Montag, 6. September 2010

Gleidingen

Wieder mal ein Blinddate. Matchplay Achtelfinale vom Spicy Golfforum war angesagt. Ort des Geschehens war der Golfclub Gleidingen. In verschiedenen Publikationen wird mit dem Begriff "Linkskurs" geworben. Das war für mich als Linkskurs Connaisseur natürlich ein Grund, diesen Platz mal zu testen.


Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein in Hamburg los. Nichts ließ darauf schliessen, dass das Wetter schlechter werden könnte. Aber man kann sich ja mal täuschen. Die ganze Zeit hatten wir während der Anfahrt Sonnenschein. Erst kurz hinter dem Autobahnkreuz mit der A2 wurde es etwas dunkler. Und als wir uns Laatzen (Messe Hannover) näherten, begann der Regen. Immerhin waren wir früh genug. Also etwas warten, Regenklamotten an und los ging es. Als wir dann beim Abschlag der (für uns) 1 ankamen, kam die Sonne wieder raus. Regenkleidung also wieder aus und los ging es bei nun bleibenden gutem Wetter.


Der Kurs ist relativ offen und vernünftig angelegt. Die Fairways waren (für meinen Geschmack) breit genug. Abwechslung war gegeben durch gut platzierte Bunker und Wasser bei fast allen Löchern. Auf den ersten 9 (Eagle) war es ab Loch 3 sehr wasserlastig. Vor allem für rechtshändische Slicer. Die zweiten 9 (Albatros) fand ich persönlich etwas besser. Hier war mehr Abwechslung geboten. Das Wasser rechts hörte (meist) auf. Dafür waren die Löcher an sich etwas schöner. Das Schlussloch war auch sehr schön. Ein Doppelgrün, welches links gut von einem See geschützt war. Ein würdiger Abschluss.



Das Signature Loch war für mich die 17. Ein kurzes Par 3 mit einem Inselgrün. Sah einfach aus, hatte aber seine Tücken. Der Platz ist im Gesamteindruck gut und kann empfohlen werden. Die Grüns waren in einwandfreien Zustand. Schnell und treu (wenn man putten kann). Aber es ist auf keinen Fall ein Linkskurs. In der Nachbarschaft bezeichnet sich ein Club (Rethmar) auch als Linkskurs. Beide sind natürlich keine Linkskurse. Aber Rethmar ist für mich eher linksartig als Gleidingen. Der Platz in Gleidingen ist gut. Keine Frage. Aber es ist kein Linkskurs.

Reisegolfer-Rating: 5


P.S.: Das Match habe ich 2 auf 1 verloren... ;-( . Aber der Spielpartner war a) nett und b) zum Ende auch besser. Daher war die Niederlage nicht so schlimm.
Gleidingen

Dienstag, 31. August 2010

Hittfeld

Immer wieder schön dort. Letztes Wochenende waren wir zum 5. Mal beim offenen Turnierwochenende. Ganz zu Recht ist der Platz in meinen persönlichen Top 3 der Hamburger Plätze. Mit dem Wetter hatten wir entgegen der Ansage auch Glück. Was will man also mehr? Foto's habe ich nicht viele gemacht heute. Hatte auch nur das Mobiltelefon dabei... Daher nur eine schöne Aufnahme von Loch 18 (mit dem Abschlag der 17 links)

Freitag, 27. August 2010

GC Werne

Nun beginnt wieder die Zeit, wo man nach Feierabend nur noch 9 Loch schafft. Von Bochum aus habe ich das meiste in der Nähe schon "abgegrast". Da musste ich nun schon ein wenig weiter fahren. Alternativen waren Werne (nördlich von Dortmund) oder Richtung Duisburg. Da die A 40 zum Feierabend durch die vielen Baustellen (Motto der oft stauigen Strasse: "Woanders ist auch scheisse!") oft zu voll ist, entschied ich mich für Werne.


Werne ist als Ort ja schon weit ab vom Schuß (40 Minuten Fahrt). Aber die Anlage des GC Werne liegt noch etwas weiter ausserhalb. Wenn man auf das Gelände fährt, ist der erste Eindruck, dass hier ein Bauer etwas von seinem Land "vergolden" wollte. Dies war dann auch der Fall, wie ich später erfuhr. Um den Hof herum sind Parkplätze, Übungsanlagen und die zwei Plätze gebaut (zusätzlich zum 9-Loch Platz gibt es noch einen nett aussehenden 6.Loch Kurzplatz). Das ganze machte auf mich einen familiären Eindruck. Später sagte man mir, das die Frau des Betreibers Essen und gelegentlich Kuchen anbietet. Das passt.


Der Platz ist ordentlich angelegt. Nichts besonderes zwar, aber ein paar Löcher bieten schöne Herausforderungen. Gut war die 3. Ein nettes Par 4 mit Dogleg nach rechts, bei dem man mit dem zweiten Schlag einen grösseren Teich überwinden musste. Die 6 hat mir auch gut gefallen. Enge Landezone und ein erhöhtes, mit Bunkern geschütztes Grün. Die Bahnen waren meist alle breit genug und alles war schön offen. Der Wald, den man auf den Bildern sieht, kam eigentlich nicht ins Spiel. Mein Spielpartner (aus dem Club), mit dem ich ab Loch 2 zusammenspielte, war nett und für mich hilfreich. Also mal wieder eine gelungene Runde.

Reisegolfer-Rating: 2

Donnerstag, 26. August 2010

Ryder Cup 2010

Langsam frage ich mich, wo denn nun die Tickets bleiben. Alles andere ist mehr oder weniger organisiert. Nur die Eintrittskarten fehlen noch...

Mittwoch, 25. August 2010

GC Buchholz-Nordheide

Das ist mir sehr lange nicht mehr passiert. Ich bin zu einem mir noch nicht bekannten Golfplatz gefahren, ohne eine Kamera dabei zu haben. Nicht mal ein Handy mit Kamerafunktion! Dazu schien sogar noch die Sonne! Das passiert mir so schnell nicht wieder. Daher gibt es diesmal ein eher bescheidenes Bild meiner Errungenschaften des Besuches in Buchholz...


Der Platz ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die ersten 9 Löcher sind großteils im Wald und verlangen daher präzises Spiel. Loch 9 ist ein schönes Par 5 mit einem Inselgrün zum Abschluss. Auf den zweiten 9 kommt öfter Wasser ins Spiel. Dieser Teil ist etwas offener und man kommt sich gelegentlich mit anderen Bahnen ins Gehege. Das ist in meinen Augen ein kleiner Makel. Auf dem Abschlag der 16 sind wir fast "abgeschossen" worden. Der "Angriff" (natürlich ohne Absicht) erfolgte vom Abschlag der 15. Zum Abschluss hat man dann auf der 18 beim Schlag aufs Grün noch mal Wasser zu überwinden. Nett gemacht und hübsch anzusehen. Am schönsten fand ich die Löcher 5, 9 und 15.

Die Anlage war im ganzen sehr gut gepflegt und die Grüns waren in hervorragendem Zustand. Schnell und treu. So, wie ich es liebe. Und das nach 3 Tagen offene Turniere. Angeblich sind dort an drei Tagen fast 600 Leute über die Grüns gerannt... Tolle Arbeit der Greenkeeper. Die Par 3 Löcher haben mir nicht ganz so gut gefallen. Waren leider etwas einfallslos im Vergleich zu den restlichen Löchern. Aber ich werde auf jeden Fall wiederkommen. Der Platz war schön und ich muss ja noch meine Bilder machen...

Reisegolfer-Rating: 5

Montag, 23. August 2010

Die Zeiten ändern sich

Wie gelegentliche Leser wissen, mag ich britische Kurse, die etwas Geschichte haben. Die Plätze, die ich spiele, wähle ich auch nicht aus Paketen im Reisebüro, sondern sehr individuell nach verschiedenen Kriterien. Quellen sind für mich u.a. oft ältere Bücher. Eins davon ist der kleine "Golfer's Companion" aus dem Jahre 1962. Es werden dort 128 Plätze vorgestellt. Wenn man die dort empfohlenen Plätze mit heute vergleicht, tauchen in aktuellen Ranglisten ca. 70 % der dort genannten Clubs auch heute ganz vorne auf. Qualität ist also ein bleibender Wert.


Einer der dort besprochenen Plätze ist Camberley Heath. Witzig fand ich im Buch die Wegbeschreibungen und die Kontaktadresse. Ich frage mich nur, was die Golfer machen, die der Empfehlung für Gäste folgen "Visitors are advised to telephone before coming" und dann den Pro anrufen möchten. Bei dem steht dann nämlich unter "Professional": No Telephone... OK. Ich gebe zu, dass man wohl doch jemanden erreicht (über das Fräulein vom Amt), wenn man die dreistellige Nummer anruft in Camberley...


Ach ja. Lustig ist auch der Titel des Secretary. Group-Captain A. King-Lewis. Bei uns würde ich, ausser vielleicht im GC Munster, keinen Hauptmann als Clubmanager erwarten... Das ganze Büchlein ist übrigens voll von Beschreibungen, die einen noch fast 40 Jahre später zum Schmunzeln bringen.

Mittwoch, 18. August 2010

Gut Wulfsmühle

Ich hatte es schon länger geplant, mal nach Wulfsmühle zu fahren. Letztes Wochenende klappte es dann mal. Es ist schon eine schöne Strecke aus dem Südosten von Hamburg in den Norden zu fahren. Aber am Sonntag kam mir bei dem guten Wetter auch dies nicht so lange vor. Es hätte also ein schöner Tag werden können...


Der Club wurde 2001 gegründet und ist designed von Christoph Städlers Unternehmen. Er ist einer von "vielen" rund um Pinneberg. Und meines Wissens der jüngste. Der Empfang war freundlich und wir erfuhren, dass unsere Spielpartner schon da waren. Wir hätten auch gerne alleine unsere Runde gedreht, aber bei mehr oder weniger öffentlichen Clubs muss man akzeptieren, dass man mit anderen Spielern zusammengelegt wird. Die müssen ja auch ihr Geld verdienen. Das ist ja an sich ok. Und meist lernen Nicole und ich auch nette, freundliche Menschen (mehr erwarte ich gar nicht) kennen. Aber diesmal hatten wir leider nicht so ein Glück.


Vom Parkplatz hatten wir einiges zu gehen bis zum ersten Abschlag. Dort sassen dann schon unsere Spielpartner. Man stellte sich kurz vor und los ging es. Eigentlich bin ich es am ersten Abschlag gewohnt, dass man sich kurz über sein Handicap austauscht um zu bestimmen, wer die Ehre hat, den ersten Ball zu schlagen. War hier nicht Fall! Ist wohl eine Platzregel, dass der dem Club zugehörige den ersten Abschlag macht. OK. Wenn es denn so ist... Bin ja zurückhaltender Gast... Bei den Damen gab es dann das gleiche. Gundula (nennen wir sie mal so) legte auch einfach mit schlecht gelauntem Gesicht los. Das wäre ja auch noch ok. Aber ab dem ersten Schlag verbreitet Gundula nur schlechte Laune. Dazu spielte sie dann auch noch schlimm, was die Laune nicht grad erhöhte. Diese Laune wurde umgehend auf Nicole übertragen (weibliche Wesen sind da wohl empfänglicher) und das Spiel machte nicht viel Spass. Man hatte sich auf den nächsten Löchern wenig zu sagen. Ich war kurz davor, die beiden zu bitten, doch bitte alleine vor oder hinter uns her weiter zu spielen. Aber das ließ meine Erziehung nicht zu. Nach einiger Zeit hatten wir uns daran gewöhnt, mit zwei Flights auf dem selben Loch unterwegs zu sein. Und dann ging es auch mit der Zeit. Man stumpft irgendwann ab. An Loch 12 kam dann die Erlösung. Gundula und ihr Partner hielten es wohl nicht mehr mit uns aus und man verabschiedete sich. Die letzten 6 Loch waren dann richtig entspannend... und Gesprächsthemen hatten wir auch genug...


Ach ja. Der Platz ist ganz in Ordnung. Er teilt sich in 4 Bereiche, die durch Wald getrennt sind. Man ist mitten in der Natur (Kühe, Pferde und viele Vögel) und man hat, bis auf ein paar Flugzeuge am Himmel, seine Ruhe. Wenn ich es mir recht überlege, gibt es hier übrigens kein Loch ohne Wasser. Wasserhindernisse finde ich ja ok. Aber nicht an jedem Loch. Hier hat man etwas übertrieben. Auch gibt es ein wenig viel Doglegs. Aber im ganzen war die Runde ganz ok. Also:

Reisegolfer-Rating: 4

Wulfsmühle

Montag, 16. August 2010

Mittwoch, 11. August 2010

GC Castrop-Rauxel

Nein! Castrop-Rauxel ist nicht die lateinische Bezeichnung für Wanne-Eickel. Auch wenn dies einige Nicht-Ruhrgebietler denken könnten. Es ist eine Mittelstadt zwischen Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen (ok. Herne ist da auch noch...). Und der seltsame Name ist auch zu erklären. Kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Cast steht für Dorf und trop ist eine alte Bezeichnung für einen Speicher. Also wahrscheinlich Dorf am Speicher. Die alten Römer waren hier auch schon. Aber wo waren die nicht? Und Rauxel (wahrscheinlich Krähenwiese) kam 1926 dazu. Ach ja. Einen Golfclub gibt es hier auch. Und den hab ich erkundet.


1987 gegründet wurde erstmals 1989 auf dem von Herrn Grohs geplanten Platz der Ball geschlagen. 2004 kamen dann die Löcher 19-27 dazu. Bisher kenne ich nur die B/C Kombination. A muss ich irgendwann auch noch mal testen. Der (neue) C-Platz gilt mit einem Rating von 141/75,5 als der schwerste 9-Loch Platz in NRW. Kann ich bestätigen. Der verdient sein hohes Rating. Der Platz hat teils tolle Aussichten auf Dortmund (Westfalenstadion, das Union-Gebäude etc.) und ist nicht einfach zu spielen. Fast jedes Grün ist entweder gut durch Bunker geschützt oder es ist auf verschiedenen Ebenen angelegt. Also richtig gut.

wer genau schaut, erkennt rechts, oberhalb der Fahne, das Westfalenstadion

Der B-Platz, den ich 2 Wochen später testete, kam da nicht ganz mit. Ist zwar ganz ok und hat auch teils schöne Aussichten, aber kommt mit dem C-Kurs nicht mit. Nach dem, was ich bisher erlebt habe, kann ich aber trotzdem eine Runde dort empfehlen. Nette Mitglieder gibt es dort auch. Ich hatte ein sehr nettes Paar als Begleitung auf der B-Runde.

Reisegolfer-Rating (B/C): 4

Castrop-Rauxel

Samstag, 7. August 2010

GC Mülheim a. d. Ruhr

Das war jetzt mal wieder eine positive Überraschung, was den Platz betrifft. Nach Mülheim kam ich durch ein Matchplay mit "Blinddate", welches durch das Spicy Golfforum organisiert wurde. Nach der überstandenen Gruppenphase war dies das erste KO Spiel. Da Mülheim für beide mehr oder weniger auf der Mitte lag, einigten wir uns auf diesen Platz. Ausserdem kannte ich ihn noch nicht, was bei mir ja nicht unwichtig ist.



Nicht so schön beim einchecken war, das ich dort wieder mal nur als Golfer zweiter Klasse behandelt wurde. Ich hatte kein goldenes Hologramm auf meinem Ausweis. Das kostete mich 20 Euro Aufschlag. Dieser Betrag verhinderte, dass ich den Platz unter der Kategorie "gutes Preis/Leistungs-Verhältnis" verbuchen konnte. Aber damit muss ich wohl leben. Zukünftig werde ich die Plätze wohl gar nicht erst wieder spielen, wenn man dort den Zweite-Klasse-Golfer-Aufschlag haben möchte (obwohl ich keiner bin...) . Zu dem Thema könnte ich sicher noch einiges sagen. Aber das füllt einen eigenen Bericht.



Zum Platz. Der war wirklich gut. Sehr abwechslungsreich und auch gut gepflegt. Der Platz war teils in offenen Gelände und dann wieder im Wald. Es gab auch schöne Par 3, bei denen man Wasser zum Grün überqueren musste. Also alles dabei. Das Abschlussloch ist dann noch mal ein Highlight. Der Abschlag muss in eine recht enge Landezone gebracht werden und dann muss beim zweiten Schlag ein grosser See überwunden werden. Der Platz ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nur nicht mehr für mich. 80 Euro ist dann doch zu viel, wenn man schon für weniger Geld Falkenstein, Hubbelrath etc. gespielt hat.


Reisegolfer-Rating: 6


Ach ja. Falls es jemanden interessiert. Ich habe das Matchplay gewonnen und werde demnächst wieder ein Blinddate haben...

Freitag, 6. August 2010

Lärchenhof II

Nun habe ich auch meinen ausführlichen Bericht über den Lärchenhof beendet. Wer Interesse hat, kann sich den Bericht ja in meinem Top 50 Blog anschauen.

Mittwoch, 4. August 2010

Lärchenhof

So. Nun habe ich es endlich geschafft. Eine vollständige Runde in Lärchenhof ohne Regen. War ja immerhin schon der dritte Anlauf. Ein ausführlicher Bericht kommt in meinem Top-50 Blog (endlich wieder mal einen gespielt). Vorab gibt es erstmal ein paar Bilder und das Rating. Zusammenfassendes Fazit: Toller Platz. Gehört zu den Top 5, die ich bisher in Deutschland gespielt habe.

Reisegolfer-Rating: 7


Dienstag, 27. Juli 2010

Gelsenkirchener GC Haus Leythe

So. War wieder mal unterwegs. Diesmal einen der nahe liegenden Clubs. Den Gelsenkirchener Golfclub Haus Leythe. Gelsenkirchen? Da denkt man natürlich erstmal an Schalke 04. Und da liegt man hier auch gar nicht so verkehrt. Auf einer der vielen Strassen, die ich während meiner Runde überqueren musste, kam mir Peter Neururer mit seinem Trolley entgegen. Kennt den noch jemand? War immerhin von April 89 bis November 90 Trainer bei Schalke. Eine Verbindung zu Schalke 04 gibt es aber auch sonst. Auf der Scorekarte ist Schalke 04 als Kooperationspartner genannt. Was auch immer das bedeutet...


Aber zurück zu meinem Alltag. Die Wetteraussichten für die gesamte Woche waren nicht so toll. Und gestern hat es hier den ganzen Tag lang geregnet. Für heute waren die Aussichten besser. Und siehe da. Ab ca. 15.00 Uhr öffnete sich der Himmel. Und um 17:30 Uhr stand ich nach getaner Arbeit (hatte sehr früh angefangen) am ersten Abschlag. Die Sonne kam raus und es konnte nur gut werden.


Der Platz ist "interessant" angelegt. Durch von PKWs befahrene Strassen ist der Kurs in 5 Teile geteilt. Ich musste ca. 12 mal eine befahrene Strasse überqueren (kann auch 11mal gewesen sein...). Auf jeden Fall war dies ungewöhnlich. Der Platz ist ansonsten ganz ordentlich angelegt. Viele Doglegs, nicht zu lang und die Grüns sind in gutem Zustand. Aber nichts wirklich aufregendes. Nichts, was man lange im Kopf behält. Aber Spass gemacht hat es trotzdem. Score stimmte auch. Nur auf Loch 18 kamen dann die Stechtiere. Mücken, Bremsen, Kupplungen. Was weiss ich? Auf jeden Fall nervte dies zum Ende etwas. Vielleicht fühlten sich die Tiere von meinem Deo angezogen (Eau de Transpiration...). Ich werde es nie herausfinden... Noch ein kleiner Nachteil ist die A2 neben dem Platz. Auf den ersten 9 hört man diese fast immer. Auf den zweiten 9 geht es dann... Aber ich bin ja Kummer gewohnt. Komme ja aus Moorfleet...


Fazit: Platz ok. Aber zu teuer. Es war zudem der erste Platz in meiner Karriere, bei dem ich aufgrund meiner Mitgliedskarte (kein Hologramm) mehr Greenfee zahlen muss. Auch eine neue Erfahrung, Aber €65,- für eine Runde fand ich für den Platz zu viel. Da war der Ostplatz in Hubbelrath für 50 Euro nach 17.00 Uhr und der Dortmunder GC für €30 ab 17:00 im Vergleich dazu Schnäppchen... Und beide Plätze waren um Längen besser. Preis / Leistung passte hier leider nicht. Aber wer alle Plätze im Ruhrgebiet spielen möchte, muss so etwas natürlich auch in Kauf nehmen...

Reisegolfer-Rating: 3

Gelsenkirchen Haus Leythe

Sonntag, 25. Juli 2010

Puregolf 2010

Wer denkt, er spielt oft Golf, sollte mal auf die Website von Jamie und Michael schauen. Die beiden jungen Neuseeländer wollen in diesem Jahr an jedem Tag Golf spielen. Und immer einen anderen Platz. Und dies auf 3 Kontinenten. Na ja. Da komme ich mir mit meinen bisher gespielten 200 Plätzen richtig faul vor... Vielleicht mache ich mal was ähnliches, wenn ich nicht mehr arbeiten muss...

Zur Zeit spielen die 2 gerade in Schottland. Die Berichte sind immer interessant zu lesen. Manchmal wird auch ein kleines Video geladen. Zusätzlich wird von den beiden auch für einen guten Zweck gesammelt. Vielleicht treffe ich die beiden ja Ende September/Anfang Oktober in Wales. Wir sind dann zur selben Zeit da. Der Rydercup und die tollen Plätze dort rufen...

Mittwoch, 21. Juli 2010

Unna-Fröndenberg

Nach Wochen der "Enthaltsamkeit" durfte ich gestern endlich wieder einen neuen Platz erkunden. Fröndenberg. Südlich von Unna gibt es zwei Plätze in Steinwurfentfernung nebeneinander. Da wir den anderen (Neuenhof) irgendwann zusammen mit Freunden aus Dortmund spielen wollen, fiel die Wahl auf Fröndenberg. Es war einer der üblichen heissen Sommertage in letzter Zeit. Aber es war trotzdem erträglich.

Grün Loch 7

Ich hatte vorher angerufen und mein Kommen angekündigt. Als ich kam, entdeckte ich auf die Schnelle aber nur die Greenfeebox. Kein Sekretariat. Also Karte ausfüllen, Geld in den Umschlag und los geht es. Der erste Eindruck war gut. Dass die Fairways etwas trocken aussahen, das ist ja schon Standard. Die ersten 9 Loch waren locker und schnell erledigt. Mein Ziel war es, die 18 Loch unter 3 Stunden zu spielen. Auf der ersten Hälfte lies mich auch jeder durchspielen. Da half es, dass mein Spiel gestern auch mit mir war und ich kaum Zeit mit unnötigen Schlägen vertrödeln brauchte.

Blick zurück auf Loch 8

Der Platz ist leicht hügelig auf Höhe des Haarstrangs (ist das schon Sauerland?). Hatte erst Bedenken, dass es bei dem auf und ab zu anstrengend wird bei der Hitze. Aber das war vollkommen ok. Richtig kaputt war ich nicht. Der Platz beginnt mit einem nicht zu schweren Par 4 abwärts. Dann kommt ein Par 5 mit Dogleg, bei dem sogar ich als Shorthitter das Grün mit dem zweiten Schlag erreicht habe. Der Start stimmte also. Die nächsten beiden Par 4 waren ok. Mehr nicht. Ganz nett war dann wieder die 8. Nettes Risk and Reward Par 3. Wer das Grün trifft, hat das Par fast sicher. Bei den zweiten 9 sind die 11, die 15 und die 17 erwähnenswert. Vor allem die 17 (erstes Foto) mit dem Teich an der rechten Seite hat was.

Gut "verteidigtes" Grün der 12...

Wenn die Umbauarbeiten an der 12 und der 13 beendet sind, hat der Platz sicher noch mehr gewonnen. Ich kann eine Runde hier sehr empfehlen. Die Fairways sind breit genug, die Grüns sind gross genug und gut verteidigt. Zudem hat man oft schöne Ausblicke. Die Terrasse des Clubhauses ist strategisch günstig mit Blick auf die Grüns der 9 und der 18 und die Abschläge 1 und 10. Zudem kann man dort im Sommer bei entsprechendem Wetter einen schönen Sonnenuntergang beobachten. Hat Spass gemacht. Habe für meine 18 Loch auch nur 2.45 h gebraucht...

Reisegolfer-Rating: 4

Sonntag, 18. Juli 2010

Green Eagle Nordkurs

Es war nun meine zweite Turnierrunde auf dem Nordkurs und ich muss bei meiner Meinung bleiben, das der Platz ein anständiger Golfplatz mit vielen Herausforderungen ist, aber ausser seiner enormen Länge nichts aussergewöhnliches zu bieten hat. Ich hatte vor einem Jahr schon einen Bericht in meinem Top 50 Blog über den Platz erstellt. Dem habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen. Habe nur ein paar neue Bilder gemacht. Das Reisegolfer-Rating bleibt auch bei 6.
Green Eagle Nordkurs

Ach ja. Nicht dass jemand denkt, ich mag den Platz nicht, weil ich schlecht gespielt habe. 36 Stablefordpunkte mit 3 Strichen ist für mein Empfinden nicht so schlecht. Und Nicole hat sogar 39 Punkte erreicht.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Nichts

los zur Zeit für mich in Sachen aktives Golf. Seit dem 30.06. (Haan) habe ich keine 18 Loch Golf mehr gespielt. Erst andere Termine, dann die Wärme und als krönender Abschluss meldete sich am Sonntag wieder mal mein Rücken und erinnerte mich daran, dass wir alle nicht aus Stahl sind. Ich hoffe, am Samstag wieder schmerzfrei zu sein. Dann steht ein Betriebssportturnier in Green Eagle an. Und vielleicht auch eine Runde am Sonntag. Drückt mir also bitte die Daumen, dass ich bis morgen schmerzfrei bin. Ich habe langsam Entzugserscheinungen...

Montag, 5. Juli 2010

Modetipp

Falls jemand mal nicht weiss, was er auf der nächsten Golfrunde anziehen soll, unten eine Anregung. Querstreifen sind grad modern auf der Insel... Man beachte auch die passenden Socken... Das Outfit war auch erfolgreich. Damit wurde der Vierer in Denham gewonnen...

Samstag, 3. Juli 2010

Haan-Düsseltal

Die letzte Etappe meiner kleinen Golftour ging ins Neandertal (oder nahe dabei). Ich hatte dort ein, von einem Golfforum organisiertes, Matchplay zu spielen. Der Platz ist etwas östlich von Düsseldorf und einer von vielen in der Umgebung. Das Match war klasse und ich hatte viel Spaß. Der Platz war in Ordnung. Mehr aber auch nicht. Auf englisch würde ich, bis auf wenige Ausnahmen, sagen: "featureless".


Die ersten 9 sind etwas besser, weil sie mehr Abwechslung bieten. Nett waren auch jeweils die Abschlusslöcher der zwei Hälften. Die 9 und die 18 waren über Wasser Richtung Clubhaus zu spielen. Ein kleines Inselgrüngefühl. Ungewöhnlich war auch, dass ein Par 3 das schwerste Loch des Platzes war. Loch 9 (über den Teich) hatte Strokeindex 1.


Es geht mal rauf und mal runter und irgendwann ist man fertig mit der Runde. Der Platz gehört zu den günstigeren in der Umgebung und erwähnenswert ist noch die schöne Terrasse des Clubhauses. Essen war dort lecker. OK für einen Besuch, aber ich muss wohl nicht wiederkommen.

Reisegolfer-Rating: 3

Ach ja. Nach den 6 Plätzen in 6 Tagen war ich schon recht fertig. Die Hitze (auch in UK) hat sicher auch seinen Beitrag geleistet. Bleibendes Ergebnis sind Blasen an meinen kleinen Zehen... Mache jetzt erstmal 4 Tage Golfpause.

Haan-Düsseltal

Donnerstag, 1. Juli 2010

Denham

Ich bin ja, wie ich schon mal erwähnte, Mitglied in einer Golfsociety in England. Diese Gesellschaft veranstaltet im Jahr 3 Turniere. Einmal im Frühjahr in Sunningdale, einmal im Sommer in Denham und einmal im Herbst in St. Georges Hill. Wie alle an den Temperaturen bemerken, war jetzt das Sommerturnier dran. Meinen Dreitagetripp nach England habe ich eigentlich um dieses Turnier herum geplant. Nach der "Einspielrunde" in Swinley Forest wurde es am Dienstag ernst. 36 Loch im Denham Golfclub.

Loch 17

Gegründet wurde der Club im Dezmber 1910 von 7 örtlichen Gentlemen und schon im Mai 1911 soll man dort Golf gespielt haben können (was ich ein wenig bezweifle...). Architekt war Harry Colt. Dies kann man auch trotz einiger Veränderungen seitdem gut sehen. Vor allem die Grünverteidigung ist typisch für ihn. Interessant und wissenswert (für die Besserwisser unter uns) ist auch, das dies der erste 18 Loch-Kurs von Harry Colt war, bei dem man nach 9 Loch wieder am Clubhaus herauskam. Später machte man dies fast überall zum Standart. Vorher war Golf eher klassisch "out and in". Der Club ließ bis vor kurzem kaum Gäste ohne Mitglieder zu. Aber auch dort änderte man sich aufgrund finanzieller Nöte etwas und heutzutage kann man während der Woche als Gast ganz normal spielen. Bemerkenswert ist auch, dass der Club einen Raum nach einem ehemaligen Pro benannt hat. Der Sheridanroom. John Sheridan war 51 Jahr lang Pro dort!

Loch 11

Der Platz ist schön zu spielen und anzusehen. Man darf eben nur kein Problem mit etwas Braun auf den Fairways haben. Aber das mit der Trockenheit ist zur Zeit auf fast allen Plätzen in Südostengland der Fall. Man hatte dort seit Wochen kaum Regen. Die besten Löcher sind die 7, die 11 und die 17. Alles ganz toll kreierte Par 4, bei denen die Höhenunterschiede gut eingebaut sind. Der Kurs ist eigentlich auf zwei Ebenen. Innerhalb dieser ist er dann aber meist flach. Man muss nur gelegentlich etwas extremer rauf und runter und es gibt einige blinde Schläge bergauf oder bergab. Kleiner Nachteil ist der Nachbar. Ein Flugplatz für kleine Propellerflugzeuge. Das ist gewöhnungsbedürftig, wenn knapp über dem Fairway ein Flugzeug startet oder landet. Ich komme auf jeden Fall trotzdem gerne mal wieder, wenn es sich ergibt.

Das Clubsilber

Das Turnier war bei der Hitze sehr anstrengend. Da war das duschen vor dem Lunch nach 18 Loch eine echte Erleichterung. Problem war nur, dass das "frische" Hemd nach Sekunden wieder durchgeschwitzt war. Immerhin durften wir diesmal beim Lunch das Sakko auslassen... Am Ende waren wir nach 36 Loch alle froh, dass die Hitzeschlacht vorüber war.

Reisegolfer-Rating: 5

Denham