinen) und die Fairways waren etwas enger als vorher. Die Grüns waren ok. Spurtreu, aber für meinen Geschmack etwas zu langsam.


Alles in allem also ein toller Platz. Hat uns Spaß gemacht. Zudem haben wir seit langer Zeit auch wieder mal eine anständige Platzierung bei einem Vierer erzielt. Nicht immer nur Vierter! Bei den guten Erfahrungen kann ich a) den Platz ans Herz legen und b) werden wir unseren Turniertourismus fortführen.

Reisegolfer-Rating: 6

GC Herzogstadt Celle

Freitag, 27. Mai 2011

Gut Berge Gevelsberg

Nun sind wieder die schönen Tage im Jahr. Ich schaffe es öfter mal, 18 Loch nach Feierabend zu spielen. Und das inklusive der Anreise. Vorher rufe ich dann immer an und frage, wann ich denn beginnen kann. In Gevelsberg war Herrennachmittag. Daher war der Platz erst ab 17.20 für Gäste zu spielen. War dann um 17.00 Uhr vor Ort, der Club eine Ballspirale hat. First come, first serve... Leider war ich nicht der erste. Als ich kam, waren dort schon 7 Personen. Davon 3 mit Schlägern. Habe dann gefragt, ob ich vielleicht irgendwo mitgehen kann. Der eine Viererflight (die mit den 2 Schlägersätzen) wollte nicht, weil man für das Tiger und Rabbit Turnier üben wollte (?). Die anderen warteten noch auf einen Mitspieler und später sollte noch der vierte dazukommen. Alleine vorgehen lassen wollte man mich auch nicht... :-(. Aber dann kam Claudia.

Grün Loch 10 mit der A1 im Hintergrund

Claudia war zurückhaltend und wand ein, dass sie doch Anfängerin ist und keinen aufhalten möchte. Ich überredete sie dann aber doch, mich zu begleiten. So langsam konnten wir zusammen gar nicht sein. Wir begannen also und hingen sofort hinter dem "Tiger & Rabbit" Flight fest. Es spielten zwar bis zum Grün nur 2 Personen, aber dann wurde auf dem Grün eine Poduimsdiskussion geführt. Oder was auch immer man so lange auf einem Grün machen kann, wenn alle Bälle im Loch sind... Nach knapp einer Stunde hatten wir dann 3 Löcher geschafft. Das fand ich schon heftig. An Loch 4 (ein sehr schweres Auf und Ab Loch mit einem großen Biotop in der Mitte) ging dann gar nichts mehr. Inzwischen hatte sich hinter uns der halbe Golfclub gestaut und zu uns sind 2 lustige Jungs gestoßen, die viel Spaß auf ihrer Runde hatten. Glücklicherweise hörte der T&R Flight nach 4 Loch auf. Dann ging es recht schnell. Ab Loch 9 spielte ich alleine mit Claudia. Letztendlich benötigten wir dann für unsere 18 Loch trotz der langsamen 4 ersten Löcher unter 4 Stunden. Für die zweiten 9 benötigten wir dann knapp 1,5 Stunden. Das war dann unter Berücksichtigung der Topographie des Platzes ganz ok. Und damit sind wir auch schon bei der Kursbeschreibung.


Zu sagen, der Kurs ist etwas hügelig, wäre etwas untertrieben. Für mich war er bergig. Zudem hatte man auf dem Kurs fast nur Bahnen mit Schräglagen. Das macht das ganze nicht einfacher. Immerhin gab es Loch 7. Das war flach! Richtig flach. Nicht mal das Grün war hier erhöht. Der Platz hatte großartige Ausblicke in die Landschaft. Und das es immer auf und ab ging, hatte ich gefühlte 1000 Höhenmeter hinter mir, als ich die Runde beendet hatte. War ganz schön anstrengend. Dazu kamen einige blinde Schläge. Platzkenntnis ist hier schon von Vorteil. Ich habe öfter mit meiner Meinung geschwankt. Ich fand ihn witzig, ich fand ihn abwechslungsreich und ich hatte oft sehr schöne Aussichten. Der Engländer würde den Platz als "quirky" bezeichnen. Auf der anderen Seite fand den Kurs ich zu anstrengend, die Autobahn (A1) war sehr oft gut zu hören, die Schräglagen waren irgendwann langweilig und die vielen blinden Löcher waren auch nicht immer hilfreich. Aber der Gesamteindruck war dann doch positiv. Nur ein vorgabewirksames Turnier würde ich wohl nicht so schnell spielen.


Kurz vor 21.15 hatten wir unsere Runde dann beendet. Claudia musste auch sofort weg. Es gab schon eine Vermisstenmeldung für sie... Ich habe mich dann auch fix umgezogen und sauste zurück in mein Bochumer Domizil. Ein langer, anstrengender Tag fand sein Ende. Mal sehen, was als nächstes gespielt wird im Rhein/Ruhr Gebiet.

Reisegolfer-Rating: 4

Gut Berge

Dienstag, 24. Mai 2011

Grimsvötn

Och nö! Nich schon wieder. Wir wollen nächste Woche Donnerstag nach Aberdeen fliegen...

Montag, 23. Mai 2011

GC Schwarze Heide Bottrop

Das zweite Gruppenspiel der Matchplayrunde des Spicygolfforums stand an. Mit meinem Spielpartner (wieder mal ein Blinddate) einigte ich mich auf Bottrop. Der Platz war zwar etwas weiter weg, war nicht der günstigste und nahm auch noch den Hologrammzuschlag. Aber da der Platz im Ruhrgebiet lag und ich ihn noch nicht gespielt hatte, kam ich trotzdem gerne. Das schöne an den Matchplays dieser Serie ist ja, dass man rumkommt und meist nette Menschen kennenlernt.


So war es diesmal auch. Mein Spielpartner war sehr nett und an der Rezeption empfing man mich sehr freundlich (kann man ja auch verlangen, wenn man €25 Aufschlag zahlt). Der Platz machte für mich auf den ersten Blick keinen besonderen Eindruck. Flach und ein paar Bäume. Aber er war ok. Meist gut gepflegt und man hatte sich beim Design des Kurses manchmal echt Mühe gegeben. Der interessanteste Teil waren die Löcher 6-8. Zuerst ein Par 5, bei dem man fast Zickzack spielen muss (oder wie auch immer man ein rechts-links Dogleg bezeichnet). Dann ein schön langes Par 3, bei dem man sich gut überlegen musste, ob man angreift, da das Grün von einem Bach mit Durchgangslücke geschützt war. Und zum Abschluss ein langes Par 4 mit Dogleg, welches auch noch in der Landezone von einem Teich geschützt war. Der Rest war nichts allzu besonderes. Oft ging es einfach nur mehr oder weniger geradeaus hin und zurück. Zudem waren die Grüns für meinen Geschmack sehr langsam. Das kann aber auch Tagesform des Greenkeepingstaffs sein...


Fazit: Platz ok. Leute nett und Essen gut. Das Match habe ich dann auch gewonnen. Ich darf also weiter Blinddates im Rhein/Ruhr-Gebiet haben...

Reisegolfer-Rating: 3

P.S.: Ein Kollege, der in der Nähe des heutigen Golfplatzes groß geworden ist, sagte mir, dass dort früher eine wilde Mülldeponie war. So schlimm fand ich es dann aber doch nicht.

Schwarze Heide Bottrop

Dienstag, 10. Mai 2011

Küsten Golfclub Hohe Klint Cuxhaven

Ursprünglich hatten wir geplant an einem Betriebssportturnier in der Nähe von Timmendorf teilzunehmen. Das hatte sich aber leider zerschlagen. Da musste also eine Alternative her. Wir also geschaut, welche offenen Turniere es im Umkreis von 100km von Hamburg so alles gibt. War nicht so viel. Irgendwann kamen wir auf Cuxhaven. Wir meldeten uns also ganz spontan an und am Samstagmorgen waren wir dann auf dem Weg nach Cuxhaven.


Der Club wurde Ende der 70er Jahre gegründet und liegt etwas südwestlich von Cuxhaven. Der Platz hat eine Länge von ca. 6000 Metern für Herren und 5300 Meter für Damen. Der Kurs ist ganz in Ordnung, aber nicht unbedingt allzu kreativ desinged. Oft geht es einige Loch immer nur hin und zurück. Die Fairways waren für mein Empfinden grosszügig. Man hatte viel Platz. Zwischen den Fairways waren dann noch oft ein paar Bäume zur Abgrenzung. Im Kopf geblieben sind mir auch die zwei 90° Doglegs (9 und 13). Schönstes Loch war die 16. Hier hat man zuerst einen Drive eng zwischen Bäumen durch und dann den Schlag ins Grün über einen Teich. Sieht gut aus und ist auch das schwierigste Loch auf dem Kurs. Fazit: Guter Urlaubsplatz.


Danach sind wir dann noch nach Duhnen, um einen Happen zu essen und den Sonnenuntergang über Neuwerk zu geniessen. Kurz vor Mitternacht waren wir dann daheim. Ein schöner Ausflug war beendet.

Reisegolfer-Rating: 4

Hohe Klint Cuxhaven

Freitag, 6. Mai 2011

GC Hummelbachaue

It's Matchplaytime again. Auch dieses Jahr mache ich wieder mit beim Matchplay des Spicygolfforums. Das erste Match führte ich mich nach Hummelbachaue. Dort, wo der Herr Kaymer gelegentlich mit Rangebällen übt... Nach einer Stunde Anfahrt kam ich pünktlich an. Und nach Zahlung des Greenfees (€ 60,-) ging es auch sofort los.


Architekt des Platzes ist Udo Barth. Gebaut wurde der Platz Anfang der 90er. Die Runde beginnt mit einem nicht zu schweren Dogleg. Danach kommen noch viele weitere Doglegs. Wenn ich recht überlege, kann ich mich an kein Par 4 erinnern, bei dem man vom Abschlag aus das Grün sieht. Immerhin hatten die Par 3 keine Doglegs :-). Das heißt nicht, dass der Platz schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Hat Spass gemacht die Runde. Der Kurs bietet eine Menge Abwechslung. Dazu waren die Grüns in grossartigem Zustand.


Nach dem Abschluss des Matchplays auf dem Par 5 der 18 (Bild oben) haben wir auf der schönen Terrasse des Clubhauses noch etwas gegessen und getrunken. Da ich komischerweise sogar das Match gewann, war ein schöner Nachmittag zu Ende. Den Platz kann auf jeden Fall empfehlen.

Reisegolfer-Rating: 6

Hummelbachaue

Mittwoch, 4. Mai 2011

WGC Gütersloh

Es gab wieder mal eine Familienfeier in Ostwestfalen. Das musste ich natürlich sofort mit einer Runde Golf auf dem Weg dorthin verbinden. Da ich irgendwo auf einer britischen Website positives über den Platz gelesen hatte, wählte ich Gütersloh aus. Liegt ja auch recht verkehrsgünstig in der Nähe der A2.


Ich hatte am Vormittag mehrfach das Sekretariat angerufen, um zu fragen, ob der Platz sehr voll ist am Nachmittag. Leider erreichte ich immer nur den Anrufbeantworter. Als ich dann gegen 14.00 Uhr dort ankam, stellte sich heraus, dass auf dem Platz fast überhaupt nichts los war. Gut für mich. Das konnte eine schnell Runde geben. Dazu hatte ich noch großartiges Wetter. Es konnte also nichts mehr schiefgehen. Um es vorwegzunehmen. Es war eine schöne, schnelle Runde auf einem schönen Platz.


Der Platz ist sehr flach und in einem Wald gelegen. Ich kann nicht genau sagen, ob die Bäume alle schon vor 40 Jahren bei der Plätzeröffnung dort waren und ob man Platz durch den Wald geschlagen hat. Kann auch sein, dass die Masse neu gepflanzt war (falls das jemand weiß, wäre ich für einen Hinweis dankbar). Auf jeden Fall spielte man fast immer im Wald. Zu stark streuen durfte man nicht. Der Platz ist sehr abwechslungsreich, obwohl er sehr flach ist. Es gibt einige Doglegs, es kommt gelegentlich Wasser ins Spiel und selbst eigentlich gerade Bahnen müssen wegen klug gepflanzter Bäume strategisch gespielt werden.


Mir persönlich gefielen die 3 und die 11 am besten. Bei den Par 3 waren die 6 und die 10 erwähnenswert. Die Grüns waren in Ordnung. Auf den zweiten 9 waren ein oder zwei Grüns im Grenzbereich. Verglichen mit anderen Plätzen zur Zeit war es sehr gut dort. Sehr schön fand ich auch die überdachte Terrasse mit Blick auf die 9 und die 18. Großzügig gebaut und gemütlich. Sollte man auf jeden Fall mal spielen, den Kurs.

Reisegolfer-Rating: 5

WGC Gütersloh