Freitag, 21. Mai 2010

Hunstanton

Hunstanton war der erste echte Linkskurs auf unserer Tour. Sheringham und Cromer waren eher Clifftop Kurse. In der Bewertung der Fachliteratur war Hunstanton am höchsten von den Plätzen auf unserer Tour bewertet. Also musste ich hin. Eine Besonderheit des Kurses ist die 2-Ball Policy. Man darf also nur als Zweier-Flight oder als klassischer Vierer auf die Runde. Dadurch spielte unsere "Viererbande" erstmals auf der Tour nicht zusammen. Mit dem Wetter hatten wir wie immer Glück. Mehrheitlich blauer Himmel und Sonnenschein. Die dunklen Wolken am Anfang der Runde waren immer nur in Sichtweite, aber nie wirklich in unserem Einzugsbereich.


Der Platz ist ein klassischer alter Linkskurs mit 9 Löchern out und 9 Löchern in. Dazu muss ich sagen, dass die jeweiligen 9 Loch out und in nicht immer stur geradeaus verlaufen. Zwischendurch gibt es immer mal ein Loch zurück oder schräg. Dadurch hat man den Wind eigentlich bei jedem Loch aus einer anderen Richtung. Das Meer sieht man während der Runde fast nie, aber das ist ja auch kein Kriterium für einen Linkskurs. Er ist eben nur in den Dünen am Meer. Gegründet würde der Club 1891. Damit hat er auch schon fast 120 Jahre auf dem Buckel. Es ist der einzige Meisterschafts-Linkskurs an der Ostküste zwischen Muirfield in Schottland und Royal St. Georges in Kent (ok. Seaton Carew oder North Berwick gibt es auch noch...). Auf jeden Fall fanden hier über die Jahrzehnte sehr viele grössere Meisterschaften wie English Amateur, Brabazon Trophy und Ladies English Amateur statt.


Der Platz sieht auf den ersten Blick einfach aus. Die Fairways sind nicht sehr eng und die meisten Bunker sind kein wirkliches Hindernis. Man sollte aber auf den Fairways bleiben, denn das Rough erwies sich als tükisch. Und die Bunker sahen meist nur spektakulär aus. Waren dann aber nicht so schlimm. Mit dem grössten Hindernis von meist allen Linkskursen hatten wir hier nichts zu tun. Es war fast windstill. Gut fand ich auch, dass es einige blinde Löcher gab. Die gehören für mich einfach dazu bei einen klassischen Linkskurs.


Eine schöne Nebengeschichte ist, dass ein gewisser Robert Taylor aus Leicestershire 1974 bei den Eastern Counties Foursommes an drei Tagen nacheinander am selben Loch (16) ein Hole in One erzielte. Vielleicht kann mal ein Mathematiker unter den Lesern errechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass so etwas eintritt... Fand ich auf jeden Fall bemerkenswert. Lustig war auch, was nach unserer Runde passierte. Um Geld zu sparen, hatten wir eine Runde nach 15.00 Uhr gebucht. Als wir nach unseren 18 Loch zum Clubhaus kamen, war natürlich niemand mehr im Proshop, um den Trolley meiner Frau anzunehmen (es war ein E-Trolley). Also stellte sie das Gerät neben den Proshop. Sekunden später sahen wir eine alte Dame, die kam und sich wortlos den Trolley griff und damit verschwand. Grosse Verwunderung bei uns. Hier klauen Rentner Trolleys! Im Clubhaus fanden wir dann heraus, dass es die Dame am Zapfhahn war. War also alles richtig. Sah nur seltsam aus. Hätte ja mal einen Ton sagen können, die Dame...


Mir hat die Runde in Hunstanton sehr gefallen. Ich liebe ja auch Linkskurse. Der Platz war ganz anders als die beiden Plätze, die wir davor gespielt hatten. Er war nicht so malerisch. Er war eher rau. Aber das hat für mich auch seinen Charme. Also unbedingt empfehlenswert. Und wer den Platz nicht als Zweierflight oder im klassischen Vierer spielen möchte, sollte Dienstags kommen. Da sind ab 10.30 auch 3er und 4er Flights zugelassen...

Reisegolfer-Rating: 7

Hunstanton

Mittwoch, 19. Mai 2010

Lok in Sheringham

Das wollte ich den Lesern nicht vorenthalten... Die "Poppyline" an Loch 16.

Royal Cromer

In Cromer haben wir eigentlich nur gespielt, weil es unser Hauswirt des B&B empfohlen hatte. Eigentlich hatte ich an dem Tag geplant, dass wir nach Great Yarmouth fahren, auf dem ältesten Platz Norfolks spielen und dann zum Hunderennen gehen. So wurde der Plan dann aber geändert. War auch nicht so viel zu fahren. Cromer war quasi nebenan.


Mit der Twilight Rate von 40 Pfund am Samstag konnten wir sogar noch Geld sparen. Kann ja auch nicht schaden. Cromer selber war überraschend hügelig. Die ersten Löcher hielt sich die Kletterei ja noch in Grenzen. Ab Loch 12 ging es dann aber richtig los. Wir waren lange nicht mehr so kaputt nach 18 Loch, wie in Cromer. Am Ende ging bei 3 von 4 Spielern nichts mehr. Aber mich entschädigte das prächtige Wetter und die phantastischen Aussichten. Und ehrlich gesagt waren auf den letzten 9 die schöneren Löcher.

Über den Club kann ich nicht viel sagen, da nach unserer langen Runde das Clubhaus auch nicht mehr geöffnet hatte. Sonst schaue ich mich ja noch gerne etwas um. War hier leider nicht möglich. Der Club hat auf jeden Fall viel Geschichte. 1888 gegründet erhielt er sofort danach königlichen Beistand und konnte seinem Namen ein Royal zufügen. Womöglich machte der golfverrückte Kronprinz Edward grad Urlaub in der Gegend. Cromer war damals ein beliebtes Seebad bei den oberen Zehntausend in England. Wer weiss?

Die Basis für den heutigen Platz legte Old Tom Morris 1891. Seitdem wurde der Kurs zwar einige Male renoviert und angepasst, aber der Grundstein war damit gelegt. Ich finde es bewundernswert, einen Golfplatz in so eine Landschaft zu integrieren. Zudem mussten immer wieder Anpassungen wegen der starken Erosion der Klippen vorgenommen werden. Seit der grossen Flut 1962 hält sich das aber in Grenzen. Leider habe ich kein Foto, bei dem die Höhenunterschiede sichtbar sind. Um eine Vorstellung zu bekommen, sollte man wissen, dass die Caddies dort Sherpas heissen und aus Nepal kommen... :-). Auf jeden Fall ist es ein optisch interessanter Kurs. Und bei dem grossartigen Wetter hatten wir das Glück, dass sich der Platz von seiner besten Seite zeigt.

Wer also nach Nord Norfolk kommt, sollte den Platz auf jeden Fall spielen. Ich persönlich fand Sheringham etwas besser. Weil die Grüns besser waren und das Layout mir angenehmer war. Aber das muss jeder selber wissen... Für mich trotzdem ein "must play". Eine grössere Anzahl an tollen Löchern und nur ein paar "langweilige" Löcher. Greenfee ist auch erträglich. Also nichts wie hin...


Reisegolfer-Rating: 7

Royal Cromer

Montag, 17. Mai 2010

Sheringham

Was für ein Golfplatz. Ich hatte bisher einige Berichte gelesen, dass Sheringham unterbewertet ist. Nun weiss ich, warum. Der Platz ist einfach klasse. Tolle Aussichten, eine Menge Herausforderungen und sehr gute, schnelle Grüns. Was will man mehr? Der Club ist "traditional, but not stuffy!". Das trifft es wohl ganz gut. Welcher Club hat sonst Gemälde aus dem Burenkrieg in seiner Umkleidekabine? Und das Greenfee konnte nur bar bezahlt werden. Kreditkarten wurden nur für Artikel aus dem Shop akzeptiert. Einen detaillierten Bericht schreibe ich nach meiner Rückkehr. Zuerst einmal ein paar Bilder für den ersten Eindruck und eine andere Besonderheit des Platzes. Die Eisenbahn mit Dampflok neben dem Platz.

Freitag, 14. Mai 2010

Royal Worlington & Newmarket

Erste Station am Donnerstag war Royal Worlington & Newmarket. Die Platz ist der Heimatplatz der Cambridge University Golf Society. Und das schon ca. 120 Jahre. Den Club kann man wirklich als traditionell bezeichnen. Kein pompöses Clubhaus, alles etwas einfacher gehalten und auch nur ein 9-Loch Platz. Diesen bezeichnen einige Fachjournalisten als besten 9-Loch Platz der Welt. Ob er das ist, kann ich nicht sagen, da ich noch nicht alle 9-Loch Kurse gespielt habe, die es weltweit gibt. Ich gebe mir zwar Mühe, habe aber wohl noch einiges vor mir...





Abschlag der 3 über das Grün der 2

Der Platz wurde von Bernard Darwin als die "sacred nine" bezeichnet. Heilig finde ich etwas übertrieben. Aber ein toller Platz ist es auf alle Fälle. Und der Clubsekretär war klasse. Tolle Begrüßung auf dem Parkplatz. Und er zeigte uns auch alles. Danach hatten wir den Platz fast für uns alleine. Schöner Platz. Gute Mischung aus relativ leichten und schweren Löchern. Interessant und ungewohnt ist, das man oft über ein Grün abschlagen muss. Hatte ich so in der Form bisher selten gesehen. Nach der Runde gab es noch ein Käsesandwich und Small Talk mit Scott, dem Sekretär. Und dann ging es schon weiter Richtung Sheringham. Wo der nächste Schatz auf uns wartete.

Reisegolfer Rating: 5


Grün der 9


Montag, 10. Mai 2010

Norfolk naht

Wenn uns der Eyjafjallojökull (wer hat sich diesen Namen nur ausgedacht?) keinen Strich durch die Rechnung macht, ist der Reisegolfer mit seiner Reisegruppe ab Donnerstag für 6 Tage in Norfolk. Norfolk? Was ist das denn? Der normale Golftourist bereist auf den britischen Inseln Schottland, Irland, vielleicht Merseyside, Cornwall und Devon oder auch Wales. Aber Norfolk? Tja. Die Gegend fehlt mir halt noch. In East Anglia waren wir noch nicht. Und die Region hat auch tolle Plätze zu bieten.

Mal sehen, was wir so schaffen. 5 Plätze möchte ich in den 6 Tagen schon gerne spielen. Weiss der Rest der Truppe nur noch nicht... ;-) Ich werde regelmässig berichten... Drückt uns also die Daumen für den Flug...

P.S.: Diese Reise ist meine (und die meiner Mitreisenden) erste Erfahrung mit Air Berlin. Ehrlich gesagt war es das dann wohl auch für mich mit Air Berlin. Wir sind 4 Reisende aus 2 Richtungen. Und bei allen wurde mindestens ein Flug gecancelt und umgebucht. Dadurch verpassen wir entweder geplante und gebuchte Golfplätze oder wir müssen mitten in der Nacht aufstehen und verlieren einen Urlaubstag. So was ist mir bisher bei Lufthansa (Ja. Bin Stammkunde) noch nicht passiert. Also nächstes Mal wahrscheinlich wieder Lufthansa oder eine andere der günstigeren Fluggesellschaften.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Die Ballspirale

Jeder Golfer kennt die bei einigen Golfclubs am ersten Tee aufgestellten Ballspiralen. Sinn und Zweck der Spirale ist es, für Clubs ohne Startzeitenvergabe die Spielreihenfolge zu organisieren. Meist gelingt dies und mir ist das ganze noch nie negativ aufgefallen. Bis wir letzten Sonntag in Hamm abschlugen...

Arglos standen wir am ersten Abschlag und schauten dem Flight auf der 1 vor uns zu und warteten darauf unsere Runde zu beginnen. Nichts böses ahnend beobachteten wir einen Herren, der vom Clubhaus (oder besser Clubcontainer) auf uns zukam. Cool und ohne mit der Wimper zu zucken legte er seinen Ball in die Spirale. Danach ging er (anscheinend zufrieden mit sich selbst) zurück zu seinem Ursprungspunkt. Kurz bevor wir beginnen wollten, kam dann ein Viererflight (mit dem Ballroller), überholte uns und stellte sich an den Abschlag. Wir waren nur sprachlos. So was dreistes hatten wir noch nicht erlebt. Na ja. Er fühlte sich im Recht. Sein Ball war ja vor uns in der Spirale (wir hatten keinen Ball hineingetan, weil vor unserem ja niemand war). Auf jeden Fall haben wir als gastgeberfreundliche Gäste nicht gemeckert. Man möchte es sich als Gast ja auf keinen Fall mit Mitgliedern verderben. Wir mussten aber trotzdem lachen, als der Ballroller seinen Abschlag in die Wälder schoss... Diese Szene habe ich auch im Bild festgehalten. Und genauso wie "Google Street View" schütze ich natürlich die Privatsphäre und zeige keine Gesichter (leider ist der Flight jetzt kopflos).

Ballroller verzieht trotz perfektem Finish seinen Abschlag in die Bäume

Dienstag, 4. Mai 2010

GC Hamm

Der "Alltag" hatte mich wieder. Nach der schönen Runde in Krefeld ging es am Sonntag nach Hamm. Wir wollten zusammen mit Bekannten aus Dortmund spielen und dies war der Platz, der grad keinen Willy-Schniewind zu Besuch hatte (oder nicht den ganzen Tag). Also hin und spielen.

Loch 9. Schönes Par 3 (kein Dogleg)

Das Wetter sah während der Anfahrt eher mittelprächtig aus (Sonne, Niesel und Starkregen im Wechsel). Aber wir sind ja Optimisten. Als wir ankamen war es auf jeden Fall trocken. Startzeiten gab es nicht und nach einer Begegnung der seltsamen Art am ersten Abschlag ging es los.


Platz ist ok. Auf den ersten 9 Loch musste der Architekt (wahrscheinlich Australier mit Kindheitserinnerungen an Boomerangs) wohl seine Träume in Form von Doglegs ausleben. Klar. Es gab auch Löcher geradeaus. Aber gefühlsmässig waren sogar die Par 3 Doglegs... Zweite Runde war dann anders (wurde wohl auch später gebaut). Die zweiten 9 fand ich persönlich auch besser. Leider konnten wir nur bis Loch 16 spielen. Dann kam Starkregen mit Hagel. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich das Grün in ein Weiss. Da der Regen kurzfristig nicht aufhörte und ein Gewitter dazukam, brachen wir die Runde ab.

Das Weiß der 16...

Platz war also, wie beschrieben, in Ordnung. Aber mit 50 Euro etwas zu teuer für die Leistung.

Reisegolfer-Rating: 3

Und für Interessierte wieder das Fotoalbum:

GC Hamm

Montag, 3. Mai 2010

Krefelder Golfclub

Nach dem Tiefpunkt am Donnerstag gab es am Freitag das genaue Gegenteil. Den Krefelder GC. Historie, Tradition und ein sehr guter Golfplatz. Selbst die Reisegolferin äußerte sich positiv. Und das kommt ja nicht immer vor. Schön war vor allen Dingen, dass wir nach vorherigen Anruf gegen 15.00 Uhr dort ankamen und es war nichts los. Reservieren brauchte man auch nicht "wir vergeben keine Startzeiten!".


Schon der Blick auf das Clubhaus und den Teil des Platzes, den man am Anfang sehen konnte, machte Lust auf mehr. Richtig schön. Ich fühlte mich sofort wohl. Der Platz ist ein klassischer, echter Parklandkurs mit einem abwechslungsreichen Routing. Gebaut wurde der Platz in den 30er Jahren von Karl Hoffmann und Bernhard von Limburger gebaut. Für mich einer der schönsten Parklandplätze, die ich bisher in Deutschland gespielt habe. Die Mischung der Löcher passte (spielbare Par 5, lange Par 4 und meist interessante Par 3 Löcher) und das Clubhaus hatte Stil.


Ich könnte mich jetzt hier groß auslassen und die einzelnen Löcher beschreiben. Lasse dies aber und empfehle jedem, der in der Nähe ist, einfach zu kommen und zu spielen. Kurz gesagt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt dort und hatte viel Freude!

Reisegolfer-Rating: 6 (für die 7 sind die Par 3 leider meist etwas langweilig)

P.S.: Es waren von den bisher in diesem Jahr gespielten Plätzen auch die besten Grüns .

Ein hier noch paar Impressionen:

Krefelder GC

Donnerstag, 29. April 2010

GC Kemnader See

Eine Premiere, was mein Rating betrifft:

Reisegolfer-Rating: 0

Ansonsten lasse ich nur Bilder sprechen:


Ein super gepflegter Bunker

Auch die Abschläge waren toll...

Das längste Par 4

Gut zu findendes Schild (2 Meter neben dem Abschlag)

Eins der schöneren Grüns...

???

Noch ein tolles Grün...

Kleines Grün eines Par 3 neben einer Hauptstrasse...

Immerhin ist es öffentlich (was ich toll finde...)

Montag, 26. April 2010

Sittensen

Am Samstag gab es wieder mal ein Betriebssportturnier. Diesmal im GC Königshof Sittensen. Gelegen nicht weit von der A1 zwischen Bremen und Hamburg. Vor knapp 4 Jahren war ich schon mal hier. Die damalige Turnierrunde war ein Alptraum für mich. Seitdem nie wieder erreichte 15 Nettopunkte (auf 18, nicht auf 9 Loch!!) waren der seitdem nie wieder erreichte negative Höhepunkte meiner Turnierkarriere. Dieses Desaster musste ich nun aus meinem Gedanken bekommen. Wie der Golfer halt so ist, war natürlich der Platz schuld :-) . Und je länger das ganze her war, umso schlimmer wurde der Platz in meiner Erinnerung. Aber man soll jedem eine zweite Chance geben...

Grün Loch 12

Wetter am Wochenende war ja perfekt und der Platz zeigte sich bei diesen Bedingungen auch in besserem Licht. Ich gebe zu, der Platz ist nicht so schlecht. War ok. Ich fand ihn im ganzen etwas flach, aber in Ordnung. Man hatte genug Abwechslung. Die Grüns waren wie fast alle Grüns in deutschen Clubs zur Zeit, also etwas holprig. Turnier war dann auch ok und mein Score von damals konnte mehr als verdoppelt werden. Da das Mannschaftsergebnis auch nicht schlecht war, ging es zufrieden nach Hause. Wer also mal die A1 entlang kommt und seine Schläger dabei hat, sollte ruhig runter von der A1 und hier eine entspannte Runde spielen.

Reisegolfer-Rating: 3

Loch 4

Loch 6

Donnerstag, 22. April 2010

Die 50 besten Golfplätze Deutschlands?

Im neuen GOLFmagazin wurden in der neuen Ausgabe die 50 besten Golfplätze Deutschlands vorgestellt. Ich mag solche Listen ja gerne. Sie geben einem oft gute Hinweise auf mögliche schöne Plätze, die man spielen sollte. Auf den britischen Inseln nutze ich immer eine Liste von Top100Golfcourses. Die ist nicht nur einfach von ein paar Menschen bestimmt, sondern eine Ausarbeitung von allen verfügbaren Rankings plus Lesermeinungen. Da ja die Geschmäcker verschieden sind, kann man es bei diesen Listen nie allen Recht machen. Das nette hier ist, dass Leser hier Kommentare abgeben können (wie bei mygolf, nur besser sortiert) und die Beurteilungen der Leser in Neubewertungen eingehen. Kurzgesagt. Ein Ranking, das nützlich und lesenswert ist.

Mit der Rangliste im GOLFmagazin habe ich das Problem, das ich die Liste zwar gerne nutze (siehe mein Top50 Blog), aber das Punktesystem dort etwas undurchsichtig finde. Die Wahl wird laut Magazin vorgenommen von Clubpräsidenten und Mitgliedern der PGA of Germany. Ich frage mich nur, welche Clubpräsidenten? Und welche Mitglieder der PGA. Haben die alle alle gewählten Plätze gespielt? Oder sind nur die Plätze weit oben, die die meisten gespielt haben? Mich interessiert, was einen Clubpräsidenten dazu prädestiniert, über die besten Plätze Deutschlands mitzuentscheiden? Gibt es Mindestanzahl von Golfplätzen, die man gespielt haben muss, um mitzumachen? So, jetzt habe ich meine Gedanken niedergeschrieben. Vielleicht bekomme ich ja irgendwann eine Antwort. Bis dahin mache ich weiter mit meinem eigenen Ranking...

Montag, 19. April 2010

Golf-und Landclub Bad Salzuflen

Um es vorweg zu nehmen. Ich habe einen neuen Freund gefunden. Es ist der Platz des GLC Bad Salzuflen. Ein richtig schöner Parklandplatz mit Historie. Ich mag so was ja sehr. Mit seiner Gründung 1956 gehört er zu den älteren Golfclubs in der grösseren Umgebung. Wenn ich ehrlich bin, wirkte der Club auch etwas älter (was hier nicht negativ gemeint ist). Vielleicht ist traditionell das bessere Wort. Einer von den Clubs, die nicht wirklich auf Greenfee-Gäste angewiesen sind.

Loch 4. Enges Par 4

Nun aber zum Platz. Schon die Anfahrt durch den Wald ließ darauf schliessen, dass ich heute etwas rauf und runter laufen musste. Nun ja. Das ist zwar optisch immer schön und bietet golferische Herausforderungen, ist aber immer eine Tortour für meine Knie. Sekretariat war zu, Kohle in den Umschlag, Umschlag in den Vertrauenskasten, Ball in die Spirale und nach etwas warten ging es los. Am Abschlag kam dann ein netter junger Mann aus der Herrenmannschaft dazu. Ich hoffe nur, er hat sich bei meinen Gegurke nicht zu sehr gelangweilt... Aber dann ging es endlich los.

Loch 6. Blick zurück (Berg u. Talfahrt...)

Die ersten 9 sind klassisches Parkland durch den Wald (1-6) und etwas offenere Berg und Talfahrt im letzten Drittel. War richtig schön. Wir hatten ja auch wahnsinniges Glück mit dem Wetter. War die erste Runde im Polo dieses Jahr. Nach der Beschreibung unseres Begleiters wird der Platz richtig schwierig, wenn die Grüns kurz gemäht sind. Kann ich mir vorstellen. Einige der Grüns waren gut onduliert. Es hat bis zum 9. Grün gedauert, bis ich endlich mein erstes Par gespielt habe. Zu viele 3-Putts... Die ersten 9 sollen übrigens von Bernhard von Limburger gebaut worden sein. Kann ich aber nicht bestätigen, da die Info von der Website keines der angesprochenen Mitglieder beantworten konnte.

Loch 15. Nettes Par 3 mit "Insel"

Die zweiten 9 waren dann ganz anders. Es fing damit an, dass mit einem Male ganz andere Spieler vor uns waren und wir eine grosse Duftwolke überholen mussten (Dame im gesetzten Alter, die in ein Parfumfass gefallen sein musste). Mit einem Male hatten wir nun Druck von hinten und vorne mussten wir immer warten. Aber das Wetter war ja klasse und wir hatten keine anderen Termine. Es ging wieder rauf und runter. Nur dass dieses Mal weniger Bäume den Slicer störten... Hatte halt einen ganz anderen Charakter, die zweite Hälfte. Auch Wasser war nun öfter mal im Weg. Zum Abschluss gibt es dann ein nettes Par über einen Teich mit Fontäne Richtung Clubhaus. Hübsch!

Fazit. Toller Platz. Nettes Clubhaus. Etwas zu hohes Greenfee. Hat aber trotzdem viel Spass gemacht.

Reisegolfer-Rating: 6

Bad Salzuflen

Samstag, 17. April 2010

GC Münsterland

Letztes Jahr habe ich es schon zweimal erfolglos versucht. Bei beiden Versuchen regnete es "Katzen und Hunde" und ich habe verzichtet. Dieses Mal passten die Wetteraussichten und der Anruf beim Club versprach eine Spielmöglichkeit.

Der GC Münsterland liegt im Bagno-Park in Burgsteinfurt. Mit seiner Gründung im Jahre 1950 kann man ihn zu den älteren Golfclubs in Deutschland zählen. Der 9-Loch Platz im Schlosspark des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt ist durch seine Lage ein echter Parklandkurs. Bäume kommen hier oft ins Spiel. Highlight ist das Loch 3. Ein Par 5, welches sich in Richtung des Schlosses dort spielt. Hübsch. Die Löcher um das Clubhaus herum (1, 7-9) sind auch nett angelegt.

Grün der 9, Abschlag 1 und Clubhaus

Lowlight war die Unflexibilität in Bezug auf das Greenfee. Man hatte nur das Tagesgreenfee von € 35,- für mich im Angebot. 9-Loch Greenfee gibt es auch. Aber nur für Mitglieder des Greenfeeverbands Münsterland. In dem ich natürlich kein Mitglied bin. Die Grüns waren teilweise katastrophal. Aber das geht nach diesem Winter wohl vielen Clubs so. Die werden sicher noch vernünftig in den nächsten Wochen. Interessant war auch der rote Regenschirm am Grün der 7. Man hat dort anscheinend Probleme mit Krähen. Zusätzlich wacht dort eine Krähenattrappe.

Das Grün der 6 (das wird sicher noch)

Fazit: Wenn man einigermassen grade spielt, ist der Platz nicht zu schwer zu spielen. Der Park ist hübsch und auf der Terrasse kann man sich im Sommer sicher wohlfühlen. Ist also ganz in Ordnung. Ein paar nette Bilder gibt es noch unten im Album.

Reisegolfer-Rating: 3

GC Münsterland

Mittwoch, 14. April 2010

Bewertung Balmer See Blau

Für die, die es interessiert, ich habe in meinem Top 50 Blog eine Bewertung für den Kurs Blau am Balmer See erstellt...

Ansonsten ruhen die neu zu erkundenden Plätze erstmal bis Freitag. Ich versuche dann einen 9 Loch Platz bei Steinfurt zu "erobern". Vielleicht ist ja ein Leser in der Nähe und hat gegen 14.00 Uhr Lust und Zeit auf 9 Loch mit mir dort. E-Mail an mich reicht.

Freitag, 9. April 2010

Schnee auf der 12

Ostersamstag entdeckten wir doch tatsächlich noch Schnee auf dem Golfplatz auf Usedom... direkt hinter dem Grün.


Das dazugehörende Loch sah übrigens so aus:

Mittwoch, 7. April 2010

Balmer See

Nachdem wir auf der Hinfahrt das beschriebene Tessin besucht hatten, ging es nun über die Ostertage in das Ressort Balmer See am Achterwasser auf Usedom. Ich war 2006 schon einmal dort. Aber damals hatte man dort noch 3 x 9 Loch. Heute sind dort 2 mal 18 Loch und ein Beginnerkurs über 9 Loch. Das ganze war ein Angebot mit 3 Nächten, Frühstück, Abendessen und einer Wellnessanwendung. Unsere Gruppe bestand aus 18 Leuten und einem Baby. Grob also der halbe Golfclub.


Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück. Freitag und Samstag blauer Himmel und Sonnenschein und am Sonntag war es trocken. Was will man mehr? Geplant war eigentlich, dass wir zweimal den blauen Kurs spielen. Gefiel mir aber nicht so. Zweimal den selben Platz, wenn der andere Platz direkt daneben liegt? Das geht nicht. Als wir dann am zweiten Tag wieder auf blau abschlagen sollten und gelb frei war (niemand zu sehen), wechselten wir spontan den Abschlag. War eine gute Entscheidung. Der gelbe Platz ist einiges kürzer und auch etwas einfacher. Aber trotzdem nicht schlecht. Und ich konnte wieder einen neuen Platz spielen :-).

Fazit: Wochenende war schön, Plätze waren in überraschend guten Zustand, Mitfahrer waren gut drauf und das Wetter entgegen den Vorhersagen anständig.

Reisegolfer-Rating gelb: 4

Reisegolfer-Rating blau: 6

Sonntag, 4. April 2010

GC Tessin

Nicht in der Schweiz, sondern in Mecklenburg ist dieser Golfclub. Bei der Eingabe in das Navi sah ich, dass es sehr viele Tessins hier im Norden gibt. War mir auch neu. Aber zurück zum Golf. Der 9-Loch Kurs des GC Tessin liegt in der Nähe der A 20 und grob in der Nähe von Rostock.

Grün Loch 2

Auf meinen Radarschirm kam der Platz, weil er von meinem Bloggerkollegen von Golfen in MV empfohlen wurde. Die Ostertage wollten wir auf Usedom verbringen und da lag Tessin auf dem Weg. Wir einfach hin und gefragt, ob wir eine Runde spielen können. Es lief grad ein Karfreitagsturnier und wir passten ganz gut dazwischen. Ist ja nicht immer so einfach in ein Turnier zu rutschen auf einem 9-Loch Platz. Aber ging ganz gut. Das Greenfee hatte den horrenden Preis von € 10,-. Kostet sonst wohl mehr. Aber aufgrund von angeblicher Feuchtigkeit gab es Rabatt. Die Feuchtigkeit haben wir dann zum Glück kaum gefunden...

Blick auf das Grün der 3

Wir starteten bei schönstem Sonnenschein auf dem etwas langweiligen Loch 1. Ab Loch 2 wurde es dann aber interessanter. Dogleg Par 5, bei dem man das Ziel nicht immer einsehen konnte (der ganze Platz hat übrigens sehr viele "blinde" Löcher). Und am Ende dann ein nettes Grün, welches von Frontwasser geschützt wurde. Loch 3 war dann ein hübsch anzusehendes Par 3 im Wald mit Wasser vorne rechts. Loch 4-6 waren ok und Loch 7 war dann wieder interessant. Kurz und der zweite Schlag über einen tiefen Graben zum Grün (von dem man auch wieder nur die Fahne sah...). Langer Abschlag bringt hier nichts. Präzision ist gefragt. 8 und 9 waren dann wieder ok. Und dann waren die 9 Loch auch schon zu Ende. Clubhaus war niedlich und die Leute dort waren sehr nett. Ich kann den Platz empfehlen, wenn man auf der Durchreise ist. Ist im Sommer sicher noch schöner, wenn alles grün ist.

Reisegolfer-Rating: 3

P.S.: Für den Insider: Auch nach 3 Tagen macht mein Körper noch mit...

Donnerstag, 1. April 2010

Vorfreude

Morgen früh geht es los. 4 Tage über Ostern Richtung Usedom. Ich versuche, 4 Plätze zu spielen. Wenn das nicht klappt, würde ich auch mit 3 leben können.

Die Schläger sind geputzt und der Regenschirm auf undichte Stellen überprüft. Drückt mir also die Daumen, dass es trotzdem trocken bleibt. Dass wir keinen Hitzekoller bekommen, ist mir schon klar. Ab morgen Abend also wieder Berichte von neuen Eroberungen.

Schöne Ostern