Montag, 3. Mai 2010

Krefelder Golfclub

Nach dem Tiefpunkt am Donnerstag gab es am Freitag das genaue Gegenteil. Den Krefelder GC. Historie, Tradition und ein sehr guter Golfplatz. Selbst die Reisegolferin äußerte sich positiv. Und das kommt ja nicht immer vor. Schön war vor allen Dingen, dass wir nach vorherigen Anruf gegen 15.00 Uhr dort ankamen und es war nichts los. Reservieren brauchte man auch nicht "wir vergeben keine Startzeiten!".


Schon der Blick auf das Clubhaus und den Teil des Platzes, den man am Anfang sehen konnte, machte Lust auf mehr. Richtig schön. Ich fühlte mich sofort wohl. Der Platz ist ein klassischer, echter Parklandkurs mit einem abwechslungsreichen Routing. Gebaut wurde der Platz in den 30er Jahren von Karl Hoffmann und Bernhard von Limburger gebaut. Für mich einer der schönsten Parklandplätze, die ich bisher in Deutschland gespielt habe. Die Mischung der Löcher passte (spielbare Par 5, lange Par 4 und meist interessante Par 3 Löcher) und das Clubhaus hatte Stil.


Ich könnte mich jetzt hier groß auslassen und die einzelnen Löcher beschreiben. Lasse dies aber und empfehle jedem, der in der Nähe ist, einfach zu kommen und zu spielen. Kurz gesagt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt dort und hatte viel Freude!

Reisegolfer-Rating: 6 (für die 7 sind die Par 3 leider meist etwas langweilig)

P.S.: Es waren von den bisher in diesem Jahr gespielten Plätzen auch die besten Grüns .

Ein hier noch paar Impressionen:

Krefelder GC

Donnerstag, 29. April 2010

GC Kemnader See

Eine Premiere, was mein Rating betrifft:

Reisegolfer-Rating: 0

Ansonsten lasse ich nur Bilder sprechen:


Ein super gepflegter Bunker

Auch die Abschläge waren toll...

Das längste Par 4

Gut zu findendes Schild (2 Meter neben dem Abschlag)

Eins der schöneren Grüns...

???

Noch ein tolles Grün...

Kleines Grün eines Par 3 neben einer Hauptstrasse...

Immerhin ist es öffentlich (was ich toll finde...)

Montag, 26. April 2010

Sittensen

Am Samstag gab es wieder mal ein Betriebssportturnier. Diesmal im GC Königshof Sittensen. Gelegen nicht weit von der A1 zwischen Bremen und Hamburg. Vor knapp 4 Jahren war ich schon mal hier. Die damalige Turnierrunde war ein Alptraum für mich. Seitdem nie wieder erreichte 15 Nettopunkte (auf 18, nicht auf 9 Loch!!) waren der seitdem nie wieder erreichte negative Höhepunkte meiner Turnierkarriere. Dieses Desaster musste ich nun aus meinem Gedanken bekommen. Wie der Golfer halt so ist, war natürlich der Platz schuld :-) . Und je länger das ganze her war, umso schlimmer wurde der Platz in meiner Erinnerung. Aber man soll jedem eine zweite Chance geben...

Grün Loch 12

Wetter am Wochenende war ja perfekt und der Platz zeigte sich bei diesen Bedingungen auch in besserem Licht. Ich gebe zu, der Platz ist nicht so schlecht. War ok. Ich fand ihn im ganzen etwas flach, aber in Ordnung. Man hatte genug Abwechslung. Die Grüns waren wie fast alle Grüns in deutschen Clubs zur Zeit, also etwas holprig. Turnier war dann auch ok und mein Score von damals konnte mehr als verdoppelt werden. Da das Mannschaftsergebnis auch nicht schlecht war, ging es zufrieden nach Hause. Wer also mal die A1 entlang kommt und seine Schläger dabei hat, sollte ruhig runter von der A1 und hier eine entspannte Runde spielen.

Reisegolfer-Rating: 3

Loch 4

Loch 6

Donnerstag, 22. April 2010

Die 50 besten Golfplätze Deutschlands?

Im neuen GOLFmagazin wurden in der neuen Ausgabe die 50 besten Golfplätze Deutschlands vorgestellt. Ich mag solche Listen ja gerne. Sie geben einem oft gute Hinweise auf mögliche schöne Plätze, die man spielen sollte. Auf den britischen Inseln nutze ich immer eine Liste von Top100Golfcourses. Die ist nicht nur einfach von ein paar Menschen bestimmt, sondern eine Ausarbeitung von allen verfügbaren Rankings plus Lesermeinungen. Da ja die Geschmäcker verschieden sind, kann man es bei diesen Listen nie allen Recht machen. Das nette hier ist, dass Leser hier Kommentare abgeben können (wie bei mygolf, nur besser sortiert) und die Beurteilungen der Leser in Neubewertungen eingehen. Kurzgesagt. Ein Ranking, das nützlich und lesenswert ist.

Mit der Rangliste im GOLFmagazin habe ich das Problem, das ich die Liste zwar gerne nutze (siehe mein Top50 Blog), aber das Punktesystem dort etwas undurchsichtig finde. Die Wahl wird laut Magazin vorgenommen von Clubpräsidenten und Mitgliedern der PGA of Germany. Ich frage mich nur, welche Clubpräsidenten? Und welche Mitglieder der PGA. Haben die alle alle gewählten Plätze gespielt? Oder sind nur die Plätze weit oben, die die meisten gespielt haben? Mich interessiert, was einen Clubpräsidenten dazu prädestiniert, über die besten Plätze Deutschlands mitzuentscheiden? Gibt es Mindestanzahl von Golfplätzen, die man gespielt haben muss, um mitzumachen? So, jetzt habe ich meine Gedanken niedergeschrieben. Vielleicht bekomme ich ja irgendwann eine Antwort. Bis dahin mache ich weiter mit meinem eigenen Ranking...

Montag, 19. April 2010

Golf-und Landclub Bad Salzuflen

Um es vorweg zu nehmen. Ich habe einen neuen Freund gefunden. Es ist der Platz des GLC Bad Salzuflen. Ein richtig schöner Parklandplatz mit Historie. Ich mag so was ja sehr. Mit seiner Gründung 1956 gehört er zu den älteren Golfclubs in der grösseren Umgebung. Wenn ich ehrlich bin, wirkte der Club auch etwas älter (was hier nicht negativ gemeint ist). Vielleicht ist traditionell das bessere Wort. Einer von den Clubs, die nicht wirklich auf Greenfee-Gäste angewiesen sind.

Loch 4. Enges Par 4

Nun aber zum Platz. Schon die Anfahrt durch den Wald ließ darauf schliessen, dass ich heute etwas rauf und runter laufen musste. Nun ja. Das ist zwar optisch immer schön und bietet golferische Herausforderungen, ist aber immer eine Tortour für meine Knie. Sekretariat war zu, Kohle in den Umschlag, Umschlag in den Vertrauenskasten, Ball in die Spirale und nach etwas warten ging es los. Am Abschlag kam dann ein netter junger Mann aus der Herrenmannschaft dazu. Ich hoffe nur, er hat sich bei meinen Gegurke nicht zu sehr gelangweilt... Aber dann ging es endlich los.

Loch 6. Blick zurück (Berg u. Talfahrt...)

Die ersten 9 sind klassisches Parkland durch den Wald (1-6) und etwas offenere Berg und Talfahrt im letzten Drittel. War richtig schön. Wir hatten ja auch wahnsinniges Glück mit dem Wetter. War die erste Runde im Polo dieses Jahr. Nach der Beschreibung unseres Begleiters wird der Platz richtig schwierig, wenn die Grüns kurz gemäht sind. Kann ich mir vorstellen. Einige der Grüns waren gut onduliert. Es hat bis zum 9. Grün gedauert, bis ich endlich mein erstes Par gespielt habe. Zu viele 3-Putts... Die ersten 9 sollen übrigens von Bernhard von Limburger gebaut worden sein. Kann ich aber nicht bestätigen, da die Info von der Website keines der angesprochenen Mitglieder beantworten konnte.

Loch 15. Nettes Par 3 mit "Insel"

Die zweiten 9 waren dann ganz anders. Es fing damit an, dass mit einem Male ganz andere Spieler vor uns waren und wir eine grosse Duftwolke überholen mussten (Dame im gesetzten Alter, die in ein Parfumfass gefallen sein musste). Mit einem Male hatten wir nun Druck von hinten und vorne mussten wir immer warten. Aber das Wetter war ja klasse und wir hatten keine anderen Termine. Es ging wieder rauf und runter. Nur dass dieses Mal weniger Bäume den Slicer störten... Hatte halt einen ganz anderen Charakter, die zweite Hälfte. Auch Wasser war nun öfter mal im Weg. Zum Abschluss gibt es dann ein nettes Par über einen Teich mit Fontäne Richtung Clubhaus. Hübsch!

Fazit. Toller Platz. Nettes Clubhaus. Etwas zu hohes Greenfee. Hat aber trotzdem viel Spass gemacht.

Reisegolfer-Rating: 6

Bad Salzuflen

Samstag, 17. April 2010

GC Münsterland

Letztes Jahr habe ich es schon zweimal erfolglos versucht. Bei beiden Versuchen regnete es "Katzen und Hunde" und ich habe verzichtet. Dieses Mal passten die Wetteraussichten und der Anruf beim Club versprach eine Spielmöglichkeit.

Der GC Münsterland liegt im Bagno-Park in Burgsteinfurt. Mit seiner Gründung im Jahre 1950 kann man ihn zu den älteren Golfclubs in Deutschland zählen. Der 9-Loch Platz im Schlosspark des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt ist durch seine Lage ein echter Parklandkurs. Bäume kommen hier oft ins Spiel. Highlight ist das Loch 3. Ein Par 5, welches sich in Richtung des Schlosses dort spielt. Hübsch. Die Löcher um das Clubhaus herum (1, 7-9) sind auch nett angelegt.

Grün der 9, Abschlag 1 und Clubhaus

Lowlight war die Unflexibilität in Bezug auf das Greenfee. Man hatte nur das Tagesgreenfee von € 35,- für mich im Angebot. 9-Loch Greenfee gibt es auch. Aber nur für Mitglieder des Greenfeeverbands Münsterland. In dem ich natürlich kein Mitglied bin. Die Grüns waren teilweise katastrophal. Aber das geht nach diesem Winter wohl vielen Clubs so. Die werden sicher noch vernünftig in den nächsten Wochen. Interessant war auch der rote Regenschirm am Grün der 7. Man hat dort anscheinend Probleme mit Krähen. Zusätzlich wacht dort eine Krähenattrappe.

Das Grün der 6 (das wird sicher noch)

Fazit: Wenn man einigermassen grade spielt, ist der Platz nicht zu schwer zu spielen. Der Park ist hübsch und auf der Terrasse kann man sich im Sommer sicher wohlfühlen. Ist also ganz in Ordnung. Ein paar nette Bilder gibt es noch unten im Album.

Reisegolfer-Rating: 3

GC Münsterland

Mittwoch, 14. April 2010

Bewertung Balmer See Blau

Für die, die es interessiert, ich habe in meinem Top 50 Blog eine Bewertung für den Kurs Blau am Balmer See erstellt...

Ansonsten ruhen die neu zu erkundenden Plätze erstmal bis Freitag. Ich versuche dann einen 9 Loch Platz bei Steinfurt zu "erobern". Vielleicht ist ja ein Leser in der Nähe und hat gegen 14.00 Uhr Lust und Zeit auf 9 Loch mit mir dort. E-Mail an mich reicht.

Freitag, 9. April 2010

Schnee auf der 12

Ostersamstag entdeckten wir doch tatsächlich noch Schnee auf dem Golfplatz auf Usedom... direkt hinter dem Grün.


Das dazugehörende Loch sah übrigens so aus:

Mittwoch, 7. April 2010

Balmer See

Nachdem wir auf der Hinfahrt das beschriebene Tessin besucht hatten, ging es nun über die Ostertage in das Ressort Balmer See am Achterwasser auf Usedom. Ich war 2006 schon einmal dort. Aber damals hatte man dort noch 3 x 9 Loch. Heute sind dort 2 mal 18 Loch und ein Beginnerkurs über 9 Loch. Das ganze war ein Angebot mit 3 Nächten, Frühstück, Abendessen und einer Wellnessanwendung. Unsere Gruppe bestand aus 18 Leuten und einem Baby. Grob also der halbe Golfclub.


Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück. Freitag und Samstag blauer Himmel und Sonnenschein und am Sonntag war es trocken. Was will man mehr? Geplant war eigentlich, dass wir zweimal den blauen Kurs spielen. Gefiel mir aber nicht so. Zweimal den selben Platz, wenn der andere Platz direkt daneben liegt? Das geht nicht. Als wir dann am zweiten Tag wieder auf blau abschlagen sollten und gelb frei war (niemand zu sehen), wechselten wir spontan den Abschlag. War eine gute Entscheidung. Der gelbe Platz ist einiges kürzer und auch etwas einfacher. Aber trotzdem nicht schlecht. Und ich konnte wieder einen neuen Platz spielen :-).

Fazit: Wochenende war schön, Plätze waren in überraschend guten Zustand, Mitfahrer waren gut drauf und das Wetter entgegen den Vorhersagen anständig.

Reisegolfer-Rating gelb: 4

Reisegolfer-Rating blau: 6

Sonntag, 4. April 2010

GC Tessin

Nicht in der Schweiz, sondern in Mecklenburg ist dieser Golfclub. Bei der Eingabe in das Navi sah ich, dass es sehr viele Tessins hier im Norden gibt. War mir auch neu. Aber zurück zum Golf. Der 9-Loch Kurs des GC Tessin liegt in der Nähe der A 20 und grob in der Nähe von Rostock.

Grün Loch 2

Auf meinen Radarschirm kam der Platz, weil er von meinem Bloggerkollegen von Golfen in MV empfohlen wurde. Die Ostertage wollten wir auf Usedom verbringen und da lag Tessin auf dem Weg. Wir einfach hin und gefragt, ob wir eine Runde spielen können. Es lief grad ein Karfreitagsturnier und wir passten ganz gut dazwischen. Ist ja nicht immer so einfach in ein Turnier zu rutschen auf einem 9-Loch Platz. Aber ging ganz gut. Das Greenfee hatte den horrenden Preis von € 10,-. Kostet sonst wohl mehr. Aber aufgrund von angeblicher Feuchtigkeit gab es Rabatt. Die Feuchtigkeit haben wir dann zum Glück kaum gefunden...

Blick auf das Grün der 3

Wir starteten bei schönstem Sonnenschein auf dem etwas langweiligen Loch 1. Ab Loch 2 wurde es dann aber interessanter. Dogleg Par 5, bei dem man das Ziel nicht immer einsehen konnte (der ganze Platz hat übrigens sehr viele "blinde" Löcher). Und am Ende dann ein nettes Grün, welches von Frontwasser geschützt wurde. Loch 3 war dann ein hübsch anzusehendes Par 3 im Wald mit Wasser vorne rechts. Loch 4-6 waren ok und Loch 7 war dann wieder interessant. Kurz und der zweite Schlag über einen tiefen Graben zum Grün (von dem man auch wieder nur die Fahne sah...). Langer Abschlag bringt hier nichts. Präzision ist gefragt. 8 und 9 waren dann wieder ok. Und dann waren die 9 Loch auch schon zu Ende. Clubhaus war niedlich und die Leute dort waren sehr nett. Ich kann den Platz empfehlen, wenn man auf der Durchreise ist. Ist im Sommer sicher noch schöner, wenn alles grün ist.

Reisegolfer-Rating: 3

P.S.: Für den Insider: Auch nach 3 Tagen macht mein Körper noch mit...

Donnerstag, 1. April 2010

Vorfreude

Morgen früh geht es los. 4 Tage über Ostern Richtung Usedom. Ich versuche, 4 Plätze zu spielen. Wenn das nicht klappt, würde ich auch mit 3 leben können.

Die Schläger sind geputzt und der Regenschirm auf undichte Stellen überprüft. Drückt mir also die Daumen, dass es trotzdem trocken bleibt. Dass wir keinen Hitzekoller bekommen, ist mir schon klar. Ab morgen Abend also wieder Berichte von neuen Eroberungen.

Schöne Ostern

Sonntag, 21. März 2010

GC Curau Ostplatz

Lange wird es diesen Platz nicht mehr geben, da im Laufe diesen Jahres der Umbau auf 18 Loch abgeschlossen wird und damit 3 der derzeitigen 9 Loch des kürzeren Ostplatzes in dem neuen Meisterschaftsplatz aufgehen.


In meiner Erinnerung wird der Platz wegen des Zustands bleiben. Nach dem langen Winter war es der erste Platz für mich. Das Gelände des Platzes ist auf Lehmboden. Wie die Dame in Sekretäriat sagte: "lehmiger Lehmboden". Dementsprechend sah der Platz auch aus. Die Grüns waren auch nicht so toll. Aber dafür kann dort keiner was. War halt ein langer Winter. Der Platz an sich war vom Layout her in Ordnung für einen Kurzplatz. Irgendwann komme ich mal zu wärmeren Zeiten wieder und spiele dann den neuen Meisterschaftsplatz. Bis dahin muss ich für den Ostplatz (den es so nicht mehr lange gibt) sagen:

Reisegolfer-Rating: 1


Sonntag, 7. März 2010

Der Anfang ist gemacht!

Nach dem Schneeschock von Freitagnacht haben wir uns heute aufgerafft, endlich mal wieder auf die Range zu gehen. Der Anfang wäre also gemacht. Den Schwung habe ich auf jeden Fall noch nicht vergessen (auch wenn er natürlich nicht schulbuchmässig aussieht). ;-)

Dann müssen wir nur noch hoffen, das der Schnee nun endlich wieder schmilzt und wir wieder richtig spielen können. Die nächste (kleine) Reise ist ja schon wieder in 2 Wochen.


Samstag, 27. Februar 2010

Hansegolf 2010

So. Nach einem kleinem Festplattencrash ;-((( komme ich nun dazu, meine Eindrücke von der Hansegolf kurz zu beschreiben.

Eigentlich finde ich die Messe nicht so toll. Man geht seine Runde, wartet bei den Schnäppchenständen auf seine Liebste, die gerne shoppt (ok, manchmal findet man ja was), nimmt an ein paar Gewinnspielen teil (und gibt wieder seinen E-Mail Eingangskorb für noch mehr Werbung frei), bleibt manchmal bei Touristikständen stehen und das war es dann mehr oder weniger.

Aber lohnt sich dafür der (ermässigte) Eintritt? Na ja. Es ist Winter, man kann nicht spielen und man trifft dort den halben Golfclub. Also geht man nächstes Jahr wohl wieder hin. Aber ehrlich gesagt würde ich ohne die vielen Bekannten, die ich dort treffe, wohl nicht kommen.

Freitag, 12. Februar 2010

Endlich Frühling

Man sieht schon die Rehe auf den Wiesen....
Es kann nicht mehr lange dauern!



So. Ich fahre jetzt eine Woche in die Berge. Und wenn ich wiederkommen, ist hier im Norden der Schnee weg. Und ich kann wieder spielen. Ich kann mich nicht mehr ewig mit schönen Erinnerungen motivieren...

Montag, 1. Februar 2010

WWW / West Hill

Heute geht es um den letzten der drei "W" Plätze. West Hill! Rein subjektiv und vollkommen voreingenommen ist dies mein Lieblingsplatz der drei Heidelandschätzchen. Es war der erste der drei, den ich gespielt habe und die Bedingungen an dem Tag waren perfekt. Vielleicht liegt es daran. Aber weg von meiner Meinung hin zu den Fakten des Platzes.

Der Club wurde 1909 auf Betreiben von Mrs. Marguerite Lubbock gegründet. Damals waren Damen bei den Clubs in der Umgebung nicht als Mitglieder zugelassen. Also gründete die Dame (mit Unterstützung ihres Ehemanns Geoffrey) kurzerhand einen eigenen Club, in dem auch Damen Mitglieder sein durften. Der erste Pro im Club, Cuthbert Butchart, entwarf 1910 auch den Platz. Dafür, dass er davor und danach nie wieder einen Golfplatz baute, hat er hervorragende Arbeit geleistet. Von den drei W-Clubs ist dies der anspruchsvollste. Zugleich bietet er auch was fürs Auge. Im August wird man förmlich erschlagen von der blühenden Heide, die den ganzen Platz einnimmt.

Der Kurs ist mit knapp 6400 yards recht kurz. Dafür ist er aber auch nur ein Par 69 (für Herren von Weiss). Der SSS von 71 sagt hier eine Menge über die Schwierigkeit des Platzes aus. Er hat auch nur 2 Par 5 Löcher. Die Herausforderung sind hier die langen Par 4 Löcher. Diese sind entweder recht eng, oder mit netten Hindernissen wie Bächen, Bunkern oder Heidefeldern ausgelegt. Es ist für mich schwierig, zu sagen, welche Löcher am besten sind. Ich fand fast alle toll. Etwas hervorstehend waren für mich auf jeden Fall die Par 3 Löcher. Die waren alle klasse. Loch 15 wurde mal von Sir Henry Cotton als bestes kurzes (212 yards) Loch in Grossbritannien bezeichnet. Ob ich soweit gehen würde, weiss ich nicht, aber es war ein klasse Par 3 und ich war froh über meinen Bogey. Zudem waren wir etwas abgelenkt, weil ein Reh beim Grün war, als wir schlagen wollten... Ach ja. Für Damen ist der Platz übrigens ein Par 74 (!!). Das gibt es meines Wissens so auch nicht in Deutschland.

So. Nun zum Fazit. Alle 3 beschriebenen Plätze sind klasse. Einfach tolle Golfplätze. Und so nah beieinander! Plant also mal als Alternative zu der Golfreise nach Schottland einen Trip in die Region westlich von London. West Hill hat (wie auch Woking) eine günstige Twilight Rate von 40 Pfund ab 15.00 Uhr BST. Und das ist wirklich ein Schnäppchen für so einen Platz. Für die mehr visuell gesteuerten Leser gibt es natürlich wieder ein paar Fotos (Link anklicken und dann auf "Diashow" drücken). Viel Spass. Falls mal jemand Tips für einen Trip in die Region möchte, schreibt mir einfach eine Mail. Ich antworte immer kurzfristig.
West Hill

Mittwoch, 20. Januar 2010

Winter in Moorfleet

Es ist wärmer geworden. In Bochum erinnern sich nur noch Personen mit gutem Langzeitgedächtnis daran, dass hier noch vor kurzem Schnee lag. In Hamburg hatten wir noch etwas länger Schnee. Da habe ich am Montag mal die Gelegenheit genutzt, mir meine Kamera geschnappt und bin zu meinem Heimatclub. Die Sonne schien und es war noch alles schön weiß. Eindrücke siehe unten:






Dienstag, 19. Januar 2010

WWW / Worplesdon

Heute geht es um den zweiten der glorreichen drei Heidelandplätze im Südwesten von London. Worplesdon. Der Club wurde 1908 gegründet. Der Platz wurde von J.F. Abercromby designed. Abercromby gilt als einer der grossen Golfplatzarchitekten der "Goldenen Jahre" des Golfplatzbaus. Worplesdon war sein erster Platz. Später kamen Plätze wir z.B. "The Addington" dazu.

Wenn man auf das Clubhaus zukommt und hineingeht, hat man sofort das Gefühl, in einem klassischen englischen Golfclub zu sein. In der Lobby erblickt man schnell die alten, hölzernen Ehrentafeln mit Siegern aus lange vergangenen Jahrzehnten. Berühmt ist Worplesdon für seinen jährlich stattfindenden Mixed Foursome. Hier gaben sich in der Vergangenheit die besten britischen Amateurgolfer die Klinke in die Hand. Am erfolgreichsten war hier Joyce Wethered. Die erfolgreichste britische Amateurgolferin aller Zeiten hat hier acht Mal mit sieben verschiedenen Spielpartnern gewonnen! Nicht schlecht.

Der Platz ist, wie fast alle Kurse in dem Sandgürtel westlich von London, Parkland mit Heide und vielen Bäumen. Er ist vor allem von älteren Mitgliedern geschätzt. Weil man hier (im Vergleich zu Woking und West Hill) nicht so grosse Abstände zum Fairway überwinden muss und die Fairways meist angenehm breit sind. Ungewöhnlich ist, dass man von der Clubhausterrasse nicht auf Loch 18, sondern auf Loch 4 schaut. Loch 18 endet zwar auch beim Clubhaus, ist aber etwas höher als das dieses gelegen. Vom Grün aus sieht man nur das Dach. Das einzige, was ich am Design etwas seltsam fand, war, dass ein Teil des Platzes durch eine Art kleinere Bundesstrasse vom Rest des Platzes getrennt war. Die Bagshot Road war anscheinend schon immer da.

Der Platz bietet sehr gute und herausfordernde Par 3 Löcher (die 4, die 10 und die 13). Aber auch der Rest ist sehr schön angelegt. Mir gefielen die 5 (langes Par 4 mit Dogleg nach Rechts), die 8 (nettes Par 4 mit erhöhtem Grün, welches man beim ersten Versuch treffen sollte), die 11 (tolles Par 5) und die 18 (längeres Par 4 mit einem durch eine lange Reihe Bunker geschütztem Grün) sehr gut. Eigentlich war aber, wenn ich so darüber nachdenke, der ganze Platz toll. Also hin und spielen.

Greenfee für 18 Loch in der Woche (Wochenende nur mit Member): 75 Pfund

Leider gibt es hier keine Twilight Rate, wie in Woking oder West Hill. Aber der Platz ist das (recht hohe) Greenfee wert. Wer irgendwann sagen möchte, dass er die besten Heidelandplätze Europas gespielt hat, der muss hier gespielt haben. Am besten zusammen mit seinen beiden Nachbarn Woking und West Hill. Für den ersten Eindruck von Worplesdon sollte man einen Blick auf die Homepage des Clubs werfen oder meine Foto's von damals anschauen.

Worplesdon

Montag, 11. Januar 2010

WWW / Woking

Nein. Ich schreibe keinen Bericht über das World Wide Web. Dafür aber über 3 tolle Golfplätze (Clubs) südwestlich von London, die

a) alle mit dem Buchstaben "W" beginnen,
b) man alle mal gespielt haben sollte und die
c) teils auch golfgeschichtliche Bedeutung haben.

Es handelt sich um Woking, West Hill und Worplesdon. In britischen Golferkreisen auch "The trinity of heathland courses" genannt. Alle drei liegen nebeneinander. Jeder kann theoretisch dem anderen einen Ball auf das Gelände schlagen. Ist aber etwas schwerer wegen des Waldes, in dem sich alle Plätze befinden. Hauptsächlich eint die drei Plätze aber der sandige Untergrund. Das Heideland. Und alle drei repräsentieren sehr gut das charmante Old England. Vor allem was Golf betrifft. Ich werde jetzt der Reihe nach die Kurse beschreiben. Begonnen wird heute mit:

Woking

Der Club wurde 1893 von einer Gruppe Londoner Anwälte gegründet. Dass man ein Gelände auf Heideboden für den Club war eher Zufall. Aber es war wegweisend und öffnete die Tür für viele berühmte Clubs, die später folgten. U.a. Sunningdale, Wentworth, Swinley Forest, The Berkshire und einige andere tolle Plätze.

Ausgelegt wurde der erste Kurs von Tom Dunn. Dieser war noch nicht sehr kreativ. Für die damaligen Verhältnisse lang, meist geradeaus, quadratische flache Grüns und viele Crossbunker vor den Grüns. Zwei Mitglieder sorgten dafür, dass der Platz sich in den nächsten Jahren zu dem Kleinod entwickelte, den er heute noch darstellt. Eine ihrer Innovationen waren beispielsweise zwei Bunker in der Drivelandezone auf dem Fairway von Loch 4. Das hatte es vorher so nicht gegeben. Nun musste man denken bei seinen Abschlägen und nicht einfach nur drauflosschlagen. Später legte dann der grossartige Tom Simpson Hand an und der Platz erhielt den heutigen Charakter. Die Crossbunker wurden gefüllt. Die Grüns wurden erhöht und variantenreicher gestaltet. Neue Bunker wurden angelegt und Bäume wurde angepflanzt.

Heutzutage bietet der Kurs ein abwechslungsreiches Design mit vielen Löchern bei denen mehr Strategie als pur Kraft gefragt ist. Power ist hier weniger angesagt. Eigentlich braucht man seinen Driver hier gar nicht. Ungewöhnlich ist auch, das Loch 14 (hübsche Par 5) vor der Clubhausterasse und nicht Loch 18. Meine Favoriten sind:

  • die 2 (Par 3 aufwärts zu einem nicht ganz einsehbaren Grün)
  • die 6 (schönes Par 4 abwärts in Richtung des Grüns, welches von einem Bach geschützt wird)
  • die 11 (erhöhter Abschlag über einen Hügel zu einem leicht ondulierten Grün)
  • die 14 (Par 5 recht durch Heidekraut geschützt in Richtung Clubhaus)
  • und die 18 (sehr schönes Par 4. Was fürs Auge. Riesige Eiche rechts und See links vom Grün)

Nach der Runde wechselt man dann traditionell zu Sakko und Krawatte und geniesst klassisches britisches Essen in dem urigen alten Clubhaus mit dem charakteristischen Uhrenturm.

Greenfee im Sommer: 18 Loch für 65 Pfund. Nach 15.30 Uhr kostet es nur noch 35 Pfund.

Und auf dem Platz bitte nicht vergessen, das Polohemd in die Hose zu stecken... und zur Short die knielangen weissen Socken vorher einpacken (gibt es aber auch im Proshop). Viel Spass beim spielen. Es lohnt sich.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen des Platzes:

Woking

Mittwoch, 6. Januar 2010

Immer noch nicht gespielt

Das ist jetzt fast schon genauso wie letztes Jahr. Schnee, Kälte und ein Auto habe ich zur Zeit auch nicht in Bochum. Mit dem Wagen könnte man wenigstens zur Range fahren. Aber auch das läuft nicht. Also wird gelesen und sich um die Golfreisen des Jahres gekümmert. Unterkunft für die Rydercup-Woche habe ich schon gebucht und ein B&B für die 5 Tage im Mai in Norfolk wird auch diese Woche organisiert.

Was mich etwas ärgerte, war die Erhebung einer Gebühr für Golfgepäck bei Air Berlin ab 01.05. Die waren so etwas wie die letzte Bastion für meine Flüge nach UK. Das wird jetzt schwieriger. Ich versuche noch herauszufinden, ob man bei British Airways das Golfgepäck unter 23 kg als normales Gepäck aufgeben kann und für Kurzreisen den Bedarf als Handgepäck mitnimmt. Sage Bescheid, wenn ich es rausgefunden habe.

Für die Steigerung der Sehnsucht nach gutem, wärmeren Wetter an diesen kalten Tagen noch ein netter Golfplatz:


Blick auf das Grün Loch 16 in Camberley Heath. Ein netter Platz im Süden von Berkshire